Zu Beginn des neuen Jahres veranstalten die Merlins wieder ein Basketball-Camp: Wurfeinheiten, Dribbling, Wettbewerbe - all das können Kinder zwischen fünf und zehn Jahren von Mittwoch, 2., bis Freitag, 4. Januar, (10 bis 13 Uhr) in der Hakro-Arena erleben.
Klein aber fein war der Anhängerkreis, den die Leipziger Uni-Riesen mit nach Hohenlohe gebracht haben. Rund fünf Stunden Autofahrt hatten die Enthusiasten mit Privat-Pkw auf dem Buckel, um ihrem Team die Daumen zu drücken und das auch mit einer Trommel akustisch zu unterstreichen. "Die Hoffnung besteht natürlich", ließen sie, gefragt nach den Chancen ihrer Mannschaft im Ringen um den Klassenerhalt, wissen. Und wollten es dementsprechend auch vom Spielverlauf abhängig machen, ob sie bei der Fete im Anschluss noch reinschauen sollten oder nicht. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der Halle und dem Zuschaueraufkommen. Daheim kommen deutlich weniger Besucher zu den Spielen. Handball, Eishockey, und Fußball sind in der sächsischen Metropole die Topsportarten gegen die sich die Korbjäger behaupten müssen.
KLAUS HELMSTETTER
Während Joe Buck, der Kapitän der Merlins, den Jubel nach dem 101:78-Sieg in sich aufnimmt, sagt er: "Hier ist viel gute Energie. Es ist klar: Wenn wir in Ilshofen sind, dann gewinnen wir." Die Zuschauer klatschen immer noch rhythmisch, er strahlt und ergänzt: "Die Leute aus der Stadt Crailsheim kommen gerne hier raus nach Ilshofen. Es hat etwas von einem Mythos." Den die Zuschauer vielleicht irgendwann öfter pro Saison erleben können - eventuell in der ersten Bundesliga.
Autor: KLAUS HELMSTETTER | 22.12.2012 Um in der Pro A weiterhin eine Zukunft zu haben, müssen die Crailsheimer Merlins im heutigen Weihnachtsspiel gegen die Uni-Riesen aus Leipzig den Ball unbedingt am Gegner vorbei und in den Korb bekommen. Foto: Ric Badal Vier Siege haben die Korbzauberer aus Crailsheim derzeit zu bieten, einer weniger findet sich hingegen auf dem Konto des Aufsteigers aus Leipzig. Keine Frage - im Weihnachtsspiel hilft nur ein Heimsieg, um sich kurzfristig wieder gen Mittelfeld zu orientieren.
Übergroße Nervosität, glaubt Ingo Enskat als sportlicher Leiter der Merlins, dürften die Gastgeber heute jedoch nicht an den Tag legen. "Denn die Jungs kennen die Halle schon aus dem Test gegen Paderborn im November. Außerdem, betont Enskat, "kommt es darauf an, wie man mit aufkommender Nervosität umgeht, ob sie lähmend wirkt oder man sie vielmehr in positive Energie umwandelt, mit der man sich auch pushen kann. Letztlich", schiebt Enskat nach, "sind Partien wie das Weihnachtsspiel auch Anreize, besondere Momente für die Spieler, für die man das Ganze eigentlich macht." Nachdem der Aufbau abgeschlossen war, absolvierten die Crailsheimer Basketballer zudem noch die ein oder andere Trainingseinheit in der Arena. Auch das sollte sicherlich zur spielerischen Sicherheit mit beitragen.
Wie das Spiel auch immer ausgehen wird - die Merlins müssen sich für die zweite Saisonhälfte auf den Abstiegskampf einstellen. "Wir schreiben momentan die Mitte der Spielzeit. Wer da in der Tabelle unten steht, sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Natürlich ist der Klassenerhalt unser primäres Ziel. Die Playoffs sind außer Reichweite. Vielmehr gilt es, die beiden letzten Plätze rasch wieder zu verlassen." Dafür erhofft sich der sportliche Leiter, dass die Korbjäger aus Crailsheim "lernen zu kämpfen. Jetzt reicht es nicht mehr, sich auf sein Talent zu verlassen, nach dem Motto ,wenn. . . dann könnten wir auch, sondern die Jungs müssen für den Erfolg arbeiten. Schließlich sind sie gestandene Profis".
Die Krux bislang: Die einzelnen Akteure schaffen es nicht, ihr individuelles Potenzial derart in die Waagschale zu werfen, um sich gegenseitig besser zu machen - oder kurz und bündig formuliert - "es hapert immer noch an der Spielorganisation. Die Abstimmung passt noch nicht. Zudem wäre ein Kopf vonnöten, der in kritischen Situationen mal das Ruder übernimmt".
Natürlich, bestätigt Enskat, machen sich die Verantwortlichen bei den Merlins immer auch Gedanken über die Zusammenstellung der Mannschaft. Früher hat es zumeist gleich funktioniert, wenn sie während der Runde noch neue Spieler dazu geholt haben. Ed Williams, Aaron Cook oder Rob Fergusson nennt Enskat als Beispiele aus der Vergangenheit. Eine Rechnung, die freilich nicht immer aufgehen kann. So werden die Merlins-Oberen den Spielermarkt im Auge behalten und sich nach möglichen Ergänzungen umschauen. Doch selbst wenn in Richtung Personal noch etwas passieren sollte, weiß Enskat: "Einer allein kann nicht der Heilsbringer sein."
Eine Lanze bricht er für den Coach. "Willie Young steht nicht zur Debatte", betont Enskat mit Nachdruck und schiebt damit immer mal wieder aufkommenden Gerüchten bezüglich Bewegung auf der Trainerposition gleich energisch einen Riegel vor.
"Er macht einen guten Job, die Verantwortung für die gegenwärtige Tabellensituation ist nicht bei ihm zu suchen. Bei den Mitgliedern der Führungsebene der Merlins steht er nicht infrage."
Der Gegner im Weihnachtsspiel, die Uni-Riesen aus Leipzig, galt im Vorfeld der Spielzeit als vermeintlich schwächster der drei Aufsteiger. Doch mittlerweile hat sich das Team gemausert und scheint sportlich in der Liga angekommen zu sein. So haben die Sachsen, mit dem in der Szene bekannten Trainer Dr. Ivan Vojtko (früher unter anderem in Karlsruhe) auf der Bank, "viele Spiele knapp verloren und sich dabei auch unglückliche Niederlagen eingehandelt" (Enskat). "Für uns wird das sicher kein Selbstläufer nach dem Motto, ein Aufsteiger kommt als Tabellenschlusslicht. Es wird sicher eine Partie auf Augenhöhe." Zumal sich die Liga, ähnlich wie in der Vorsaison, durch extreme Ausgeglichenheit auszeichnet. "Mit Göttingen, Karlsruhe und Düsseldorf marschieren drei Mannschaften vornweg, doch von unten bis fast oben fällt eigentlich keiner richtig ab. Das deutet auch auf die gute Arbeit in der Liga hin. Außerdem verfügen die aktuellen Aufsteiger auch über ansehnliche Etats, sind also nicht das, was man früher als klassische Aufsteiger angesehen hat." Wobei die Merlins kurioserweise gegen zwei der ersten drei daheim gewonnen haben. "Manchmal kann man sich auch, je stärker der Gegner ist, umso mehr pushen und das Momentum nutzen, insbesondere mit dem Publikum und der guten Stimmung in unserer Halle," so Enskat weiter
Crow (9 Punkte), Szewczyk, Coleman (5), Moore (19), Friedel, Buck (4), Sivorotka, Lischka (13), Bailey (5), Rose (8).
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BASKETBALL - PRO A
Autor: RALF MANGOLD | 14.12.2012 Letzte Woche hat Gotha (weiße Trikots) sein Heimspiel gegen Nürnberg gewonnen. Nun versuchen die Merlins in der "blauen Hölle" ihr Glück. Foto: Bernkopf Christoph Nicol heißt der neue Head-Coach der Oettinger Rockets Gotha. Er war bislang Co-Trainer und für die zweite Mannschaft verantwortlich. Seinen Einstand kann man als geglückt bezeichnen, schafften seine Jungs doch mit 103:91 gegen Nürnberg den zweiten Heimsieg der Saison. Die ausgelassene Stimmung nach dem Spiel in der "blauen Hölle" brachte US-Boy Chase Griffin auf den Punkt: "Es fühlt sich so an, als wäre mir ein Gorilla von der Schulter gefallen!" Präsident Dirk Kollmer setzte sogar noch eins drauf und spendierte Freibier für die über 1000 Zuschauer. "Für mich ist es eine große Herausforderung und zugleich eine Chance", so Nicol. Nun richtet der 23-Jährige den Blick mit einer gesunden Mischung aus Kampfgeist und Selbstbewusstsein nach vorne. "Ich bin mir sicher, dass unser derzeitiger Tabellenplatz in keiner Weise das Potenzial widerspiegelt, das in der Mannschaft steckt. Das soll und muss sich ändern." Momentan stehen die Gothaer mit acht Zählern immer noch auf dem vorletzten Platz. Nicht viel besser allerdings ist die Situation der punktgleichen Crailsheimer. "Das ist sicherlich nicht das, was wir uns am Anfang der Runde vorgestellt haben", beschreibt der sportliche Leiter Ingo Enskat die gefährliche Situation für den Vorjahreshalbfinalisten. Zudem konnten die Crailsheimer auswärts immer noch keinen Sieg verbuchen. "Natürlich wollen wir diese Negativserie beenden, aber wir fahren sicherlich nicht als Favorit nach Gotha." Deshalb fordert Enskat nun eine deutliche Leistungssteigerung und die Fehler künftig zu minimieren. Vor allem kämpferisch müssen die Crailsheimer noch mehr dagegenhalten. "Wir dürfen jetzt nicht an das Weihnachtsspiel denken, sondern müssen uns mit kleinen Schritten von Spiel zu Spiel wieder das nötige Selbstvertrauen holen." Bei Gotha, das vor der Runde sogar als Mitfavorit um den Aufstieg gehandelt wurde, sieht Enskat ähnliche Probleme. "Gotha ist wohl einer der stärkste Aufsteiger, die es jemals gegeben hat", warnt er dennoch, dass sich sein Team nicht von dem aktuellen Tabellenstand des Gegners täuschen lässt. "Es fehlt dort nur noch an der Abstimmung." Der Trainerwechsel beim Aufsteiger wird wohl keinen Einfluss auf den Ausgang der Partie haben, "die Probleme bestehen weiter. In so kurzer Zeit kann man wenig verändern", vermutet Enskat. Aufpassen sollten die Crailsheimer insbesondere auf Torvoris Baker, der zuletzt gegen Nürnberg 24 Punkte erzielt hat und es nach 13 Spielen schon insgesamt auf 185 Punkte bringt. Alle Mann an Bord vor der rund 300 Kilometer weiten Reise in die Nähe Erfurts vermelden die Merlins. Vor allem Neuzugang Stevie Johnson hat sich schon gut ins Team eingefunden und zuletzt in Vechta zweistellig gepunktet und gereboundet. "Jeder muss den Kopf frei bekommen, dann haben wir in Gotha eine Chance zu gewinnen." Der Spieltag: Karlsruhe - Paderborn, Gotha - Crailsheim (Samstag,19 Uhr) , Göttingen - Cuxhaven, Nürnberg - Chemnitz, Düsseldorf - Jena, Heidelberg - Kirchheim, Ehingen - Essen
Lischka und Sivorotka bei Abfahrt noch nicht einsatzfähig.
Entgegen der u.s. Zeitungsmeldung kann man im Merlins-Lager zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Entwarnung geben bzgl. einem Spieleinsatz der beiden Innenspieler am Wochenende in Vechta.
Autor: Klaus Helmstetter Basketball - Pro A - Dank eines 102:94-Sieges in der Woche gegen Heidelberg festigte Neuling Vechta seinen vierten Platz, während die unterlegenen MLP Academics Heidelberg aus den Play-off-Rängen herausfielen (neunter Rang). In einem engen Match drehten die Gastgeber den Spieß beim Stand von 85:85, vier Minuten vor dem Ende noch einmal um und setzten sich schließlich entscheidend durch. Mit 16 Punkten und Platz vier (!) ist "Vechta der bislang stärkste Aufsteiger", betont Merlins Teammanager Martin Romig. "Außerdem haben sie eine nagelneue Halle, die über 2000 Zuschauer fasst und wohin in der Regel rund 1900 Besucher kommen." Vechta in Niedersachsen gelegen, ist in etwa so groß wie Crailsheim und das Team mit Coach Pat Elzie verschaffte sich reichlich Respekt in der Liga. Gut besetzt sind die morgigen Gastgeber auf den Ausländerpositionen. Neben Jacob Doerksen und Corey Hassan ist da in erster Linie Richie Williams, nur 1,75 Meter groß, aber dennoch Spielmacher und Topscorer der Gastgeber, zu nennen. Unter den deutschen Spielern sind die Namen Flavio Stückemann und Dirk Mädrich besonders zu nennen. "Natürlich wollen wir auch in Vechta unsere Chance suchen", betont Teammanager Martin Romig für die Merlins. Der Sieg vom letzten Wochenende gegen Essen hat der Mannschaft sicherlich gutgetan. Und wenn inzwischen die beiden Neuen, Stevie Johnson und Daniel Bailey, weiter integriert worden sind, sollte einem selbstbewussten Auftritt der Crailsheimer nichts im Wege stehen. Aufgrund der weiten Entfernung von rund 600 Kilometern und der problematischen Wettersituation werden die Merlins schon am Samstag anreisen und im Vorfeld in Vechta übernachten. Personell dürfte Coach Willie Young aus dem Vollen schöpfen können. Nur Benny Lischka und Antonis Sivorotka plagen kleinere Blessuren. Der Spieltag auf einen Blick: Cuxhaven - Heidelberg, BV Chemnitz - BG Karlsruhe, Jena - Ehingen/Urspringschule, Gotha - NBC, Paderborn - BG Göttingen, Kirchheim - Düsseldorf , Essen - Leipzig, Vechta - Crailsheim
Autor: KLAUS HELMSTETTER
Mit fünf Punkten Minus machten sich die Korbzauberer aus Crailsheim gegen Essen, mit Ex-Merlins Aaron Cook am Start, auf ins Schlussviertel - und spielten den Gegner dann förmlich an die Wand (30:10!). Eine Defense, die ihre Intensität gleich um zwei Gänge hoch schaltete, setzte die Gäste permanent unter Druck und ließ sie und ihr Spiel kaum mehr zur Entfaltung kommen. Vorne trafen die Merlins ihre Würfe. Eine gute Freiwurfbilanz (88 Prozent) spielte ihnen zusätzlich in die Karten. Ganz wichtige Verstärkung speziell in dieser Phase: Neuzugang Stevie Johnson (13 Punkte, sechs von acht Würfen getroffen, dazu acht Rebounds). Coach Willie Young schenkte dem Newcomer von Beginn an Vertrauen und brachte ihn schon in der Starting Five. Ingo Enskat, sportlicher Leiter der Crailsheimer, geriet da regelrecht ins Schwärmen. "Einen solchen Mann muss man als Coach einfach liebgewinnen. Er spielt nicht spektakulär, sondern ist zur rechten Zeit am rechten Platz, ein seriöser Arbeiter. So einen braucht man in der Mannschaft!"
Zu Spielbeginn legten die Hausherren rasch einen Vorsprung zwischen sich und den Gegner. Einfache Ballgewinne in der Defense, mit Tempo vorgetragen, brachten in der Offense wiederholt Überzahlspiel, was das Punktekonto der Gastgeber stetig wachsen ließ.
Besonderer Aktivposten: Jonathan Moore, der am Samstag sehr inspiriert spielte, ein sicheres Händchen an den Tag legte und später zum Topscorer der Partie avancieren sollte. Auch Josten Crow trug sein Scherflein dazu bei, dass die Merlins mit einem Plus von elf Punkten in die erste Viertelpause gingen.
In der Folge erlebte auch Daniel Bailey, zweiter Neuzugang im Crailsheimer Trikot seine Feuertaufe. Doch plötzlich geriet das Crailsheimer Spiel ins Stocken. Minutenlang erzielten die Merlins keine Punkte. Essen fand seinen Rhythmus und auch eine Crailsheimer Auszeit konnte dem 18:0-Lauf der Gäste aus Nordrhein-Westfalen keinen Einhalt gebieten. Mehr noch: Essen zog vorbei und die Merlins retteten sich gerade noch auf ein Unentschieden zur Pause. Dahin war der schöne Vorsprung. Wobei es die Hausherren den Gästen immer wieder viel zu einfach machten. So prangerte Ingo Enskat im Halbzeitinterview in erster Linie die unnötigen Ballverluste und das zum Teil zu statische Spiel ("Ball nicht laufen lassen") an.
Während die Merlins im zweiten Durchgang nur elf Punkte (vier Feldkörbe aus dem Spiel) erzielten, wurden es in Abschnitt drei mit 13 Zählern auch nicht wirklich ins Gewicht fallend mehr. Essen erspielte sich, vornehmlich durch Franke und Stutz, wieder einen kleinen Vorsprung. Erste Unmutsäußerungen wurden im Publikum hörbar.
Essen ging dann mit den eingangs skizzierten fünf Punkten Vorsprung ins letzte Viertel, erzielte auch da die ersten beiden - und machte fortan keinen Stich mehr! Die Defense der Merlins packte energischer zu und vorne sorgte besonders das Trio Moore, Rose und Johnson für den stetigen Ausbau des Punktescores. Und - ganz wichtig - das Publikum machte sich wieder lautstark bemerkbar. "Am Ende hat Crailsheim den Druck erhöht", räumte Essens Coach Igor Krizanovic ein. "Im dritten Viertel haben wir gut gespielt, waren aber in entscheidenden Momenten zu mutlos, hatten zu viele Ballverluste. Wenn man in Crailsheim gewinnen will, muss man mehr tun als nur ein paar Distanzwürfe zu treffen. Das Ganze ist sehr frustrierend!"
Völlig anders - verständlicher - die Gemütslage von Merlins-Coach Willie Young. "Beide Mannschaften standen unter Druck. Aber ich bin sehr glücklich, denn wir brauchten diesen Sieg unbedingt. Wir wollten die Kreise von Logan Stutz (Nummer 14) stören, und das ist ganz gut gelungen. Die Jungs haben im Training hart gearbeitet und am Ende den Lohn dafür eingefahren."
Letztlich stand nur noch die Höhe des Sieges zur Debatte. Sechs verschiedene Merlinsspieler steuerten jetzt wichtige Punkte für das Siegerteam mit bei, und für Essen blieb es bei mageren vier Feldkörben in Abschnitt vier.
Fazit: Auf die Leistung im ersten und insbesondere letzten Viertel lässt sich für die Merlins, die es jetzt in Serie mit den Aufsteigern Vechta (Tabellenplatz fünf), Gotha und Leipzig (Weihnachtsspiel in der Arena Ilshofen) zu tun bekommen, sicher aufbauen. Mit dem Sieg gegen Essen haben die Crailsheimer auch in der Tabelle einen kleinen Sprung gemacht. Runter von einem Abstiegsplatz und vor die Gäste vom Samstag platziert. Die zweite Mannschaft (Regionalliga 1) gewann gegen Saarlouis mit 94:86.
Crailsheim: Moore 23 Punkte (2 Dreier, 8 Rebounds), Johnson 13, Crow (1 Dreier), Coleman 2 Dreier (je 12), Rose 9, Friedel 7, Buck 4, Lischka 2, Bailey, Sivorotka, Szewczyk
Essen (Beste): Stutz 15, Henley 12, Franke 11
Viertel: 28:17 / 11:22 / 13:18 / 30:10 Viertelstände: 28:17 / 39:39/ 52:57 / 82:67
Spielfilm:
0:2 / 8:4 / 10:7 / 17:13 / 23:13 / 28:17 (1.V.) 31:18 / 34:30 / 38:36 / 39:39 (Halbzeit) 45:40 / 48:44 / 50:46 / 50: 53 / 52:57 (3.V.) 60:59 / 68:61 / 73:64 / 79:66 / 82:67 (Ende)
Klaus Helmstetter
Die letzten drei Spiele verloren, und flugs finden sich die Ballzauberer aus Crailsheim auf einem Abstiegsplatz in der Pro A wieder. Doch das ist noch gar nichts, verglichen mit Daniel Dörr und der Negativserie, die er einst miterlebt hat. „Es war 2002/2003, in meiner ersten Saison beim TV Lich“, erinnert sich der ehemalige Merlins-Kapitän. „In der 2. Liga Süd haben wir damals sage und schreibe 14 Spiele in Folge verloren, dann aber mit die beste Rückrunde aller Teams hingelegt.“ Erheblich zum Trendwechsel beigetragen haben seinerzeit zwei Neuzugänge, die beide auch schon im Trikot der Merlins aus Crailsheim aufgelaufen sind: Igor Starcevic und Lucian Kieser. „Natürlich bekommt man auch Selbstzweifel, wenn man so oft verliert“, erinnert sich Ex-Merlin Daniel Dörr. „Was kann man tun? Wir haben nie aufgegeben, viel miteinander geredet, noch härter trainiert und hatten eigentlich nichts mehr zu verlieren.“
Natürlich hat Daniel Dörr, der inzwischen wieder für den TV Lich in Mittelhessen, nahe Gießen gelegen, spielt, noch intensive Verbindungen nach Crailsheim. Schließlich hat er fünf Jahre, davon die letzten drei als Kapitän, bei den Merlins verbracht. Und überdies noch mit Willie Young, dem aktuellen Trainer der Merlins, in einem Team zusammengespielt. Im Sommer gastierte er mit dem TV Lich für ein Vorbereitungsspiel in der Hakro-Arena und orakelte in der Nachbetrachtung ein wenig. „So ein, zwei gute Spieler können die Merlins wohl schon noch gebrauchen.“ Eine Einschätzung, die sich die Verantwortlichen im Crailsheimer Lager längst auch zu eigen gemacht haben – doch es läuft noch nicht rund im aktuellen Team der „Horaffen“-Korbjäger. Dass die Merlins sich so schwer tun würden, in die Gänge zu kommen, hat Daniel Dörr nicht erwartet, die Crailsheimer vielmehr im sicheren Mittelfeld verortet. „Die Ergebnisse sind schon ein bisschen enttäuschend, und es ist aus der Ferne schwer zu sagen, woran es liegen könnte. In der Vorbereitung“, macht sich Dörr Gedanken über mögliche Gründe, „war mit Joe Buck ein wichtiger Leistungsträger verletzt. Und vielleicht haben die Merlins heuer auch nicht so viel Glück mit den Amerikanern gehabt, wie letzte Saison, als sie auf Top-Pro-A-Niveau gespielt haben.“ Dennoch macht er sich nicht wirklich Sorgen um die sportliche Zukunft. „Ich bin guter Dinge. Martin Romig und Ingo Enskat sind erfahrene Leute. Die werden sich die Situation ganz bestimmt nicht tatenlos anschauen und schon die richtigen Entscheidungen treffen.“ Auch Willie Young kennt Daniel Dörr gut, ist sogar mit ihm befreundet. Ein sehr ruhiger Vertreter, der neue Merlins-Coach. „Er lässt lieber Taten sprechen“, als zu viel Wind zu machen. „Aber“, glaubt Daniel Dörr, „vielleicht muss man doch mal durch-greifen und hin und wieder auf den Tisch hauen“, überlegt der Hesse.
„Mit dem Abstieg“, ist Daniel Dörr optimistisch und sich letztlich ganz sicher, „werden die Merlins bestimmt nichts zu tun bekommen.“ Mögliche Nachverpflichtungen, glaubt er, könnten es richten. „Anderseits gab es bislang auch schon eine ganze Reihe von knappen Spielen. Das zeigt ja, dass das Potenzial durchaus gegeben ist.“ Weiterer Beleg dafür: Interessanterweise haben die Merlins mit Göttingen (3.) und Düsseldorf (1.) zwei Mannschaften geschlagen, die momentan in der Liga den Ton angeben. Die Play-offs sind gegenwärtig sicher kein Thema. „Ich habe aber die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Auch wenn es schwierig werden kann. Ein wichtiger Schritt wäre“, ist Dörr überzeugt, „die Heimspiele zu gewinnen. Dann kann man weitersehen.“
Sportlicher Leiter hat das Wort Von einem „Duell auf Augenhöhe“ spricht der sportliche Leiter der Merlins vor der heutigen Partie. In der Tabelle sind beide Mannschaften zur Zeit, recht weit unten angesiedelt, drei Plätze und zwei Punkte steht Essen im Plus gegenüber den Merlins. „Wir wollen uns jetzt natürlich selber am Schopf packen und möglichst eine kleine Serie starten“, betont Ingo Enskat. Zu Redaktionsschluss waren alle Merlinsspieler fit, sodass Coach Willie Young wohl personell aus dem Vollen schöpfen kann. ETB-Headcoach Igor Krizanovic weiß, dass sein Team kein einfaches Spiel erwartet: „Crailsheim hat zwar aktuell mit argen Problemen zu kämpfen, ist trotzdem ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Individuell sehr gut besetzt, konnte aber wegen einiger Verletzungssorgen in diesem Jahr nicht mit der Tiefe aufwarten, die es in der vergangenen Saison noch auszeichnete.“ hel
Foto: Ric Badal
Der elfte Spieltag: Cuxhaven Bascats - Erdgas Ehingen/Urspringschule, BV Chemnitz 99 - MLP Academics Heidelberg, Science City Jena - Crailsheim Merlins, Oettinger Rockets Gotha - BG Karlsruhe, Finke Baskets - Düsseldorf Baskets, VfL Kirchheim Knights - Uni-Riesen Leipzig, ETB Wohnbau Baskets - SC Rasta Vechta, Nürnberger BC - BG Göttingen
Die Merlins Supporters haben eine Einladung bekommen und erhalten ab einer Teilnehmerzahl von 10 Personen 20% Rabatt auf die Karten (Kartenpreis - inkl. Rabatt - 16,- €) des Bundesliga-Events. Bei einer größeren Teilnehmerzahl organisieren die Merlins Supporters einen Bus. Bei zu geringer Teilnehmerzahl müssen Fahrgemeinschaften gebildet werden. Sei mit dabei und erlebe die Profis aus Liga 1 hautnah, wie sie im ALLSTAR Game "Team national" vs. "Team international" spielen. Inkl. 3-Punkte-, Dunking-Contest u.v.m. Um schnellstmöglich planen zu können (da die Karten begrenzt sind) benötigen wir eine verbindliche Anmeldung bis 29.11.2012 per Mail an einen der Vorstände: elisabeth.mueller@web.de - michael.wiedmann3@gmail.com - M.Freimueller@live.de Bitte gebt bei Eurer Anmeldung mit an, ob Ihr im Bus mitfahren würdet oder nicht. gez. die Vorstandschaft
Im Kräftemessen der beiden bisher ungeschlagenen Topteams der Landesliga kam es zu einem deutlichen Erfolg der Merlins über den alten Rivalen aus Ludwigsburg. Dabei brachten die Jungs von Coach Ingo Enskat und Luca Banozic im bisher wichtigsten Spiel auch ihre beste Saisonleistung.
Vor allem das Zusammenspiel im Angriff lief flüssig und immer wieder wurde selbstlos der freie Mann gefunden oder stark zum Korb gezogen. Gleich zu Beginn waren es sofort Moritz Heck und Justin Schäfer die als starkes Duo im ersten Viertel bereits den Grundstein zur schnellen 16:5 Führung legten. Wie das erste, so wurden vom jungen Merlins Nachwuchs auch alle anderen Viertel mit zweistelligem Vorsprung gewonnen (16:5 – 23:12 – 26:13 – 25:15) und so nie ein Zweifel an dem Crailsheimer Heimsieg gelassen. In der zweiten Halbzeit übernahmen schließlich immer mehr der erneut starke Julian Fritz zusammen mit dem Reboundkönig Benjamin Moser die Kontrolle und steuerten gemeinsam 39 Punkte zum überzeugenden 90:45 Heimsieg bei.
Die Merlins: Alex Fritz (4 Punkte), Moritz Heck (24), Paul Neufeld (2), Arthur Lorenz (5), Michael Exler (10), Justin Schäfer (6), Julian Fritz (26), Justin Beck, Benjamin Moser (13).
Nachdem in der vergangenen Sommerpause die Crailsheim Merlins an den Stellschrauben der Professionalität gedreht haben, ist nun der Fanclub der Basketballer diesem Beispiel auf dem Fuße gefolgt. Der Grundstein wurde von 24 Merlinsbegeisterten am 31. August gelegt, am 8. November wurde schließlich die wichtigste Hürde genommen, als man in das Vereinsregister des Amtsgerichts Crailsheim eingetragen wurde. Seitdem darf der Club offiziell den Namen „Merlins Supporters e.V.“ tragen. Nun wollen die Verantwortlichen (siehe Infokasten) auf dieser Grundlage eine neue Offensive starten, um die ohnehin schon legendäre Unterstützung der Crailsheim Merlins durch ihre Fans noch weiter zu fördern und zu entwickeln. „Wir werden in den kommenden drei Heimspielen inklusive Weihnachtsspiel auf verschiedene Art und Weise auf uns aufmerksam machen und hoffen so natürlich, noch mehr Leute für unsere Sache zu interessieren. Wir freuen uns über jede Unterstützung, denn diese Unterstützung soll ja direkt unseren Crailsheim Merlins zugutekommen“, sagt der zweite Vorsitzende Michael Wiedmann. Schon jetzt seien die Mitgliederzahlen höher als in den vergangenen drei Jahren, welche die „Merlins Supporters“ ohne Eintrag ins Vereinsregister bestritten haben. „Nach einem Auswärtsspiel in Ansbach, zu welchem viele Fans mit dem Privat-Pkw angereist waren, organisierten Jörn Kludzuweit und ich einen Fanbus zum Spiel nach Ehingen (im Dezember 2008, Anm. d. Red.). Das war die wahre Geburtsstunde der ,Merlins Supporters’“, erinnert sich die erste Vorsitzende Elisabeth Müller gerne, die mit ihrer Familie „eher durch Zufall“ zum Basketball gekommen war, sich aber sofort in die Sportart verliebt hat.
Seither drehen sich die Aktivitäten des Fanclubs rund um das Organisieren von Busfahrten zu den näher gelegenen Auswärtsspielen, das Malen von Bannern oder die Durchführung von Fanturnieren. Ein Grillfest zum Abschluss der vergangenen Saison fand ebenso großen Anklang wie ein Ausflug zu einem Spiel der Beko BBL in Ulm. Der Eintrag in das Vereinsregister soll nun die Handlungsmöglichkeiten des Fanclubs noch einmal erweitern, da sich Ideen und Aktionen durch eine festere Handhabe von Beiträgen und Zuschüssen besser umsetzen lassen. Zudem war die juristische Absicherung bei den vielen Aktivitäten sehr wichtig gewesen, die vorher rein durch die Privathaftung der jeweils verantwortlichen Personen gesichert war. Letztendlich geht es jedoch darum, in einer großen Gruppe „an einem Strang zu ziehen, um den Verein und die Mannschaft tatkräftig in Wort und Taten zu unterstützen, eine Zusammengehörigkeit zu bilden, eine Gemeinsamkeit, Freunde. Vor allem Freunde, auf die man sich verlassen kann, die hinter einem stehen, die ein gemeinsames Ziel haben. Nämlich die Freude am Basketball und an den Crailsheim Merlins!“ Zum heutigen Derby gegen die Kirchheim Knights wollen die „Merlins Supporters“ den neu gewonnenen Schwung aus der „e.V.“-Gründung bereits mit einem besonderen Highlight umsetzen. Worum es sich dabei handelt, verraten die Verantwortlichen aber nicht. INFO Derzeit haben die „Merlins Supporters e.V.“ 44 Mitglieder. Wer dabei sein möchte, kann derzeit auf der Homepage der Merlins einen Mitgliedsantrag herunterladen oder diesen bei den Heimspielen der Merlins direkt beim Vorstand holen. Ein Infostand in der Hakro-Arena sowie eine eigene Homepage sind derzeit in Vorbereitung.
Vorstand der Merlins Supporters e.V.: 1. Vorsitzende: Elisabeth Müller, 2. Vorsitzender: Michael Wiedmann, 3. Vorsitzender: Michael Freimüller, Kassier: Jörn Kludzuweit, Schriftführerin: Vanessa Speier
KLAUS HELMSTETTER | Hohenloher Tagblatt Wie hatte Ingo Enskat, sportlicher Leiter der Merlins doch gleich nach der Niederlage in Chemnitz befunden? "Was uns momentan ein wenig fehlt, ist ein erfolgreicher Start, bei dem die ersten Würfe vielleicht mal reinfallen!" Man durfte also gespannt sein, welche Antwort die Mannschaft wohl darauf geben würde. Die allerersten Würfe trafen - streng genommen - zwar die Gäste aus Paderborn, doch dann taten die Korbzauberer, die auf den verletzten Jonathan Moore (Schleimbeutelverletzung) verzichten mussten, alles dafür, erfolgreich aus den Startlöchern zu kommen. Besonders Antonis Sivorotka und Benny Lischka rechtfertigten ihren Platz in der "Starting Five" mit einer kämpferischen Vorstellung gegen einen Gegner, der nur mit acht Spielern angereist war. Michael Rose gab mit einem ersten Dreier ein Lebenszeichen in der Offense und ließ schon erahnen, dass ihn an diesem Sonntag ein sicheres Händchen auszeichnen sollte (fünf Dreier getroffen und damit auch Topscorer). Die Einheimischen legten einen Vorsprung zwischen sich und die Gäste, ließen denen aber gegen Drittelende in der Defense zu viel Entfaltungsmöglichkeiten, so dass der erste Viertelabschnitt mit 24:21 relativ knapp zu Ende ging. Das zweite Viertel änderte nicht wirklich etwas an den Kräfteverhältnissen. Besonders fünf Dreier in dieser Phase hielten die Merlins erfolgreich im Spiel, doch Paderborn, wo besonders Spielmacher Guy Aud (Nummer 8) mit der längsten Spielzeit (34.06 Minuten) immer wieder als Unruheherd in Erscheinung trat, ließ sich nicht abschütteln. Ingo Enskat freute, dass die "Merlins mit viel mehr Energie und Feuer" zu Werke gingen als zuletzt und "vom Publikum entsprechend gepusht" werden. Eine "Vorstellung auf Augenhöhe" attestierte Gästecoach Thomas Glasauer bis dato seinem Team aus Ostwestfalen. "Wir wollten das Spiel eigentlich langsamer gestalten, haben das letztlich nicht geschafft. Wir konnten nur mit einer kleinen Rotation agieren und waren deshalb gegen Ende des Spiels zu platt." Richtig abschütteln ließen sich die Gäste freilich erst im Schlussviertel, wo sich nicht weniger als acht Merlins-Spieler in die Korbschützenliste eintrugen. Allen voran Derek Coleman mit neun Punkten. In der Defense arbeiteten die Merlins jetzt nachhaltig und konsequent. Kaum ein Wurfversuch der Gäste aus Paderborn fand mehr seinen Weg ins Ziel und beim Nachgehen zum Rebound ließen sie auch die letzte Konsequenz vermissen. Vielmehr ergaben sich in der Folge zahlreiche Überzahlsituationen, für die Merlins, die sie zunächst nicht clever genug ausspielten. Dennoch wuchs der Vorsprung stetig. Die Gäste hatten dagegen kein Rezept parat. In der Schlusssequenz ging das Spiel zunächst nur in eine Richtung - unter den Korb des Gästeteams. Mit neun Punkten Vorsprung waren die Merlins in den letzten Abschnitt gestartet, mit 19 Vorsprung gingen sie wieder hinaus. Auch die Zahlen sprechen in dieser Partie eine deutliche Sprache - zugunsten der Merlins. Mit 43:24 Prozent geht die Dreierbilanz ganz klar an sie und auch in Sachen Rebounds schlägt das Pendel eindeutig für die Zauberer aus (42:34). Nicht nur Willie Young, dem Crailsheimer Coach, mag mit diesem souveränen Sieg ein Stein vom Herzen gefallen zu sein. "Wir wollten: 40 Minuten fokussiert bleiben, denn wir brauchten den Sieg unbedingt. Dieses Momentum wollen wir mitnehmen in die nächsten Spiele." Einen deutlichen Schritt in die positive Richtung machte auch Ingo Enskat (sportlicher Leiter) aus. "Für uns ist natürlich jeder Sieg wichtig, denn wir kommen ja von ganz unten in der Tabelle und müssen uns jetzt Stück für Stück wieder herankämpfen. Und wir sollten uns darauf besinnen, was wir gut gemacht haben, um daraus Power und Energie für die nächsten Spiele zu ziehen." Schon in der vergangenen Saison machten nur Kleinigkeiten den Unterschied zwischen den Teams aus. Heuer sieht es ganz danach aus, als ob sich dieser Trend fortsetzen sollte. Nächsten Samstag müssen sich die Merlins auf die lange Reise nach Cuxhaven machen. Eine Woche später kommt Kirchheim. Die zweite Mannschaft der Merlins gewann in der Regionalliga gegen den USC Heidelberg II mit 81:79. Beste Werfer: Chris Tetzner (20) und Marlon Miller (20). In der Tabelle rangieren die Merlins auf Platz acht (3/3).
