Von beiden Fanlagern langersehnt, unterlagen die Merlins in einem hart umkämpften Lokalderby dem Erzrivalen aus Kirchheim mit 95:79.
Mit veränderter Startaufstellung; Bynum, Plair und Oladipo auf den Außenpositionen, Brooks und Dörr unter dem Korb und ohne den erkrankten Centerspieler Lucian Kieser im Kader gingen beide Mannschaften, aufgepuscht durch die emotionalen und kreativen Auftritte beider Fangruppen, in den Kampf. Unterbrochen von den etlichen Foulpfiffen auf Crailsheimer Seite vor allem bei den Centerspielern die allesamt nach spätestens 5 Minuten mit zwei Foulpfiffen belastet wurden, war die Vorstellungen des Merlins-Trainers Enkat was die Spielrotation anbelangte deutlich eingeschränkt.
Während die Kirchheimer Innenspieler diese Situation deutlich ausnutzten hielten viele Aktionen vor allem durch Bynum und Plair die Merlins im Spiel. Das erste Viertel konnten die Hohenloher mit 23:26 noch für sich entscheiden. Eklatant war jedoch von Anfang an die Wurfschwäche aus der Distanz bei den Crailsheimern die sich auch in den kommenden zwei Vierteln fortsetzte.
Im zweiten Viertel verdeutlichten sich die offensichtlichen Missstände auch auf der Ergebnistafel. Es wurde weiterhin um jeden Ball gefightet doch in der Offensive agierte man unglücklich gegen die sehr kompakt und tief besetzten Schwaben. Nach einem 44:38 zur Halbzeit für die Heimmannschaft konnten die Merlins trotz aller Bemühungen das Ruder nicht herumreißen. Immer wieder wurden Aufholbemühungen durch die kleinen Nadelstiche der Kirchheimer Außenspieler Brooks, Scott, Tomasevic und Chennouffi zurückgeschlagen.
Nachdem der Rückstand kurz vor Ende des dritten Viertels bereits 16 Punkte betrug, schlichen sich die Merlins im letzten Viertel, mit einer sehr guten Verteidigungsvorstellung noch mal auf 5 Punkte an den Gegner heran, um dann vom in dieser Phase sensationell aufspielenden US-Amerikaner Cedric Brooks mit zwei Dreiern unmittelbar hintereinander den Todesstoß versetzt zu bekommen.
So war Coach Enskat zwar mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft, vor allem in der Schlussphase, durchaus zufrieden, bemängelte aber auch, dass erneut zu viele einfache Chancen ausgelassen wurden.
„Es war schon klasse, dass sich die Jungs nicht aufgegeben und wieder in das Spiel zurückgekämpft haben, doch in der engen Schlussphase hat uns dann letztendlich die nötige Cleverness und das ein oder andere Quäntchen Glück gefehlt.“, so der Trainer nach dem Spiel und verlangt für die kommenden Aufgaben die Intensität des letzten Viertels über die gesamte Spieldauer.
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