Was steckt wohl in der Wundertüte aus dem Breisgau?
Merlins-Gastgeber Freiburg zuletzt krankheitsbedingt dezimiert – Wiedersehen mit Ex-Crailsheimer Andrew Hunter
Nach dem deutlichen Heimsieg gegen den TV Langen können die Crailsheimer Basketballer den restlichen sechs Saisonspielen eigentlich gelassen entgegensehen. Am Sonntag geht es erst mal nach Freiburg.
RALF MANGOLD
Basketball – Pro A. „Mit Platz acht stehen wir für einen Aufsteiger super da“, freut sich Teammanager Martin Romig über die frühzeitige Sicherung des Klassenverbleibs. Dennoch hakt er die Saison keinesfalls ab und will am Ende eine bestmögliche Platzierung erreichen. „Wir werden kein Spiel abschenken, sondern wollen weiterhin mit viel Spielfreude jede Partie gewinnen.“ Zudem geht es für einige Spieler schon jetzt darum, Charakter zu zeigen und sich für eine Weiterverpflichtung mit guten Leistungen zu empfehlen.
Zuletzt gelang das sehr gut gegen die stark abstiegsgefährdeten Langener. „Insbesondere Femi Oladipo hat gezeigt, was für ein Potenzial in ihm steckt – aber auch alle anderen Spieler haben ohne Ausnahme überzeugt.“
Den nächsten Gegner USC Freiburg hält Romig für eine Wundertüte, weil er noch keinerlei Informationen darüber hat, inwieweit die Breisgauer krankheitsbedingt noch dezimiert sind. Zuletzt traten die Freiburger nämlich mit nur fünf Spielern in Karlsruhe an und verloren mit 44:163. „Ich denke, dass sie alle wieder an Bord sind. Auch wenn die Freiburger noch im Abstiegskampf stecken, hat Trainer Markus Zilch dort viel erreicht. Vor der Saison wurden die Gäste nämlich als Absteiger Nummer eins gehandelt.“
In der Vorrunde gewannen die Crailsheimer mit 80:67. Übrigens ist der beste USC-Korbjäger (299 Punkte) mit Ex-Merlins-Spieler Andrew Hunter kein Unbekannter. Inzwischen ist Hunter 30 Jahre alt. Nach dem Engagement bei den Crailsheimern hat der Zwei-Zentner-Mann als wahrer Globetrotter in Frankreich, Ungarn, Venezuela, Finnland und sogar im Libanon Körbe geworfen.
Neben Hunter ist für Romig der kleine Aufbauspieler Achmadschah Zazai der Auffälligste beim USC. „Die Freiburger haben mit acht Mann eine sehr kleine Rotation und stehen sehr kompakt. Zudem bevorzugen sie beinahe über die ganze Spielzeit hinweg eine Zonenverteidigung. Aber ich denke, da lassen wir uns schon ein Gegenmittel einfallen.“ Spielbeginn in der Sepp-Glaser-Halle ist am Sonntag um 16.30 Uhr.
Romigs Planungen gehen aber inzwischen schon über die laufende Runde hinaus. Im Sommer steht der Umbau der Arena an. Neben einem Gang an der Hallenrückseite soll die Zuschauerkapazität auf der Gegengerade vergrößert werden. Büro, Toiletten, Lager, Schulungs- und ein Verkaufsraum sind zudem auf der Gegentribünenseite geplant. „Im sportlichen Bereich hoffe ich, dass wir mit der Unterstützung unserer Partner wieder auf einem ähnlichen Niveau wie in dieser Runde antreten können. Doch für den Umbau benötigen wir zusätzliches Geld. Da hoffen wir auf eine positive Resonanz aus dem Umfeld.“
Nachdem es in der kommenden Saison eine zweigleisige Pro B geben wird, hofft Romig übrigens auf eine weitere Änderung in der Pro A: „Play offs – das würde den Saisonendspurt noch mal richtig aufwerten und spannend machen.“
Die weiteren Spiele: Essen – Karlsruhe, Osnabrück – Kirchheim, Langen – Chemnitz, Bayreuth – Kaiserslautern, München – Hannover, Heidelberg – Jena
zurück |