Autor: KLAUS HELMSTETTER | 03.11.2012
"Was uns momentan ein wenig fehlt, ist ein erfolgreicher Start, bei dem die ersten Würfe vielleicht mal reinfallen und wir dann mit 4:0 in Führung gehen", betonte Ingo Enskat (sportlicher Leiter) nach der Partie in Chemnitz. "Wenn das nicht klappt und der Gegner seine Würfe verwandelt, liegt man ruckzuck mit 2:7 im Hintertreffen. Entscheidend ist, das wir in den wichtigen Phasen physisch nicht präsent genug sind. Gerade wenn man nicht trifft," führt Enskat weiter aus, "muss man körperlich agieren. Das hat Coach Willie Young den Jungs auch mit auf den Weg gegeben". Und da hatten die Gastgeber aus Chemnitz den Merlins gestern einiges voraus, indem sie in den wichtigen Sequenzen die erforderliche körperliche Härte an den Tag legten.
Die Sachsen führten über weite Strecken der Partie mit um die zehn Punkte. Doch in der 37. Minute kamen die Gäste aus Hohenlohe noch einmal heran und verkürzten auf 69:64. "Aber auch danach haben wir uns das Leben wieder selber schwer gemacht und der Gegner konnte davon profitieren und sich wieder absetzen. So oder ähnlich gab es viele Situationen während des Spieles. Trotzdem war natürlich nicht alles schlecht," ist Enskat wichtig zu sagen.
Was die Merlins gerade jetzt gut brauchen könnten ist natürlich ein Erfolgserlebnis. Und was das Team im Ganzen betrifft, gilt natürlich auch für die Schützen im Besonderen. Aber solche Erfolgserlebnisse kann man natürlich nicht herbeireden, muss vielmehr konsequent dafür arbeiten.
Bei den Gastgebern aus Chemnitz gehörte Ex-Merlin-Spieler John Bynum zu den besten Werfern. Nach Rose machten Lischka und Philipp Friedel bei den Merlins die meisten Punkte. Friedel versenkte dabei zwei Dreier. Was bleibt als Erkenntnis für das Heimspiel am Sonntag in der Arena Hohenlohe gegen Paderborn? "Jeder muss seine Rolle spielen und auch für den anderen mit arbeiten und kämpfen. Wir brauchen körperliche Präsenz und müssen die entsprechende Mentalität an den Tag legen, nach dem Motto: Das ist unsere Halle und hier wollen wir auch gewinnen!"
Viertel: 21:10/26:27/18:15/15:19 - 80:71 (Ende)
Chemnitz: Bynum, Ishizaki, Jones (je 17)
Crailsheim Merlins: Crow 6 Punkte (2 Dreier), Lischka 11, Rose 12 (1), Moore 2, Coleman 7 (1), Sivorotka 4 (1), Buck 8, Szewczyk, Friedel 11 (2), Johnson 10 (1).
Bei den Merlins-Basketballern trägt er das Trikot mit der Nummer 1, und er hört auf einen sehr seltenen Vornamen, bei dem es schon mal zu Verwechslungen kommen kann. „Josten, ganz recht und nicht Justin“, wie man es eher gewohnt ist, heißt der neue Guard der Merlins, gekommen von der „Sam Houston State University“. Seinen Vornamen mag er durchaus, muss aber beim Gespräch darüber auch herzhaft lachen. „Er ist tatsächlich sehr selten. Ich kenne sonst niemanden, der so heißt!“
Der 1,93 Meter lange und 24 Jahre alte Guard kommt aus der texanischen Millionenstadt Houston, hat aber an einem relativ kleinen Collage (Huntsville) studiert und sich in Crailsheim schon sehr gut eingelebt. „Ich genieße es hier. Die Leute sind sehr nett und freundlich – und ich spüre bei ihnen viel Energie.“ Die Spieler im Team, meint Crow, verstehen sich untereinander auch gut, unternehmen privat hier und da mal etwas miteinander – müssen allerdings sportlich noch zulegen und besser zusammenspielen, denn, ist er überzeugt: „Wir haben ein gutes Team.“
Woran es im letzten Spiel der Merlins gegen Nürnberg gelegen hat, weiß Crow auch nicht so recht zu sagen. „Wir haben dieselben Fehler wiederholt und sie nicht abstellen können.“ Doch mit Unterstützung des Publikums hat das Team dann im vierten Viertel viel Power auf das Parkett gebracht – und das Ruder fast noch einmal herumgerissen. „Es kommt schon mal vor“, überlegt Crow, „dass eine Mannschaft einen Lauf hat und sechs, acht oder mehr Punkte in Folge erzielt – aber wir konnten diesen Lauf zuletzt gegen Nürnberg nicht unterbrechen und nicht so schnell wie erhofft antworten.“ Dennoch kein Grund, sich allzu viele Sorgen zu machen, denn „die Saison ist noch sehr lang. Alle Teams müssen sich noch finden, das wird schon noch besser“. Wobei der neue US-Boy geflissentlich unterschlägt, dass er mit 18 Punkten immerhin Crailsheimer Topscorer in der Partie gegen Nürnberg war. Zwei seiner vier Dreierversuche fanden den Weg ins Ziel und im Schlussviertel kam er so richtig auf Betriebstemperatur (zehn Punkte). Dabei könnte man die Nummer 1 auf seinem Trikot durchaus programmatisch interpretieren, denn im Fragebogen gibt er „die Meisterschaft gewinnen“ als Saisonziel an.
Große Stücke hält Crow, der übrigens kurz vor Weihnachten Geburtstag hat, auf Trainer Willie Young, der „einen guten Job macht und sehr ruhig auftritt. Ein Zeichen dafür, dass er alles unter Kontrolle hat“.
Die Saison ist noch recht jung, wie beurteilt Crow die nähere sportliche Zukunft der Merlins? „Natürlich wollen wir jedes Match gewinnen. Aber wir denken eher von Spiel zu Spiel und fokussieren uns immer auf die nächste Aufgabe“, erklärt der Neu-Crailsheimer, der in den bisherigen Partien die viertmeiste Spielzeit bei den Merlins bekam, dabei 63 Punkte und 17 Rebounds mit beisteuerte. Mit Druck kann er ganz gut umgehen: „Der ist irgendwie ja immer da, und das Publikum hilft uns daheim, noch mehr Motivation zu entwickeln.“ Energischeres Sichern der Rebounds und mehr miteinander sprechen – das sollte, glaubt der junge Amerikaner, ein Rezept sein, das die Merlins wieder zurück in die Erfolgsspur bringen könnte. Sich selber schätzt Josten Crow als einen sehr vielseitigen Spieler ein – sowohl in Offense wie auch Defense zu gebrauchen. Er hat aber bei den Merlins bislang noch nicht so gut geworfen – das soll sich bald ändern.
Das Niveau in der Liga schätzt Crow, der vom College kommt, als relativ hoch ein, „besser als er gedacht hatte“. Seine Zukunftspläne sieht er noch ganz offen. Er hat einen Collage-Abschluss in „Business“ gemacht, kann sich aber durchaus auch vorstellen, dem Basketball, in welcher Funktion auch immer, erhalten zu bleiben. In seiner Freizeit macht er ganz ähnliche Sachen, wie andere junge Leute auch, schaut sich gerne Filme an, hört Musik – und ist dabei „Poker zu lernen“, lacht er. Die Kollegen Moore und Coleman bringen es ihm bei. In einigen Wochen soll auch Crows Freundin nach Deutschland kommen, berichtet der Mann mit der Nummer 1 bei den Merlins und dem seltenen Vornamen schon voller Vorfreude.
Name: Josten Crow Position: Guard Saisonziel: Meisterschaft gewinnen
Was würden Sie ändern, wenn Sie könnten: Armut Was ist das Positivste an Ihrem Charakter? Meine positive Einstellung Welchen Charakterzug mögen Sie nicht? Aggressivität Welchen Traum möchten Sie in Ihrem Leben noch verwirklichen? Erfolg mit meiner Haltung Welche Sportart ist am uninteressantesten? Sumo-Ringen Wie viele Nummern haben Sie in Ihrem Handy? Um die 300 Wen wollten Sie schon immer mal anrufen? Meinen Cousin Wie viele Freunde haben Sie in Facebook? In etwa 900 Was brauchen Sie nicht? Schulden machen Wovor fürchten Sie sich? Schlangen Ihr Lieblings-Comic-Held? Batman Mit wem möchten Sie gerne essen gehen? Terry Jones Was ist in Crailsheim Ihr Lieblingsplatz? Pizza Caldo Wo waren Sie in Ihrem letzten Urlaub? Houston/Texas mit meiner Familie Welche Frage vermissen Sie hier? Die nach meiner sportlichen Lieblingsmannschaft?...
BASKETBALL - 2.Liga PRO A
Autor: KLAUS HELMSTETTER | Hohenloher Tagblatt
In Karlsruhe wartet eine Mannschaft auf die Merlins, die immer wieder mal genannt wird, wenn es gilt, die vermeintlichen Favoriten für die Pro A zu diskutieren. Mit Jonathan Moore steht auch ein Akteur in Diensten der Merlins, der in der vergangenen Spielzeit noch das Trikot der Badenser übergestreift hatte. In Rouven Roessler verfügt die BG zudem über einen der stärksten deutschen Spieler in der Liga. An einem guten Tag kann er eine Partie durchaus mal alleine entscheiden. Mit Jaivon Harris ist jetzt ein weiterer in der Liga ganz bekannter Mann zur BG gestoßen, die zudem Michael Stockton (mit berühmtem Vater aus der NBA) gehalten hat. Im Kader der Karlsruher findet sich, wenn zuletzt auch nicht am Start, Alex Rüeck, der bei den Merlins das Einmaleins des Basketballs gelernt und weiter vertieft hat.
Natürlich ist Karlsruhe Favorit", steht für Martin Romig den Crailsheimer Teammanager fest. "Wir wollen aber unter Beweis stellen, dass wir auch auswärts vernünftig auftreten können." Seinem Coach Willie Young spricht er damit aus der Seele, denn der hatte nach der Partie gegen Göttingen, wo er mit einer Siebener-Rotation auskommen musste, gefordert, die gleiche Mentalität wie zu Hause auch in fremden Hallen an den Tag zu legen.
"Wir haben inzwischen ja schon erste Maßnahmen durchexerziert, um entsprechende Fehlerquellen abzustellen", betont Romig und denkt dabei an die mittlerweile vollzogenen personellen Wechsel. Sein Ziel dabei: Den Lücken auf der Flügelposition entgegenzuwirken. "Im Reboundverhalten und in Sachen Athletik" hat es da gemangelt. Unter dem Strich "hatten wir zu wenige Optionen" in diesem Bereich. Um hierfür Abhilfe zu schaffen wurde Haakim Johnson geholt.
"Außerdem", betont Martin Romig weiter, "hat uns auch ein kreativer Spieler gefehlt, der insbesondere, wenn es mal nicht läuft, Verantwortung übernimmt." Damit ist schon mal ein Teil des Aufgabenbereiches von Michael Rose skizziert. Er hat früher mit dem Ex-Paderborner Topscorer Justin Stommes, den es inzwischen nach Bremerhaven in die BBl zog, zusammengespielt. Und außerdem noch internationale Erfahrung gesammelt - zum Beispiel in Neuseeland und Belgien. Unter Umständen kommt er auch für die Spielmacher-Position in Frage und könnte Derek Coleman entlasten, der gegen Göttingen komplett durchgespielt hat.
"Alles in allem sind die neuen Spieler wichtig für unser Gesamtgefüge. Bis dato sind wir doch recht ausrechenbar aufgetreten und das wollen wir jetzt natürlich minimieren und ändern", lässt der Teammanager weiter wissen.
Quasi produktionsfrisch vom Hersteller in Halle (Westfalen) ist mittlerweile der neue Hallenboden angekommen und wird in der Arena Hohenlohe gelagert. In Kürze wird zudem noch die entsprechende Korbanlage erwartet, sodass dem Spektakel in Ilshofen (4. November) - mit mehr Sitzplätzen - eigentlich nichts mehr im Wege steht.
Das nächste Heimspiel der Merlins findet am Samstag, 27. Oktober, in der Hakro-Arena statt. Gegner ist dann der Nürnberger BC.
Kurz vor Redaktionsschluss wurde noch bekannt, dass die Merlins und Falko Theilig künftig getrennte Wege gehen werden.
Weiter spielen am Wochenende: Cuxhaven Bascats - VfL Kirchheim Knights, BV Chemnitz 99 - ETB Wohnbau Baskets, BG Göttingen - Uni-Riesen Leipzig, BG Karlsruhe - Crailsheim Merlins, Oettinger Rockets Gotha - Düsseldorf Baskets, Finke Baskets - Science City Jena, NBC - SC Rasta Vechta, MLP Academics Heidelberg - Erdgas Ehingen/Urspringschule
Info Ab sofort gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet auch Karten für das Heimspiel am 4. November in der Arena Hohenlohe (17 Uhr).
Das Spiel gegen den letztjährigen Pro-B Playoff Teilnehmer aus Hanau war zwar eigentlich eine relativ klare Sache, doch so richtig wollte Coach Willie Young nicht gefallen, was seine Mannen an diesem Abend gegen den physisch eindrucksvollen Gegner aufspielten. „Wir dürfen nach einem Lauf nicht sofort wieder zurückschalten!“, brachte der neue Merlins Coach es auf den Punkt, dass seine Spieler nach jeder guten Phase einen unkonzentrierten Gegenpart ablieferten. So zum Beispiel im ersten Viertel, als man sich nach mäßigem Start auf 24:14 absetzte, dann jedoch bis zur ersten Viertelpause so passiv agierte, dass man den Gegner sogar mit einer 24:25 Führung in die Ansprache schickte. Dementsprechend konnte Hanau bis in das letzte Viertel immer wieder in Schlagdistanz kommen und erst dort machten die Merlins dann mit acht Punkten in Folge den Sack zum 86:69 endgültig zu.
So war auch Ingo Enskat in seiner Funktion als sportlicher Leiter nicht wirklich zufrieden mit diesem Abend. „Gegen eine physische Mannschaft dürfen wir nicht zurückstecken, sondern im Gegenteil selber körperlich noch viel präsenter agieren!“ Doch nicht alles war nur Mittelmaß an diesem Abend. Jonathan Moore zeigte mit seiner Erfahrung erneut eine mehr als starke Leistung und war wie Aufbauspieler Derek Coleman immer wieder in entscheidenden Phase eine Stütze des Teams. „Darauf können wir aufbauen“, sah es auch Teammanager Martin Romig, wünscht sich gleichzeitig aber ebenso von seinen Rookies mehr Durchschlagskraft in eben diesen Phasen.
Nun liegen zehn trainingsintensive Tage vor den Merlins, wo Coach Young noch einmal zum einen an der Feinabstimmung, doch ebenso an der körperlichen Fitness schleifen wird, bevor es dann ins finnische Kouvot geht, um auf dem Turnier des dortigen Erstligisten den nächsten Schritt zu einem erfolgreichen Saisonstart zu beschreiten.
Zur Premiere vor heimischem Publikum gab es für die Crailsheim Merlins am Samstag ein deutliches 94:55 gegen den BCKE Zürich aus der Schweiz. Dabei sah es zum Anfang beim 3:10 noch nicht so gut aus. Zu unkonzentriert versuchten die Crailsheimer ihr Wohl nur aus der Distanz, bis dann erst kurz vor Ende des ersten Viertels ein Ruck durch die Mannschaft ging und angeführt von einem starken Justin Crow der Rückstand in eine 27:21 Führung umgewandelt werden konnte.
Danach wurde es schnell sehr deutlich und über das 48:24 zur Pause, gab es am Ende einen klaren Sieg mit 39 Punkten Differenz. „Ein guter Sieg für die Spieler, um für die kommenden Aufgaben Selbstvertrauen zu tanken“, so auch der sportliche Leiter Enskat, „doch keinesfalls ein Gradmesser für uns und deshalb darf auch niemand weder Leistung noch Ergebnis überbewerten!“
Schon am Sonntag misst man sich mit dem finnischen Erstligisten Kouvot gegen ein ganz anderes Kaliber und dort werden die Merlins zeigen müssen, ob sie dann, wie von Trainer Willie Young gefordert, von Anfang an mit der nötigen Konzentration zu Werke gehen werden.
Spielbeginn für das Highlight des Wochenendes ist 18:00. Das Vorspiel bestreitet die neuformierte Regionalliga Mannschaft der Crailsheim Merlins gegen die Gäste aus Zürich. Spielbeginn ist 15:30 Uhr. Tagesticket sind an der Eingangskasse erhältlich. Die Merlins: Crow (20 Punkte), Turner (14), Szewczyk, Coleman (3 Punkte, 9 Assists), Moore (12), Friedel (12), Theilig (6), Sivorotka (3), Lischka (12), Lachmann (2), Crews (10)
Merlins-Manager Martin Romig freut sich auf den internationalen Vergleich und darauf, dass die Crailsheimer Basketballer nach dem intensiven Grundlagentraining endlich wieder Spiele bestreiten. "Wir haben bisher viel Wert auf das Konditionelle gelegt", erklärt Romig. Deshalb habe es im knapp verlorenen Test gegen Heidelberg auch noch an der Feinabstimmung unter den Spielern "gehapert".
Die Stärken und Schwächen der Mannschaftskameraden lerne jeder erst nach und nach kennen. "Jeder muss jetzt ein Gefühl für den Mitspieler bekommen." Zudem richtet Coach Willie Young sein Augenmerk nun auf die Teamverteidigung.
Bis auf den noch länger verletzten Joe Buck sind bei den Merlins alle Mann an Bord, wenn es gegen Zürich und Kouvot geht (siehe Spielplan). Das Team aus der Schweiz spielt ebenfalls in der zweiten Liga, ist nach Auskunft von Martin Romig "das unbekannte Blatt im Teilnehmerfeld. Nach ihrer Einschätzung haben sie in der Schweiz aber das Zeug zur ersten Liga." Der finnische Erstligist Kouvot Kouvola hat in etwa Pro-A-Niveau, wie Romig berichtet. Trainiert wird das Team von Jyri Lehtonen, der 2003 in der Bundesliga für Ludwigsburg auf Korbjagd ging. Nationalspieler Antto Nikkarinen, der mit den Finnen in der EM-Qualifikation noch ungeschlagen ist, wird aller Voraussicht nach nicht nach Crailsheim mitreisen. Der 1,85 Meter große Guard wird nach Auskunft der Verantwortlichen wohl eine Pause erhalten nach den anstrengenden Länderspielen.
Vor Saisonstart bestreiten die Crailsheimer Merlins noch weitere Testspiele in Speyer (gegen Hanau, Pro B), in Finnland und gegen Lich (Pro B).
Info Karten gibt es nur an der Abendkasse.
Vorbereitungsphase der Crailsheim Merlins hat begonnen – Internationale Begegnungen
Die Crailsheim Merlins haben die Vorbereitungsphase zur kommenden 2.Basketball Bundesliga PRO A Saison 2012/2013 bereits vor neun Tagen.
„Endlich wieder Hakro-Arena“ freuten sich die Fans beim ersten öffentlichen Training am 14.August 2012, wo sie sich auch gleich von unseren Neuzugänge begeistern lassen konnten. Gleich acht neue Spieler durfte man bei den Merlins begrüßen, Derek Coleman, Rickie Crews, Josten Crow, Philipp Friedel, Marco Lachmann, Jonathan Moore, Falko Theilig und Liki Turner.
Nach Konditionstraining und Systemschulung findet der Feinschliff in den Vorbereitungsspiele statt. Und hierbei können sich alle Merlins Fans auf zwei Leckerbissen daheim freuen. Kleiner Wehrmutstropfen am Rande, bei einer vermeintlich kleineren Blessur diagnostizierte man beim Routinier und Power Forward Joe Buck eine Mikrofraktur im Knie und wird voraussichtlich drei Wochen fehlen. Der als Leistungsträger eingeplante Neuzugang Jonathan Moore musste auch auf ärztliche Anordnung in der jetzt abgelaufenen Trainingswoche aufgrund einer Reizung im Knie pausieren.
Das erste Testspiel am Samstag gegen den USC Heidelberg (Beginn: 19:00 Uhr, ISSW Heidelberg) wird der deutsch-amerikanische Neuzugang ebenfalls mit seinem Team-Kapitän von der Spielerbank aus beobachten können.
Wie im vergangenen Jahr wird das Vorbereitungsturnier am 1. und 2. September international geprägt sein. Mit dem BCKE Zürich aus der Schweizer LNB, Kouvot Kouvola, dem finnischen Erstligisten, und dem letztjährigen Pro A-Aufsteiger Ehingen, sorgen die Verantwortlichen für ein ansehnliches Niveau für die ersten zwei Auftritte der neuformierten Merlins Mannschaft. Am Samstag, den 1. September wird Ehingen um 17:30 Uhr gegen Kouvot antreten, danach dürfen die Merlins sich um 20:00 Uhr gegen Zürich beweisen. Am Sonntag, den 2.September tritt dann unsere Herren II – Mannschaft in ihrem ersten Testspiel um 15:30 Uhr gegen Zürich an, um 18:00 Uhr dürfen sich die Fans auf den zweiten Auftritt der Crailsheimer Bundesliga-Mannschaft gegen Kouvot freuen.
Am Volksfestwochenende folgt ein Gegenbesuch beim finnischen Erstligisten Kouvot. Von Volksfestfreitag bis Volksfestsonntag sind die MERLINS international unterwegs und treten zum Gegenbesuch im finnischen Kouvola an, dort wird man Samstags auf den Gastgeber Kouvot treffen und am Sonntag steht ein Spiel gegen das Basketball Powerhouse KTP aus Kotka, einem der finnischen Topmannschaften.
Am Sonntag, den 30.September 2012 beginnt die PRO A-Saison mit einem Auswärtsspiel gegen Erdgas Ehingen Spielbeginn ist um 18:00 Uhr in der Längenfeldhalle Ehingen.
Das erste Heimspiel findet am 3.10.2011 um 18 Uhr in der HAKRO Arena Crailsheim statt. Gegner sind die Baskets aus Düsseldorf.
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Interessenten für noch frei verfügbare Dauerkarten-Plätze können uns über ticket@crailsheim-merlins.de ihre Kartenwünsche zuschicken. Ab Beginn nächster Woche werden diese Anfragen/Bestellungen abgearbeitet.
Wir bitten um Zusendung folgender Kontaktdaten: Name, Vorname, Adresse, Tel, Bankverbindung für Lastschrifteinzug, Kartenwunsch (Präferenz)
Aufgrund der sehr hohen Quote der Buchungen unserer letztjährigen Dauerkarteninhaber, kommen wir in den Kategorien 1 und 2 an Verfügbarkeitsgrenzen. Bitte teilen Sie uns auch evtl. Alternativplatzierungen mit.
Grüße Martin Romig Geschäftsstelle Merlins
Wow, war das eine Saison. Wir wollen die Fortsetzung. Mit Emotionen. Mit Energie. Mit Euch!
Nachdem nun die Mannschaften für die PRO A Saison 2012/2013 feststehen, können wir endlich mit dem langersehnten Vorverkauf beginnen.
Wie Ihr alle aus Presse, Facebook und unserer Homepage nachlesen könnt, gibt es viele Veränderungen, mit denen wir die Merlins noch besser aufstellen wollen und mit denen wir Euch noch mehr begeistern wollen. Und wer denkt bei dem Wort „Begeisterung“ nicht gerne an die vielen fulminanten Spiele aus der Hauptrunde und v.a. die Play Offs zurück. In picke-packe-voller Halle, alle Plätze waren ratzeputz weg. Ihr habt uns und die Mannschaft regelrecht umgehauen und nach vorne getrieben. Weiter so. So lassen wir uns gerne umhauen.
Jetzt gilt es aber, die heiß begehrten Dauerkarten zu sichern. Die Nachfrage ist immens.
Alle Dauerkarteninhaber erhalten aber selbstverständlich das Vorkaufsrecht auf ihre Dauerkarte, weil Ihr Vertrauen in uns habt und wir dieses Vertrauen auch zurückgeben wollen. Ihr seid eine Säule des Erfolges. Aber wartet nicht zu lange.
In der ersten zweiwöchigen Phase haben die letztjährigen Dauerkarten-Inhaber die Möglichkeit mit ihrem 4-stelligen Ticketcode (auf der Rückseite der Dauerkarte) die Buchung für ihren letztjährigen Sitzplatz (bzw. Stehplatz) im Internet unter http://www.reservix.de/ durchzuführen. Ab 24.07.2012 ist die Dauerkarte auch für andere Fans freigegeben. Deshalb: Nicht warten, starten !!!!!
Insgesamt 14 Spiele (das Weihnachtsspiel gegen Leipzig ist ausgenommen) werden im ersten Vorgang abgebucht (Preisliste siehe unten) und die Karte wird auf dem Postweg versendet.
Mit der Bestellung der Dauerkarte bucht Ihr ausserdem jetzt gleich auch die Play Offs. Wow, war das laut in der Hakro-Hölle gegen Paderborn und den MBC. Habt Ihr das gerade auch vor Augen bzw. in den Ohren?. Natürlich werden die Eintrittspreise für die Play Offs erst dann abgebucht, wenn wir uns qualifiziert haben. Und genau da wollen wir wieder hin. Mit Euch. Mit Emotionen.
Erstmals wird aufgrund der unterschiedlichen Sitzpläne in der HAKRO-Arena und in der Arena Hohenlohe als auch der Ausweitung der nummerierten Sitzplätze in der Arena Hohenlohe das XMAS-Spiel am 22.12.2012 nicht in der Dauerkarte enthalten sein. Wir haben dadurch einen moderaten und überschaubaren Zusatzbeitrag zu den Dauerkarten umgesetzt, durch den Ihr als Fans den dauerhaften Aufbau einer erfolgreichen Mannschaft und langfristige Planung zusätzlich zur Dauerkarte mit sichern helft.
Als Dauerkarten-Inhaber habt Ihr natürlich die Sicherheit, in einer XMAS-Frühbucher-Aktion vor allen anderen Tages-Ticketinteressenten Euren Sitzplatzwunsch aus unterschiedlichen Kategorien auszuwählen und in der Geschäftsstelle den möglichen Sitzplatz zu reservieren. Wir werden Euch darüber rechtzeitig zu einer späteren Phase vor Saisonbeginn informieren.
Bei Fragen bitte mail an ticket@crailsheim-merlins.de
Aus der beigefügten Preisliste seht Ihr alle weiteren informationen:
"Er ist einer der besten deutschen Spieler auf der Außenposition", lobt Merlins-Manager Martin Romig den 25-Jährigen, der bei Braunschweig und Tübingen schon Erstligaluft geschnuppert hat. "Er ist ein guter Schütze und bringt aber noch viele andere Attribute mit, die uns sicherlich weiterhelfen werden", zeigt sich Romig von Friedel angetan. Mit seiner Erfahrung und Qualität ist der 80 Kilogramm schwere Zugang für den Manager durchaus ein Mann mit dem Potenzial für die Startformation.
Kapitän Joe Buck wird weiterhin das Trikot der Crailsheimer Korbjäger tragen. Zu seinen Mitstreitern, die sich nach der Sommerpause wieder in der Hakro-Arena einfinden wollen, wird auch Benny Lischka zählen, der für eine weitere Saison bei den Merlins mit an Bord bleibt. Demgegenüber wird Jeremy Dunbar seine Zelte bei den Merlins abbrechen.
Die Crailsheim Merlins sind in diesem Jahr Partner des Fußball-EM-Camps im Wasserschloss Erkenbrechtshausen. Dort werden alle Deutschland-Spiele von Samstag, 9. Juni, bis Sonntag, 1. Juli, auf einer Großbildleinwand übertragen. Einlass ist ab 18 Uhr.
Die erste Mannschaft der Crailsheimer Korbjäger hat ihre erfolgreichste Saison nach dem Aufstieg in die Pro A hingelegt. Platz vier nach der Hauptrunde und dann das Halbfinale in den Play-offs (als Unterlegener im Endtableau auf dem dritten Platz) - diese Bilanz ist wahrlich aller Ehren wert und kann Spieler wie Management und Fans zu Recht stolz auf das Erreichte sein lassen.
HT: Wie beurteilen Sie mit etwas zeitlichem Abstand das Abschneiden der Crailsheimer Korbjäger?
ROMIG: Im Rückblick muss man sagen, dass wir nur über die Teamleistung zum Erfolg gekommen sind. Dabei muss jeder ein bisschen zurückstecken. Wir hatten einen sehr tief besetzten Kader und eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft, was zahlreiche Aufs und Abs mit sich bringt. Trotzdem haben wir nie den Kopf hängen lassen, sind auch nach Niederlagen zurückgekommen und haben sehr gute Leistungen gezeigt. Natürlich müssen wir weiter hart arbeiten. Durch den sportlichen Erfolg sind wir noch mehr in den Fokus gerückt und haben hoffentlich auch beim einen oder anderen Spieler Interesse geweckt. Wir haben eine sehr stimmungsvolle Halle. Daraus wollen wir auch weiterhin positive Energie ziehen!
HT: Gibt es schon personelle Entscheidungen? Wie wird die künftige Mannschaft aussehen?
ROMIG: In dieser Hinsicht ist vieles in Bewegung. Fest steht, dass Joe Buck bei uns an Bord bleiben wird! Sebi Kling und Lucian Kieser werden Crailsheim verlassen. Der eine strebt ein Aufbaustudium an, den anderen zieht es zurück nach Hessen. Wenn man daran denkt, dass die beiden sechs, sieben Jahre für die Merlins gespielt haben, ist da schon auch Wehmut mit im Spiel.
HT: Aber nicht nur die erste Mannschaft der Merlins hat für Furore gesorgt. Schließlich ist die Zweite in die Regionalliga 1 aufgestiegen und es gab zahlreiche Jugendmeisterschaften zu feiern!
ROMIG: Die Bilanz ist sensationell. Wir sind ein relativ kleiner Verein, auch geografisch etwas isoliert und müssen unsere Jugendarbeit komplett selber bewältigen. Wir haben hoch talentierte Jugendliche, wenn ich etwa an Iva Banozic denke, die in der U 13 zu den Top-12-Spielerinnen in Deutschland zählt, oder bei den Jungs an Moritz Heck, einen Ausnahmespieler, der im U-10-Finalturnier 79 Punkte erzielt hat. Auch die U 16 hat mit kleinem Kader sehr gut agiert, was natürlich Begehrlichkeiten bei den großen Basketball-Zentren weckt. Die zweite Mannschaft hat den Aufstieg in die Regionalliga 1 geschafft und wird ihn auch wahrnehmen. Neben den Routiniers Michael Heck, Tomas Vilkius und Thomas Szewzyk werden dort auch drei 16-Jährige im Kader stehen. Die müssen sich dann freischwimmen.
Dabei erwies sich der Gegner aus Waiblingen bereits im Halbfinale als der erwartet schwere Gegner. Trotz oder gerade wegen des Heimvorteils begannen die Merlins vor etlichen Familien am Muttertag sichtlich nervös und lagen nach sechs Minuten mit 6:13 im Hintertreffen. Sollte der Erstplatzierte der Punktrunde tatsächlich ins Straucheln kommen ? Die Antwort folgte jedoch direkt nach einer Auszeit des Trainergespanns Enskat/Schmidt. Hochmotiviert kamen die Merlins angeführt von Moritz Heck und Michelle Schäfer mit zusammen 11 Punkten in Folge wieder ins Spiel; kassierten dabei selbst keinen Punkt mehr und gingen so zum Ende des ersten Viertels sogar mit einer 17:13 Führung in die erste Pausenbesprechung. Im zweiten Viertel sorgten dann Justin Schäfer und Michael Exler für wichtige Punkte und schraubten den Vorsprung bis zur Halbzeit auf ein 27:19. Vor allem für Michael Exler hatten seine Trainer dabei ein Extralob übrig und bescheinigtem ihm einen tollen Kampfgeist und seine beste Saisonleistung im so wichtigen Spiel um den Finaleinzug.
Dennoch blieb es im dritten Viertel eng. Weder wuchs noch schmolz der Vorsprung und so ging es mit sieben Punkten Vorsprung für die Merlins in den finalen Abschnitt. Hier zeigten die jungen Zauberer dann, dass sie nicht zu Unrecht auch in der Saison alle Spiele gegen den Viertplatzierten aus Waiblingen siegreich bestritten hatten. Mit 18:8 war der letzte auch der deutlichste Spielabschnitt, so dass am Ende nicht nur der 57:40 Sieg, sondern auch der vielumjubelte Finaleinzug von Spielern und Eltern gefeiert werden konnte.
Im Finale wartete dann der alte Konkurrent aus Ludwigsburg. Dabei war der Nachwuchs des Erstligisten die einzige Mannschaft, die den Merlins in der Saison eine Niederlage zufügen konnte. Drei mal konnten jedoch die Crailsheimer die Oberhand behalten. Dennoch war man also gewarnt und ging dementsprechend um so konzentrierter in das Finale. 8:2 legten die Merlins gleich einmal vor, bevor Ludwigsburg konterte und bis auf 10:8 verkürzte. Den Rest der ersten Halbzeit blieb es eng. Über 16:14 ging es bis zur Halbzeit zu einem knappen 26:21 für die heimischen Merlins und es lag echter Finalcharakter in der Luft. Gleich nach der Halbzeit fiel dann jedoch die Vorentscheidung. Mit ihrer stärksten Formation erzielten die Merlins direkt 12 Punkte in Folge und schraubten so den Vorsprung auf ein solides 40:25 vor dem letzten Viertel. Es sollte nicht mehr knapper werden an diesem Sonntag. Die Crailsheimer blieben hellwach und legten immer weiter nach. Vor allem das Centerduo um Chris Ludwig und Benjamin Moser stand nun wie eine Wand, räumte hinten jeden Rebound ab und steuerte im Angriff zusammen 25 Punkte zum letztlich deutlichen 67:36 Finalerfolg bei.
Stärkster Spieler über den Turnierverlauf war Moritz Heck, der nicht nur zusammen 52 Punkte zum Titelgewinn beisteuerte, sondern als Aufbauspieler und jüngster Merlin nach der u10 nun auch die u12 zur Meisterschaft führte. Bester Verteidiger war für die rundum zufriedenen Trainer Enskat und Schmidt Markus Elsasser, der trotz gerade einmal eines halben Dutzends Punktspielen sofort zu einer echten Verstärkung für die Crailsheimer herangewachsen ist.
Ausgelassen war somit die Freude der Merlins mit ihren Familien und Anhang, die neben Urkunde und Final-Meister-T-Shirts auch die Qualifikation zur Württembergischen Meisterschaft in Empfang nehmen durften, die dann als Bonbon am 16./17. Juni erneut in Crailsheim stattfinden wird.
Die Meister Merlins: Julian Fritz, Justin Schäfer, Paul Neufeld, Markus Elsasser, Michael Exler, Moritz Heck, Daniel Kaminskij, Michelle Schäfer, Alex Fritz, Benjamin Moser, Dominik Knaub, Justin Beck, Arthur Lorenz, Chris Ludwig. - Markus Schmidt
TSV Crailsheim - BSG Vaihingen/Sachsenheim 90:31
Im Halbfinale traf der weibliche Nachwuchs der Merlins auf den Hauptrunden Vierten, die BSG Vaihingen/Sachsenheim. Gleich zu Beginn machten die Gastgeberinnen klar, warum man ungeschlagen durch die Hauptrunde gekommen und mit welchen Ambition man in das Final Four gestartet ist. Die gut aufgelegte Aufbauspielerin Iva Banozic legte vor und streute gleich 8 der ersten 14 Punkte für ihre Farben ein. Sechs weitere Punkte der sprunggewaltigen Anna-Lena Ziegler bedeuteten das 20:8 zum Ende des ersten Viertels. Im darauffolgenden Viertel konnte der Hauptrunden Erster mit einer soliden Verteidigung glänzen und auf 30:12 davonziehen. War es im ersten Viertel noch Iva Banozic, die im Spielaufbau der Mädels die Fäden zog, schickte sich Venisa Kadi an, die Mannschaft im zweiten Viertel mit geschickten Pässen und gutem Überblick auf Kurs zu halten. Davon profitierte die gesamte Mannschaft und so konnte sich in dieser Phase fast jede Spielerin in die Korbschützenliste eintragen. So auch Merlinda Führsorger, die mit dem letzten Korbleger vor der Halbzeitpause den 42:18 Halbzeitstand herstellte.
Im zweiten Abschnitt brannten die Mädels um das Trainergespann Banozic/Schweigert ein wahres Offensiv-Feuerwerk ab. Schnelle Pässe und ein aggressives Spiel nach Vorne sorgten für ein 31:3 Viertelergebnis im dritten Viertel und eine 73:21 Führung nach 30 gespielten Minuten. Das letzte Viertel war dann nur noch Formsache. Die restliche Zeit wurde clever genutzt und jede der eingesetzten Spielerinnen konnte so noch ein wenig Spielpraxis sammeln. Am Ende bejubelten Spielerinnen wie Zuschauer das 90:31 Endergebnis und den damit verbundenen Einzug ins Final Four Finale.
Finale: TSV Crailsheim - TSG Schwäbisch Hall 74:42
Die Nachwuchs-Zauberinnen starteten sehr nervös in das erste Viertel. Immerhin ging es um den Meistertitel in der Landesliga. Der Crailsheimer Angriff kam nur schleppend in Gang, während die Gäste immer die richtige Antwort für jeden Crailsheimer Punkt parat hatten. Doch keine Mannschaft schaffte sich bis Viertelende ein klaren Vorteil zu verschaffen und so gingen die Gastgeber mit einer 18:14 Führung in die erste Viertelpause. Während der Pause mussten wohl auch die richtige Worte gefallen sein, die Mädels wach gerüttelt und wieder auf die richtige Bahn gebracht haben. Diese nämlich kamen jetzt mit einem ganz anderen Selbstvertrauen aus der Viertelpause und fanden nun immer besser ins Spiel. Allen voran konnten in dieser Phase Hanna Knödler und Michelle Schäfer auf sich aufmerksam machen und zusammen und mich schönen Aktionen in Korbnähe den Vorsprung halten und sogar noch ein wenig ausbauen. Beim Halbzeitstand von 37:22 gingen beide Mannschaften in die Kabinen um sich für den zweiten Durchgang einzustimmen. Den Crailsheimerinnen ist dies auch gut gelungen, zeichnete sich im Verlauf der nächsten 10 Minuten das gleiche Bild ab wie im vorangegangen Halbfinalspiel. Die Mädels zogen die Zügel noch einmal an und sorgten mit ihrem schnellen Spiel für schöne Szene in der Offensive und den 50:28 Viertelstand vor dem letzten Viertel. Schwäbisch Hall hatte dem Crailsheimer Lauf im dritten Viertel nichts mehr entgegen zu setzen und so konnten die Gastgeberinnen in den letzten 10 Minuten frei aufspielen und munter durchwechseln. Am Ende freuten sich Anna-Lena Ziegler, Corinna Neumaier, Hanna Knödler und Sosan Karim die letzten Minuten ihrer U15w Zeit zusammen auf dem Spielfeld genießen zu können und feierten am Ende mit der gesamten Mannschaften den 74:42 Sieg über Schwäbisch Hall und natürlich die Landesliga-Meisterschaft.
Es Spielten: Anna-Lena Ziegler, Annabell Pflug, Sosan Karim, Corinna Neumaier, Iva Banozic, Venisa Kadi, Alina Kraus, Bianca Moll, Merlinda Führsorger, Hanna Knödler und Michelle Schäfer.
- Heribert Lohr -
Was wäre gewesen wenn? Im beschaulichen Burgenlandkreis waren die Korbjäger aus dem Hohenlohischen knapp an der Sensation. Sekunden vor Spielende hatten es "die Zauberer" im wahrsten Wortsinn selbst in der Hand, ein kleines Wunder der Sportgeschichte zu schreiben.
Nachdem sie drei Tage zuvor den erklärten Meisterschaftsfavoriten aus Weißenfels im zweiten Aufeinandertreffen der Finalrunde in der aufgeheizten Stimmung der heimischen Hakro-Arena regelrecht "abgeschossen" hatten, reichten am Ende Fortune und Kraft nicht ganz, um die Tür Basketball-Oberhaus ganz aufzustoßen: Der Rest ist bekannt. Das Spitzenteam aus Sachsen-Anhalt ließ sich im vierten Spiel nicht noch einmal überraschen; der sportliche Aufstieg perdu.
Doch eigentlich sind solche Gedankenspiele müßig. Denn die Liga hatte dem Team um seine Stützen Mark Hill, Darryl Webb, Joe Buck, Aaron Buck und Christoph Tetzner nach einer beeindruckenden Runde den Laufweg in Richtung deutsche Elite-Liga regelrecht zugestellt. Die Verantwortlichen waren nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen zur überzeugung gekommen, dass "den Underdogs aus der Horaffenstadt" wohl das wirtschaftliche Rüstzeug fehlen würde, um Teams wie Berlin, Bamberg, München, Würzburg oder Ulm auf Augenhoähe zu begegnen und verweigerte die Lizenz.
So verkamen die erstmals gespielten Play-offs (Best of Five) sportlich gesehen zur Farce und hätten der Liga unter Umständen gar noch eine Blamage der besonderen Art beschert. Denn hätten die Merlins den Favoriten am Ende tatsächlich "niedergeworfen", hätte es wohl keinen qualifizierten Aufsteiger gegeben. Dass derlei Verbands-Spielereien heftig am Image der Sportart kratzen, steht wohl außer Frage. Wer mag sich für einen Wettkampf-Sport begeistern, dessen kompetitiver Charakter am Ende zum voälligen Nichts verkommt?
Schade. Denn Basketball füllt zwischenzeitlich die Hallen. Und seit Bayern München als gestandene Marke der ungemein dynamischen Wurfkonkurrenz einen weiteren Schub verpasste, ist das Spiel mit dem orangefarbenen Kunststoffgerät endgültig dabei, aus jener Nische herauszutreten, als der US-Import noch als elitärer Wettstreit studentischer Zirkel galt. Und so mutet es fast ein wenig tragisch an, dass ausgerechnet das Team des brillanten Taktikers Ingo Enskat die Rechnung dafür zahlte, dass Basketball zunehmend die Massen fasziniert. Was vor etwas mehr als 30 Jahren als Sport AG begann, ist in Crailsheim inzwischen zu einem sehr professionell gemanagten Unterhaltungsangebot herangewachsen. Die Heimspiele "der Merlins" haben im Raum um das schwarz-gelbe Oberzentrum beinahe schon Kultcharakter. Und dass in der "Hakro-Hoälle" mit dem Objekt der Begierde mitunter weniger gespielt denn gearbeitet wird, ist erklärtes Geschäftsprinzip. "We believe" stand auf den papierenen Handklatschen des Hauptsponsors während der Qualifikationspiele zu lesen. Das enthusiastische Publikum gab als "blaue Wand" einmal mehr, was die Gegner mitunter ehrfürchtig den "sechsten Merlin" nennen. Basketball wird hier zur Glaubenssache. Nicht zuletzt, weil die Geschichte etwas Archaisches hat. Das Unmoägliche wahrmachen, war schon immer das große Faszinosum des Sports. Und tatsächlich: In der hohenlohisch-fränkischen Provinz ist nach einer generationenlangen Aufbauarbeit durchaus das Rüstzeug dazu vorhanden, den Großen "der Branche" ein wenig die Stirn zu bieten. Dass dieser Traum dieses Jahr trotz der besten Platzierung (Rang 4) in der Hauptrunde und acht knackigen Ausscheidungsspielen schlussendlich seine Grenzen fand, macht "die Merlins" auch zum Symbol für die Region.
Wie in anderen Bereichen fehlt dem Landstrich (noch) der historische Kitt für mehr Gemeinsamkeit. Mehr Gemeinsamkeit heißt in diesem Zusammenhang zusätzliche Sponsoren, noch mehr Zuschauer, noch mehr aktive Spieler, noch mehr Jugendarbeit. Dieser Mix aus regionaler Verbundenheit und professioneller Aufarbeitung bildet letztlich die Basis für jene Plattform, die den Griff nach den kleinen Sternen "erlaubt". Wie lange sich der Region die Chance noch bietet, mit vertretbaren finanziellem Aufwand absoluten Spitzensport zu etablieren und damit auch Standortwerbung in eigener Sache zu betreiben, lässt sich schlecht abschätzen. Doch die Uhr tickt. Die Gefahr besteht, dass die Region auch im Basketball den Anschluss an andere "Sportstandorte" verliert. Herz, Geschick und Engagement reichen für wirklich mystische Augenblicke nämlich nicht immer.
Für die U12m spielen: Moritz Heck, Julian Fritz, Alex Fritz, Michael Exler, Justin Schäfer, Alexander Vollmann, Christopher Ludwig, Arthur Lorenz, Daniel Kaminskij, Justin Beck, Benjamin Moser, Michelle Schäfer, Joseph Fameye und Julian Behrendt.
Währenddessen konnte sich die U16m bei der Süddeutschen Meisterschaft trotz zwei Niederlagen gegen den USC Heidelberg (72:56) und den MJC Trier (73:67) unter den Top 12 in Deutschland platzieren. Der Vorstand sowie Jugendkoordinator Schweigert gratulieren auf diesem Weg der gesamten Mannschaft und dem Trainer Michael Heck für eine super Saison, konnte doch im Vorfeld der Südwestdeutschen Meisterschaft zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Baden-Württembergische Meistertitel nach Crailsheim geholt werden.
Das hat man nicht oft nach einer Niederlage. Obwohl die Merlins nach dem 75:84 vom Samstag die Serie gegen den Mitteldeutschen BC mit 1:3 verloren haben, gab es durchweg zufriedene Gesichter bei den Crailsheimer Verantwortlichen. Voller Stolz auf die Mannschaft und das, was sie geleistet hat! Darin waren sich Trainer Ingo Enskat und Teammanager Martin Romig unisono einig. In reiner Ergebnis-Arithmetik bedeutet das: Die Mannschaft hat den vierten Platz aus der Hauptrunde in den Play-offs nachdrücklich bestätigt und damit eine weitere Verbesserung im Vergleich zum sechsten Rang aus der Vorsaison geschafft. Und das mit einer beinahe komplett neuen Mannschaft. Nur Sebi Kling, Blanchard Obiango und Lucian Kieser waren übrig geblieben. "Während der Saison erlebten wir ein wildes Auf und Ab mit unseren jungen Amis. Wir hatten aber einen super Haufen beieinander. Ich bin stolz auf diese Mannschaft", betonte Ingo Enskat. Ein Kompliment, das man ihm zurückgeben muss. Schließlich haben er - und Manager Romig - ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft bewiesen und diese zu einer spiel- und kampfstarken Einheit geformt.
Doch eins nach dem anderen. Schließlich wurde am Samstag auch noch gespielt. Und die vierte Auflage der Play-offs zwischen Merlins und MBC hielt das, was die vorigen schon versprochen hatten: ein hoch intensives, spannendes Spiel, in dem es munter rauf- und runterging und sich beide Seiten nichts schenkten - ausgeglichen bis zum Schlussviertel. Im ersten Abschnitt bekamen die Merlins Jordan Collins (Nummer 10) nicht recht in den Griff, der aus der Halbdistanz oder direkt zum Korb ziehend acht Punkte erzielte. Noch wirkungsvoller trumpfte in der Folge Louis Hinnant auf, gegen den in der Defense kein Kraut gewachsen schien. Auf Crailsheimer Seite lief Billy Baptist heiß, markierte aus zum Teil unmöglich scheinenden Spielsituationen acht Punkte in Folge (HZ: 41:43).
Im dritten Viertel schienen die Merlins die Partie zu entscheiden, erhöhten die Schlagzahl, lagen plötzlich neun Punkte (maximaler Vorsprung) in Führung. Doch exakt in dieser Phase sah Ingo Enskat den Bruch. "Die Jungs haben gezeigt, dass sie gewinnen wollten. Aber gerade Mitte des dritten Viertels haben sie überdreht und zu viele schlechte Einzelaktionen gezeigt - dennoch kein Vorwurf." Auf dem Parkett hatte der MBC die passende Antwort parat, erzielte zum Viertelende neun Punkte in Serie und nahm den Schwung gleich mit hinüber in den finalen Abschnitt. Auf Weißenfelser Seite sorgten die bis dato kaum in Erscheinung getretenen Philipp Heyden und Arizona Reid jetzt für wichtige Punkte. Die Merlins hatten ihr Visier aus der Distanz nicht genau genug eingestellt. Viele Rebounds wurden zudem leichte Beute der "Wölfe". Dennoch, so Ingo Enskat, "hat die Mannschaft super zu Ende gespielt". Auffälligster Akteur der Merlins: Billy Baptist, der neben seinen 20 Punkten auch noch 14 Rebounds fischte.
Am Ende dominierte die Farbe Orange im Konfettiregen der jubelnden Fans aus Weißenfels, die den direkten Wiederaufstieg ins Basketball-Oberhaus gebührend feierten. Entsprechend sektgeduscht kam MBC-Coach Silvano Poropat zur Pressekonferenz. Deutlich war ihm anzumerken, welcher Druck von ihm abgefallen ist. Immerhin war der MBC als Topfavorit in die Runde gestartet, eine Bürde, mit der man erst mal zurechtkommen muss. Die Merlins können sich selbstbewusst an ihre Fahnen heften, den Aufsteiger daheim zweimal geschlagen und auch auswärts einmal eine Verlängerung erzwungen zu haben. "Riesenrespekt an die Crailsheimer Mannschaft und für das, was hier abläuft. Ihr habt es uns ganz schön schwer gemacht", erklärte Poropat. Merlins-Offizielle und Publikum verabschiedeten den Gästecoach mit anerkennendem Beifall. Während mit dem MBC und Kirchheim die beiden ersten der Hauptrunde im Play-off-Finale stehen, freuen sich Spieler wie Verantwortliche der Merlins nach einer intensiven Saison nun auf ein paar freie Tage!
Wobei der Druck unverkennbar war, unter dem die Gastgeber in dieser Partie gestanden haben. Nun geht es also in die vierte Runde und das Ziel für die Merlins ist klar. Wenn die Partie am Samstag in der Hakro-Arena angepfiffen wird (20 Uhr) wollen sie gewinnen, die Serie ausgleichen und damit ein fünftes und entscheidendes Spiel (am 1. Mai) erzwingen. "Bei uns haben sich die Fesseln ein bisschen gelöst, wird sind mit Selbstvertrauen und breiter Brust angetreten, haben an unsere eigene Stärke geglaubt", blickt Manager Martin Romig zurück auf den Mittwoch. "Im Vorhinein war allen klar, dass der MBC keine Mannschaft ist, zu der man hinfährt und wo man quasi im Vorbeigehen gewinnt. Aber wir haben versucht, die Chancen, die sich für uns auftaten, auch zu nutzen. Letztlich", so Romig, "haben wir ein hochklassiges Spiel gesehen, vielleicht eines der besten in der Pro A überhaupt." Wobei der Manager unerwähnt lässt, dass auf Crailsheimer Seite Darryl Webb gefehlt hat, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mit von der Partie sein konnte. Inwieweit er am Samstag wieder am Start sein wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Wenn man Webbs Fehlen berücksichtigt, "ist unsere gute Leistung eigentlich umso höher zu bewerten", wirft Martin Romig zu Recht ein. "Denn zum ersten Mal haben bei uns alle Teile ineinandergegriffen und wir haben als Mannschaft quasi den nächsten Schritt gemacht. Jeder Spieler war eminent wichtig, ganz egal, ob er eine große oder kleine Rolle spielt. Unter dem Strich, unterstreicht Romig, eines unserer besten Saisonspiele." Doch wenn am Samstag der erste Sprungball erfolgt, ist die Begegnung vom Mittwoch schon wieder Geschichte und die Marschroute der Merlins klar. Ein Sieg muss her - nicht mehr und nicht weniger - wenn die Crailsheimer Korbjäger in der Halbfinal-Serie ausgleichen und ein fünftes und entscheidendes Spiel in Weißenfels erzwingen wollen. "Der MBC scheint ein bisschen von der Rolle, hat derzeit eine geringere Trefferquote als sonst aufzuweisen. Ich hoffe natürlich, dass wir den Gegner von Beginn an ordentlich unter Druck setzen werden!" (Romig). Nach dem Mittwochspiel war im Crailsheimer Lager erst einmal Regeneration angesagt, bevor der Fokus auf die kommende Aufgabe am Samstag gelegt wird. "Wenn wir unsere Leistung bringen, wird es für den MBC ganz schwer", zeigt sich Martin Romig optimistisch, dass die Merlins an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und einen erneuten Heimsieg einfahren können. Dann gäbe es am Dienstag ein echtes Endspiel in der Serie! Info Karten unter www.reservix.de, VVK-Stellen bei TC Buckenmaier, EXTRASCHARF und an der Abendkasse.
Die komplett angereisten Crailsheimer Herren II gastierten in der ehemaligen Bundesligaspielstätte des SV Oberelchingen. Dabei starteten die jungen Crailsheimer um die Routiniers Heck und Vilkius zu verschlafen und rannten schnell einem zweistelligen Rückstand hinterher. Zudem musste Vilkius wegen früher Foulbelastung bald auf der Bank Platz nehmen und konnte nur noch als Motivator von außen fungieren. Dieser Nachteil machte sich besonders im Rebound-Duell bemerkbar. Doch die Crailsheimer kämpften weiter und versuchten ihr Möglichstes, den Rückstand schrumpfen zu lassen. Als auch noch der zweite Routinier Michael Heck verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen musste, hat kaum einer mehr mit einem Comeback der jungen Garde um Thomas Szweczyk gerechnet. Die schlug sich aber wacker und konnte bis zur Halbzeit auf 42:33 dranbleiben. Im zweiten Durchgang machte die Zonenverteidigung der Gastgeber den Crailsheimern zu schaffen und zwang sie so zu schwierigen Würfen, die nur selten den Weg ins Ziel fanden. So konnte sich der ehemalige Bundesligist zum Ende des dritten Viertels auf 51:41 absetzen. Im finalen Abschnitt versuchten die Crailsheimer eine Schippe draufzulegen. Bis auf vier Punkte kamen sie zwei Minuten vor Schluss noch he ran. Allerdings kostete die Aufholjagd zu viel Energie, sodass in den letzten 120 Sekunden keine Würfe mehr für die Crailsheimer fielen und sie sich mit 81:72 geschlagen geben mussten. Die letzte Möglichkeit auf die Meisterschaft haben die Mannen um Coach Willie Young am heutigen Samstag, 14.30 Uhr, wenn die Internatschüler und Pro-A-Doppellizenzspieler aus Urspring ihre Visitenkarte in der Crailsheimer Hakro-Arena abgeben.
Basketball. In der Halbfinal-Serie zwischen Crailsheim Merlins und Mitteldeutschem BC steht es 1:2. Am Samstag (20 Uhr) findet in der Hakro-Arena das vierte Spiel statt. Gewinnen die Merlins kommt es zu einem fünften und entscheidenden. Sollte der MBC das bessere Ende für sich haben, stünde er im Endspiel. Die Aufholjagt in Oberelchingen kostete die zweite Mannschaft viel Energie, sodass sie sich mit 72:81 geschlagen geben musste.
Die letzte Chance auf die Meisterschaft haben die Mannen um Coach Young am Samstag (14.30 Uhr), wenn die Internatsschüler und Pro-A-Doppellizenzspieler aus Urspring ihre Visitenkarte in der Hakro-Arena abgeben.
Nach dem baden-württembergischen Titelgewinn fährt die U16 am Sonntag nach Trier um sich mit MJC Trier und USC Heidelberg zu messen. Der Gewinner ist für das deutsche Pokalfinale qualifiziert.
Info Karten unter www.reservix.de, die VVK-Stellen bei TC Buckenmaier und EXTRASCHARF.
JOACHIM MAYERSHOFER
Info: Karten fürs Heimspiel gibt es online unter www.reservix.de sowie bei TC Buckenmaier, Extrascharf und an der Abendkasse
Am Mittwochabend (19.30 Uhr) wird in Weißenfels Runde drei eingeläutet.
Eine tolle Dreierquote und eine in der zweiten Halbzeit aufopfernd kämpfende Merlins-Mannschaft, unterstützt von einem frenetisch mitgehenden Publikum. Das war die Mixtur, die es möglich machte, dass die Basketballer aus Crailsheim in der Halbfinal-Serie ausgleichen konnten. "Geile Stimmung in der Halle und wir haben verdient gewonnen" - bringt Manager Martin Romig die Dinge auf den Punkt. Und natürlich fühlt er, der sich schon vor geraumer Zeit für die Einführung der Play-offs in der Pro A ausgesprochen hatte, sich jetzt bestätigt. "Das hat sich zu 100 Prozent rentiert - keine Frage!
Mahnende Worte fand Coach Ingo Enskat indes bei der Pressekonferenz am Samstag. "Jetzt dürfen wir nicht abheben und träumen, sondern sollten realistisch bleiben - der Heimvorteil hat in den Play-offs bisher eine große Rolle gespielt." An welchen Stellschrauben kann der Coach kurzerhand noch drehen, um auch auswärts vielleicht einen Erfolgscoup zu landen? "Gute Frage - natürlich müssten wir auch dort mal einen Sieg klauen. Aber das ist im Prinzip so schwer, wie für die Gäste bei uns zu gewinnen", betont Manager Romig und hegt die Hoffnung, dass die Merlins Scheu und Zurückhaltung, die sie in Spiel 1 zum Teil an den Tag gelegt haben, ablegen und mit breiter Brust und Selbstbewusstsein auftreten. "Wir müssen Vollgas geben und unsere Chance suchen, auch wenn der MBC ein paar Zuschauer mehr haben wird und wir in einer größeren Halle spielen." Für Eindruck und Respekt beim Gegner sollten die Korbzauberer aus Crailsheim mittlerweile gesorgt haben, immerhin haben sie Erstliga-Absteiger MBC, wenn auch zuhause, so doch schon zweimal in dieser Spielzeit geschlagen.
Die Vorbereitung der Mannschaft ist "ganz normal verlaufen", lässt Martin Romig weiter wissen. Von Verletzungen und Ausfällen war im Vorfeld nichts bekannt.
Wie es heute Abend auch ausgehen mag: Die Merlins haben eine vierte Partie (Modus "Best of Five") bereits sicher und Spieler wie Fans freuen sich schon auf einen spannenden Abend am Samstag - nach Lage der Dinge in einer pickepackevollen Hakro-Arena.
Info Karten für das Heimspiel unter www.reservix.de oder bei TC Buckenmaier und Extrascharf.
Heimspiel gegen MBC
Karten für das Heimspiel am Samstag 28.04.2012 sind online erhältlich!
Schnellentscheider können die Karten unter www.reservix.de bequem online buchen und die Tickets direkt ausdrucken. Karten sind natürlich auch über die VVK-Stellen beim TC Buckenmaier und beim EXTRASCHARF erhältlich.
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Als die Unparteiischen das Spiel gestern abpfiffen, reckte Merlins-Coach Ingo Enskat beide Hände in die Luft und ließ einen Freudenschrei los. "Das war einfach ein geiles Publikum heute. Da gibt es keine Steigerung mehr", gab er später ein wenig Einblick in sein Gefühlsleben. "Wir wussten, dass Crailsheim heiß laufen kann. Nach der Pause haben sie sehr aggressiv gespielt. Wir haben dagegen den Faden in der Offensive verloren. Und natürlich muss man die Einzelleistung von Hill, Cook und auch Baptist anerkennen - das hat den Unterschied ausgemacht." Was Gästecoach Poropat damit meint, macht die Statistik schnell deutlich. 13:2-Dreier trafen die Korbzauberer aus Crailsheim - die halbe Miete im gestrigen ersten Heimspiel des Playoff-Halbfinals. Vor voller Hütte und geschätzten 50 in Orange gekleideten Fans aus Weißenfels dominierte zunächst auf beiden Seiten die Defense. Mit einer Ganzfeldpresse versuchten sich die Kontrahenten den Schneid abzukaufen. Die Gäste erwiesen sich als eine gut organisierte, diszipliniert spielende Mannschaft, die gekonnt passte, bis ein Mitspieler frei stand, und bei der von allen Spielen Korbgefahr ausging. "In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel unter Kontrolle", urteilte Gästetrainer Poropat. Die Merlins profitierten in erster Linie von Würfen aus der Distanz. Hill, Webb und Cook streuten wichtige Dreier ein. Ein engagiertes und kämpferisches Spiel zeigte Benny Lischka, der es auf elf Punkte brachte. Nach der Pause brachen dann alle Dämme, die Merlins inszenierten ein Basketball-Feuerwerk. Die Spieler, egal ob Buck, Cook oder Webb warfen sich energisch nach den Bällen, imponierten mit einer bärenstarken Defense und ermöglichten den Gästen wenig zweite Chancen. Das Publikum blieb nur noch stehen, trieb die eigene Mannschaft mit rhythmischem Klatschen permanent nach vorne - und der Funke sprang über. Hallensprecher Pimp gab sein Bestes. Mark Hill avancierte mit drei Dreiern in dieser Phase zum wichtigsten Akteur. Die Hausherren gewannen Viertel drei mit 25:12 und ließen auch im Schlussabschnitt nicht mehr locker. "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie das spielen sollen, was sie können und was uns stark macht: Schnelligkeit, Kampfgeist, Attackieren, selbst, wenn man mal eine schlechte Entscheidung getroffen hat", ließ Ingo Enskat wissen. Im finalen Abschnitt schöpfte Billy Baptist, von dem vorher wenig zu sehen war, mächtig Selbstvertrauen, versenkte kurzerhand drei Dreier und baute, mit Mark Hill und Aaron Cook den Vorsprung weiter aus. Die Gäste hatten ihr Visier in der Offense nun nicht mehr gut eingestellt und ließen auch den einen oder anderen Freiwurf liegen. Den Merlins mag es egal sein. Routiniert spielten sie ihre Angriffe aus, damit auch die Zeit herunter und glichen in der Halbfinal-Serie auf 1:1 aus - was bedeutet, dass mindestens ein viertes Spiel nötig sein wird, um ins Finale der Pro A einzuziehen. Crailsheim - Weißenfels 85:73 (37:40)
Christoph Tetzner, Spieler der Merlins: - "Die Atmosphäre hier hat uns sehr geholfen. Mit den verrückten Fans ist immer ein Sieg möglich. Es ist toll, dass wir jetzt auf jeden Fall noch ein Heimspiel haben. Leider wäre ein fünftes Spiel auswärts. Schlüssel zum Sieg waren viel Energie und eine gute Trefferquote. Am Anfang haben wir den Gegner zu einfach zum Korb ziehen lassen, das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Von außen hat Weißenfels dann nicht wirklich gut getroffen. Gegen den Coach habe ich allerdings eine Wette verloren. Er hat auf einen Sieg mit zwölf Punkten Vorsprung getippt und damit gewonnen." Sarah Schmidt, langjähriger Merlins-Fan: - "Ich gehe zu den Merlins schon, seitdem ich ganz klein bin. Die Atmosphäre heute war vor allem am Schluss richtig toll. Wenn die Spieler die Stimmung von heute beibehalten können und vielleicht noch einen Zahn zulegen, dann können sie auch auswärts gewinnen. Dazu müssen sie aber wie heute wirklich als Team spielen und nicht jeder alleine. Zum nächsten Heimspiel komme ich auf jeden Fall wieder." Michael Kain, erstmals bei einem Merlins-Spiel: - "Ich war heute zum ersten Mal in der Hakro-Arena und fand die Stimmung einfach sensationell. Ich finde kleinere Hallen immer besser, da man näher am Geschehen ist und die Stimmung besser spürt. Nachdem die Merlins in Führung gegangen waren, haben sie stark verteidigt und letztlich verdient gewonnen. Gefühlt sind die Dreier bei Crailsheim immer dann gefallen, wenn sie notwendig waren. Weißenfels war am Anfang strukturiert und stabil, aber am Schluss haben sie gar nichts mehr getroffen, vor allem keine Dreier mehr. Wenn Crailsheim auswärts daran glaubt zu gewinnen, dann können sie es auch schaffen."
"Ein herzliches Dankeschön an unsere Partner. Wir konnten noch 200 000 Euro nachlegen. Demnach würde aber immer noch ein Betrag von rund 100 000 fehlen, um die Auflagen der BBL zu erfüllen - letztlich fehlt uns ein Premiumpartner. Aber ich bin überwältigt von der Resonanz. Damit hatte ich vor der Saison nicht gerechnet. Das ist ein klares Signal an uns, weiterzuarbeiten" betonte Romig. "Wir sind sportlich und finanziell weitergekommen." Dem Vernehmen nach soll der Standort ausgebaut werden. Man will sich bemühen, die Standards in Zukunft zu erfüllen und in puncto Infrastruktur nachlegen.
Karten für das Heimspiel am 28.04.2012 werden HEUTE um 12.00 Uhr freigeschalten!
Einlasskarten für das heutige Topsspiel sind an der Abendkasse sowie im Internet unter www.reservix.de erhältlich und auch sofort als Ticket ausdruckbar! Nutzen Sie diesen bequemen Service
Mit einer deutlichen Niederlage sind die Merlins in die Halbfinal-Play-offs gestartet. In Weißenfels setzte es ein 68:98. Zur Erholung bleibt nur ein Tag, am Sonntag geht die Serie zu Hause weiter. Karten sichern für das Showdown gegen den Topfavoriten
Basketball – Pro A. Mit 7916 Metern Länge ist der Rennsteigtunnel der längste Tunnel Deutschlands. Will man von Crailsheim nach Weißenfels fahren, dann muss man bei einem Routenvorschlag durch die Röhre auf der A 71. Schier endlos zieht sich die Dunkelheit hin, bevor das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels endlich wieder hell erstrahlt.
Dieses haben auch die Crailsheim Merlins trotz der herben 68:98-Auftakt-Niederlage in der „Best of Five“-Serie des Play-off-Halbfinales gegen den favorisierten Mitteldeutschen BC noch vor Augen. Der Bundesliga-Absteiger und Europapokalsieger von 2004 (FIBA Europe Cup) siegte in heimischer Stadthalle vor 2300 begeisterten Zuschauern, die meisten davon in orange T-Shirts gewandet, auch in dieser Höhe „mehr als verdient“, wie Merlins-Trainer Ingo Enskat auf der Pressekonferenz neidlos eingestehen musste. Seine Mannschaft habe viel zu egoistisch gespielt, nicht als Team, was seine Schützlinge die vergangenen Partien so stark gemacht hatte. Enskat sei es mehr vorgekommen, als haben seine Spieler wie bei einem Tryout für einen neuen Vertrag vorgespielt, erklärte er sauer. „Das war eine ganz schlimme Mentalität heute!“
Schon in den ersten beiden Vierteln legten die Hausherren den Grundstein für den Triumph. Zwar begannen Weißenfels und Crailsheim gleichermaßen nervös, doch der MBC kam durch fünf Offensiv-Rebounds zu mehreren zweiten Chancen und zog auf zehn Punkte davon, baute den Vorsprung im zweiten Viertel zwischenzeitlich sogar auf 14 Punkte aus. Zur Halbzeit stand es 45:32, die schlechte Trefferquote der Merlins (9 von 25, 2 von 12 Dreier) und sieben Turnovers spielten dem Heimteam in die Karten. Und auch in der restlichen Spielzeit ließ der Favorit keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen wird. Kontinuierlich schraubte Weißenfels das Ergebnis nach oben und gewann letztlich mit 30 Punkten Vorsprung. „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht“, lobte MBC-Coach Silvano Poropat sein Team. Von der ersten bis zur letzten Minute sei es sehr konzentriert zu Werke gegangen. Warnend hob er aber gleich den Zeigefinger. „Wir führen jetzt 1:0 in der Serie, mehr auch nicht“, sagte Poropat. In Crailsheim warte nun eine der größten Herausforderungen der Saison auf seine Mannschaft, wenn nicht sogar der größte Brocken der Saison überhaupt, so der MBC-Trainer.
Die Statistik kann den Merlins Mut machen. Sie verloren das Auswärtsspiel in der regulären Saison gegen Weißenfels mit 60:75, gewannen aber daheim mit 100:80 und fügten dem MBC so eine von nur fünf Niederlagen in der gesamten Spielzeit zu. „Die Höhe der Niederlage spielt in den Play-offs keine Rolle, das ist das Schöne“, sagte Enskat. Er hofft nun auf den Heimvorteil. Man habe gesehen, wie wichtig der sei. „Heute war das alles viel zu emotionslos!“
Spiel zwei der „Best of Five“-Serie steigt morgen, Sonntag, um 18 Uhr in der Hakro-Arena in Crailsheim. Karten gibt es noch an der Abendkasse.
Weißenfels – Crailsheim 98:68 (45:32) Viertel: 22:15, 23:17; 25:15, 28:21 Weißenfels: Hinnant (18), Schwarz (5), Cavars (3), Collins (10), Huelsewede (3), Vilhjalmsson (6), Holcomb Faye (13, 7 Assists), Leutloff (10), Lange (8), Wachalski (10, 7 Rebounds), Democh, Reid (12) Crailsheim: Hill (15), Baptist (3), Kling, Obiango (4), Stohl (8), Webb (10, 5 Rebounds), Buck (6, 8 Rebounds), Sivorotka (4), Lischka (12), Dunbar (2), Tetzner, Cook (4) Zweites Halbfinale: Kirchheim – Düsseldorf 98:79
Eigentlich können die Crailsheimer Zweitliga-Korbjäger schon jetzt auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Platz vier in der Hauptrunde, und den in den Play-offs (unter den letzten Vier) noch einmal bestätigt! Das ist aller Ehren wert und eine weitere Steigerung im Vergleich zu den sechsten Plätzen in den vergangenen Spielzeiten. Aber – und darüber besteht auch kein Zweifel – wer mal so weit gekommen ist und im Halbfinale steht, will dann auch ins Endspiel vordringen. Heißt der Gegner, der da kommt, auch wie er will. Zudem sind die Merlins auch in einer psychologisch durchaus komfortablen Ausgangsposition, denn unter Druck steht sicherlich der Kontrahent aus Sachsen-Anhalt, der angetreten ist, um den Abstieg aus der BBL auszumerzen und zum Betriebsunfall werden zu lassen. Eine Sichtweise, die sich auch Crailsheims Martin Romig zu eigen macht. „Wir können ohne Druck in die Serie starten. Der MBC ist selbsternannter Favorit, hat diesen Anspruch allerdings auch durch die Ligaspiele bestätigt. Dennoch“, so Romig weiter, „müssen die Partien erst gespielt werden, wobei eine Play-off-Serie auch ihren eigenen Charakter entwickeln kann. Und keine Frage: wir wollen es dem MBC natürlich so schwer wie möglich machen.“ Ebenso klar: Die Merlins „müssen auch auswärts etwas reißen“, selbst wenn das schwer werden dürfte, denn „der MBC erweist sich als sehr stabil, hat auch seine Verletzten wieder zurück an Bord“. Im Viertelfinale setzten sich die Merlins letztlich sicher und verdient mit 3:1-Siegen gegen Paderborn durch. Die Leistungsträger präsentierten sich in guter Form und von der Bank kam jede Menge wichtiger Energie hinzu. Zu verstecken brauchen sich die Merlins jetzt auch gegen den ehemaligen Erstligisten aus Weißenfels keinesfalls. Schon vor dem etatmäßigen Punktspiel in Crailsheim hatte MBC-Geschäftsführer Martin Geissler viel Respekt gezeigt. „Die Merlins sind zu Hause eine Macht.“ Und damit war er gut beraten, denn kurz vor Weihnachten imponierten die Crailsheimer Korbzauberer mit einem deutlichen 100:80 in der Hakro-Arena. „Da hat bei uns auch alles gepasst.“ Das Rückspiel in der Fremde ging dann mit 60:75 verloren. „Der MBC verfügt über viel Qualität, einen tiefen Kader mit reichlich Erfahrung, die fehlt bei uns“, fühlt sich Martin Romig in der Rolle des Außenseiters augenscheinlich sehr wohl. „Aber an einem guten Tag können wir jeden in der Liga schlagen auch den MBC“, zeigt sich der Teammanager durchaus kämpferisch. „Natürlich müssen wir auswärts hellwach sein, auch dort an unsere Chance glauben und uns nicht von äußeren Einflüssen verunsichern lassen.“ Von der Größe her sind beide Standorte – Weißenfels liegt in Sachsen/Anhalt und hat rund 10000 Einwohner mehr als Crailsheim – durchaus vergleichbar. Was die Basketball-Historie anbelangt, liegt der Vorteil klar bei den „Wölfen“. Von 1999 bis 2004 spielten sie bereits erstklassig, schafften 2009 den Wiederaufstieg in die bundesdeutsche Eliteklasse, in die der MBC nun erneut zurück möchte. Dementsprechend weist das aktuelle Team auch bekannte Namen auf, angefangen von Coach Silvano Poropat, über Spieler wie Philipp Heyden, Steve Wacholski, Marcus Smallwood, den Isländer Vilhjalmsson oder den Amerikaner Arizona Reed. Ein Akteur hat in dieser Spielzeit gar beide Trikots getragen. Aaron Cook begann die Saison in Weißenfels, um später nach Crailsheim zu wechseln. KLAUS HELMSTETTER
INFO Kurzentschlossene Fans, die nach Weißenfels fahren möchten und noch Karten brauchen, weist Manager Romig auf die Homepage des Mitteldeutschen BC hin (Merlins-Fans in Block H).
Für das Heimspiel am Sonntag verlost das HT viermal je eine Stehplatzkarte. Interessenten sollten sich heute, zwischen 12 und 12.15 Uhr, unter der Nummer 07951/409-321 melden!
Der Gegner dort ist freilich ein harter Brocken, denn nun gilt es für Joe Buck und Kollegen, sich mit dem Tabellenersten der Hauptrunde und selbsterklärten Aufstiegsfavoriten, Mitteldeutscher Basketball Club (MBC), in Weißenfels (Sachsen/Anhalt) zu Hause, auseinanderzusetzen (Start am Freitag in Weißenfels; Heimspiel Sonntag, 18 Uhr, in Crailsheim). Die Ostdeutschen legten eine souveräne Hauptrunde hin und gingen nur fünfmal als Verlierer vom Feld. Eine dieser Niederlagen erlitt der Favorit jedoch ausgerechnet bei den Merlins in der Hakro-Arena. Wirkliche Neuigkeiten gibt es zum Thema Lizensierungsverfahren noch nicht zu vermelden. Dem Vernehmen nach haben die Verantwortlichen der Merlins unterdessen Kontakt mit ihren Partnern aus der Wirtschaft aufgenommen, mit der Bitte, bis Mittwoch Rückmeldungen darüber zu geben, ob und wer sich gegebenenfalls ein größeres finanzielles Engagement vorstellen könnte. Auf diesem Hintergrund soll dann entschieden werden, ob ein Widerspruch gegen die Ablehnung der Lizenz für die erste Liga in Frage kommt. Zur Debatte steht ein nachzubessernder Betrag von 250 000 bis 300 000 Euro. Die Widerspruchs-Frist von sieben Tagen läuft noch. Derweil macht bei den Merlins nicht nur die erste Mannschaft sportlich von sich reden. Vielmehr schickt sich die zweite an, die Meisterschaft in der Regionalliga 2 unter Dach und Fach zu bringen. Im Schlager gab es gegen Heidelberg/Kirchheim (Bericht folgt) einen deutlichen Sieg. Lohn der Mühen - die Tabellenführung.
Gegner ist kein geringerer als der Tabellenerste der Hauptrunde und selbsterklärte Aufstiegsfavorit der Mitteldeutsche Basketball Club (MBC) aus Weissenfels. Die Ostdeutschen legten eine souveräne Hauptrunde hin und gingen nur fünf mal als Verlierer vom Feld. Eine dieser Niederlagen erlitt der Favorit jedoch ausgerechnet bei den Merlins in der HAKRO Arena kurz vor Weihnachten. Manager Martin Romig: „Da hat bei uns alles gepasst an diesem erinnerungsträchtigem Abend!“ Die Merlins wollen natürlich nicht in Erinnerungen schwelgen, wenn Weissenfels zum zweiten Spiel der Playoff-Serie in der berühmtberüchtigten HAKRO Arena seine Visitenkarte abgeht. Romig: „Mit dem Erreichen des Playoffs haben wir unser Ziel erreicht! Das Erreichen des Halbfinales ist für uns sensationell. Diesen Moment werden wir genießen, denn solch einen Augenblick will man ja auch so lange wie möglich auskosten!“ Ein Stolpern des Favoriten würde den Merlins zumindest ein weiteres Spiel und Fest mit seinen Fans in der HAKRO Arena garantieren. Karten sind im Vorverkauf Online unter www.reservix.de erhältlich als print@home-ticket sowie in den VVK-Stellen TC Buckenmaier und Extrascharf.
Basketball – Pro A. Paderborns Assistenz-Trainer Haye Rosenbusch saß anstelle von Chef-Coach Thomas Glasauer bei der Pressekonferenz und bedankte sich für die tolle Play-off-Atmosphäre in der Serie gegen Crailsheim. Tiefenentspannt wirkte der junge Mann, obwohl er durchaus Grund zur Aufregung gehabt hätte. Erstligaschiedsrichter Claus Lauprecht hatte nach knapp siebeneinhalb Minuten im zweiten Viertel seinen Chef nach zwei technischen Fouls hintereinander vom Platz geworfen. Und das in einer Phase, in der Paderborn wieder auf zwei Punkte herangekommen war. Glausauer hatte einen harten Einsatz von Darryl Webb gegen seinen Spieler Jefferson Mason bemängelt, der nicht gepfiffen wurde. Dabei stand der Coach im Feld und kassierte das erste Technische, für den Ausspruch „Mist“ das zweite. Eine äußerst harte Entscheidung des Referees. Rosenbusch erklärte aber fairerweise auch, dass Crailsheim gestern Abend „eine grandiose zweite Halbzeit gespielt und verdient gewonnen hat“.
Mit sechs Punkten Vorsprung aus der Pause gestartet, überrollten die Mannen von Ingo Enskat die Gäste wie ein D-Zug und siegten letztlich 111:77, der Vorsprung wuchs kontinuierlich auf 34 Punkte am Ende. 12 von 26 Dreiern hagelten in den Paderborner Korb, auf der Gegenseite stand nur eine Bilanz von 3 aus 21 zu Buche. Die sonst sicheren Distanzschützen der Gäste, die erneut ohne ihren verletzten Top-Scorer Justin Stommes antreten mussten, waren dieses Mal ohne Zielwasser ausgestattet.
Schon Ende des dritten Viertels habe sich „abgezeichnet, dass wir gewinnen“, sagte Enskat. Entspannen konnte er trotzdem nicht, sagte er. Denn: Das bisherige Manko in der Serie war, dass keine Mannschaft im Stande war, nach einem Lauf den Sack zu zumachen. Diese Schwachstelle beseitigte sein Team gestern eindrucksvoll. Besonders Arbeitstier Darryl Webb mit einer herausragenden Ausbeute von 39 Punkten und zehn Rebounds sowie Spielgestalter Aaron Cook (26 Zähler, acht Assists) ragten aus dem homogenen Team hervor. Enskat lobte Webb: „Er hat geil gespielt, das war ziemlich genial.“ Bei Paderborn wusste der athletische Mason (23 Punkte, sieben Rebounds) erneut zu gefallen. Bankspieler Lars Wendt fiel dagegen mit einem bösen Fußballtritt gegen Sebastian Kling negativ auf und wurde ebenfalls disqualifiziert wie sein Coach.
Das erste Spiel in der zweiten Play-off-Runde gegen den MBC aus Weißenfels, der in der „Best of Five“-Serie Heimrecht genießt, steigt am Freitag, 20. April, auswärts. Das erste Heimspiel findet am Sonntag, 22. April, um 18 Uhr in der Hakro-Arena statt. „Der Druck liegt eindeutig beim MBC, die wollten von Anfang an aufsteigen“, blickte Enskat auf das Duell mit dem Top-Favoriten voraus. „Wir wollen mal schauen, was geht.“ Gegen vermeintliche Favoriten habe sein Team diese Saison immer gar nicht so schlecht ausgesehen.
Crailsheim – Paderborn 111:77
Viertel: 31:22, 16:19; 30:18, 34:18
Crailsheim: Hill, Baptist (4), Kling (2), Obiango (4), Stohl (9), Webb (39, 10 Rebounds), Buck (1), Sivorotka (10), Lischka, Dunbar (10), Tetzner (6), Cook (26, 8 Assists)
Paderborn: Diggs (11), Mason (23, 7 Rebounds), Lieneke (1), Jost (18), Fleischmann (3), Spöler (6), Freer (10), Lars Wendt, Ole Wendt (5)
Das weitere Spiel: Düsseldorf – Chemnitz 92:83 (Endstand Serie: 3:1)
Darin heißt es, dass Manager Martin Romig Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Gutachterausschusses, Reiner Moschall, hielt. Nach Ansicht des Gremiums bestehe Nachbesserungsbedarf, „sofern wir die Lizenzbeantragung für die kommende Saison weiter verfolgen“, wird Romig in der Mitteilung zitiert. „Wir werden die einzelnen Positionen in unserem Finanzplan nochmals durchleuchten, gegebenenfalls überarbeiten und unsere Sponsoren und Partner kurzfristig über das weitere Vorgehen in Kenntnis setzen.“ Ein Widerspruch gegen die Lizenz-Ablehnung muss binnen sieben Tagen eingelegt werden. Moschall, der seit einigen Jahren auch die Unterlagen der Merlins für die 2. Basketball-Bundesliga prüft, bescheinigte den Crailsheimern laut Merlins-Pressemitteilung, „ein sehr gesunder Zweitliga-Standort zu sein“. Für eine Erstligalizenz müsste jedoch gegenüber dem Gutachterausschuss „noch eine merkliche Erhöhung auf der Einnahmenseite nachgewiesen werden“. Bei der Pressekonferenz nach dem Sieg sagte Romig, dass noch etwa 250 000 bis 300 000 Euro im Budget zu stemmen sind.
Die BBL verlangt zur Erlangung der Lizenz in ihren Statuten unter anderem, dass „die Erfolgsplanrechnung auf der Habenseite mindestens eine Million Euro“ ausweist. In der Pro A arbeitet Crailsheim mit einem Etat von etwas mehr als 500 000 Euro, wie Romig dem HT bestätigt. Zudem wird eine Halle mit 3000 Zuschauern Fassungsvermögen (Hakro-Arena: 1800) benötigt. „Alles muss also verdoppelt werden“, sagte Romig unlängst beim Sponsorentreffen im Wasserschloss Erkenbrechtshausen. Des Weiteren brauchen Erstligisten auch je einen hauptamtlichen Geschäftsführer und PR-Manager.
Heute gehe ein Brief an alle Partner und Sponsoren raus, „wie sie uns im Falle eines Aufstiegs in die erste Liga unterstützen möchten“. Unabhängig von der Ligazugehörigkeit werde die Firma Schenker ihr Sponsoring aber verdreifachen, verkündete Romig stolz. jom/pm
Gestern Nachmittag erhielten die Verantwortlichen der Crailsheim Merlins die Nachricht, dass die im Rahmen des Lizenzantrages eingereichten wirtschaftlichen Planzahlen nach Ansicht des Lizenzausschusses der BEKO-BBL nicht ausreichen, um eine Lizenz für die kommende Saison 2012/2013 zu erteilen.
Manager Martin Romig hielt hierzu bereits Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Gutachterausschusses, Herrn Reiner Moschall: “Es besteht nach Ansicht des Gutachterausschusses Nachbesserungsbedarf, sofern wir die Lizenzbeantragung für die kommende Saison weiter verfolgen. Wir werden die einzelnen Positionen in unserem Finanzplan nochmals durchleuchten, ggf. überarbeiten und unsere Sponsoren und Partner kurzfristig über das weitere Vorgehen in Kenntnis setzen.“ Ein eventueller Widerspruch gegen die Ablehnung der Lizenzerteilung muss innerhalb von sieben Tagen eingelegt werden.
Moschall, der seit einigen Jahren auch die Unterlagen der Merlins für die 2.Basketball-Bundesliga prüft, bescheinigte den Crailsheim Merlins, ein sehr gesunder Zweitliga-Standort zu sein. Für eine Erstligalizenz müsste jedoch nach dessen Ansicht gegenüber dem Gutachterausschuss noch eine merkliche Erhöhung auf der Einnahmenseite nachgewiesen werden.
JOACHIM MAYERSHOFER Alles andere als ideal verlief für die Merlins die Heimfahrt nach der knappen Niederlage in Paderborn. Erst gegen 4 Uhr am Donnerstagmorgen rollten die drei Kleinbusse an der Hakro-Arena an. Eine Vollsperrung auf der A 44 zwischen Dortmund und Kassel hatte dafür gesorgt, dass die Heimfahrt gut zwei Stunden länger dauerte als normalerweise. Gestern Morgen gingen die Spieler, die am Mittwoch viel Einsatzzeit bekommen hatten, deshalb zur Physiotherapie, nachmittags stand dann individuelle Regeneration auf dem Programm, abends noch ein Mannschaftstraining. Spätestens heute um 20 Uhr müssen die müden Knochen wieder voll gängig sein – dann geht es für die Merlins nämlich darum, den entscheidenden Schritt Richtung zweite Runde in den Playoffs zu machen. Sollte es zu Hause heute nämlich eine Niederlage setzen, müssten die Crailsheimer Korbjäger am Sonntag wieder auf die lange Fahrt nach Paderborn gehen, wo um 17 Uhr das finale Spiel der „Best of Five“-Serie stiege. Wie das vermieden werden soll, erklärt Merlins-Manager Martin Romig: „Wir müssen unsere freien Schüsse wieder treffen, den Schritt in der Verteidigung wieder schneller sein, um den Gegner zu stoppen, und wir brauchen auch ein bisschen Glück!“ Oder pragmatisch formuliert: „Wir müssen den einen Punkt mehr haben am Schluss – wie ist nicht wichtig. Das ist eben das Elementare an den Play-offs!“ Mut macht dem Manager, dass das Team sich auch von einem zweistelligen Rückstand erneut nicht schocken ließ und „wir gut ins Spiel zurückgekommen sind“. Er hoffe darauf, dass nach dem Spiel heute die Entscheidung zugunsten der Merlins falle, weil er nach der anstrengenden Auswärtsfahrt am Mittwoch „null komma null Bock“ habe, am Sonntag nochmal nach Paderborn zu fahren. „Aber wenn’s nötig ist, dann müssen wir eben das fünfte Spiel dort gewinnen!“ Karten gibt es bei den Vorverkaufsstellen TC Buckenmaier und Extrascharf sowie online bei www.reservix.de. Zudem verlost das HOHENLOHER TAGBLATT T viermal eine Stehplatzkarte. Dazu müssen Sie heute einfach zwischen 12 und 12.15 Uhr unter Telefon 0 79 51 / 40 93 21 anrufen.
Der Gewinner der Partie biegt auf die Zielgerade zur Meisterschaft ein. Ein Ziel, das sich beide Mannschaften mittlerweile auf die Fahnen geschrieben haben. Dabei tritt der zweite Anzug der Crailsheim Merlins mit dem kleinsten Kader der Liga gegen den tiefsten der Spielklasse an. Beim Hinspiel hat sich dieser Nachteil deutlich im Ergebnis widergespiegelt, als die SG Heidelberg/Kirchheim zu Hause deutlich mit 95:81 zu überzeugen wusste. Das soll beim Heimspiel der Crailsheimer Nachwuchsakteure anders laufen, denn eine Niederlage würde alle Chancen auf die Meisterschaft zunichte machen. Willie Young und Co-Trainer Benjamin Schweigert wollen natürlich nicht dass es dazu kommt und hoffen dabei auf zahlreiche Unterstützung aus dem Crailsheimer Fanlager. "Diesen zusätzlichen Push werden unsere Jungs gut gebrauchen können, wenn sie ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden wollen", betont Schweigert im Hinblick auf das wichtigste Spiel der Saison und zählt dabei auf den Zuspruch der Crailsheimer Trommler, die schon bei den Pro-A-Spielen stets hervorragende Arbeit leisten. Mit einem Sieg könnten sich die Mannen um Nachwuchstalent Thomas Szewczyk in eine gute Ausgangslage für die verbleibenden zwei Saisonspiele bringen. Die stehen am 21. April beim SV Oberelchingen und am 28. April in eigener Halle gegen die TuS Urspringschule. Sprungball am Samstag ist um 20 Uhr in der Hakro-Arena Crailsheim. Die Spieler der zweiten Herrenmannschaft: Michael Heck, Tomas Vilkius, Thomas Szewzcyk, Sergej Exler, Philipp Theumer, Ruben Zieger, Jonas Schelbert, Daniel Ivanov, Robert Kellermann und Maximilian Wagner.
„Nie mehr, zweite Liga, nie mehr, nie mehr“, skandieren die Merlins-Fans vor dem dritten Spiel in den Play-offs. Durch die 97:100-Niederlage in Paderborn ist die zweite Runde noch um ein Spiel verschoben.
Basketball – Pro A. Schon nach 2:20 Minuten nimmt Paderborns Trainer Thomas Glasauer die erste Auszeit, weil die Merlins einen perfekten Start in die Partie erwischen: Die ersten fünf Würfe der Gäste landen allesamt im Korb, Darryl Webb erzielt im Alleingang sechs Punkte in dieser Phase. Auf acht Zähler baut Crailsheim seinen Vorsprung zwischenzeitlich aus (4:12). Paderborn kämpft sich danach wieder heran auf einen Zähler (22:23). Mark Hill mit zwei Dreiern und Daniel Lieneke mit einem Dreipunktespiel sorgen für das 25:29 nach dem ersten Viertel für die Merlins.
Leichtfertig vergebene Chancen von Christoph Tetzner und Joe Buck direkt unter dem Korb sowie eine schlechte Wurfausbeute sorgen dafür, dass Paderborn nach einer Crailsheimer Auszeit nach knapp vier Minuten im zweiten Viertel erstmals in Führung geht (34:33). Diesen Vorsprung bauen die Baskets zur Halbzeit sogar noch auf elf Punkte aus (53:42). Überragender Mann ist dabei Aufbauspieler Jamar Diggs, der zur Pause sensationelle 25 Zähler zu verbuchen hat (20 im zweiten Viertel). Selbst eine schnelle zweite Auszeit nach gut sechseinhalb Minuten im zweiten Spielabschnitt konnte den Lauf des Spielers mit der Nummer drei nicht stoppen. Ein großer Faktor in der ersten Hälfte ist auch die Foulbelastung der Merlins: Aaron Cook hat schnell drei Fouls gegen sich auf der Tafel stehen, die gesamte Merlins-Truppe verursacht 16 Fouls, was Paderborn an der Freiwurflinie deutlich besser zu nutzen weiß als Crailsheim (12 von 17 gegenüber 4 von 10). In den anderen Statistiken sind die Werte der beiden Teams nahezu gleichwertig.
Im dritten Viertel bestätigt sich dann das, was die Serie schon von Anfang an auszeichnet: Wer schon weit zurück liegt, startet eine furiose Aufholjagd. Die Merlins nehmen Diggs völlig aus dem Spiel und verkürzen Punkt um Punkt. Darryl Webb gibt wieder mächtig Gas und sorgt dafür, dass Crailsheim nach acht Minuten in diesem Abschnitt 70:67 in Front liegt. Nach einem Hin und Her sorgt ein Dreier von Ole Wendt zum Schluss für das 74:73 für das Heimteam.
Die letzten zehn Minuten haben es dann wie stets in sich, mit einem unsportlichen Foul und einem technischen erweisen sich die Merlins einen Bärendienst. Paderborn zieht wieder auf zehn Punkte davon bei noch 4:26 Minuten zu spielen (88:78). Aaron Cook sorgt mit einem Dreier knapp 30 Sekunden vor der Schlusssirene nocheinmal für Spannung – 99:95. Sebastian Kling und Jeremy Dunbar (Merlins) und Ole Wendt müssen nach dem jeweils fünften Foul vom Feld, die Merlins kommen auf drei ran (100:97). Jeffseron Mason braucht zu lange beim Einspiel (21 Sekunden), die Merlins haben die Chance zum Ausgleich, doch Cook vergibt den Dreier. Aber es ergibt sich bei 1,8 Sekunden nochmals die Möglichkeit zum Dreier, den erneut Cook knapp verpasst, so dass es am Ende glücklich 100:97 für Paderborn heißt.
Paderborn – Crailsheim <QM>100:97 (53:42) Viertel: 25:29,28:13; 21:31, 26:24 Paderborn: Diggs (32), Mason (20), Lieneke (10), Jost (15), Fleischmann (1), Spöler (3), Freer (8), Ole Wendt (11, 10 Rebounds, 5 Assists) Crailsheim: Hill (6), Baptist (14), Kling, Obiango, Stohl (2), Webb (29), Buck (13, 7 Reb.), Lischka, Dunbar (10), Tetzner (2), Cook (21, 6 Assists)
Info Karten für das vierte Spiel gegen Paderborn am Freitag um 20 Uhr gibt es unter „reservix. de“ sowie TC Buckenmaier und Extrascharf
Basketball - Pro A Play-offs. Werden die Crailsheimer Korbjäger den Sack schon heute Abend vorzeitig zumachen oder geht der sportliche Schlagabtausch zwischen Crailsheim und Paderborn am Freitag in die vierte Runde?
"Bislang ist für uns natürlich alles wunschgemäß gelaufen. Wir haben zwei Heimsiege zu Buche stehen und führen damit in der Serie gegen Paderborn mit 2:0", betont Crailsheims Teammanager Martin Romig. "Und", legt er weiter nach, "wir wollen ins Halbfinale und den Schritt dorthin so bald wie möglich klarmachen". Mit anderen Worten: Die Gäste aus Crailsheim werden sich heute (Spielbeginn: 20 Uhr) auf den Trip nach Ostwestfalen machen, um auch dort zu bestehen und die Serie nach Möglichkeit schon frühzeitig zu beenden.
Die "Power von der Bank" und den Umstand, "dass wir immer jemanden parat hatten, der viel frische Energie mit ins Spiel brachte", sieht der Crailsheimer Basketball-Chef als wichtigste Aspekte für den Vorsprung in der Serie und insbesondere den Sieg in Spiel zwei. "Das hat den Unterschied ausgemacht! Denn in der Tat sind wir sehr tief besetzt und dieses Mal hat das gegriffen, was wir in der Hauptrunde in schlechteren Spielen vermisst haben, nämlich der Support von der Bank." Insbesondere denkt der Manager dabei an Jeremy Dunbar und auch Jared Stohl, die mit ihrer Treffsicherheit wichtige Punkte für den Crailsheimer Score beigesteuert haben. "Im zweiten Spiel haben wir uns zu sehr auf das Run and Gun unseres Gegners eingelassen.
Paderborn hatte zudem eine hohe Trefferquote. Die können wir nicht erreichen", glaubt Romig. "Wir müssen demgegenüber deutlich mehr in der Verteidigung arbeiten, um im Spiel zu bleiben und uns darüber hinaus in der Offense qualitativ hochwertige Wurfpositionen erarbeiten." In der ersten Halbzeit ist das den Merlins zuletzt nicht so gut gelungen, weiß Romig. "Und die darauffolgende Aufholjagd war doch ganz schön anstrengend." Dann allerdings sorgten wichtige Körbe, unter anderem durch die genannten Dunbar und Stohl für Entlastung und "zum Schluss haben wir dann auch inside besser unseren Mann gefunden." Paderborn hatte sich in den letzten Spielen der Hauptrunde und auch zu Beginn der Playoffs mit Verletzungssorgen herumzuplagen (Spöler, Stommes), was Martin Romig aber keineswegs als Vorteil für seine Farben ansieht. "Ich denke es ist problematisch, wenn sie nicht dabei sind.
Auf die komplette Mannschaft ist man als Gegner sowohl physisch, als auch psychisch eher vorbereitet." Die Gastgeber aus Ostwestfalen werden, mit dem Heimpublikum im Rücken, in der Serie auf 1:2 verkürzen wollen, wobei die Terminprobleme womöglich auch einen Rückschlag für die Baskets bedeuten könnten. Immerhin heute steht auch der Fußball-Bundesliga-Gipfel zwischen Dortmund und den Bayern auf dem Plan und Dortmund liegt ja nicht wirklich weit entfernt von Paderborn. . .
Egal, wie die Serie zwischen Crailsheim und Paderborn enden mag - der Gegner im Halbfinale steht bereits fest. Denn der Mitteldeutsche BC, in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) zu Hause, setzte sich im Viertelfinale gegen Essen durch und machte damit einen wichtigen Schritt Richtung Wiederaufstieg. Auch die Kirchheim Knights stehen als Play-off-Halbfinalist fest. Ihr Gegner wird Chemnitz oder Düsseldorf heißen. Die Chemnitz Niners liegen gegen die Gloria GIANTS Düsseldorf mit 1:2 zurück.
Wenn ein Coach von "geilem Basketball" spricht, obwohl er mit seiner Mannschaft gerade hauchdünn verloren hat, dann sagt das eigentlich schon viel aus über den Spannungsbogen des Spiels gestern Abend. Gästetrainer Thomas Glasauer hatte sein Team nach der Auftaktpleite am Donnerstag hervorragend eingestellt. Joachim Mayershofer Crailsheim kam dagegen nicht richtig ins Spiel und lag zu Beginn des zweiten Viertels sogar mit 15 Punkten in Rückstand. "Die erste Halbzeit haben wir kontrolliert", analysierte Glasauer. Dann sei sein Team aber zu aggressiv und offensiv aus der Kabine gekommen, und dazu habe sich Crailsheim noch in einen Lauf gespielt. "Da hat auch der Heimvorteil gezogen." Nur einige Hallen in ganz Deutschland - namentlich Bamberg und Würzburg - kämen von der Atmosphäre an Crailsheim heran, sagte der Coach der Baskets. Angetrieben vom grandiosen Publikum kämpften sich die Merlins im dritten Viertel Punkt um Punkt heran und gingen Mitte des Abschnitts wieder in Führung, die sie bis zur 30. Minute auf fünf Punkte ausbauten. Manager Martin Romig erklärte, dass eine Lautstärkemessung in der Halle 116 Dezibel ergeben habe. Das sei in etwa vergleichbar mit einer startenden Boeing 747 in 100 Metern Entfernung, sagte der "Präse" lachend. Im Schlussviertel lagen die Merlins nach zwei Zählern von Darryl Webb 6:26 Minuten vor Ende sogar mit zehn Punkten in Front. Paderborn hielt dieses Mal im letzten Viertel aber dagegen und schaffte den Ausgleich zum 91:91 durch Topscorer Jamar Diggs, der insgesamt auf 18 Punkte kam. Dann erreichte der Krimi seinen Höhepunkt: Webb traf, Diggs vergab im Gegenzug, und Aaron Cook war nervenstark von der Freiwurflinie 95:91 für Crailsheim bei noch 48 Sekunden Spielzeit. Wenig später versenkte Michael Fleischmann einen Dreier zum 95:94 - Paderborn traf 11 von 20 Dreierversuchen und hatte eine sagenhafte Feldwurfquote von 60 Prozent. Durch gute Defensive eroberten sich die Gäste den Ball und Jefferson Mason durfte an die Freiwurflinie nach einem Foul. 20 Sekunden vor Schluss verwandelte er allerdings nur einen Wurf, was Thomas Glasauer als die Schlüsselszene des Spiels betitelte (95:95). Joe Buck nutzte dagegen zwei Sekunden vor Spielende seine beiden Freiwurfmöglichkeiten aus, wobei er laut Plan eigentlich nur den ersten Wurf treffen und den zweiten absichtlich vorbeiwerfen sollte, damit die Gäste nur noch einen unkontrollierten Wurf hätten nehmen können. "Das war nicht gut für die Nerven", sagte Merlins-Coach Ingo Enskat. So ein Wurf gehe etwa "einmal von 50-mal rein". Paderborn durfte nach der Auszeit an der Mittellinie einspielen und hatte noch die Möglichkeit zum alles entscheidenden letzten Korb, der Sieg oder Verlängerung bedeutet hätte. Doch Justin Stommes rutschte beim Dreierversuch aus und ins Aus. Die Verteidigung habe in dieser Szene sehr gut funktioniert, lobte Enskat sein Team. Auf die Frage, ob er mit dem Spiel insgesamt zufrieden war, antwortete er: "Mit dem Zurückkommen ja, mit dem Zurückfallen nein!" Spiel zwei untermauert Enskats Vermutung, dass die Serie immer umkämpft bleiben werde, egal wie lang sie dauert. Denn beide Mannschaften spielten mit hoher Intensität und hätten diesen gewissen Kick, ein Spiel auch in scheinbar aussichtsloser Situation zu drehen. "Wir werden jetzt auch nach dem 0:2 nicht den Kopf in den Sand stecken und wollen die Serie noch gewinnen", schickte Glasauer dann auch gleich zur Bestätigung dieser These hinterher. Morgen geht es um 20 Uhr in Paderborn dann in Spiel drei. Die Merlins brechen gegen Mittag mit einem Bus auf und verzichten bewusst auf die Anreise einen Tag früher, weil bei Übernachtungen die Leistung meist nicht besonders gut gewesen sei, wie Ingo Enskat erklärte. Heute steht noch eine Videoanalyse der gestrigen Partie an, sowie ein gemeinsames Mittagessen und ein lockeres Schusstraining. Und die müden Beine kneten die Physiotherapeuten durch. Sollten die Merlins Spiel drei gewinnen, wäre der Einzug in die zweite Runde fix, wo dann der MBC aus Weißenfels wartet. Sollte die dritte Partie allerdings verloren gehen, findet Spiel vier am Freitag um 20 Uhr wieder in Crailsheim statt. Crailsheim - Paderborn 97:95
Thomas Lang, 25 Jahre, Crailsheim: "Ich habe eine Dauerkarte und besuche jedes Spiel der Merlins. Die Stimmung in der Halle ist immer sehr gut. In den Play-offs jedoch ist sie überragend. Ich finde, die Leute feuern das Team noch mehr an als sonst. Natürlich hoffe ich, dass Crailsheim so weit wie möglich kommt, damit wir noch mehr packende Heimspiele haben. Das Halbfinale wäre ein Riesenerfolg für die Crailsheim Merlins, und gegen Paderborn sollten wir dieses Ziel jetzt auch erreichen." Kerstin Jüngling, 45 Jahre, Wallhausen: "Als die Mutter von Hallensprecher "Pimp" gehe ich natürlich immer zu den Heimspielen der Merlins. Dieses Mal war die Stimmung allerdings noch ein bisschen besser als bei anderen Partien. Auch der spannende Spielverlauf hat sicher dazubeigetragen, dass die Zuschauer in der Halle noch mehr mitgefiebert haben. Es war wirklich ein anstrengendes Spiel. Sollten die Crailsheimer jetzt ins Halbfinale einziehen, denke ich, dass sie auch gegen den MBC Chancen haben und das Finale erreichen können. Möglich ist alles, auch wenn es sicher schwer wird." Florian Orwitz, 28 Jahre, Ansbach: "Ich gehe noch nicht lange zum Basketball hier in Crailsheim. Die großartige Stimmung in der Halle hat mich aber gleich gepackt. Wirklich ganz spitze finde ich auch Hallensprecher Danny Jüngling. Er versteht es, die Zuschauer auf den Höhepunkt zu treiben. Das war heute vielleicht das entscheidende Quäntchen zum Sieg." Carmen Lehmann, 33 Jahre, Crailsheim: "Dieses Spiel war wirklich nichts für schwache Nerven und aufregend bis zum Schluss. Vor allem nach der schwachen ersten Halbzeit der Merlins habe ich nicht damit gerechnet, dass sie die Partie noch gewinnen. Natürlich bin ich jetzt umso glücklicher, dass es geklappt hat." Stefan Salinger, 25 Jahre, Crailsheim: "Ich finde, die Play-offs sind etwas ganz Besonderes. Das "Flair" in der Halle ist bei diesen entscheidenden Spielen einfach noch besser als während der normalen Saisonphase. Eine sehr gute Idee der Organisatoren war es, die Klatschpappen auf den Sitzplätzen zu verteilen. Dadurch wird es noch lauter, als es ohnehin schon ist."
Mit 97:95 gehen die Hohenloher mit 2:0 in der Playoffserie in Führung. Das dritte Spiel findet am Mittwoch in Paderborn statt (Spielbeginn 20 Uhr).
Ein eventuelles viertes Spiel findet am Freitag den 13.April um 20 Uhr in der HAKRO Arena statt.
Karten für ein vielleicht notwendiges viertes Spiel werden erst nach Spielende am Mittwoch freigeschaltet!
Spielbericht folgt!
Die Crailsheim Merlins erwischten am Gründonnerstag einen Sahnetag und sorgten für eine geschichtsträchtige Premiere im Playoffwettbewerb.
Einen emotionalen und heißen Kampf lieferten sich beide Kontrahenten.
Für das Spiel am heutigen Ostermontag können sich Kurzentschlossene noch Einlasskarten online (www.reservix.de) bzw. an der Abendkasse sichern.
Es sind noch 150 Karten im Verkauf!
Auch heute gilt es: MERLINS sind blau! Zeigt wofür Euer Herz schlägt!
Brauchen jeden Mann, wir wollen das 2:0!
Restkontingent an Einlasskarten an der Abendkasse verfügbar! HAKRO Arena in BLAU! Wir freuen uns auf Euren Besuch!
Bitte frühzeitig erscheinen! Es werden Parkplatzprobleme und längere Wartezeiten aufgrund von Einlasskontrollen erwartet.
Paderborn gibt ein Kontingent von Plätzen für das erste Playoff-Spiel zurück
Aufgrund von Auflagen mussten die Crailsheim Merlins dem Playoff-Gegner Paderborn ein gewisses Kartenkontingent zur Verfügung stellen. Dieses Kontingent wird von der
Gastmannschaft jedoch nicht komplett genutzt. Dafür gehen die geblockten Karten im Block G in den freien Verkauf zurück! Sitzplatzinteressenten haben nun die Möglichkeit diese Karten zu buchen. Der Block G wird damit komplett in Crailsheimer Hand sein.
Was für ein Hammer-Auftakt in die Play-offs! In einem sensationellen Spiel besiegen die Crailsheim Merlins die webmoebel Baskets aus Paderborn 109:91 und gehen damit in der „Best of Five“-Serie 1:0 in Führung.
Basketball – Pro A. Heimspiele bei den Merlins sind stimmungsmäßig in der regulären Saison ja schon echte Kracher. Was sich aber am Donnerstagabend in der Hakro-Arena zum Play-off-Auftakt abgespielt hat, dürfte vielen Zuschauern auch zwei Tage später noch Gänsehaut bescheren – und dazu noch heißere Kehlen vom Anfeuern und wunde Hände vom Dauerklatschen. Merlins-Manager Martin Romig bezeichnete die Atmosphäre als „sensationell“, und auch der Gäste-Coach war voll des Lobes für die Fans. „Ich find’s toll, dass wir in den Play-offs hier in Crailsheim spielen dürfen“, sagte Thomas Glasauer. Hätte sein Team in Düsseldorf zur ersten Play-off-Runde antreten müssen, wäre das dort nämlich „ein Totentanz“ geworden. So mache es jetzt einfach nur „großen Spaß“, wenn „zwei der attraktivsten Mannschaften der Liga“ aufeinandertreffen.
Dass beide Teams dieses Prädikat zweifelsohne verdienen, haben sie vorgestern eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Was die Spieler aus Paderborn und Crailsheim an Tempo, Intensität und Leistungsbereitschaft an den Tag legten, war beste Basketball-Unterhaltung. Wer nach so einem Spiel kein Fan dieser Sportart sei, der sei für überhaupt nichts zu begeistern, scherzte Merlins-Trainer Ingo Enskat. Und Martin Romig versprach Großes: „Die Attraktivität wird sogar noch steigen!“ Drei Viertel lang erlebten die1400 Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der Paderborn im dritten Spielabschnitt einen 15-Punkte-Rückstand egalisierte. Angetrieben vom athletischen Jefferson Mason und vom deutschen Spielmachertalent Ole Wendt führten die Gäste am Ende sogar mit einem Zähler. Diese Aufholjagd war letztlich für die mit einer kurzen Rotation spielenden Baskets zu viel des Guten. Der Kraftakt und Verletzungssorgen – die Leistungsträger Ben Spöler und Justin Stommes spielten jeweils nur knapp fünf Minuten – waren mit ein Grund, warum Paderborn Mitte des finalen Viertels „der Sprit ausging“, wie es Glasauer formulierte.
Sein Gegenüber Ingo Enskat konnte dank der tiefen Bank derweil auf verschiedene Spielsituationen mit gezielten Wechseln reagieren. Ein Beispiel: Aaron Cook ordnete das Spiel die ersten beiden Viertel hervorragend, tauchte im dritten aber ab, als sich Paderborn in einen Lauf spielte. Enskat brachte für Cook dann seinen „Energizer“ Mark Hill aufs Parkett, weil dieser das „Publikum mitreißen kann“, so der Merlins-Coach. „Wir sind eine Mannschaft, die diesen emotionalen Kick einfach braucht!“ Hill erzielte im letzten Viertel, in dem sich Crailsheim in einen „echten Rausch“ spielte, wie Gäste-Trainer Glasauer sagte, neun Punkte. Übertroffen wurde er da aber noch von Dreier-Scharfschütze Jared Stohl mit 13 Zählern.
Insgesamt punkteten fünf Merlins zweistellig, weshalb das ganze Team ein dickes Lob vom Chef erhielt. Seine Spieler haben meist gute Würfe kreiert, gut den freien Mann gefunden und auch defensiv gut gearbeitet, erklärte Enskat. „Jeder hat heute seinen Job erledigt, wir waren als Mannschaft stark!“ Wer ins Spiel kam, habe die Intensität hochgehalten.
Das sei auch für die kommenden Spiele immens wichtig, weil Paderborn am Ostermontag (18 Uhr; Stehplatzkarten gibt es noch an der Abendkasse) „bestimmt hochmotiviert“ nach Crailsheim zurückkommen werde, wie Enskat vermutet. Er prophezeit: „Das wird wieder ein ganz enges Spiel werden.“ Seine Jungs müssten deshalb weiter „heiß, aber konzentriert bleiben“. Dann spricht vieles für ein erneutes Basketballfest in der Hakro-Arena. Auch Gäste-Coach Thomas Glasauer sehnt den Sprungball herbei: „Ich freue mich jetzt schon wieder auf Montag!“
Restkontingent an Einlasskarten an der Abendkasse verfügbar! HAKRO Arena in BLAU! Wir freuen uns auf Euren Besuch! Bitte frühzeitig erscheinen! Es werden Parkplatzprobleme und längere Wartezeiten aufgrund von Einlasskontrollen erwartet.
Zu mir oder zu dir, Schatz? Diese Frage bewegte auch im Vorfeld der ersten Play-off-Runde in der Pro A die Gemüter: Eigentlich war bei der Paarung Crailsheim Merlins gegen webmoebel Baskets Paderborn klar, dass der Viertplatzierte (Crailsheim) das erste, dritte und potenzielle fünfte Spiel der "Best of Five"-Serie zu Hause austrägt, der Fünftplatzierte (Paderborn) dafür die Partien zwei und vier. Da es in Paderborn aber Probleme mit der Hallenbelegung gab, einigten sich die Verantwortlichen beider Teams nach etlichen Diskussionen darauf, dass Spiel eins, zwei und vier in Crailsheim, Spiel drei und fünf in Paderborn stattfinden. Der kleine Vorteil "Heimrecht", den man sich in der regulären Saison hart erarbeitet habe, sei nun "ein bissl flöten gegangen", wie Merlins-Manager Martin Romig erklärt. Die Lösung sei zwar "einvernehmlich" getroffen worden, aber auch unter einem gewissen "Zwang, sich einigen zu müssen", so Romig. Er betont, dass es in dieser Sache "keine Lösung gibt, die für uns eine gerechte ist", und will diese Problematik bei der nächsten Ausschusssitzung ansprechen. Da die Play-offs in dieser Saison als Pilotprojekt laufen, müsse man eben die Spielordnung für die Pro A nach den gemachten Erfahrungen in Zukunft anpassen. Es dürfe nicht zum Problem für die besser platzierte Mannschaft werden, wenn der Gastgeber keine Halle hat. Romigs knallharte Forderung lautet deshalb: Wer an einem Play-off-Spieltag keine Halle zur Verfügung hat, muss das Spiel verlieren oder bekommt schon vorher keine Lizenz. "Punkt!" Trainer Ingo Enskat findet die Lösung ebenfalls nicht gut, es bleibe ein "fader Beigeschmack", egal wie die Serie letztlich ausgehe. "Es ist so geworden, wie es irgendwie noch am meisten Sinn macht." Der Coach der Merlins will sich aber nun aufs rein Sportliche konzentrieren - denn das wird schon schwer genug, glaubt er. Außer dem MBC, der sich in der Tabelle abgesetzt habe, seien die Teams von Platz zwei bis acht nahezu gleichwertig. Enskat glaubt deshalb, dass keine Mannschaft in einer Serie einfach so durchmarschiert. Jedes Team habe bereits zweimal gegeneinander gespielt und lerne sich von Spiel zu Spiel besser kennen. Dann gehe es darum, wie sich jeder einzelne Spieler auf die Stärken und Schwächen seines Gegenübers einstellt und im direkten Duell dann besteht. Die mentale Komponente spiele dabei eine immens wichtige Rolle, weiß Martin Romig. Nicht rein das basketballerische Talent sei dann entscheidend in bestimmten Situationen, sondern der Siegeswille und auch der Erschöpfungsaspekt habe einen großen Einfluss auf das Ergebnis. "Es gibt auf jeden Fall kein Gedaddel mehr wie in der Hauptrunde, das wird jetzt immer eine ,Do-or-Die-Geschichte' (Friss oder stirb; Anm. d. Red.)." In der Serie gegen Paderborn erwartet Ingo Enskat "schnelle, offensive und attraktive Spiele", weil beide Teams "viel und gerne laufen". Die große Stärke des Gegners ist die Trefferquote. Mit im Schnitt 87,9 erzielten Punkten pro Spiel sind die Baskets die zweitoffensivstärkste Mannschaft der Liga (Crailsheim: 81,7). Und mit einer Quote von 48,4 Prozent aus dem Feld (Platz drei; Crailsheim: 44,4 Prozent) und 39,9 Prozent bei Dreiern (Platz eins; Crailsheim: 34,9 Prozent) "sensationell", wie der Merlins-Trainer anmerkt. Jeder gegnerische Spieler, selbst die Großen im Team, habe von außen einen guten Wurf. Mit Justin Stommes (17,3 Zähler; Platz sechs) und Jefferson Mason (16,5; Platz neun) sind zwei Paderborner unter den Top-Ten-Korbjägern der Pro A gelistet. Mason ist nach Auskunft von Enskat "für die Highlights zuständig und hat einen immensen Zug zum Korb". Und genau dort, unter dem Ring, könnte der große Vorteil der Merlins liegen: Während Crailsheim das reboundstärkste Team der Pro A ist (37,0), ist Paderborn das schlechteste in dieser Kategorie (31,6). "Wir müssen schauen, dass wir auf unsere Stärken vertrauen - das sind Tempo, ein starkes Innenspiel und die Physis unter dem Brett", sagt Ingo Enskat. Gestern Mittag zeigte Enskat seinen Schützlingen den Gegner übrigens noch in der Videoanalyse, am Abend stand ein Teamtraining auf dem Programm, und heute Mittag gibt es noch ein lockeres Wurf- und Taktiktraining, bevor am Abend dann die Bude brennt und das erste Play-off-Spiel in der Geschichte der Merlins steigt.
Paderborn gibt ein Kontingent von 36 Plätzen für das erste Playoff-Spiel zurück
Dabei sah es am Anfang überhaupt nicht danach aus, dass die Crailsheimer nach Ludwigsburg gekommen sind um zu gewinnen. 2 Minuten und 11 Sekunden waren gespielt und es leuchtete ein 12:0 für die Heimmannschaft auf der Anzeigetafel auf. Der schlechteste Start der Crailsheimer in der gesamten Saison zwang Headcoach Willie Young früh zu seiner ersten Auszeit. Keine "Close-outs" auf die Schützen, zu geringe Intensität in der Defense, schlechte Rotation. Darauf sollte sich Crailsheim in der Defensive fokussieren, um die leichten schon fast "geschenkten" Punkte zu verhindern. Nach der deutlichen Ansprache, trat Crailsheim mit einem spürbar anderen Selbstverständnis auf. Ab da entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der nach den ersten 10 gespielten Minuten ein 22:14 für die Gastgeber bedeutete.
Nachdem man sich bereits nach der Hauptrunde der Oberligasaison den württembergischen Titel gesichert hatte, brannten die Mannen um Trainer Michael Heck darauf sich auch den nächsthöheren, baden-württembergischen Titel zu sichern. Das gelang den Nachwuchsathleten ohne jeden Zweifel, konnte doch jeder Kontrahent mit min. 16 Punkte Korbdifferenz in die Schranken gewiesen werden.
TSV Crailsheim - PSK Karlsruhe [73:52 (43:28)]
Die erste Hürde zur Meisterschaft ging über den badischen Vizemeister PSK Karlsruhe. Auf den ersten Blick zumindest körperlich die überlegenere Mannschaft. Dadurch haben sie ??? Direkt nach dem Sprungball griff sich der quirlige Luca Möbus den Ball und brachte binnen Sekunden seine Farben in Führung. Dank einem schnellen und aggressiven Spiels nach Vorne konnten sich die Gastgeber im ersten Viertel bereits auf 26:14 absetzen. Im zweiten Viertel waren die Karlsruher jedoch gewarnt und konnten dem Druck der Crailsheimerimmer besser standhalten und fanden so allmählich zu ihrem eigenen Rhythmus. In der 9. Minute konnte der badische Vizemeister sogar bis auf 36:28 rankommen, ehe dann Pierre Kersten mit 5 schnellen Punkten keine Zweifel am Siegeswillen der Crailsheimer aufkommen ließ und so den 43:28 Halbzeitstand für die Hausherren herstellte.
Änderungen sind folgende:
Paderborn verlegt ihr erstes Heimspiel auf Mittwoch, den 11.4.2012.
Crailsheim hat Heimrecht in einem evtl. vierten Spiel.
Paderborn hat Heimrecht in einem evtl. fünften Spiel.
Die Nachricht schien bei Teilen der Spieler sichtbar angekommen zu sein, während jedoch einige Leistungsträger weiter deutlich hinter ihren Ansprüchen zurück blieben. Zur Mitte des dritten Viertels, einhergehend mit drei Spielerwechseln, schienen die Merlins dann doch ihren Lauf zu finden und es gelang den Merlins den Rückstand kurz vor Viertelende bis auf sechs Punkte zu verkürzen. In das letzte Spielviertel gehend waren die Merlins so wieder in Schlagdistanz. Die wenigen treuen Fans die sich auf den weiten Weg gen Osten gemacht haben, hatten nochmals ein bisschen Hoffnung geschöpft. Weissenfels jedoch, getragen von knapp 2000 Zuschauern, zeigte sich unbeeindruckt, hielt die Merlins auf Abstand und legte nochmals fünf Minuten vor Schluss zu, so dass die Merlins nicht mehr weiter am Sieg schnuppern konnten und letztlich verdient mit einer 75:60 Niederlage die Heimreise antreten mussten. Coach Enskat: "Wir müssen nun schnellstens zu unserem Teambasketball zurückkommen. Das Ego des Einzelnen muss dazu in den Hintergrund treten und der Erfolg der Mannschaft dafür wieder zur unumstrittenen Nummer 1 im Team werden, um in den Playoffs als Crailsheim Merlins bestehen zu können." Manager Romig: "Einige unserer Bankspieler haben vorgelebt, wie eine Mannschaft agieren muss. Die selbe Identifikation erwarten wir nun auch von unseren designierten Leistungsträgern!" Mit der Beendigung des letzten Spieltages der Hauptrunde steht nun auch der Gegner Paderborn im Viertelfinale fest. Paderborn musste im letzten Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Kirchheim antreten und gewinnen. Die Aufgabe erledigten Sie mit einem wahren Offensiv-Feuerwerk. Während die ersten zwei Heimspiele in der HAKRO Arena am Gründonnerstag (5.April 20 Uhr) und am Ostermontag (9.April 18 Uhr) feststehen, wird noch intensiv bzgl der zwei ausstehenden Auswärtsspiele und eines möglichen weiteren Heimspiels (Best of Five-Modus) mit der Paderborner Vereinsführung kommuniziert. Manager Romig: „eine unglückliche Situation für unseren Verein, der vereinbarte Modus und die vorgesehenen Rahmentermine werden dadurch komplett ausgehebelt. Für uns ein klarer Nachteil.“ Trotz allem gilt es das Beste aus dieser verfahrenen Kiste zu machen. Romig: „Beide Clubs sind in Kontakt und streben eine schnelle Lösung an. Wir werden in den nächsten Stunden Paderborn einen Vorschlag unterbreiten, der bestmöglichst die Interessen unserer Spieler, mitreisenden Fans sowie die wirtschaftlichen Faktoren berücksichtigen. Sollte keine einvernehmliche Lösung zustande kommen wird die Ligaleitung eine Entscheidung vornehmen. Karten für die Spiele sind ab sofort und vergünstigt im Vorverkauf online unter www.reservix.de und in den Vorverkaufsstellen TC Buckenmaier und Extrascharf_dieLounge erhältlich.
Nach dem 82:81-Zittersieg gegen Heidelberg haben sich die Crailsheim Merlins das Heimrecht in der ersten Play-offrunde gesichert. Sie gehen mit Platz vier in die Nachsaison, die an Ostern beginnt.
Joachim Mayershofer
Noch nie in seiner Karriere dürfte Christoph Tetzner so froh gewesen sein, dass er einen Freiwurf nicht getroffen hat. Beim Stand von 81:81 und noch 1,9 Sekunden Spielzeit auf der Uhr ging der Flügelspieler an die Linie, mit der Vorgabe von Trainer Ingo Enskat, den ersten Freiwurf zu treffen und den zweiten absichtlich zu verwerfen. Weil Heidelberg keine Auszeit mehr hatte und so nur mit einem absoluten Glückswurf aus der eigenen Hälfte hätte treffen müssen. Den Plan setzte Tetzner "dankenswerterweise" auch so um. Weil Düsseldorf gleichzeitig gegen Paderborn gewann, steht nun fest, dass Crailsheim in der ersten Play-offrunde auf jeden Fall Heimrecht hat. Das erste Spiel findet am Gründonnerstag statt, das dritte am Ostermontag (beide 20 Uhr), dazwischen geht es am Ostersamstag auswärts ums Weiterkommen im Modus "Best of Five". Gegen wen, ist vor dem abschließenden Spieltag noch nicht geklärt.
Sicher ist nur, dass eine deutliche Leistungssteigerung her muss, um in den Play-offs zu bestehen. "So wie wir heute gespielt haben, gewinnen wir da nicht viele Spiele", kritisierte Enskat seine Mannschaft, "die Fehler an Fehler gereiht hat. Wir haben heute viel Glück gehabt!" Besonders knapp elf Sekunden vor Schluss, als nach einem Luftkampf der Ball plötzlich gen Boden gedrückt wurde, sich wie ein Flummi in die Luft erhob und zur Überraschung aller im Korb landete. "Dass der blöde Ball da irgendwie hoch- und reinspringt" sei Wahnsinn, dieses "freaky play", so USC-Trainer Uwe Sauer, habe seine Mannschaft mit um den verdienten Sieg gebracht. Der wäre im Kampf um die Play-offs für die Gäste immens wichtig gewesen, weil Düsseldorf, ein Konkurrent um Platz acht, eben gegen die Webmoebel Baskets locker siegte, was den Heidelberger Coach auf die Palme brachte. "Es ist echt beschämend, wie die Paderborner ihre Spiele zuletzt abschenken!" Den Crailsheimern wünschte Uwe Sauer für die Playoffs alles Gute und hatte auch noch ein dickes Lob parat: "In der Atmosphäre zu spielen, das ist auch als Gegner toll."
Dass es Heidelberg verdient gehabt hätte zu gewinnen, dem pflichtete auch Ingo Enskat bei. Den einzigen richtigen Fehler der ersatzgeschwächten Gäste, die nur mit sieben Mann angereist waren, habe sein Team zum Sieg genutzt. Nach gutem Beginn (11:2) habe seine Truppe nach drei guten Minuten "geistig irgendwie abgeschaltet" und den USC so wieder ins Spiel gebracht. Seine Mannschaft sollte sofort Druck machen und hohes Tempo gehen. Doch lediglich vier Punkte aus schnellen Gegenangriffen erfasste die Statistik am Ende. Es entwickelte sich erneut ein ausgeglichenes Spiel, bei dem es ständig hin und her ging. 16-mal wechselte die Führung während der 48 Minuten zwischen den Teams, 14-mal hieß es Unentschieden. Lediglich bei den Rebounds hatte Crailsheim eine deutliche Überlegenheit zu verzeichnen (47:29), was selbst Ingo Enskat "gefühlt so nicht erwartet" hatte.
Spieler des Spiels bei den Merlins war Joe Buck, der 64 Prozent aus dem Feld traf und dazu sieben Rebounds holte. Der Center stauchte dazu Mitspieler Mark Hill im dritten Viertel einmal ordentlich zusammen, dass dieser ihm nicht geholfen hatte in einer Situation. Die Konsequenz: Im letzten Viertel netzte Hill zwei wichtige Dreier ein. Enttäuschend verlief die Partie dieses Mal für Billy Baptist, der nur auf vier Zähler kam, und viele leichte Fehler beim Passen und Fangen machte. Auf Seiten der Gäste waren Jerrel Williams (24) und Sanijay Watts (21) die besten Punktesammler, unterstützt von Clint Sargant, der den Dreier zum 81:81 6,2 Sekunden vor Schluss versenkte. Auch hier kritisierte Ingo Enskat seine Mannschaft, dass sie bei drei Punkten Vorsprung nicht gefoult hatte und so nur zwei Freiwürfe gegen sich gehabt hatte. Für die Play-offs gilt es, aus diesen ganzen Fehlern schnell zu lernen. Das letzte Vorrundenspiel gegen den MBC am Samstag ist der erste Test für die Play-offs.
Vor dem Pro-A-Spiel war übrigens die U 16 der Merlins aufs Spielfeld gerufen worden. Die Jungs um Trainer Michael Heck hatten sich am Nachmittag die baden-württembergische Meisterschaft in ihrer Klasse gesichert. In einem echten Endspiel um die Landeskrone wurde der Nachwuchs des USC Heidelberg 71:55 bezwungen, nachdem zuvor schon die PSK Karlsruhe (73:52) und die Spvgg Möhringen (72:56) geschlagen worden waren.
Merlins - Heidelberg 82:81 (41:42) - Viertel: 21:19, 20:23, 20:19, 21:20
Merlins: Baptist (4 Punkte), Buck (14/7 Rebounds), Stohl (15/5 von 10 Dreiern), Cook (6), Hill (12), Webb (9), Tetzner (3), Dunbar (7), Sivorotka (2), Obiango (2), Lischka (8/6), Kling
Heidelberg: Watts (21 Punkte/6 Rebounds), Williams (24/7), Sargent (14), Schoo (8), Komarek (6), Barth (5), von Vintel (3) Die Spiele am letzten Spieltag (Samstag, 31. März, alle 19.30 Uhr): Mitteldeutscher BC - Crailsheim, USC Heidelberg - Ehingen/Urspringschule, BG Leitershofen/Stadtbergen - Saar-Pfalz Braves, ETB Baskets - Nürnberger BC, Cuxhaven BasCats - BG Karlsruhe, VfL Kirchheim - Baskets, Jena - Giants Düsseldorf; spielfrei: BV Chemnitz
Im letzten Heimspiel der Hauptrunde und dem vorletzten Spiel der Saison kämpfen die Merlins verbissen um den vierten Tabellenplatz der dann letztendlich den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde bedeuten würde. Spielbeginn ist heute um 18 Uhr, Einlass ab 16:45 Uhr. Karten sind vergünstigt im Internet (www.reservix.de) sowie am verkaufsoffenen Sonntag auch an den Vorverkaufsstellen beim TC Buckenmaier sowie beim EXTRASCHARF_dieLounge erhältlich. Nutzen Sie den Vorverkauf und vermeiden Sie Wartezeiten an der Abendkasse!
Das ging schnell. Zum vorerst letzten Mal spielen die Basketballer von Erdgas Ehingen/Urspringschule morgen Abend von 18 Uhr an auf dem Parkett der Längenfeldhalle. Fans des körperlosen Sports müssen sich danach bis zum Herbst gedulden. Erst dann starten die Teams der zweithöchsten Spielklasse im deutschen Basketball in die neue Runde: mit ihnen natürlich auch die Steeples, die sich in ihrer ersten Saison bereits bestens in der Pro A etabliert haben. Die morgige Partie gegen den BV Chemnitz 99, derzeit Tabellenvierter, soll deswegen vor heimischem Publikum der Abschluss einer glänzenden Spielzeit werden - ehe sich die Steeples am kommenden Wochenende in Heidelberg endgültig aus der Saison verabschieden. In erster Linie geht es darum, nochmal zwei gute Spiele zu zeigen. Die Playoff-Chancen der Steeples sind nämlich nur noch theoretischer Natur. "Ich hoffe, wir können die Fans mit einem großen Sieg für ihre Unterstützung während der ganzen Saison belohnen", sagt Kapitän Virgil Matthews, der noch auslotet, ob er im Herbst für eine dritte Saison an die Donau kommt. Das Management hätte nichts dagegen. Rein sportlich wird es morgen Abend ein sehr schweres Spiel für die Ehinger, die zwar schon oft bewiesen haben, dass sie in der Längenfeldhalle wirklich jede Mannschaft schlagen können, allerdings waren sie zuletzt bei der 66:76-Niederlage in Jena nicht ganz auf der Höhe. Zusätzlich ist Chemnitz ein starker Gegner, der von seinen letzten zehn Spielen gleich sieben gewinnen konnte. "Das ist eine sehr ausgeglichene Truppe, die kompakt spielt und nicht umsonst punktgleich mit den tabellendritten Kirchheimern auf Rang vier steht", sagt Steeples-Trainer Ralph Junge vor der morgigen Partie. Das Hinspiel bei den 99ern Mitte Dezember verloren die Ehinger deutlich mit 52:64 (28:41). Kapitän Matthews war damals mit elf Punkten bester Werfer der Steeples, die nur ein Drittel ihrer Feldwürfe und gerade Mal die Hälfte ihrer Freiwürfe trafen. Der effektivste Spieler der Chemnitzer war US-Aufbauspieler Gary Johnson mit sieben Punkten, sechs Rebounds und acht Assists. Johnson ist auch aktuell der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Chemnitzer. Der 1,88-Meter Mann liefert dabei einen ganzen Packen an interessanten Statistiken. Seine 16 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists pro Spiel sind schon aller Ehren wert. Dazu klaut er seinen Kontrahenten in jeder Partei durchschnittlich auch noch fast zweimal den Ball. Damit ist er der zweitbeste Balldieb der Pro A. Liga-Spitze ist er bei den versuchten Drei-Punkte-Würfen. Bereits 169 Mal zielte Johnson von "draußen" auf den Korb - das heißt, er lässt den Ball fast sieben Mal pro Spiel aus der Distanz fliegen: und das, obwohl seine Trefferquote von 27 Prozent aus dieser Entfernung alles andere als gut ist. Es scheint, als wäre Chemnitz schlicht auf Johnsons Präsenz angewiesen. So steht der Guard im Schnitt über 37 Minuten pro Spiel auf dem Parkett, was mit Abstand der höchste Wert der Liga ist. Neben Johnson scort bei den Chemnitzern einzig sein Aufbau-Partner Ishizaki Takumi (14 Punkte pro Spiel) zweistellig. "Johnson und Takumi sind die, die in Chemnitz die Offensive ausmachen - ansonsten ist die Mannschaft insgesamt sehr ausgeglichen", sagt Junge. Für den Steeples-Coach geht es morgen neben dem Sportlichen besonders darum, die Heimspielsaison mit einem tollen Abschluss zu krönen: "Die Saison war jetzt doch ruck-zuck vorbei - wir wollen uns und besonders die Fans mit einem richtig guten Spiel für die tolle Spielzeit belohnen", sagt Junge, der weiter über den Saisonverlauf meint: "Absolut sensationell - wir haben als Aufsteiger und zum Teil unter großen Verletzungssorgen mit Weißenfels, Crailsheim und Kirchheim die drei absoluten Spitzenteams der Liga geschlagen und dass, nachdem uns alle Experten vor der Saison als klaren Abstiegskandidaten gesehen hatten." Traditionellerweise wird es morgen wieder die Verabschiedung der Urspringer Abiturienten im Steeples-Kader geben. Neben Kevin Bright, der kommende Saison in den USA für die Vanderbilt University auf Körbejagd gehen wird, werden auch Sid-Marlon Theis, Malo Valérien und Julius Wolf verabschiedet. Letzterer wird wohl kommende Saison wieder in Deutschland spielen. "Bei Sid und Malo tüfteln wir gerade die bestmöglichen Optionen für die kommende Saison aus", sagt Junge über seine Schützlinge. Ein nicht unwesentlicher Vorteil wird für die Ehinger morgen sein, dass sie als einziges Pro-A-Team gestern kein Spiel absolvieren mussten. Die Gäste aus Chemnitz mussten gegen die Crailsheim Merlins ran. Das Ergebnis stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Erdgas Ehingen/Urspringschule: Bright, Matthews, Vargas, Büchert, Theis, Müller, Williamson, Calvin, Diouf, Jahn. Weitere Begegnungen des 29. Spieltages: Düsseldorf - Paderborn, Kirchheim - Cuxhaven, Nürnberg - Leitershofen, Homburg - Weißenfels, Crailsheim - Heidelberg, Karlsruhe - Essen, spielfrei: Jena.
Bei einem solch knappen Ergebnis kann man dann auch nicht von einem verdienten Sieger sprechen, denn beide Teams hätten für ihr mit äußerst hoher Intensität geführtes Spiel die zwei Zähler verdient gehabt. Die Merlins fanden eigentlich ganz gut in die Partie. Einen schnellen 0:4-Rückstand drehten sie zum zwischenzeitlichen 15:6. Ihren Vorsprung bauten die Gäste bis zur Viertelpause sogar noch auf 27:16 aus. Doch danach wurde Chemnitz stärker und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten.Im dritten Viertel waren die Gastgeber einfach physisch präsenter, insbesonders auf den großen Positionen. Die Crailsheimer bekamen Foulprobleme und so kippte die Partie zugunsten der Heimmannschaft. 22:10 hieß die Bilanz des dritten Viertels und somit führte Chemnitz mit 57:51 in der letzten Viertelpause in der mit knapp 1800 Zuschauern gut gefüllten Halle. "Im vierten Viertel habe ich nochmal einige neue Leute reingebracht und das hat sich ausgezahlt. Die haben nochmal richtig Gas gegeben, vor allem Sebastian Kling", wäre die Taktik des Trainers beinahe aufgegangen. Zwischenzeitlich waren die Crailsheimer sogar nochmal in Führung. Doch in den entscheidenden letzten 90 Sekunden wollte einfach nichts mehr klappen. Zwei vergebene Freiwürfe und ein Ball, der sich vom Ring wieder raus drehte gaben letztlich den Ausschlag für eine unglückliche 66:70-Niederlage. "Wir haben in der entscheidenden Phase in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften einfach nicht die nötigen Punkte gemacht", lautet das Fazit von Merlins-Trainer Enskat. Verbesserungswürdig war zudem die Dreierquote, nur 5 von 24 fanden gestern Abend ihr Ziel, "wobei man dabei berücksichtigen muss, dass die Chemnitzer sehr intensiv verteidigt haben und meine Spieler dadurch eigentlich nie richtig frei zum Wurf kamen." Trotz der knappen Niederlage ist Enskat mit dem Auftritt seines Teams insgesamt sehr zufrieden.
- Joachim Mayershofer -
Herr Roller, wie geht es Ihnen im ersten Jahr als Basketball-Rentner? Mir geht es sehr gut, es ist eine sehr spannende Phase. Ich wollte aus der Leistungssportschiene raus für eine Saison erstmal, um zu sehen, welche Möglichkeiten es sonst noch so gibt. Ich bin zurzeit sehr umtriebig und versuche, in möglichst viele Bereiche reinzuschauen. In erster Linie ist es aber der Agenturbereich, ich bin bei einer Sportmarketingagentur gelandet. Das gefällt mir so gut, dass ich mir vorstellen kann, dass es dort weitergeht. Dazu mache ich auch bei Sport1 Sportmoderationen als Co-Moderator. So kann ich mit der Basketballszene und alten Bekannten in Kontakt bleiben und mir viele Spiele ansehen. Und bei meinem alten Klub Fraport Skyliners mache ich auch noch zwei Projekte, eines in der Projektleitung und eines als Botschafter. Was vermissen Sie seit Ihrem Rücktritt am meisten am aktiven Sport? Ich vermisse das Sporttreiben an sich. Ich werde oft gefragt, ob es nochmal kribbelt, wenn ich speziell Spiele der Frankfurter anschaue. Das ist nicht der Fall. Aber ich muss mir eingestehen, dass ich doch viel und gerne hart trainiert habe. Dazu komme ich fast gar nicht mehr, weil meine Tage mittlerweile doch gut ausgefüllt sind. Haben Sie, wie viele Leistungssportler, die ihre Karriere beendet haben, dann schon ordentlich zugelegt? (Lacht) Ich bin momentan wohl noch in der Phase, in der ich Muskelmasse verliere und Fett dazubekomme, deswegen hält sich das Gewicht noch die Waage. Meine Frau schimpft schon ordentlich, ich soll mehr machen. Aber mein Bauchansatz ist, glaube ich, noch moderat. Was war denn der schönste Moment in Ihrer Karriere? Den einen schönsten sportlichen Moment zu definieren, ist sehr schwer. Da waren so viele tolle Sachen dabei. Das, was der Sport mir insgesamt mitgegeben hat, das nehme ich jetzt viel intensiver wahr. Meine Einstellung zum Beispiel: Wenn ich etwas mache, dann muss ich es richtig machen, um erfolgreich zu sein. Ich muss als Team-Spieler funktionieren. Ich muss Disziplin an den Tag legen, auf meinen Körper und meine Ernährung achten. All diese Sachen, die der Leistungssport mit sich bringt, haben mich geprägt, seit ich ein Kind war, und werden auch in Zukunft mein Leben prägen. Darüber bin ich sehr froh. Es sind also weniger einzelne sportliche Highlights in der Reflektion. Was glauben Sie denn, wie es nach der goldenen Generation um Dirk Nowitzki mit dem deutschen Basketball weitergeht? Aufgrund der Aufhebung der Ausländerbeschränkung sind sicherlich ein paar Jahrgänge verloren gegangen, bis die Liga und die Teams erkannt haben, dass Identifikation, aber vor allem auch der deutsche Nachwuchs extrem wichtig ist für das Produkt Basketball in Deutschland. Jetzt kommen, glaube ich, ein paar starke Jahrgänge nach, die es schaffen können, Deutschland international im Herrenbereich unter den Top 8 zu halten und in guten Jahren eventuell auch den Sprung in die Top 6 oder Top 4 schaffen können. Da bin ich frohen Mutes, dass die Talente, wenn sie Spielzeit bekommen und Erfahrung sammeln können, sich international zu guten Spielern entwickeln werden. Allerdings werden wir in der Spitze nicht unbedingt wieder einen Dirk Nowitzki produzieren, aber da sind wir uns wohl alle einig, dass Dirk eine Ausnahmeerscheinung ist. Werden wir etwas lokaler: Was hat Sie eigentlich am Donnerstag nach Crailsheim verschlagen? Wie mir Martin Romig gesagt hat, haben wir mit der A-2-Nationalmannschaft hier mal ein Länderspiel gehabt. Daran konnte ich mich aber nur noch sehr vage erinnern. Wie ich mir habe sagen lassen, war das auch noch in der alten Halle. Aber ich gehe mal fest davon aus, dass wir das Spiel gewonnen haben (lacht). Das war für Martin Romig wohl der‚ Anknüpfungspunkt. Er hat mich einfach angerufen, ob ich mir vorstellen kann, hier mal wieder herzukommen. Ich fand das, was ich mir habe schildern lassen und was heute Abend hier passiert ist gut, und habe die Einladung dann gerne angenommen. Am Sonntag gastiert zufällig Ihr Heimatverein USC Heidelberg in Crailsheim. Verfolgen Sie die Pro A eigentlich? Ich verfolge sie jetzt viel intensiver, als ich es zu meiner aktiven Zeit getan habe. Zu Düsseldorf und zu Murat Didin habe ich ja einen gewissen Bezug (Anm. d. Red.: Didin war lange Trainer in Frankfurt). Das interessiert mich jetzt auch mehr, und ich habe auch mehr Zeit, mich damit auseinanderzusetzen. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Strukturen unterhalb der Bundesliga entwickeln, weil mir generell etwas am deutschen Basketball liegt. Aus eigener Erfahrung: Wie wichtig ist das Heimrecht in den Play-offs? Ich glaube, für Crailsheim ist das Heimrecht sehr wichtig. Umso mehr, weil sie es selbst ja so kommunizieren. Ich glaube, sie könnten sich auch selber den Druck etwas nehmen, wenn sie dies nicht so explizit machen würden. Aber das kommt auch mit der Erfahrung. Die Crailsheimer wissen um ihre Heimstärke und auch um die Einzigartigkeit ihrer Halle. Der Druck kann aber auch gar nicht schaden, wenn man weiß, dass man zu Hause gewinnen muss und nicht locker lassen darf. Das kann noch mal das letzte Quäntchen herauskitzeln, das man braucht für die Play-offs. Es geht aber auch ohne Heimvorteil, es gab in der Bundesliga schon Halbfinals mit den Plätzen sechs, sieben und acht. In den Play-offs wird hier eine besondere Atmosphäre entstehen. Für den Fall der Fälle: Könnte sich ein kleiner Standort wie Crailsheim in der Bundesliga überhaupt etablieren? Der Abend heute hat dem Klub, den Partnern und den Sponsoren gezeigt, dass man dahinter stehen kann, soll und muss. Was ich mitbekommen habe, wie Crailsheim plant, das ist einfach gut und durchdacht. Es steht und fällt nicht mit dem kurzfristigen Erfolg. Man ist jetzt schon lange in der Pro A und sollte auch die Vision haben, sich in der ersten Liga irgendwann zu etablieren. Die Regionalität kann gerade ein Vorteil sein, davon könnte so ein Klub leben. Quakenbrück lebt genau dadurch. Nur ist bei Quakenbrück ein Mäzen im Hintergrund aktiv. Hier ist man schon einen Schritt weiter. Man hat ganz viele Partner im Boot, die, wenn sie langfristig denken, auch in der Lage sind, den Klub in der ersten Liga zu tragen. Man hat hier gesehen, dass man weiterdenken muss. Die BBL hat die Auszeichnung des beliebtesten Spielers nach Ihnen benannt. Wie empfinden Sie diese Ehre? Das ist ein ganz großes Kompliment. Auch wenn ich das nicht missverstehen will und hoffe, dass ich immer ein kompetitiver Spieler war. Dass die Liga diesen Schritt geht, ist etwas ganz Besonderes. Das ist wieder so ein Punkt, den ich vielen Leuten versucht habe zu erklären: Man bekommt eine Medaille, das ist sicherlich toll. Aber bei einer Meisterschaft geht es in erster Linie darum, dass man sich in den Annalen verewigt. Das kann man Jahre später noch recherchieren. Das wiegt für mich viel schwerer. Die Medaille hängt irgendwo im Schrank oder verstaubt. Dieser Award wird jedes Jahr verliehen, das hat mich schon sehr beeindruckt.
geboren am 20. November 1976 in Heidelberg, 1,80 Meter, Point Guard
Vereine: USC Heidelberg, TV Langen, SV Tübingen, USC Freiburg, Skyliners Frankfurt, Angelico Biella, Skyliners Frankfurt
122 Länderspiele für Deutschland
Erfolge: Deutscher Meister 2004, Deutscher Pokalsieger 2000, WM-Bronze 2002, EM-Silber 2005, Olympiateilnahme 2008; sieben Mal Allstar, Spieler des Jahres 2004, Most Likeable Player 2010; Trikot mit der Nummer 11 wird in Frankfurt nicht mehr vergeben.
Basketball - Pro A. Nach einem spielfreien Wochenende stehen jetzt für die Crailsheim Merlins zwei Partien auf dem Terminplan: heute auswärts gegen Chemnitz (19.30 Uhr) und am Sonntag daheim gegen Heidelberg (18 Uhr).
An das Heimspiel gegen Chemnitz haben die Merlins keine guten Erinnerungen: Gästespieler Ishizaki Takumi traf in der regulären Spielzeit mit der Schlusssirene einen umstrittenen Dreier zum Ausgleich ins Netz, nach Verlängerung stand dann eine 90:92-Niederlage zu Buche. Als "eines der absoluten Highlights" der Saison wird dieser Sieg im Vorbericht auf die heutige Partie auf der Homepage der Chemnitzer betitelt. Überragender Gästeakteur war im Dezember Gary Johnson, dem mit 27 Punkten, 14 Rebounds und zwölf Assists das einzige Triple-Double der bisherigen Pro-A-Saison gelang. Der Wirbelwind auf der Spielmacherposition ist der wichtigste Spieler bei den Sachsen, die wie die Merlins 32 Punkte auf dem Konto, aber bereits ein Spiel mehr absolviert haben, und derzeit auf Platz vier in der Tabelle liegen. Sollten die Crailsheimer Korbjäger heute also auswärts gewinnen, ist man dem Ziel Heimrecht in der ersten Play-off-Runde (bis Platz vier) schon ein großes Stück nähergekommen. Merlins-Manager Martin Romig spricht deshalb von "Big Points", die es zu ergattern gilt, und verweist auf die Statistik. Man müsse sich nur ansehen, "wie viele Spiele wir daheim gewinnen, dann ist klar, wie wichtig der Heimvorteil ist". Nicht zu vergessen sei natürlich auch der finanzielle Aspekt. Das Duell auf Augenhöhe in Chemnitz werde "eine haarige Angelegenheit" - aufgrund des Kampfs ums Heimrecht und der Brisanz des Vorrundenspiels. Romig: "Eine klare Fehlentscheidung, der Wurf war nach der Sirene. Wir haben da zu Unrecht verloren. Das sind zwei Punkte, die uns jetzt fehlen!" Die Sachsen haben nach Ansicht des Managers eine der heimstärksten Mannschaften der Liga. Von 13 Partien in eigener Halle hat Chemnitz elf gewonnen. "Sie spielen oft mit einer kleinen Rotation, sind sehr routiniert", weiß Romig um die Stärke der ersten Fünf. Auffallend ist auch die gute Defensive des derzeitigen Tabellenvierten. Ty Shaw, Donald Lawson und Co. greifen sich im Schnitt 35,3 Rebounds, nur unwesentlich weniger als die Crailsheim Merlins (36,2). Bei der Trefferquote aus dem Feld liegen die Chemnitzer mit 43,9 Prozent allerdings auf dem letzten Rang im Ligavergleich. Spitzenreiter in dieser Wertung ist übrigens der USC Heidelberg mit 50,8 Prozent, gegen den die Merlins dann am Sonntag (18 Uhr) spielen. Das letzte Heimspiel der regulären Saison kann dann vielleicht schon etwas beruhigter angegangen werden, wenn mit Können - und etwas Glück - Platz zwei, drei oder vier bereits gefestigt ist. Die weiteren Partien heute: USC Heidelberg - Saar-Pfalz Braves, Mitteldeutscher BC - Nürnberger BC, Cuxhaven BasCats - Gloria Giants Düsseldorf, webmoebel Baskets - Science City Jena, BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen - BG Karlsruhe, ETB Wohnbau Baskets - VfL Kirchheim Knights, spielfrei: Erdgas Ehingen/Urspringschule.
Nach ausgeglichenem Start (11:9; 5te Minute) zeigte sich schnell, dass die Hausherren den Merlins an diesem Abend mehr als nur Paroli bieten würden, um ihre letzte Chance auf eine Playoff-Teilnahme zu wahren. Dazu kamen drei schnelle Fouls des zuletzt so starken Darryl Webb, die dieser in der ersten Halbzeit in nur vier Minuten Einsatzzeit von den Schiedsrichtern zugewiesen bekam und so nie recht ins Spiel finden konnte. Überhaupt erwiesen sich die Crailsheimer Leistungsträger als nicht energisch genug. Zu oft reagierte man nur, statt selbst das Spiel zu bestimmen und vergab dazu noch reihenweise einfache Wurfmöglichkeiten in Brettnähe. Dementsprechend lag Ehingen immer leicht vorn und ging so auch gerecht mit einer knappen 40:34 in die Halbzeitpause.
Die Halbzeitansprache von Coach Enskat war klar. Bei nur 9 von 27 Treffern auf dem Spiel heraus, musste mehr Wert auf ein Miteinander auf dem Feld gelegt werden, statt mit Einzelaktionen einen Korb erzwingen zu wollen. Dazu packten die Merlins erneut beim Rebound nicht richtig zu und lagen auch in dieser wichtigen Statistik mit fünf Abprallern im Hintertreffen.
Das dritte Viertel ließ jedoch zunächst eine Wendung noch vermissen. Mit 55:42 lag man in Minute 28 zurück, bevor dann plötzlich nach einer weiteren Merlins Auszeit ein Ruck durch die Mannschaft ging. Erneut appellierte Enskat an sein Team die Intensität zu erhöhen und mit einem mal zeigten die Merlins ihr anderes Gesicht, das sie in dieser Saison so weit nach oben getragen hatte. Mit Schnelligkeit und aggressiver Verteidigung wurde der Rückstand bis zur letzten Viertelpause zunächst wieder in den einstelligen Bereich verkürzt. Und die Merlins blieben dran. Immens wichtig war in dieser Phase die Einwechslung von Mark Hill und Jeremy Dunbar, die sich hauptsächlich für den agileren Auftritt der Merlins verantwortlich zeigten. Plötzlich wurden Bälle gewonnen und mit schnellen Spiel in einfache Körbe umgemünzt. Kurz vor Ende der Spielzeit war man wieder in Schlagweite und konnte sogar zum 65:66 in Führung gehen. Ehingen konterte mit einem Dreier zum 68:66, doch erneut konnte Mark Hill im Gegenzug zum 68:68 ausgleichen und so die Merlins in die Verlängerung schicken.
„Kompliment dafür, dass die Jungs in dieser schwierigen Situation bei einem dreizehn Punkte Rückstand Charakter gezeigt haben.“, lobten so Coach und Manager im Anschluss unisono. Auch dass viele der Bankspieler in diesem Spiel die richtige Intensität brachten, zeigt für schwierige Aufgaben in der Zukunft weitere Optionen auf. Die Verlängerung blieb eng. 77:75 führte Ehingen eine Minute vor Ablauf der Extrazeit, als die Merlins einmal leicht vergaben und im Gegenzug direkt bestraft wurden. Mit nun vier Punkten Rückstand musste gefoult werde, doch der Gegner verwandelte sechs seiner letzten acht Freiwürfe. Zwar verkürzte Jared Stohl zwanzig Sekunden vor Ende mit drei Freiwürfen seinerseits noch einmal auf 81:78, doch der folgende Ehinger Korb besiegelte kurz darauf die Crailsheimer Niederlage und den Riss der zuletzt so erfolgreichen Serie.
„Heute können wir den eingewechselten Spieler keinen Vorwurf machen; dort wurde viel Energie aufs Feld gebracht. Die gleiche Intensität hätten wir heute jedoch auch von unseren Leistungsträgern gebraucht. Im Endeffekt können wir uns an die eigene Nase fassen, dass wir zu lange das Feuer haben vermissen lassen!. Diesen Mangel und unsere Schwäche im Abschluss müssen wir gerade im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben dringend abstellen.“, fasste so Coach Enskat am Ende noch einmal einige der entscheidenden Aspekte des Spiels zusammen. Nun steht für die Merlins ein spielfreies Wochenende vor der Tür, worauf es gleich im Anschluss an einem Doppelspieltag 23./25. März zunächst in den Osten zum Topteam aus Chemnitz geht, um dann am Sonntag die um die Playoffs kämpfenden Heidelberger zu empfangen. Die nächsten dicken Brocken für die Merlins, bevor es dann zum Highlight der Saison in die Playoffs geht.
Mit der Partie zwischen Ehingen und den Crailsheim Merlins steht am Samstag, 19.30 Uhr, ein weiteres Lokalderby auf dem Programm. Dazu machen sich erneut zahlreiche Crailsheimer Fans auf den Weg in die erweiterte (Liga-)Nachbarschaft. Von zwei Kleinbussen ist bislang die Rede. Dazu wird sich die eine oder andere individuelle Fahrgemeinschaft ergeben. "Seit dem Pro-B-Aufstieg hat sich zwischen beiden Seiten eine intensive Fanfreundschaft ergeben, wodurch die Gruppen, die jeweils auch nach auswärts mitfahren, deutlich größer sind - eine gute Sache", unterstreicht Martin Romig für die Crailsheimer Seite. Selbst wenn Derbys bekanntermaßen eigenen Gesetzen unterliegen, können sich die Merlins mit breiter Brust auf den Weg nach Ehingen machen. Und das nicht nur, weil sie zwischenzeitlich auf den zweiten Tabellenplatz geklettert sind. "In den entscheidenden Phasen sind wir nicht auseinandergefallen, sondern haben über 40 Minuten lang gekämpft, auch in der Defense", erinnert sich Martin Romig gerne an die Vorwoche zurück. "Und", hebt der Manager weiter hervor, "es ist viel Energie von der Bank gekommen. Das gilt sowohl für Mark Hill und seine neue Rolle, in der er aber auf fast gleich viele Minuten kommt, wie bisher, als auch für Blanchard Obiango oder Jeremy Dunbar, der aufsteigende Form zeigt". Gastgeber Ehingen kämpft derzeit noch um einen Play-off-Platz. Momentan ist das Team zwar draußen, doch bei der Ausgeglichenheit der Liga ist für den Zwölften - bei nur zwei Punkten Rückstand auf Rang acht - noch längst nicht aller Tage Abend. Ehingen ist sicher nicht mehr die reine Nachwuchsmannschaft vergangener Tage, verfügt mit Andreas Büchert (2,06 Meter) über einen erstligaerfahrenen Center. Zudem steht ein routiniertes Trio von Amerikanern im Team. Dazu gesellen sich die nationalen Auswahltalente der Altersklassen U 18 und U 20. Zuletzt unterlag das Team mit seinem langjährig dort tätigen Trainer Ralph Junge bei den abstiegsbedrohten Saar-Pfalz Braves. Im Crailsheimer Lager war Sebi Kling vergangene Woche krank. Sein Einsatz ist fraglich. Antonis Sivorotka plagt sich mit Rückenschmerzen herum.
PM Crailsheim Merlins
Vierzig Fans hatten sich dabei auf den Weg in den Osten der Republik gemacht und sahen ein von Beginn an spannendes und intensives Spiel. Schienen im ersten Viertel beim 29:25 für Jena noch beide Teams ihr Heil im Angriff zu suchen, so entwickelte sich das Spiel im weiteren Verlauf immer mehr zur hochklassigen Abwehrschlacht. Mark Hill war es hierbei auf Crailsheimer Seite, der mit viel Energie sein Team auf die richtige Spur brachte. Coach Enskat: Mark war heute ein echter Energizer und damit einerr der wichtigsten Schlüssel zum späteren Sieg. Neben Hill war es in dieser Phase vor allem Joe Buck, der immer mehr für die notwendige Stabilität in der Zone sorgte. Zwar blieb Jena immer leicht vorne, doch schafften es die Merlins in Schlagweite zu bleiben und schliesslich mit der Halbzeitsirene durch einen Dreier von Aaron Cook das Spiel zum 51:51 auszugleichen.
Vor allem die 24:10 Rebounds zun Gunsten von Jena stiessen Enskat jedoch unangenehm auf und so nahm der Crailsheimer Coach seine lange Garde in der Halbzeitansprache in die Pflicht sich deutlich intensiver in die Schlacht unter den Körben zu werfen. Ein wichtiger Schlüssel zum Sieg, wie sich später herausstellte, erarbeiteten sich die Merlins fortan mehr zweite Chancen und belohnten sich so für ihren starken Einsatz.
Doch auf der anderen Seite gab Jena nie auf, erhöhte selbst den Druck und so blieben beide Teams bis in die Schlussphase in direktem Kontakt. Wie aber schon in den letzten beiden Spielen agierten die Merlins in den entscheidenden Spielminuten durchweg abgeklärt. Einmal mit 85:89 mit mehr als einem Korb in Führung, stand man nun sehr solide in der Abwehr, während vorne Obiango, Cook und Baptist mit verwandelten Freiwürfen den Vorsprung hielten und so den vielumjubelten 93:98 Endstand herstellen konnten.
"Ein echter Vorgeschmack auf die Playoffs!", waren sich so Coach Enskat und Manager Romig einig, wo genau solche Aufgaben auf die Merlins warten werden. "Die Jungs haben gezeigt, dass sie in entscheidenden Phasen füreinander da sind. Ein positives Signal."
Trotz des tollen Ergebnisses und des Erreichens der Playoffs wird es kein langes Durchschnaufen für die Crailsheimer geben. Gleich nächstes Wochenende geht es wieder auf die deutschen Strassen zum Auswärtsspiel nach Ehingen. Eine nicht minder schwierige Aufgabe und die nächste Möglichkeit, die eigene Position für die Playoffs zu festigen.
Es spielten: Hill (20 Punkte), Baptist (10), Obiango (2), Stohl (2), Webb (13), Buck (17), Sivorotka, Lischka, Dunbar (8), Tetzner (1), Cook (25)
Mit dem Heimsieg gegen die Saar-Pfalz Braves haben die Crailsheimer Basketballer das Ticket für die Play-offs so gut wie in der Tasche. "Auch wenn es rechnerisch relativ unrealistisch ist, noch rauszufliegen, wäre es natürlich besser, wenn wir noch weitere Siege holen würden. Auch für das Selbstvertrauen eines jeden Akteurs ist es wichtig, mit guten Spielen in die Play-offs zu gehen", betont Merlins-Coach Ingo Enskat. Den Umstand, dass die Crailsheimer jetzt nur noch ein Heim-, dafür aber vier Auswärtsspiele vor der Brust haben, beurteilt der Merlins-Coach durchaus nicht negativ. "Damit können wir schon mal den schwierigen Ernstfall testen, mit dem wir in den Play-offs auch rechnen müssen - nämlich auswärts erfolgreich zu bestehen. Dann weiß jeder gleich, woran er ist." Von weitergehenden Spekulationen bezüglich der möglichen Konstellation in den Play-offs hält Enskat zur Stunde wenig. Zu unklar ist die Situation in der Tabelle, zu eng liegen die Mannschaften beieinander. "Natürlich wäre es schön, wenn wir unter die ersten vier kämen und dann mit einem Heimspiel in die Play-offs starten könnten. Zumal unsere Heimspiele immer tolle Events sind. Aber natürlich möchte jeder diesen Heimvorteil haben, und es wird bestimmt noch einen harten Kampf um die ersten vier Plätze geben." Gegen Jena haben die Merlins in dieser Spielzeit eines von wenigen Heimspielen verloren. "Und das erste Viertel, in dem sie uns mit 9:29 klar dominiert haben, war vielleicht unser schlechtestes Viertel in dieser Runde", erinnert sich Enskat. "Danach", fährt er fort, "haben wir das Spiel ordentlich zu Ende gebracht und den Rest der Spielzeit sogar knapp gewonnen." Am Samstag winkt nun also das Rückspiel, wenn sich der aktuell Achte des Klassements (Jena/22 Punkte) mit dem Dritten aus Crailsheim (30 Punkte) zu messen hat. "Ich habe damals schon gesagt, dass ich Jena für eine der am stärksten besetzten Mannschaften in der Liga halte, wobei sie eher als heimstark gelten und gegen uns vielleicht ihr bestes Auswärtsspiel in dieser Saison absolviert haben". Während der Trainingswoche plagte sich Sebi Kling aus dem Kader der Merlins mit einem grippalen Infekt herum. Sein Einsatz ist eher fraglich. "Alle anderen sind so weit fit", befand Ingo Enskat. 25. Spieltag: Cuxhaven BasCats - ETB Wohnbau Baskets, Saar-Pfalz Braves - Erdgas Ehingen/Urspringschule, Science City Jena - Crailsheim Merlins, VfL Kirchheim Knights - USC Heidelberg, Gloria Gigants Düsseldorf - Mitteldeutscher BC, Webmoebel Baskets Paderborn - BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen, BG Karlsruhe - BV Chemnitz 99. Spielfrei: Nürnberger BC.
Ein neues Projekt haben sich die Crailsheim Merlins und Jugendtrainer Benjamin Schweigert im Sommer auf die Fahnen geschrieben und der Plan sah folgendermaßen aus: Gezielt nahmen die Basketballer Kontakt mit heimischen Schulen auf, um mit ihnen im Bunde, Kinder nicht nur basketballspezifisch, sondern sportlich breit auszubilden, koordinativ und kognitiv zu schulen. Mit im Boot sind derzeit fünf Grund- und eine Hauptschule. Um die 120 Kinder besuchen regelmäßig die Übungseinheiten vor Ort, einmal pro Woche etwa eineinhalb Stunden lang. Inzwischen ist ein halbes Schuljahr vorüber – Zeit also für eine erste Zwischenbilanz. „Das Projekt ist gut angenommen worden“, erzählt Benjamin Schweigert, würde sich allerdings wünschen, dass sich „ein, zwei Lehrer mehr dafür interessieren und das ein oder andere aus der AG auch mit in den Schulunterricht aufnehmen. Für mich“, resümiert der Übungsleiter, „hat sich der Einsatz voll und ganz rentiert. Ich habe aber auch gewusst, auf was ich mich dabei einlasse“, unterstreicht Schweigert, der dafür seinen Job (Bürokaufmann für Energiewirtschaft) bei den Stadtwerken auf 50 Prozent heruntergefahren hat. „Das Projekt hat sich stabilisiert. Wir verzeichnen in jeder Gruppe Zuwachs. Zum Halbjahr sind noch neue Kinder dazugestoßen, sodass wir jetzt überall solide Gruppenstärken verzeichnen können. Deshalb bin ich überaus zufrieden!“ Personell ist das Projekt mittlerweile fast schon an seine Grenzen gestoßen – oder bräuchte in Zukunft Zuwachs in Sachen Manpower. Zumal die Übungsstunden naturgemäß in einem relativ engen Zeitfenster stattfinden müssen. Dennoch hoffen die Verantwortlichen, noch weitere Schulen für ihre Idee zu gewinnen – eventuell auch außerhalb der Crailsheimer Stadtgrenzen – und denken in diesem Zusammenhang darüber nach, einen zweiten Übungsleiter mit an Bord zu nehmen. Für die gute Resonanz auf das Pilotprojekt bei Kiddies und Eltern spricht auch das Camp-Angebot (richtet sich an Kinder von fünf bis neun Jahren), das die Merlins inzwischen zusätzlich installiert haben. Ein solches Camp fand diese Woche schon zum dritten Mal statt. Aufgrund der Rekord-Teilnehmerzahl von 43 Kindern (zu den ersten Camps waren rund die Hälfte gekommen) zogen die Verantwortlichen dafür um in die Karlsberghalle. Die Trainingsinhalte der Camps „sind vergleichbar denen der Schulprojekte, werden dabei allerdings intensiver behandelt“, berichtet Benjamin Schweigert, der dabei von Thomas Szewczyk aus der zweiten Mannschaft und durch einige ehemalige Jugendspieler unterstützt wurde. Für zweieinhalb bis drei Stunden machten die jungen Sportler drei Tage lang die Karlsberghalle unsicher. Als großes Saisonfinale soll ein Turnier der fünf beteiligten Grundschulen (Geschister-Scholl-; Astrid-Lindgren-, Leonhard-Sachs-, Eichendorff- und Grundschule Altenmünster) am 23. Juni in der Hakro-Arena das Schuljahr beenden. Ein Teil der Kinder fand so viel Spaß am Basketball, dass sie inzwischen fest bei den Merlins angelandet sind und in einer zweiten U-10-Mannschaft („alles Anfänger“) ihre Körbe werfen und auch schon zwei Spiele gewonnen haben. „Mit dem Schulprojekt haben wir dieses Jahr einen neuen Schub bekommen. Wobei die Gruppenzahlen unsere Erwartungen übertreffen“, betont Merlins-Teammanager Martin Romig. „Dasselbe kann man im Prinzip über unsere Camps sagen. Wir haben jetzt das dritte veranstaltet und viele Kinder sind auch schon zum dritten Mal mit dabei.“
Sein Plan ist aufgegangen: Mit dem erhofften Erfolgserlebnis haben die Pro-A-Basketballer aus Crailsheim das Tor zu den Play-offs ganz weit aufgestoßen. Von 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit hatte der Manager - falls das Team reussieren würde - im Vorfeld gesprochen. "Na, jetzt sind es vielleicht 92 Prozent", freute er sich am Schluss mit einem Schmunzeln im Gesicht. Doch bis es so weit war, hatten die Zauberer aus Crailsheim, in der Partie unter Leitung des erfahrenen Erstliga-Schiedsrichters Jürgen Unger (mit den Assistenten Monika Pfannkuchen und Alen Vukic) ein erhebliches Stück Arbeit zu verrichten. Die Braves erwiesen sich dabei als harter Brocken und verkauften ihre Haut in der mit 1400 Zuschauern ausverkauften Hakro-Arena recht teuer. Entsprechendes Lob zollte Gästecoach Marco Amelow seinen Schützlingen für ihren couragierten Auftritt. "Für unsere Verhältnisse haben wir ein sehr gutes Auswärtsspiel absolviert. Zuletzt lief es für uns nicht so toll. Doch um eine solche Partie zu gewinnen, braucht man auch ein wenig Glück. Wenn man am Tabellenende steht, bleibt das oft aus." Schon ein Blick auf die Viertelergebnisse macht deutlich, wie knapp es zwischen dem Tabellendritten aus Crailsheim und dem Vorletzten aus Homburg zuging: plus zwei, plus eins, plus drei, plus drei steht dort zu lesen. Was in der Summe jedoch relativ komfortable neun Punkte ausmacht. Immer wieder setzten die Merlins zu kleinen Zwischenspurts an. Doch ganz egal, ob sie sechs Punkte in Folge im zweiten Viertel vorlegten, oder im Schlussabschnitt auf neun Punkte Vorsprung davonzogen - die Braves fingen sie immer wieder ein und blieben auf Schlagdistanz 81:79 (2.30 vor Ende, ehe Blanchard Obiango und Mark Hill, jeweils von der Linie, den Sack zumachten). In der Offense prägten zwei Akteure das Crailsheimer Spiel. So dass die Wahl für den Spieler des Matches an diesem Tag auch einigermaßen schwerfällt. Fast alles, was Darryl Webb im ersten Viertel mit dem Ball anstellte, geriet ihm zur Erfolgsgeschichte. 16 von 28 Merlins-Punkten sind ein beredter Beleg für diesen Umstand. Und später dann, ab dem zweiten Viertel schlug die große Stunde des Jared Stohl, der sage und schreibe sieben (!) Dreier im Ziel unterbrachte. "Nachdem wir Webb besser kontrolliert haben, fing Stohl an, von der Dreierlinie zu treffen. Er hat eine phantastische Quote aufzuweisen", musste Marco Amelow ("Glückwunsch an Crailsheim für seinen Start-Ziel-Sieg"!) schließlich auch einräumen. "Stohl hat ein tolles Spiel gemacht. Ihn kann man kaum besser verteidigen, und seine Klasse muss man dann auch anerkennen", erwies sich Amelow als fairer Verlierer. Die Dreierquote von 52:37 Prozent (!) machte dann auch, darüber waren sich auch die Coaches bei der Pressekonferenz einig, den Unterschied aus. Nicht zu vergessen in der Auflistung der Crailsheimer Leistungsträger ist an dieser Stelle freilich Joe Buck, der neben seinen elf Punkten in der Offense wichtige 13 Rebounds (die meisten im Spiel) für die Zauberer einsammelte. Bei den Gästen legte Lee Jeka, allerdings auch kaum verteidigt, in der Anfangsphase drei wichtige Dreier vor. Erik Land (Nummer 29) sorgte nach seiner Einwechslung für frischen Offensiv-Schwung und im Schlussabschnitt war der kantige Travis Reed (Nummer 11), der wiederholt über die linke Hand zum Abschluss kam, von der Crailsheimer Defense kaum zu stoppen. Merlins-Coach Ingo Enskat freute sich natürlich über den Sieg, machte aber gleichzeitig "zwei Gesichter" bei seiner Mannschaft aus. "In der ersten Halbzeit haben wir hochprozentig angegriffen und später dann engagierter verteidigt." Bezeichnend dafür das dritte Viertel (12:9), in dessen Schlussphase so gut wie gar kein Korb mehr fiel. "Da haben beide Seiten nur mehr wenig zugelassen und mit großer Intensität verteidigt." Zum Teil, ergänzte der Crailsheimer Coach weiter, "haben wir gut gespielt, dann wieder erstaunliche Böcke geschossen, nicht gegenseitig ausgeholfen, im 1:1 zu schwankend agiert. Das war heute sicherlich ein wichtiger Schritt Richtung Play-offs. Wenn wir künftig aber nach weiter oben schielen wollen, müssen wir schnellstens besser verteidigen!". Die hiesigen Fans werden die Merlins jetzt erst wieder am 25. März zu Gesicht bekommen. Dann steht gegen den USC Heidelberg das letzte Heimspiel der Hauptrunde auf dem Programm. Zuvor gehen die Zauberer jetzt dreimal in Folge auf Reisen (nach Jena, Ehingen und Chemnitz - dazwischen sind sie einmal spielfrei!) Seine Sache gut gemacht hat Daniel Feuchter als Vertreter des etatmäßigen Hallensprechers "Pimp".
Die zum Saisonbeginn hochgehandelten Saarländer erlebten einen ziemlichen Absturz. Mit qualitativ hochwertigen Neuzugängen, u.a. dem Spieler des ...Jahres 2010/2011 der PRO A Lee Jeka sowie der Scoringmaschine Rob Mckiver waren die Ziele sehr hoch gesteckt. Nach einer Durststrecke aufgrund vieler Verletzungen fanden sich die Braves ende des Jahre im Abstiegskampf wieder.
Die Verantwortlichen trennten sich von einigen Akteuren, u.a. ihrem Topscorer McKiver und wechselten den Coach aus. Nach 5 Jahren musste Nenad Josipovic seinen Hut nehmen. Nachfolger wurde Marco Amelow, der viele Jahre den BBC Bayreuth trainierte, zu der Zeit war auch Merlins-Spieler Chris Tetzner unter Amelow für Bayreuth aktiv. Nach einer sehr verhaltenen ersten Phase scheinen die Braves unter Amelow nun endlich durchzustarten, dem ersten Sieg gegen Nürnberg folgte eine knappe Auswärtsniederlage in Jena. Die Merlins sind gewarnt und werden sich entsprechend vorbereiten.
GUIDO SEYERLE
Crailsheim Wenn irgendjemand ein Demonstrationsvideo benötigt, um zu zeigen wie es aussieht, wenn ein Kaninchen Angst vor einer Schlange hat - dann muss er nur in Crailsheim nach dem Film vom Samstagabend fragen. Schon nach drei Minuten nimmt das Debakel für Hall Form an: Die Merlins 2 führen 10:2, die Flyers scheinen gar nicht anwesend zu sein. Viel zu spät attackieren sie die Gastgeber, die den Ball geschickt laufen lassen. Hall stellt sich in und um die eigene Zone. Das hat fatale Folgen. Crailsheim trifft nach Belieben von der Dreierlinie. Die Gesichter der rund 50 Flyers-Fans sprechen zur Viertelpause Bände: Es steht 21:7 für die Gastgeber. Während die 150 Crailsheimer Anhänger schon von "200" singen, also einer Haller Niederlage jenseits von Gut und Böse, sind die Haller Fans entsetzt und scheinen noch tiefer auf ihren Sitzplätzen in der Hakro-Arena zu versinken. Im zweiten Viertel wird es nicht besser. Crailsheim spielt mindestens eine, eher zwei Klassen besser: schnell, aggressiv, leichtfüßig. Der auffälligste Haller ist der wild gestikulierende Co-Trainer Jurica Puljic. Wobei man das "Co" nach den Eindrücken vom Samstag wohl vergessen kann. Er ist der Chef. Radovan Cavlin, der auf dem Spielberichtsbogen als Trainer genannt wird, macht auf dem Feld nur das, was Puljic sagt. Von einem Meinungsaustausch ist während des Spiels nichts zu sehen. Crailsheim wechselt fleißig seine Spieler durch und spart dadurch Kraft, was sich Hall erst gar nicht erlauben kann. Die Flyers haben nur neun Spieler mitgebracht, wovon nicht einmal eine Handvoll Regionalliga-Niveau hat. Ein Totalausfall in der Offensive ist Pierre Lovic. Bei ihm heißt das Motto: Tausend Mal probiert, tausend Mal ist nichts passiert - er bleibt ohne einen einzigen Punkt. Philipp Harm, eine der Stützen bei den Flyers 2 in der Landesliga, muss seine Grenzen erkennen. Zwar zeigt wenigstens er Einsatz und kommt auf sechs Punkte. Aber zum Mitspielen auf diesem Niveau reicht das nicht. Nach der Halbzeit, beim Stand von 36:19, beginnt Crailsheim zu zaubern. In den ersten vier Minuten dieses Viertels kommen die Gastgeber auf neun, die Gäste auf zwei Zähler. Nicht einmal die einfachsten Korbleger wollen den Flyers gelingen. Ab vier Minuten vor dem Ende lassen es die Merlins austrudeln. Erst jetzt kommt Hall noch etwas auf und kann den 30-Punkte-Rückstand auf 23 Zähler und 48:71 verkürzen. In dieser Form haben die Flyers nichts in der Regionalliga 2 verloren. "Es war unser schlechtestes Spiel seit zwei Jahren", meint Flyers-Urgestein Dieter Walz nach der Partie. Und wenn Crailsheim 2 so weiterspielt, steigt es in die Regionalliga 1 auf - dann liegen zwei Klassen zwischen den Lokalrivalen. Hall: Viktor Buchmiller (13 Punkte), Radovan Cavlin (11), Philipp Harm (6), Pierre Lovic, Jakub Mikulec (13), Hannes Pfisterer (3; davon 1 Dreier), Max Pfisterer, Enrico Rothe, Dimitri Semjonov (2)
Basketball - Pro A. Die Crailsheim Merlins haben mit einem 90:82-Sieg beim Nürnberger BC einen großen Schritt Richtung Playoffs gemacht. Überragender Mann bei den Gästen war Darryl Webb mit einem Double-Double.
"Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, das war wichtig fürs Selbstvertrauen", sagte Trainer Ingo Enskat. Danach habe man es aber versäumt, weiter Druck aufzubauen, und Nürnberg sei so wieder ins Spiel gekommen. Lange lagen die Merlins fünf bis sieben Punkte in Führung, zwischenzeitlich sogar mit 15 Zählern. Im vierten Viertel spielte sich Nürnberg dann in einen Lauf und ging 73:70 in Führung. Enskat setzte in dieser Phase wieder auf seine erste Fünf (Aaron Cook, Billy Baptist, Christoph Tetzner, Joe Buck und Darryl Webb), die an diesem Tag einen hervorragenden Job machte. "Die Jungs haben das Spiel dann noch gedreht und solide nach Hause gespielt", lobte der Merlins-Coach sein Quintett, das in dieser Phase "sehr wichtig" war und "dagegengehalten" hat. "Sie haben ihren Job echt gut erledigt!" Insbesondere der länger verletzte Darryl Webb knüpfte mit einem Double-Double , zweistellig in Punkten (22) und Rebounds (12), an seine starken Vorstellungen vor seiner zwangsbedingten Pause an. Und Aaron Cook habe in der Schlussphase das Spiel an sich gerissen und geordnet.
Vor allem unter dem Korb waren die Crailsheimer Basketballer dem direkten Kontrahenten im Kampf um die Playoffplätze überlegen. Während sich Webb, Buck und Co. 42 Rebounds schnappten, kamen die Nürnberger nur auf 25. Die Reboundüberlegenheit sei ein großes Plus gewesen, erklärte Ingo Enskat, weil dadurch immer wieder zusätzliche Aktionen in Offensive und Defensive gestartet werden konnten. "Da haben wir uns deutlich verbessert", sagte der Merlins-Trainer zufrieden.
Nun gelte es, im nächsten Heimspiel diese Leistung erneut abzurufen. "Wir brauchen diese Stabilität", fordert Ingo Enskat von seiner Mannschaft. "Jeder Sieg ist wichtig im Rennen um die Playoffs, weil letztlich wirklich jeder Punkt entscheidend sein kann." Am nun spielfreien Wochenende werde man die "Knochen wieder in Form bringen", wie es Ingo Enskat formulierte. Schließlich sei die Startformation nicht mehr ganz so jung, weshalb etwas Ruhe ganz gelegen komme. Danach werde man auf den nächsten Höhepunkt hinarbeiten: das Heimspiel gegen die Saar-Pfalz Braves (Samstag, 25. Februar, 20 Uhr).
Nürnberg - Crailsheim 82:90 (34:43) Viertel: 13:24; 21:19; 26:22; 22:25 Nürnberg: Harris (20 Punkte), Chavis (14), De Michael (11), Abercrombie (9), Okoye (9), Adler (7), Ides (6), Barth (6), Reile, Schröder Crailsheim: Webb (22 Punkte/12 Rebounds), Baptist (18 Punkte/7 Rebounds/4 Assists), Buck (17), Cook (10 Punkte/7 Rebounds/8 Assists), Tetzner (9 Punkte/7 Rebounds), Dunbar (6), Stohl (6), Lischka (2), Hill, Kling, Sivorotka
Die Ausgeglichenheit der Mannschaften in der Pro A ist bereits vielfach beschworen worden. Hätte es noch eines Beleges dafür bedurft, so wurde er spätestens am vergangenen Wochenende geliefert, als etwa Schlusslicht Leitershofen aus Augsburg zu Hause gegen Jena gewann, Spitzenreiter MBC in heimischer Umgebung den Gästen aus Essen unterlag, oder Ehingen den Tabellenzweiten aus Kirchheim vor vertrauter Kulisse in die Knie zwang. Zu den Verlierern des Spieltages gehörten die Mannschaften aus Nürnberg und Crailsheim, die am heutigen Donnerstag aufeinandertreffen. Während die Merlins in der Hakro-Arena knapp der BG Karlsruhe den Vortritt lassen mussten, unterlag das Team von der Noris bei den abstiegsgefährdeten Saar-Pfalz Braves. Im Hinspiel zwischen Merlins und NBC war Mark Hill der gefeierte Mann. Mit seinem finalen Dreier entschied er die Partie knapp mit 71:68 für die Zauberer aus Crailsheim. Doch heute werden die Karten neu gemischt, wenn die Mittelfranken als Tabellenzehnter (18 Punkte) die Merlins, den Vierten des Klassements (26 Punkte) bei sich zu Hause erwarten. Gegen Karlsruhe zuletzt "haben wir eine vernünftige erste Halbzeit gespielt", erinnert sich Merlins-Coach Ingo Enskat. "Später haben wir dann etwas unsere Linie verloren, individuell in der Verteidigung im 1:1 unsere Leute nicht gestoppt - dann verliert man schon mal so ein Spiel." In Nürnberg gilt es heute, an die Leistung aus der ersten Halbzeit gegen Karlsruhe wieder anzuknüpfen. "Der Gegner ist, glaube ich, ähnlich besetzt wie wir. Deshalb rechne ich mit einem sehr spannenden Spiel, wo wir unsere Stärken wieder ausspielen und eine vernünftige Linie finden müssen" - dann könnte es mit dem erhofften Erfolgserlebnis womöglich klappen. Verletzt ist, dem Vernehmen nach niemand, so dass Ingo Enskat in Nürnberg heute Abend personell wohl aus dem Vollen schöpfen dürfte. "Die Mannschaft ist gegen Karlsruhe sicherlich wieder zurückgekommen und hat einen ganz anderen Auftritt gezeigt, als davor in Kirchheim", hebt Merlins-Manager Martin Romig hervor. "Die Partie heute in Nürnberg ist für beide Seiten - zwei ebenbürtige Mannschaften - schwierig. Der Gegner steht ein wenig mit dem Rücken zur Wand und wir wollen unsere gute Ausgangslage nicht verspielen."
„Wir haben heute unglaublich schlecht verteidigt in Eins-gegen-Eins-Situationen auf den Außenpositionen“, analysierte Merlins-Coach Ingo Enskat nach dem knappen, aber verdienten Sieg der Gäste. So habe man dem Gegner etwa 30 Punkte geschenkt. „Am Ende hatte Karlsruhe individuell die stärkeren Spieler.“ Nach den Neuverpflichtungen zur Winterpause sieht Enskat bei Karlsruhe sogar eine der besten Startformationen der Pro A auf dem Parkett. Gäste-Trainer Torsten Daume bezeichnete sie als „kleine, feine Rotation in der ersten Fünf“. Das untermauert auch die Statistik vom Samstag: Von 91 Punkten erzielten die Starter Martin Samarco, Michael Stockton, Rouven Roessler, Jonathan Moore und Justin Howard ganze 81. Von der Bank steuerte Domonic Jones noch zehn Zähler bei. „Wir spielen im Moment sehr attraktiven und erfolgreichen Basketball“, sagte Daume strahlend, auch angesichts einer überragenden Dreierquote von 50 Prozent. Nach dem katastrophalen Fehlstart in die Saison (nur zwei Siege aus den ersten zehn Spielen) hatten die Badener Rang acht, der noch zur Teilnahme an den Play-offs berechtigt, fast schon aus den Augen verloren. „Wenn wir am 31. März dann auf Platz acht liegen, haben wir viel erreicht“, erklärte der Karlsruher Trainer nach dem erst zweiten Auswärtstriumph seiner Mannschaft in dieser Saison: „Den Sieg heute haben wir aber schon sehr, sehr dringend dafür gebraucht!“ Auch Crailsheim hätte die Punkte für den Sieg im Kampf um die Playoffs natürlich gerne mitgenommen, vor allem, da nur noch zwei Heimspiele ausstehen, dafür aber fünf Partien in fremder Halle gespielt werden müssen. Viele im Umfeld haben sich vom derzeitigen Tabellenstand schon „einlullen“ lassen, betonte Enskat. Dass längst schon alles in trockenen Tüchern sei, verwies der Merlins-Trainer entschieden ins Reich der Märchen. In den restlichen Partien gebe es keine Selbstläufer, die im Vorbeigehen gewonnen werden. „Das wird noch ein ganz harter Kampf um die Playoffs“, sagte Enskat energisch. Mut, dass das Ziel erreicht wird, schöpft er vor allem daraus, dass sein Team kämpferisch alles getan habe, um das Spiel zu gewinnen. 19 Offensiv-Rebounds seien ein hervorragender Wert, aber gleichzeitig auch ein Zeichen dafür, dass die Punkte hart erarbeitet werden mussten. Insgesamt 13-mall wechselte die Führung in der stets engen Partie zwischen den Teams hin und her. Weiter als sieben Punkte – Crailsheim zur Halbzeit – konnte sich keine Mannschaft absetzen. Bestes Beispiel für die Ausgeglichenheit: Knapp 4.30 Minuten vor Ende brachte Billy Baptist nach einem spektakulären Alley-Oop-Dunk nach Pass von Aaron Cook die Halle zum Beben (82:79). Im Gegenzug kühlte Karlsruhes Domonic Jones mit einem Dreier die Gemüter postwendend wieder ab. Und als Aaron Cook nach seinem fünften Foul vom Feld musste (2:40), die Merlins sich zu viele Fehler beim Ausblocken und beim Passen leisteten und Rouven Roessler mit einem Dreier im Zurückfallen sein Team 9,1 Sekunden vor Schluss mit fünf Punkten in Führung brachte, war die Entscheidung gefallen. Am Teambasketball der ersten Halbzeit müsse sich die Mannschaft „hochziehen“, betonte Ingo Enskat. Schon am Donnerstag in Nürnberg haben die Merlins die Gelegenheit, den Negativtrend – zwei Pleiten in Folge – zu durchbrechen. Crailsheim – Karlsruhe 88:91 Viertel: 23:26; 48:41; 70:68; 88:91 Crailsheim: Baptist (21 Punkte/7 Rebounds/7 Assists/2 Steals), Buck (18), Cook (14/5 Fouls), Stohl (12), Tetzner (11), Hill (6), Webb (4), Lischka (2), Sivorotka, Obiango Karlsruhe: Roessler (22), Samarco (21/7 Rebounds), Stockton (18), Howard (11/11 Rebounds), Jones (10), Moore (9), Rüeck, Hübner
Extratime mit Alex Rüeck: „Es ist immer etwas ganz Besonderes, in Crailsheim zu gewinnen“, sagte Alexander Rüeck nach dem unerwarteten Auswärtstriumph seiner Karlsruher. Der Crailsheimer machte seinem Ausbildungsverein aber Mut für die restliche Saison. „Meiner Meinung nach hat Crailsheim das stärkste Team der Liga. Von eins bis elf kann jeder Spieler im Kader ein Spiel entscheiden“, so die Einschätzung des 27-Jährigen. Mit der Halle im Rücken und einem eventuellen Heimvorteil in den Play-offs seien die Merlins „ein ganz heißer Kandidat für die Finalspiele“. In Diensten der BG Karlsruhe war Alexander Rüeck gegen Crailsheim 8.37 Minuten auf dem Feld und agierte unauffällig. Der Rollenspieler schnappte sich einen Offensiv-Rebound und verwarf seinen einzigen Dreierversuch.
Das heutige Heimspiel gegen die BG Karlsruhe ist für die Crailsheimer Korbjäger schon das drittletzte in der Hauptrunde der laufenden Spielzeit. Danach gehen die besten acht Mannschaften der Pro A in die Play-offs, um die beiden Erstliga-Aufsteiger zu ermitteln. Nachdem Ingo Enskat und sein Team aktuell auf dem dritten Tabellenplatz rangieren, liegt es auf der Hand, dass sich die Merlins-Verantwortlichen um Teammanager Martin Romig intensiv Gedanken über das Thema erste Liga machen und sich mit den Kriterien auseinandersetzen, die es für eine entsprechende Lizenzerteilung zu erfüllen gilt. „Damit kein Missverständnis entsteht“, betont Martin Romig in diesem Zusammenhang. „Unsere Zielsetzung für diese Saison ist nicht die erste Liga! Sollten wir den Sprung dorthin aber sportlich schaffen, dann wollen wir diese Chance auch wahrnehmen. Wir werden sicherlich eine Lizenz dafür beantragen!
Um die auch zu bekommen, sind zwei Faktoren von besonderer Bedeutung – zum einen die Hallengröße und zum anderen das Mindestbudget. „3000 Plätze muss die erstligataugliche Halle aufweisen, davon 2000 Sitzplätze“, zeigt Martin Romig auf. Und ganz wichtig: Es gibt für Aufsteiger keine Übergangsfrist, sondern die Auflagen sind umgehend schon im Premierenjahr umzusetzen.
Auf den ersten Blick kommen in Crailsheim und Umgebung zwei Hallen dafür infrage: die Großsporthalle in der Horaffenstadt und die Arena Hohenlohe in Ilshofen.
Der zweite sicherlich erheblich schwerer ins Kontor schlagende Brocken ist das Mindestbudget, das für die deutsche Eliteliga auf eine Million Euro beziffert wird. Was für die Merlins im Vergleich zum Status quo praktisch eine Verdoppelung des Etats bedeuten würde. „Wobei“, betont Martin Romig, „diese eine Million in etwa die Mindestausstattung beschreibt und der Etat nicht komplett in die Mannschaft fließen würde. Denn es gilt weitere konkrete Vorgaben hinsichtlich Infrastruktur zu beachten. Das betrifft den VIP- und Office-Bereich (Öffentlichkeitsarbeit; Co-Trainer), die technische Ausstattung (Spieluhren und technische Vorgaben) oder auch Werbebanden. Zum Vergleich: Laut Jan Pommer, Geschäftsführer der BBL GmbH, liegt der durchschnittliche Etat in der höchsten deutschen Spielklasse bei drei bis dreieinhalb Millionen, wobei die Spitzenmannschaften mit sechs bis neun Millionen Euro gehandelt werden.
„Wir wollen auf jeden Fall zweigleisig fahren und kein unkalkulierbares Risiko eingehen. Wobei auch unsere Sponsoren nicht sagen: Ihr müsst erste Liga spielen“, ist Martin Romig wichtig zu betonen. „In ersten Gesprächen haben wir schon mal vorgefühlt, das Terrain sondiert und uns mit dem Thema beschäftigt“, lässt er weiter wissen. Oberste Priorität hat freilich, „den Standort zu stabilisieren. Das Projekt erste Liga können wir nur mit gebündelten Kräften erreichen. Und da wird die Frage sein, ob wir es schaffen, genügend mittelständische Unternehmen für das Projekt zu interessieren – oder eben nicht. Nach elf Jahren Zugehörigkeit zur zweiten Liga“, wagt Martin Romig einen Schwenk in die Historie, „sollten wir nicht nur überlegen, was passiert, wenn wir absteigen, sondern auch Überlegungen für den Aufstiegsfall anstellen – oder sind wir vielleicht schon am Limit angekommen?“ Es gibt hinreichend Beispiele, zeigt der Manager auf, „durchaus auch aus kleineren Standorten, die belegen, dass man mit geballter wirtschaftlicher Kraft sehr wohl etwas erreichen kann. Natürlich müssen auch die Zuschauer mitziehen, um das Projekt zu stemmen. Man denke nur an Heidenheim (Fußball) oder Friedrichshafen (Volleyball). Beispiele aus dem Basketball sind Bamberg, eine Stadt mit 70 000 Einwohnern, die eine Halle mit 7000 Zuschauern füllen kann, oder die Artland Dragons, wo rund 3000 Zuschauer in Quakenbrück (10000 Einwohner) zu den jeweiligen Spielen strömen.“ Den Ausbau der Hakro-Arena berzeichnet Romig als lebensnotwendig für die Crailsheimer Basketballer. „Denn wir haben 13 Mannschaften im Spielbetrieb und brauchen dringend die entsprechenden Trainingszeiten.“ Doch bei den Spielen der ersten Mannschaft ist die aktuelle Heimstatt zu 80 Prozent ausgelastet, das Sitzplatzkontingent zu 99 Prozent. „Weitere Nachfragen können wir nicht bedienen, weil wir bei den Sitzplätzen inzwischen am Limit angekommen sind.“ Abschließend befindet der Crailsheimer Basketballchef: „„Wir sind am Thema erste Liga dran. Doch der aktuelle Stand lautet: Gegenwärtig könnten wir den Aufstieg nicht stemmen. – Natürlich müssen wir nicht aufsteigen. Aber wir wollen nach wie vor jedes Spiel gewinnen und werden dann sehen, was am Ende dabei rauskommt und was wir leisten können.“
So oder so haben die heimischen Basketballanhänger spannende Wochen vor sich. Die Mannschaft muss ihr Bestes geben, um in der Hauptrunde eine möglichst gute Schlussplatzierung für die Play-offs zu erreichen. Und die Verantwortlichen werden parallel ihre planerischen Hausaufgaben zu erledigen haben.
Managers Meinung
„Das Spiel in Kirchheim ist ad acta gelegt. Man kann schon mal hinfallen, muss dann aber auch wieder aufstehen und sich seiner Stärken besinnen“, will sich Martin Romig gar nicht mehr mit der herben 66:91-Niederlage vor Wochenfrist im Derby bei den Knights beschäftigen. „Die Partie heute gegen Karlsruhe ist richtungsweisend für uns, denn wir müssen weiterhin auf Linie bleiben und schauen, dass unsere Heimbilanz nach wie vor sehr positiv aussieht.“ Das, zumal die Partie gegen die Badenser heute schon das drittletzte Heimspiel (Saar-Pfalz Braves und Heidelberg kommen noch) in der Hauptrunde bedeutet. Am Donnerstag geht es dann bereits in Nürnberg weiter. Später müssen die Zauberer noch in Jena, Ehingen, Chemnitz und Weißenfels (MBC) antreten. Karlsruhe, der heutige Gegner, ist sicherlich nicht am aktuellen Tabellenplatz (Drittletzter) zu messen. „Die BG befindet sich im Aufwärtstrend, hat seit Weihnachten eine konkurrenzfähige Mannschaft, zu der mit Dominik Jones und Jonathan Moore noch Spieler mit Qualität hinzugekommen sind.“ Nicht zu vergessen die bisherigen Leistungsträger wie Martin Samarco, Justin Howard, natürlich Rouven Roessler und Michael Stockton. Eine Rückkehr in heimatliche Gefilde bedeutet das Spiel für Alex Rüeck, Crailsheimer im Trikot der BG aus Karlsruhe. Zu Redaktionsschluss hatte Coach Ingo Enskat alle Mann an Bord. In Kirchheim fehlte Blanchard Obiango noch krankheitshalber. Und auch die Verletzten Jeremy Dunbar und Antonis Sivorotka sind im Training wieder mit am Start. hel
Nach einem katastrophalen Saisonstart wechselte Karlsruhe erst den Trainer (auf Tino Stumpf folgte Torsten Daume) und strukturierte danach den Kader weitestgehend neu, sodass aus dem Abstiegs- ein Playoff-Anwärter wurde. Nachdem im November mit Mario Boggan, Kendaris Pelton und Krists Piternieks gleich drei ausländische Profis aussortiert wurden, konnte Anfang Dezember der bundesligaerfahrene US-Guard Dominic Jones als Neuzugang vorgestellt werden, der seitdem mit 11,7 Punkten und 3,4 Rebounds pro Partie zu überzeugen weiß. Zuletzt stieß mit dem gebürtigen Nürnberger Jonathan Moore ein weiterer erfahrener Spieler zu den Badenern, der in bisher vier Spielen auf zehn Punkte und knapp acht Rebounds pro Partie kommt. Schon seit Saisonbeginn wirbeln zwei der wohl besten Individualisten der ProA in Reihen der BG: Mit Rouven Roessler verfügen die Karlsruher über einen deutschen Ausnahmespieler, der jederzeit in der Lage ist ein Spiel im Alleingang zu gewinnen. Mit 17,4 Punkten rangiert er auf Platz Sieben der Topscorerliste der ProA. Teamkollege Martin Samarco bringt es gar auf 21,7 Zähler pro Partie und ist damit bester Scorer der gesamten Liga. Doch damit nicht genug: In den letzten zehn Spielen erzielte der 1,90m große Guard sagenhafte 26,3 Punkte pro Partie und stellte damit sein Können als Scorer eindrucksvoll unter Beweis. Zuguterletzt wurde Samarco zum Spieler des Monats Januar von der Liga gekürt. Dazu kommt mit Justin Howard (16,7 PpG, 10,4 RpG) einer der statistisch besten und effektivsten Spieler der Liga. Als Point-Guard agiert der umsichtige Michael Stockton, der es auf 10,8 Punkte und 3,6 Assists pro Partie bringt. Vervollständigt wird die kurze Rotation durch die deutschen Rollenspieler Markus Hübner, Mathias Hurst und dem ehemaligen Merlins-Akteur Alexander Rüeck. Für die Merlins galt es in der abgelaufenen Trainingswoche die deutliche Niederlage am vergangenen Samstag in Kirchheim aufzuarbeiten und an den Schwachstellen zu schrauben. Team-Manager Romig: „Einstellung und Intensität im Training haben bis dato gepasst!“ Zusätzliche Videoeinheiten wurden in den Wochenplan mit eingebunden. Momentan gibt es keine Ausfälle zu beklagen. Blanchard Obiango ist nach seiner Virusinfektion wieder im Training. Trainer Ingo Enskat: „Karlsruhe verfügt sicherlich über eine der besten Starting-Fives der gesamten Liga. Mit Samarco und Roessler haben sie zwei Ausnahmespieler. Karlsruhe hat mit Domonic Jones ,dem athletischen Flügelspieler Jonathan Moore und mit mit dem unheimlich produktiven Centerspieler Justin Howard sehr gut nachverpflichtet. Karlsruhe befindet sich klar im Aufwärtstrend haben einen deutlichen Sieg gegen die Saar-Pfalz Braves eingefahren und sind ein ernstzunehmender Kandidat für einen Playoffplatz. Unser Hauptaugenmerk muss auf die Verteidigung und die damit verbundene Reboundarbeit liegen. In der Offensive müssen wir wieder als Mannschaft funktionieren. Die Crailsheim Merlins möchten darauf hinweisen, dass ein frühzeitiges Erscheinen an der Halle lange Warteschlangen an den Kassen verhindert. Warteschlangen an der Abendkasse kann man vermeiden, indem man die Tickets bereits vergünstigt im Vorverkauf (TC Buckenmaier, Extrascharf_dieLounge) bzw. Online (und sofort ausdrucken kann). Vereinzelt sind noch wenige Sitzplätze erhältlich. Weitere Infos auf www.crailsheim-merlins.de oder www.reservix.de
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Für das Spiel der Woche war in der 2.Basketball Bundesliga alles angerichtet. Gastgeber Kirchheim bewegte alle Hebel um das Lokalderby einen würdigen Rahmen zu geben, die Fanlager beider Seiten wurden mobilisiert, darunter ca. 150 Crailsheimer Fans. Auch beide Teams taten das Ihre mit ordentlichen Ergebnissen in den letzten Wochen diesem Spiel das Prädikät „Spitzenspiel“ aufzudrücken. Die Anspannung war zu spüren und es war angerichtet.
Die Merlins kamen gut ins Spiel erzielten die ersten Punkte und legten gleich nach. Das erste Viertel ging knapp mit 23:24 an die Gastgeber. Eklatant und zu diesem Zeitpunkt bereits sichtbar war das Missverhältnis im Kampf um die abprallenden Bälle das den Kirchheimer immer wieder zweite Chancen gaben und diese Geschenke auch dankbar annahmen.
Im zweiten Viertel blieb man dran, bis 4 Minuten vor der Halbzeit witterten die Fans im Merlins-Lager eine Siegchance, Jared Stohl erzielte gerade seinen zweiten Dreier zur 34:31 Führung. Doch die Rechnung wurde ohne den heiß laufenden Kirchheimern gemacht. Eine kollektive mentale Auszeit nahmen sich die Merlins und beschenkten durch viel Unkonzentriertheit befeuert einen 17:2 Lauf.
Neben dem schlechten Lauf zum Halbzeiteende, standen vor allem zu diesem Zeitpunkt auch 9:27 Rebounds auf dem Statistikbogen. Dementsprechend gezielt war die Halbzeitansprache von Trainer Enskat. "Die Großen müssen die Zone als ihr Revier ansehen und einen Stolz entwickeln, dort auch als harter Arbeiter präsent zu sein! Das haben wir heute leider komplett vermissen lassen."
Im dritten Viertel war der Wille sichtbar am bisherigen Geschehen etwas zu ändern, die Umsetzung dieses Zieles war vom Ergebnis jedoch eher. Kirchheim konterte bei jedem vermeintlichen Lebenszeichen und war in der Offensive zumindest am Samstag nicht zu stoppen. Die Merlins konnten das Viertel mit 17:18 zumindest ausgeglichen gestalten, stoppten sich jedoch häufig auch selbst durch erzwungene Einzelaktionen in ihrem Bemühen einen eigenen Lauf zu starten.
Im vierten Viertel konnten die Crailsheimer Basketballer der Offensive der Gastgeber nicht mehr viel entgegensetzen. Die Knights manifestierten den Sieg bereits mehrere Minuten vor Schluß. Mit 91:66 ging die Niederlage auch in dieser Höhe auch so in Ordnung.
O Ton Enskat: "Man muss immer die Leistung eines Gegners anerkennen. Kirchheim brachte heute deutlich mehr Elan und Kontrolle auf das Feld und hat somit verdient gewonnen. Wir müssen nach wie vor an unseren Entscheidungen auf dem Feld arbeiten und jeder Spieler muss in der kommenden Woche im Training sein persönliches Ego hintenanstellen, um seinen Einsatz und Wert für das Team zu steigern."
O Ton Romig: „ Kirchheim war an diesem Tag hellwach, während wir zu viele Ideen hatten! Keine Frage wir waren heute mental nicht auf der Ebene eine reelle Siegchance zu haben. Dank an die Fans für die Unterstützung, sie hatten ein besseres Auftreten unserer Mannschaft verdient gehabt!“
Es spielten: Hill (10 Punkte), Baptist (10), Kling, Stohl (8), Webb (13), Buck (2), Sivorotka, Lischka (2), Dunbar (3), Tetzner (14), Cook (4)
Nach Ihrer Verletzung in der Hinrunde haben Sie sich vorgenommen, im Rückspiel gegen Kirchheim wieder mit von der Partie zu sein. Wie geht es Ihnen derzeit? LISCHKA: Immer besser. Die Verletzung ist ausgeheilt. Ich werfe mich inzwischen ja auch schon wieder den Bällen hinterher. Vom Leistungsvermögen bin ich vielleicht bei 85 bis 90 Prozent. Ich gebe immer alles, habe auch in Paderborn einen ganz guten Job gemacht. Der Coach schenkte mir Vertrauen und ließ mich sogar starten. Ich freue mich riesig auf das Spiel, kann es kaum erwarten und hoffe natürlich, dass wir mit Crailsheim jetzt dort auch einmal gewinnen können. Haben Sie noch Kontakt zu den ehemaligen Kollegen aus Kirchheim? LISCHKA: Ja klar, mit einigen schreibe ich noch. Nils Menck ist vor Kurzem Papa geworden. Mit ihm und seiner Freundin haben meine Freundin und ich Silvester gefeiert. Auch zu Radi Tomasevic gibt es noch Kontakt. Wie ist die Stimmung bei den Heimspielen der Knights in Kirchheim - ähnlich wie in Crailsheim? Ich denke in Crailsheim, wo die Zuschauer auch ganz dicht am Geschehen dran sind, ist die Stimmung einzigartig. Kirchheim ist aber auch eine kleinere Stadt und wenn es gut läuft, kommen auch viele Zuschauer. Derzeit läuft es gut, und die Schützen haben sich in ihrer Halle mittlerweile eingeworfen. Wir müssen also auf jeden Fall die Hände oben halten, versuchen, die Schüsse zu vermeiden und den Gegner zu anderen Aktionen zwingen. Was, glauben Sie, sind die Stärken der aktuellen Kirchheimer Mannschaft? LISCHKA: Nun, sie haben zum Teil sehr erfahrene Spieler im Team. Cedric Brooks kann das Spiel beruhigen. Ahmad Smith kann eigentlich alles, hat viele Optionen. Radi Tomasevic ist ein abgezockter Spieler. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass wir das Spiel weitgehend offen gestalten und dann für uns entscheiden können. Wie beurteilen Sie den weiteren Werdegang der beiden Mannschaften in dieser Saison ? LISCHKA: Wir haben einen etwas seltsamen Spielplan und nur noch drei Heimspiele in der Hauptrunde. Dazu kommen einige schwere Auswärtspartien. Aber jetzt stehen wir auf dem dritten Platz und wollen alles dafür tun, dass wir das auch weiterhin bleiben. Ich denke, wir sollten das auch schaffen können und vielleicht gelingt es uns ja sogar noch, Kirchheim auf Platz drei zu verdrängen.
"Das ist ein aus der Tradition gewachsenes Württemberg-Derby zwischen Crailsheim und Kirchheim", betont Merlins-Teammanager Martin Romig. "Die große Rivalität hat natürlich mit der lokalen Nähe, aber sicherlich auch mit dem ähnlichen Charakter der Standorte zu tun." Was Wunder also, dass der Merlins-Manager für das morgige Spiel (19.30 Uhr) mit rund 100 Fans rechnet ("ein Bus auf jeden Fall"), die die Merlins in der ausverkauften Halle unterstützen werden. In der Tabelle sind die Knights derzeit um einen Platz und zwei Punkte im Plus. Das Hinrundenspiel sicherten sich die Merlins mit 83:77 Punkten, dürfen nun also auch den direkten Vergleich nicht ganz aus den Augen lassen. Kürzlich hat mit Brandon Griffin noch ein erfahrener Spieler neu zu den Knights gefunden, der besonders auf den Innenpositionen Kollegen wie Devin Uskoski entlasten soll. Zuletzt erzielten die Kirchheim Knights gegen Nürnberg 92 Punkte und wiesen die Saar-Pfalz Braves, allerdings nach Rückstand, in der zweiten Halbzeit mit 50:30 deutlich in die Schranken. Den Zauberern aus Crailsheim hat der Sieg im Testspiel gegen Bayern München sicherlich gutgetan und auch gegen Düsseldorf am Samstag "haben wir jederzeit die Kontrolle behalten" (Romig). "Außerdem können wir im Aufbau jetzt drei ganz unterschiedliche Spielertypen präsentieren und sind damit auch schwerer auszurechnen." Der Crailsheimer Basketball-Chef hofft, dass Darryl Webb, gegen die Bayern geschont und dann gegen Düsseldorf von der Bank gekommen, seine Schulterverletzung ad acta gelegt hat und wieder zu alter Form findet. "Außerdem sind die zuletzt Verletzten Jeremy Dunbar und Antonis Sivorotka wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen, sodass wir komplett antreten können." Nach diesem Wochenende müssen die Merlins in der Hauptrunde noch achtmal auflaufen (einmal spielfrei). Daheim geht es gegen Karlsruhe, Saar-Pfalz und Heidelberg, zudem auswärts nach Nürnberg, Jena, Ehingen, Chemnitz und zum MBC. Am Wochenende spielen: Cuxhaven BasCats - BV Chemnitz 99, BG Karlsruhe - Saar-Pfalz Braves, Science City Jena - Nürnberger BC, VfL Kirchheim Knights - Crailsheim Merlins, ETB Wohnbau Baskets - USC Heidelberg, BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen - Mitteldeutscher BC, Gloria GIANTS Düsseldorf - Erdgas Ehingen/Urspringschule.
TITEL-THEMA ist das erste Ranking des deutschen Basketballs. Zum Start bewertet die Redaktion von BIG die besten 50 Pointguards in Deutschland und die 25 besten deutschen auf dieser Position. Eine Analyse mit drei Tabellen, die Stärken und Schwächen in einem Punktesystem darstellen. Mithat Demirel und Klaus Perwas bewerten die Tabelle. Dazu gibt es einen großen Report über Dennis Schröder, den viele für das größte deutsche Talent auf der Aufbau-Position halten.
Barcelonas Center Boniface N’Dong analysiert auf sechs Seiten die Gründe für das schlechte Abschneiden deutscher Klubs in der Euroleague.
BIG führte ausführliche Interviews mit Philip Zwiener (Trier), Chris McNaughton (Eisbären Bremerhaven), Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München), Benas Veikalas (Telekom Baskets Bonn), Simon Schmitz und Stefan Schmidt (BBC Bayreuth), Jacob Burtschi (Frankfurt), Judie Lomax (USC Freiburg) und das Derby- Spektakel in der ProB zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel.
Die fünfte Ausgabe von BIG hat wieder 100 Seite und berichtet auf 14 Seiten über ProA, ProB und die Regionalliga.
Leser finden BIG im Web unter www.big-basketball.de oder bei Facebook unter www.facebook.com/BIGMagazin
Mit einer hervorragenden Leistung beim sensationellen 95:88-Sieg gegen Erstligist Bayern München unter der Woche haben die Korbzauberer aus Crailsheim die Latte selber ganz schön hoch gehängt. Und nach einem derartigen Highlight den Schalter rasch wieder umzulegen und sich auf die kommenden Punktspielaufgabe zu fokussieren, ist gar nicht so leicht. Davon können viele Sportler ein Lied singen. Man denke nur an den Spannungsbogen von Championsleague zu Bundesligaalltag bei den Profi-Kickern. Zudem kam mit den Gloria Giants aus Düsseldorf, immerhin Absteiger aus der ersten Liga, nicht gerade Laufkundschaft am Samstag in der Hakro-Arena vorbei. Doch die Gastgeber entledigten sich dieser Aufgabe mit Bravour und buchten damit zwei weitere wichtige Punkte auf ihr Konto. "Düsseldorf hat es uns sehr schwer gemacht, denn die Gäste waren Inside sehr stark und haben das lange gut ausgenutzt. Auf den Außenpositionen hatten sie verletzungsbedingt Probleme", betonte Merlins-Coach Ingo Enskat. Das räumte sein Pendant Murat Didin, der einst in Frankfurt und Istanbul auf der Bank gesessen hat und vielleicht renommierteste Coach in der Liga, auch ein. Der wichtige Point Guard Aubrey Reese und Marian Petric fehlten verletzungsbedingt. Dafür präsentierten die Gäste mit Ceyhan Pfeil (vor Kurzem noch in Cuxhaven) und Ex-Merlin Andrew Hunter zwei neue Gesichter. "Damit war es für uns nicht einfach, kontrolliert zu spielen", betonte Didin im Nachgang. "Wir wollten in der Defensive stark stehen. In der ersten Halbzeit ist uns das auch gut gelungen. Aber letztlich haben wir dann nicht gegen fünf Spieler, sondern 1500 Leute verloren. Kompliment für die tolle Basketball-Atmosphäre in Crailsheim, die mich eher an die Stimmung in Ländern wie Türkei, Italien oder Griechenland erinnert. Vielleicht treffen wir ja in den Playoffs noch einmal aufeinander. . ." Auf dem Parkett war es Joe Buck vorbehalten, mit den Punkten 65 und 66 von der Linie für den Endstand gegen sein ehemaliges Team zu sorgen. Und mit seinen neun Rebounds trug der Mannschaftskapitän, den Ingo Enskat nach Aaron Cook übrigens am längsten auf dem Parkett beließ, wesentlich mit zum Erfolg vom Samstag bei. Darüber hinaus streute er einen Dreier (1/1) mit ein und erledigte seinen Job weniger spektakulär, dafür aber umso effektiver. Bei den Gästen aus Nordrhein-Westfalen war Rait Keerles (Nummer 25), der es auf 17 Punkte brachte, auffälligster Akteur. "Wir wollten Cook und Baptist stoppen", hatte Didin den Seinen im Vorfeld mit auf den Weg gegeben und lobte in diesem Zusammenhang besonders seinen Neuzugang Andrew Hunter, der erst vor wenigen Tagen zum Team gestoßen war. So wirklich konnten die Gäste die Kreise der beiden Crailsheimer freilich nicht stören, denn sie sollten bei den Zauberern zu den Topscorern avancieren. Während Billy Baptist seine erfolgreichste Phase in den ersten beiden Vierteln hatte, setzte Aaron Cook im dritten Viertel mit zwei wichtigen Dreiern vernehmliche Duftmarken. Insbesondere bei den Dreiern hatten die Merlins ein deutliches Übergewicht von 38:23%, wobei auf Düsseldorfer Seite lediglich fünf Dreier den Weg ins Ziel fanden. Im dritten Viertel schienen die Gäste das Blatt nochmal wenden zu wollen und legten einen energischen Zwischenspurt hin. Der 9:0-Run brachte sie, die im zweiten Durchgang schon mal knapp geführt hatten, bedrohlich nah auf 47:45 heran, doch Cook, Webb und Baptist wussten die Dinge für die Merlins wieder geradezurücken. Mit einem Plus von acht Punkten starteten die Einheimischen in den finalen Abschnitt, im Basketball kein wirklich sanftes Ruhekissen. Doch rasch war klar, dass an diesem Abend nichts mehr anbrennen sollte. Der Vorsprung wuchs vielmehr stetig an. Dreier von Hill und Stohl taten dem Punktekonto zudem gut. In der Schlussminute erhoben sich die Fans - 1300 Zuschauer sind am Samstag gekommen - dann schon von den Sitzen, um ihre Mannschaft mit rhythmischem Klatschen zu feiern. "Nach dem Bayern-Spiel war der Druck höher, aber wir wollten intensiv spielen, und da passieren schon mal Fehler", war Merlins-Coach Ingo Enskat unter dem Strich zufrieden. "Darryl Webbs Schulter ist noch leicht verletzt. Er kam erstmals von der Bank - für ihn eine neue Rolle. Nach der Halbzeit hat er aber deutlich besser verteidigt und auch im Angriff seine Bälle reingeworfen." Und am kommenden Wochenende winkt schon wieder eine Partie der besonderen Art, vom Stellenwert sicherlich kein Schmankerl wie gegen die Bayern. Aber das Derby in Kirchheim wird zahlreiche Fans mit in die Nachbarschaft locken. Außerdem ist es auch noch das Schlagerspiel des Spieltages, nach dem Motto: Zweiter trifft Dritten. Viertel: 21:17 / 15:15 / 18:14 / 12:8 Viertelstände: 21:17 / 36:32 / 54:46 / 66:54 Crailsheim Merlins: Aaron Cook 17 (vier Dreier), Billy Baptist 16 (1), Joe Buck 11 (ein Dreier, neun Rebounds), Mark Hill 11 (3), Darryl Webb 4 (1), Jared Stohl 3 (1), Benny Lischka 3, Blanchard Obiango 1, Sebi Kling, Chris Tetzner. Düsseldorf: Keerles 17 (1), Friedel 12 (2).
Düsseldorf mit Neuzugang und EX-Merlin Andrew "Air Canada" Hunter
"Natürlich freut man sich über einen so tollen Auftritt wie gegen Bayern München. Letztlich zählt für uns aber das nächste Punktspiel gegen Düsseldorf", stellt Merlins-Coach Ingo Enskat wenige Tage nach dem 95:88-Sieg gegen die Bayern klar. Gegen Erstliga-Absteiger Düsseldorf rechnet der Coach am heutigen Samstag (20 Uhr) mit einer schweren Aufgabe. "In der Liga liegt alles dicht beisammen. Düsseldorf hatte zwischenzeitlich einen Durchhänger, hat nun aber die letzten Spiele wieder gewonnen." so Enskat über die Gäste, die momentan auf dem sechsten Platz rangieren. Bei den Merlins hat Darryl Webb unter der Woche seine verletzte Schulter geschont, sollte aber ebenso wie Benny Lischka mit von der Partie sein können.
Ligakrösus und selbsterklärter Aufstiegskandidat Gloria Giants Düsseldorf haben nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit Andrew Hunter haben die Landeshauptstädter auch noch einen Ex-Merlin an Land gezogen. Der 1,96m große Globetrotter hatte nach seinem Engagement fast die ganze Welt bereist. Ungarn, Venzuela, Libanon, Finnland, Frankreich waren u.a. die Stationen des Kanadiers. Ein weiterer Neuzugang ist der 21-jährige Deutsche Aufbauspieler Ceyhan Pfeil der vom Ligakonkurrenten Cuxhaven kurzfristig verpflichtet wurde. Pfeil gastierte vor zwei Wochen bereits mit Cuxhaven in der HAKRO ARENA.
Mit Gloria Giants Düsseldorf empfangen die Crailsheim Merlins am Samstagabend (Spielbeginn 20.00 Uhr) in der HAKRO Arena den ambitionierten und finanzkräftigen Aufstiegskandidaten Gloria Giants Düsseldorf. Coach und Manager in Personalunion des Ersstligaabsteigers ist die schillernde Trainerpersönlichkeit Murat Didin (ehem. Frankfurt, Istanbul). Den hochgesteckten Zielen konnten die Giants bis dato nicht 100%ig gerecht werden.
Starspieler Aubrey Reese (ehem. 1.Liga Frankfurt, Istanbul), Patrick Flomo (1.Liga Bonn, Würzburg) und Kollegen konnten zwar in vielen Spielen ihr Können aufblitzen lassen, doch Schwankungen waren ebenso an der Tagesordnung. An das Hinspiel werden sich die Gäste gerne erinnern. Setzte es doch eine deutliche Niederlage in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens für die Merlins. Für die Merlins gilt es die Ansätze, die im Testspiel gegen die Bayern gezeigt wurden, fortzuführen. "Das Spiel war für uns eminent wichtig. Wir konnten gegen eine Top-Adresse des deutschen Basketballs Selbstvertrauen tanken!" kommentiert Manager Martin Romig. "Die Jungs haben nach dem fulminanten Auftritt am Dienstagabend gegen den FC Bayern auch am Samstag eine volle Halle verdient!" Das Lazarett lichtet sich auch langsam. Nachdem am Dienstag bereits Topscorer Darryl Webb, Antonis Sivorotka und Jeremy Dunbar in Zivil auf der Ersatzbank Platz nahmen, musste sich während des Spiels auch noch Benjamin Lischka mit muskulären Problemen dazu gesellen. Mittlerweile sind Webb und Lischka aber wieder im Training und können aller Wahrscheinlichkeit am Wochenende eingesetzt werden.
Crailsheim. Vergangenen März hat der FC Bayern München in Crailsheim mit einem 69:58 den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Am Dienstag im Testspiel siegten die Merlins zu Hause sensationell mit 95:88 (41:45). Dass die Partie diesmal unter einem anderen Stern stand, merkte man schon bei der Präsentation der Spieler. Statt Pfiffen für die Gästeakteure und Jubelstürmen für die Merlins, gab es Applaus für beide Teams, vor allem für die aktuellen deutschen Nationalspieler in Reihen der Münchner - Steffen Hamann, Robin Benzing, Jan Jagla und Philipp Schwethelm - sowie für Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann. Während seine Mannschaft in Bestbesetzung antreten konnte, musste Merlins-Trainer Ingo Enskat neben den länger verletzten Jeremy Dunbar und Antonis Sivorotka kurzfristig auch auf seinen besten Punktesammler Darryl Webb verzichten, der wegen einer Schulterblessur für das Heimspiel gegen Düsseldorf am Samstag (20 Uhr) geschont wurde. Die Crailsheimer ließen sich auch von zweitweiligen Rückständen von bis zu zehn Punkten nicht entmutigen und kämpften darum, die Sensation gegen den Favoriten wahr werden zu lassen. Besonders hervor taten sich Billy Baptist auf dem Flügel und Mark Hill im Aufbau, die beide von Ingo Enskat nach der Partie verbal gestreichelt wurden: "Ein dickes Lob an Mark, der heute fantastische Würfe getroffen hat. Und Billy hat wohl sein bestes Spiel in dieser Saison gemacht!" Mit 31 Punkten war Baptist der beste Punktesammler der Begegnung und wusste auch mit zahlreichen guten Aktionen in der Defensive zu glänzen. Hill netzte 7 von 13 Dreiern ein, davon zwei im entscheidenden Spielabschnitt. Dabei schien knapp fünf Minuten vor Schluss alles nach einem lockeren Sieg für Bayern auszusehen, es hieß 80:73 aus Sicht des Erstligisten. Was sich dann abspielte, zählte wohl zu den beeindruckendsten Leistungen, die die Merlins in dieser Saison gezeigt haben: Zwölf Punkte in Folge brachten sie 85:80 in Front. Und auch die verbleibenden drei Minuten ließen die Crailsheimer keine Zweifel am Sieg aufkommen und behielten die Nerven. "Crailsheim hat toll gespielt, mit viel Mut und Begeisterung, und verdient gewonnen", lobte dann auch Dirk Bauermann die Vorstellung der Merlins. Sein Gegenüber Ingo Enskat freute sich auch über die Sensation, trat aber gleich auf die Euphoriebremse: "Der Sieg ist gut fürs Selbstbewusstsein. Gegen starke Gegner drehen meine Jungs immer auf . Wir sind aber noch zu schwankend, und die Normalität liegt uns manchmal leider nicht. Was wirklich zählt, ist das Spiel am Wochenende gegen Düsseldorf."
Crailsheim - München 95:88 (41:45)
Viertel: 22:21, 19:24, 22:16, 32:27 Crailsheim: Hill 28 Punkte/7 von 13 Dreiern, Stohl 12, Baptist 31, Buck 8/14 Rebounds, Tetzner, Cook 12, Obiango 4, Lischka, Kling Bayern: Foster 12, Wallace 13, Troutman 17, Hamann 5, Schwethelm 4, Nadjfeji 10, Benzing 7, Radosavljevic, Greene 2, Jagla 14, Homan 4
Im März 2011 gab es zum Bayernspiel ein limitiertes blaues Jubiläumsshirt zum 25. Geburtstag der Merlins. Der Erlös kam der Harry-Kroll-Stiftung zugute. Auch am kommenden Dienstag wird der Erlös des Testspiels an die Harry-Kroll-Stiftung von Namenssponsor HAKRO übergeben, die vor allem Waisenkinder in Bangladesh unterstützt. "Es ist uns eine große Freude, den Verein erneut bei einer Benefiz-Aktion unterstützen zu dürfen“, freut sich Marko Pesic auf den sportlichen Vergleich mit Charity-Charakter. Vorverkauf: Karten für das Testspiel gibt es ab sofort unter www.reservix.de, „Der Stall“ im TC Buckenmaier oder bei Extrascharf die Lounge. Info: Dauerkarteninhaber erhalten an der Abendkasse gegen Vorlage ihrer Karte eine Ermäßigung.
Basketball. Ein sportlicher Leckerbissen wartet am Dienstag, 19 Uhr, auf die heimischen Basketball-Fans. Erstligist Bayern München, trainiert vom ehemaligen Nationalcoach Dirk Bauermann, kommt zu einem kurzfristig anberaumten Test gegen die Merlins in die Hakro-Arena (Karten ab Sonntagabend). Erlöse an Harry-Kroll-Stiftung.
Infos: www.crailsheim-merlins.de.
Basketball - Pro A. "Drei Minuten vor Schluss lagen wir mit drei Punkten zurück und haben zwei Freiwürfe versiebt. Im Gegenzug hat uns Paderborn mit den spielentscheidenden Punkten kalt erwischt", erklärt Martin Romig. Beim Freitagsspiel der Pro A sahen die Zuschauer in Paderborn die erwartet knappe und umkämpfte Partie, "mit vielen Fouls und zahlreichen Freiwürfen" (Romig). Nach drei Vierteln lagen die beiden Kontrahenten noch gleichauf (60:60), ehe die Gastgeber im Schlussabschnitt den Sack für sich zumachten. Insgesamt gab es elf Führungswechsel, sechsmal stand die Partie unentschieden. Unter dem Strich entschieden wieder einmal Nuancen über Sieg und Niederlage, wobei die bessere Dreierquote (39:29%) und ein deutliches Plus von der Freiwurflinie (95:57%) letztlich den Ausschlag für das Team aus Ostwestfalen gaben. "Am Anfang hatten wir etwas Probleme, uns auf das Spiel der Gastgeber einzustellen, die besonders von den Außenpositionen immer wieder für Gefahr sorgten. Bemerkenswert ist dabei auch der relativ hohe Score im ersten Viertel. Doch letztlich haben wir zwei, drei Fehler zu viel gemacht, die dann auch den Ausschlag gegeben haben", unterstrich der Crailsheimer Manager. Ein Plus hatten die Gäste bei den Teamrebounds zu verzeichnen, doch das machte sich in der Endabrechnung nicht mehr spielentscheidend für sie bemerkbar. Lobende Worte fand Romig für Billy Baptist, der neben seinen 19 Punkten auch fünf Rebounds holte, offensiv Akzente setzen konnte und eine Trefferbilanz von 58% aus dem Feld zu Buche stehen hatte. Verzichten mussten die Zauberer in Paderborn auf Antonis Sivorotka, der wieder Probleme mit seiner alten Verletzung bekommen hat. Justin Stommes, Paderborn Topscorer konnten die Gäste aus Hohenlohe mit zehn Punkten (und zwei Rebounds) vor der Pause recht gut kontrollieren, ehe er, ähnlich wie im Hinspiel, nach dem Seitenwechsel sein Konto noch auf ansehnliche 24 Punkte (Topwerfer der Partie) ausbaute. Zum nächsten Heimspiel erwarten die Merlins am kommenden Samstag (28. Januar) die Giants aus Düsseldorf. Statistik: Viertel: 27:28 / 18:12 / 15:20 / 33:25 Crailsheim Merlins: Billy Baptist 19, Mark Hill 13; Benjamin Lischka 12, Aaron Cook 11, Joe Buck 10, Chris Tetzner 8, Darryl Webb 8, Blanchard Obiango 4, Sebi Kling, Jared Stohl, Antonis Sivorotka Paderborn: Justin Stommes 24, Michael Jost 21, Jefferson Mason 14, Nick Freer 12
"Im Rückblick ist sicherlich nur von Belang, dass wir die Partie gewonnen haben", beschäftigt sich Crailsheims Teammanager Martin Romig noch einmal mit dem knappen 83:81 gegen die Nordlichter aus Cuxhaven vom Samstag. "Wir müssen unseren Rhythmus eben noch finden und dann möglichst stabilisieren."
Die Baskets aus Paderborn, aktueller Gegner am heutigen Freitag, setzten sich in der Vorwoche bei den Saar-Pfalz Braves in Homburg mit 92:87 durch und machten dort optimale Beute.
"Eine brandgefährliche und sehr offensivstarke Truppe, die man nicht werfen lassen darf", zeigt der Crailsheimer Manager durchaus Respekt vor der Aufgabe, die es für die Merlins heute beim Team aus Ostwestfalen zu lösen gilt.
"Wenn beide Mannschaften tatsächlich ihre Stärken auf das Parkett bringen, könnte das eine ganz enge Kiste werden", ist Martin Romig klar. Sicherlich denkt er dabei auch an das Hinspiel, als die Baskets aus Paderborn als Tabellenführer nach Crailsheim gekommen sind und dabei in der Sportarena eine starke Vorstellung abgeliefert haben. Justin Stommes, den Topscorer des Gegners, konnten die Merlins damals nur eine Halbzeit lang weitgehend im Zaum halten, während er später dann zu großer Form (insgesamt 30 Punkte) auflief. Unter dem Strich setzten sich die Zauberer in der Endabrechnung mit 91:87 durch. Darryl Webb und Chris Tetzner imponierten mit 25 beziehungsweise 23 Punkten.
Nach seiner Premiere in Essen feierte Neuzugang Aaron Cook jetzt auch seine Feuertaufe in heimischer Umgebung, aber auch er braucht sicherlich noch etwas Zeit, um, insbesondere nach der langen Verletzungspause, seine gewohnte Form zu finden. "Da ist noch Luft nach oben", glaubt auch Martin Romig. Coach Ingo Enskat wird in Paderborn personell weitgehend aus dem Vollen schöpfen können. Auf der Verletztenliste findet sich lediglich noch der Name von Jeremy Dunbar, der sich wohl noch auf eine dreiwöchige Zwangspause wird einstellen müssen.
Der Spieltag: Science City Jena - BG Karlsruhe, webmoebel Baskets Paderborn - Crailsheim Merlins (beide Freitag), BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen - BV Chemnitz 99, Cuxhaven BasCats - Erdgas Ehingen/Urspringschule, Gloria GIANTS Düsseldorf - Saar-Pfalz Braves, Mitteldeutscher BC - USC Heidelberg, VfL Kirchheim Knights - Nürnberger BC
Joachim Mayershofer / Hohenloher Tagblatt
Der Stachel einer Heimniederlage hätte sehr tief gesessen, dass wurde an der Gesichtsfarbe von Trainer Ingo Enskat und Manager Martin Romig nach Spielende deutlich. Bisweilen hatte diese gar Hoeneßsche Züge angenommen. Und weit von einer Pleite gegen den Tabellenzwölften entfernt waren die Crailsheimer Basketballer am Ende nicht: Gäste-Aufbauspieler Dwuan Rice ließ einen Verzweiflungsdreier Richtung Korb segeln - und traf. Das hätte den 84:83-Sieg für Cuxhaven bedeutet. Doch die Schiedsrichter entschieden korrekterweise und auch von den Bascats ohne Widerrede akzeptiert, dass der Wurf einen Flügelschlag nach der Schlusssirene abgegeben worden war.
Tief durchatmend, freute sich Enskat dann auch nur über die Punkte. "Aus Trainer-Sicht ist das wirklich das Einzige, über das ich nicht klagen kann." Mit der Spielweise seiner Mannschaft war er hingegen überhaupt nicht zufrieden. "Was wir für Böcke schießen, geht auf keine Kuhhaut." Der Coach hatte bei seinen Profis vieles zu bemängeln: Sie ließen mehrfach Unterzahl-Situationen unter dem eigenen Korb zu, waren bei einfachen Überzahl-Situationen in der Offensive zu ungenau im Abschluss oder agierten zu eigensinnig, liefen dazu kaum schnelle Tempogegenstöße, erzielten ganze drei Punkte aus Fastbreaks und spielten insgesamt viel zu statisch. Dass die Lücken in der Zone nicht gut ausgenutzt wurden, zeigte auch die Statistik: 29-mal feuerten Stohl und Co. von der Dreierlinie auf den Korb, zweimal mehr als im Zweier-Bereich. Das größte Problem am Samstag beschrieb Enskat als Trainer aber so: "Jeder will bei uns gerade glänzen, die Rollen im Team sind nicht verteilt." Als Hobbybiologe formulierte er es wie folgt: "Ohne Arbeiter ist die Bienenkönigin ganz schnell tot!"
Einer, der im vierten Viertel etwas engagierter arbeitete, war Joe Buck. In den letzten zehn Minuten erzielte er zehn Punkte, traf darunter fünf von sechs Freiwürfen und einen Dreier, schnappte sich zwei entscheidende Rebounds und einen Steal und noch wichtiger: Er zwang den Gegner zu fünf Fouls. Zufrieden mit Bucks Gesamtleistung war Ingo Enskat aber auch nicht. Sein Center habe zuvor zu viele einfache Fehler beim Rebound oder bei Korblegern gemacht. Dinge, die ein Spiel, das immer auf der Kippe stand, auch zu Ungunsten der Merlins hätten entscheiden können. Und das nicht einmal unverdient, wie nicht nur Gäste-Coach Vilmantas Matkevicius fand. So aber durften sich Trainer Ingo Enskat und Manager Martin Romig nach der Niederlage Kirchheims gegen Karlsruhe über den Sprung auf Platz zwei und den zweiten Sieg im zweiten Spiel im Jahr 2012 freuen. Crailsheim - Cuxhaven 83:81 (19:14; 39:40; 56:57) Merlins: Webb (17 Punkte/6 Rebounds), Stohl (15), Buck (14/5), Hill (14), Cook (11/3 Steals), Lischka (6), Sivorotka (3), Tetzner (3), Kling (7 Rebounds), Baptist Cuxhaven: Brown (23 Punkte/7 Rebounds), El Domiaty (14), Harris (12), McDaniel (11), Capel (8), Kuhle (6), Rice (5/7), Bogdanov (2)
Nach der gelungenen Auswärtspremiere vergangene Woche in Essen am vergangenen Wochenende empfangen die Crailsheim MERLINS erstmals im neuen Jahr in der HAKRO-Arena die Nordlichter Cuxhaven Bascats zum Säbelrasseln.
Die Crailsheimer Basketballer, die aktuell auf dem dritten Tabellenrang stehen, haben keine guten Erinnerungen an das Auswärtspiel an der Nordseeküste im Oktober letzten Jahres. Mussten doch die Merlins eine knappe aber herbe Niederlage hinnehmen nachdem die Mannen um Headcoach Ingo Enskat bereits mit 20 Punkten zu Mitte des Spieles in Führung lagen.
In der Zwischenzeit hatten die Gäste aber auch ein sportliches Tal zu durchschreiten. Verletzungen führten zu einer längeren Niederlagen-Serie, die sie erst seit kurzem erfolgreich stoppen konnten. Mit einem Heimsieg gegen die Saar-Pfalz Braves starteten die Bascats erfolgreich in das neue Jahr. Mit dem Sieg am vergangenen Wochenende knüpften die Gäste wieder Anschluss an das breite Mittelfeld im Kampf um die Play-Off Plätze.
Für die Merlins als Tabellendritten gilt es nun das breite Verfolgerduell auf Distanz zu halten. O-Ton Team Manager Martin Romig: „Der Auswärtssieg in Essen ist für uns nur sehr wertvoll wenn wir eine gute Heimbilanz wahren können, wir machen nur einen Schritt voran wenn wir als Sieger am Samstag das Parkett verlassen“ .
Für Trainer Ingo Enskat galt es in der Woche die Integration von Neuzugang Aaron Cook, der bei seinem Debut in Essen gleich 18 Punkte selber einnetzte, voranzutreiben. Pikant an seinem Heimdebut ist die Tatsache, dass Cook in der vergangenen Saison noch bei Cuxhaven unter Vertrag war.
Dabei bewahrheiteten sich die Warnungen von Manager Romig und Coach Enskat, dass es diese Saison keine einfachen Spiele geben würde und ein Gegner nur selten am aktuellen Tabellenstand zu messen ist.
Essen begann stark, führte, gegen die ohne die verletzten Mark Hill, Jeremy Dunbar und Antonis Sivorotka, angetretenen Merlins schnell 8:0. Neuzugang Aaron Cook fehlte zu Beginn noch die Bindung und die erste fünf Mannschaftstrainingseinheiten waren dem sympathischen Neuzugang sichtlich anzumerken. „Schließlich hat Aaaron eine gesamte Vorbereitung in einer Trainingswoche absolviert…“, hatte Coach Enskat so auch Verständnis für die noch mangelhafte Abstimmung. Nach einer frühen Auszeit kamen dann auch die Merlins besser ins Spiel, um schließlich mit einem Dreier von Benjamin Lischka zum Viertelende bis auf 19:15 zu verkürzen. Wichtige Impulse kamen im folgenden zweiten Viertel dann von der Bank und hier eben auch von Lischka, der in seinen 16 Minuten Einsatzzeit, bis auf ein unnötiges technisches Foul, ein solides Comeback nach langer Verletzungspause ablieferte. Der zweite Spielabschnitt spiegelte gleichzeitig die stärkste Phase der Merlins wider. 15:26 ging dieser Durchgang an die Crailsheimer, die mit ihrem Tempospiel nun auch zu einfacheren Punkten kamen und so zur Halbzeit eine 34:41 Führung mit in die Kabine nehmen konnten.
Nach ausgeglichenem dritten Viertel, ging es so mit einer 50:58 Punkte Führung in den entscheidenden Schlussabschnitt, in dem die kämpferischen Gastgeber nicht nur wieder heran kamen, sondern sogar knapp an den Merlins vorbeiziehen konnten. Zu viele individuelle Fehler und schlechte Entscheidungen, bemängelte Enskat hier im Nachhinein. Doch unter dem größten Druck waren es dann die Merlins, die sich wieder ins Spiel zurück kämpften. Joe Buck unter den Körben und mit wichtigen Punkten von der Freiwurflinie; neben ihm jedoch auch Neuzugang Cook, der im Spielverlauf immer besser ins Geschehen eingreifen konnte, zeichneten sich hier hauptsächlich verantwortlich. Zweimal hatte Essen in der Schlussphase noch die Chance auf den Ausgleich, doch die Würfe wurden zur Beute der Crailsheimer Reboundüberlegenheit (+10 Rebounds). Dass dazu noch starke 20 von 23 Freiwürfen den Weg in den Korb der Gastgeber fanden, tat sein Übriges, um schließlich den 73:78 Sieg der Merlins unter Dach und Fach zu bringen.
So konnte man erleichtert, mit einem wichtigen Auswärtserfolg, die Heimreise antreten. Nächste Woche muss im Training jedoch verstärkt im Fünf gegen Fünf an der Abstimmung in Angriff und Verteidigung gearbeitet werden, ließ Coach Enskat ausblicken. Mit dem ersten Auftritt seines neusten Merlins, war Manager Romig durchaus zufrieden. „Man hat Aarons Potential bereits aufblitzen sehen.“, so Romig, „Es war jedoch noch nicht alles Gold und einiges an Luft nach oben. Wenn es ihm gelingt, schnell seinen Rhythmus zu finden, wird er uns hoffentlich noch einige Freude bereiten können.“
Die Chance, einen ersten Eindruck hiervon zu erlangen, bietet sich am kommenden Samstag auf dem heimischen Parkett der HAKRO Arena gegen die Cuxhaven Baskets.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen TC Buckenmaier und Optik Extrascharf-dieLounge oder im Internet über www.reservix.de bezogen werden und als Print@home-ticket gleich ausdruckbar.
Die Pause zwischen dem Weihnachtsspiel, das erst wenige Tage zurückliegt, und dem 17. Spieltag, mit dem es am Wochenende schon weitergeht, fiel bekanntermaßen nur kurz aus. "Die Hinrunde ist für uns sensationell verlaufen, was auch damit zu tun hat, dass die Liga enger zusammengerückt ist", betont Teammanager Martin Romig. "Doch mit ein bisschen Glück stehen wir jetzt um ein paar Siege besser da, als die große Masse. Dennoch müssen wir den Spielplan in der Rückrunde stets vor Augen haben, wo mehr Auswärts- als Heimspiele auf uns warten. Doch wenn auch die letzten Abstiegsbefürchtungen ad acta gelegt worden sind, können wir uns auf die Konstellation für die Play-offs konzentrieren." Als Auftaktgegner wartet das Team aus Essen (Samstag, 19.30 Uhr) auf Ingo Enskat und seine Schützlinge. "In der Hinrunde haben uns die Essener in einem engen Spiel alles abverlangt und nach relativ schwachem Start inzwischen einen Lauf hingelegt", erklärt Romig weiter. Eine echte Verstärkung ist zudem Kevin Wysocki (ehemals Würzburg), der inzwischen acht Spiele für das Team aus Nordrhein-Westfalen absolviert hat. "Trotzdem spielen wir auswärts, also keine einfache Geschichte. Mal sehen, wie wir aus der Weihnachtspause kommen werden." Im Trainingsbetrieb der Merlins zeigte sich in den letzten Tagen ein neues Gesicht. Aaron Cook (gesonderte Vorstellung folgt noch) ist sein Name, und er kam über die letzten Stationen Cuxhaven und Mitteldeutscher BC nach Crailsheim. Ende Oktober fiel Cook wegen einer gebrochenen Hand aus und konnte für den MBC nur drei Spiele absolvieren. "Er hat die nötige Spielintelligenz, kennt die Liga gut und sollte uns mit seiner Erfahrung sicherlich helfen können", spricht Martin Romig über den 1,86 Meter großen Guard, der für die Positionen 1 und 2 infrage kommt. "Damit wollen wir uns auf die Endphase der Hauptrunde vorbereiten, Verletzungen vorbeugen und den internen Kampf um Minuten und Plätze sicherstellen", macht Romig deutlich, dass Cook als Ergänzung und nicht als Ersatz für einen Kollegen gedacht ist. Sicherlich eine sinnvolle Maßnahme, zumal die Konkurrenz, in der noch bis Ende Januar laufenden Wechselfrist bislang auch nicht untätig geblieben ist. Ob der Neue in Essen schon spielen darf, steht zur Stunde noch nicht fest. Derweil ist Jeremy Dunbar noch verletzt. Kapselriss und Bänderdehnung im Finger erfordern wohl eine Zwangspause bis Mitte/Ende Januar - "wenn es gut läuft" (Martin Romig). Benjamin Lischka trainiert inzwischen wieder, hat aber sicherlich noch einen Rückstand aufzuholen. Spieltag im Überblick: Science City Jena - VfL Kirchheim Knights (Freitag), Cuxhaven BasCats - Saar-Pfalz Braves, ETB Wohnbau Baskets Essen - Crailsheim Merlins (Samstag, 19.30 Uhr), BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen - Erdgas Ehingen/Urspringschule, Gloria GIANTS Düsseldorf - BG Karlsruhe, USC Heidelberg - BV Chemnitz 99
Merlins-Manager Martin Romig verriet, dass er mit Dirk Dunbar, Vater des derzeit verletzten Spielers Jeremy Dunbar, einen Ausflug ins Hohenloher Hinterland gemacht hat. "Da kennt er sich jetzt aus", sagte der Präse vor dem Spiel auf der Videoleinwand. Daddy Dunbar gefiel es dort so gut, dass das Lokal erst spät in der Nacht verlassen wurde.
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Auch einige Ex-Merlins, zum Beispiel Harald Debelka und Karim Aw, ließen sich das Weihnachtsspiel nicht entgehen. Der frühere Kapitän Daniel Dörr, jetzt wieder für den TV Lich in der Pro B am Ball, sagte im Halbzeit-Interview, dass er sehr gerne wieder dabei gewesen wäre als Spieler. Und er betätigte sich auch als Prophet. Trotz des Rückstands zur Pause war "Locke" felsenfest davon überzeugt, dass Crailsheim das Spiel noch gewinnen wird.
Trotz aller sportlichen Rivalität blieb beim Weihnachtsspiel auch Zeit für tolle Gesten: Jonathan Genck vom Gegner Leitershofen hechtete spektakulär in die Zuschauer und rettete den Ball vor dem Aus. Dabei krachte er in einen Zuschauer, bei dem er sich in der nächsten Spielunterbrechung entschuldigte. Eigentlich ein Kandidat für einen Fairness-Preis.
Eine vorweihnachtliche Bescherung konnten die Merlins und zwei Partner vermelden: Der Hauptsponsor VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim hat den Vertrag mit den Merlins bis 2015 verlängert. Und auch unsere Partnerzeitung Hohenloher Tagblatt bleibt weiterhin Medienpartner der Basketballer.
Manche Spieler haben das ganze Feld im Blick - wie Leitershofens Jan Lipke. Der frühere Bundesliga- und A-2-Nationalspieler hob vom Parkett einen silbernen Herzohrring mitten im vierten Viertel auf und deponierte ihn bei der Zeitabnahme. Das spitze Schmuckstück verlor eine der Tänzerinnen, die die Pausen wieder glänzend überbrückten und auch bei der imponierenden Schwarzlicht-Show vor der Partie die Zuschauer begeisterten. Genauso wie Supertalent Sebastian Stamm, der erneut am Chinesischen Mast brillierte.
Mit einem dicken Schädel wird heute wohl Skyler Bowlin aufwachen. Nach einem Zusammenprall mit Merlin Joe Buck trug er eine blutende Platzwunde unter seiner Lockenpracht davon. "Vielleicht muss ich noch ins Krankenhaus", unkte der Aufbauspieler der Gäste.
Ein dickes Lob aus berufenem Munde erhielt das junge Kampfgericht der Merlins. Chris Hermann, Halim Amani, Albert Exler und Co. lobte der Kommissar Horst Molitor, der normalerweise nur in der Bundesliga zugegen ist, über den grünen Klee. Ihre Leistung sei absolut BBL-tauglich, gestand Molitor.
Wer bei den Spielen genau hinhört, kann erkennen, dass für einige Spieler ein eigenes Lied ertönt, wenn sie Punkte machen. Bei Blanchard Obiango erklang zum Beispiel nach einem Freiwurf der Jingle einer bekannten Baumarktkette: "Wie, wo, was, weiß Obi."
Zum Gelingen der Veranstaltung, die mit einer großen Party nach dem Spiel endete, trugen nach Angaben der Merlins-Verantwortlichen übrigens rund 300 freiwillige Helfer bei.
Jubelnd stürmte Joe Buck nach Ende der Partie gegen die BG Leitershofen/Stadtbergen aufs Parkett der Arena Ilshofen, drückte und umarmte seinen Kollegen Jared Stohl. Der hatte vorher nicht weniger als sechs Dreier aufs Parkett gezaubert, zwei davon in Folge im letzten Viertel, als sich die Merlins gegen das überraschend stark auftretende Schlusslicht absetzen konnten. Wobei sich Merlins-Coach Ingo Enskat nicht besonders verwundert über die couragierte Vorstellung des Aufsteigers beim Weihnachtsspiel zeigte. "Das war definitiv nicht der Gegner, den ich mir ausgesucht hätte", betonte Enskat. "Denn Leitershofen konnte unbeschwert aufspielen, hatte in der Tat nichts zu verlieren und kam zudem mit dem Schwung des zweiten Saisonsieges aus der Vorwoche nach Ilshofen angereist." Entsprechend treffsicher präsentierten sich die Gäste auch zunächst.
Fünf von sechs Dreiern fanden im ersten Viertel den Weg ins Ziel, während bei den Merlins in dieser Hinsicht zunächst komplette Funkstille herrschte - bis Jared Stohl später aufs Parkett kommen sollte. Erst mal hielt Mark Hill (elf Punkte im Auftaktviertel) die Hausherren im Spiel. Doch die BG, bei der Ex-Merlin Felix Förster (zwei Punkte) starten durfte, ließen sich zunächst überhaupt nicht beeindrucken, profitierten in den ersten Vierteln freilich auch von der zum Teil zu laxen Defense der Hausherren. "Wir haben heute gegen zwei Gegner gespielt", analysierte Ingo Enskat im Nachhinein. "Nämlich gegen Leitershofen und gegen uns selbst. Jeder wollte 100 Prozent geben in puncto Aggressivität und Intensität. Aber den Jungs war die Nervosität anzumerken. Und dann trifft man schon mal die falsche Entscheidung."
Nach der Pause hat Enskat in der Verteidigung an zwei Stellschrauben gedreht, und diese Umstellung trug Früchte. "Wir konnten damit die einfachen Würfe der Gäste, die ja eine tolle Dreierbilanz hatten, besser kontrollieren und unterbinden." In der Offensive hatte Darryl Webb im zweiten Viertel schon für mächtig Energie gesorgt, und im dritten Durchgang schafften die Merlins tatsächlich die Wende. Joe Buck bewies ein sicheres Händchen von der Freiwurflinie und steuerte im dritten Durchgang elf wichtige Punkte bei. Darryl Webb schließlich war es vorbehalten, die Merlins fünfeinhalb Minuten vor Ende des dritten Viertels in Führung zu bringen. Mit 28 Punkten sollte er zudem zum absoluten Topscorer der Partie avancieren.
Mit einem Plus von sechs Zählern gingen die Merlins dann in den finalen Abschnitt. Leitershofen konnte hier zunächst noch einmal verkürzen, doch dann schlug die große Stunde von Jared Stohl, der mit drei Dreiern in kurzer Zeit für den entscheidenden Vorsprung der Merlins sorgte. Den Gästen blieb nicht mehr als Ergebniskosmetik. Dennoch trat Leitershofen, mit neuem Amerikaner und Ex-A-2-Auswahlspieler Jan Lipke, selbstbewusst auf und wird in dieser Verfassung sicherlich noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Acht Sekunden vor Ende war die Entscheidung über Sieg und Niederlage gefallen, und die Coaches Ingo Enskat und Stefan Goschenhofer gaben sich am Spielfeldrand bereits die Hand. Einzige offene Frage: Würde es reichen für die Hundert? Mark Hill erzielte den Punkt zur Dreistelligkeit.
Viertel: 24:28 / 43:48 / 74:68 / 101:93
Merlins: Webb 28, Hill 21, Stohl 18, Buck 17, Baptist 8, Tetzner 5, Obiango 3, Kling 1, Sivorotka, Lischka, Kieser. Leitershofen: Hassan 21, Richardson 20, Lipke 12.
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Auf eine gigantische Überraschung dürfen sich die Zuschauer beim Weihnachtsspiel freuen. Einen wesentlichen Teil dazu beitragen werden wie schon seit vielen Jahren die Nachwuchstänzerinnen der Tanzschule „Movin“ aus Crailsheim.
Zusammen mit den Breakdancern aus Roßfeld werden sie bei der „Intro-Show“ vor dem Spiel in der Arena Ilshofen auftreten. Zudem sind weihnachtliche Tanzeinlagen in der Halbzeitpause und den Auszeiten geplant.
Bereits seit über einem Monat üben die 8- bis 18-Jährigen für diesen Auftritt vor großem Publikum. Bis zu dreimal wöchentlich ist deshalb Training für die knapp 50 Nachwuchstänzerinnen angesagt, damit morgen Abend auch alles perfekt klappt. Lediglich zwei gemeinsame Proben aller Teilnehmer stehen dafür zur Verfügung. „Es ist schwierig, alle unter einen Hut zu bekommen. Aber jeder kennt seinen Part und weiß, was er machen muss.“
Gemeinsam mit Tina Estner hat sich Vanessa Schäfer die Choreografien für die Mädchen ausgedacht. Sie zeichnet verantwortlich für den Part der Cheerleader Teens.
„Allerdings kann man nicht alles eins zu eins umsetzen, was man geplant hat, und muss bei den Übungseinheiten kurzfristig improvisieren oder umstellen. Ganz wichtig ist, dass man mit der Musik ein möglichst breites Spektrum aller Altersgruppen anspricht“, erklärt die lizenzierte Trainerin.
„Keiner kann sich vorstellen, wie viele Arbeitsstunden allein in der Vorbereitung stecken.“
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Der PartyPass ist eine gute Möglichkeit für minderjährige (unter 18) Festbesucher, bei Festen eingelassen zu werden. Jeder Veranstalter, der Wert auf Jugendschutz legt, hatte bislang die Möglichkeit, den Personalausweis einzubehalten, um einen Überblick über die anwesenden Jugendlichen zu haben. Das geht seit Oktober 2010 nicht mehr, als das Personalausweisgesetz geändert wurde.
Nun besteht mit dem PartyPass die Möglichkeit, dass genauso weiterverfahren wird wie bisher: Anstatt des Personalausweises wird der PartyPass (nach Kontrolle, ob die Angaben korrekt sind) abgegeben und nach der Veranstaltung wieder abgeholt.
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Zum X-Mas-Game der Crailsheim Merlins am 23.Dezember wird wieder in Kooperation mit dem Busunternehmen Marquardt ein Busshuttle eingesetzt. So können die begrenzten Parkmöglichkeiten vor Ort umgangen werden, der Führerschein muss nicht gefährdet werden und man kommt ruhig, sicher und entspannt zur Arena Hohenlohe nach Ilshofen. Und wenn man genug gefeiert hat auch wieder nach Hause.
Fahrtroute: - Volksfestplatz, Sportarena - Stadtmitte, Karlstraße - Haller Straße I (Bushaltestelle beim Autohaus Mulfinger) - Haller Straße II (Bushaltestelle vor Möbel-Bohn) - Roßfeld, Ortsmitte
Mit dem Mitteldeutschen BC (MBC) kommt nun ausgerechnet der Tabellenführer und Topfavorit am Samstag um 20 Uhr in die Hakro-Arena nach Crailsheim. Das Team aus Weißenfels ist in bestechender Form und hat zuletzt die Saar Pfalz Braves mit beinahe 40 Punkten Unterschied nach Hause geschickt. "Der MBC ist auf jeder Position doppelt gut besetzt. Eine qualitativ ganz starke Mannschaft mit einigen Spielern auf Erstliganiveau", lautet Enskats Einschätzung des scheinbar übermächtigen Gegners. Dennoch will er nicht als chancenloser "Underdog" in diese Partie. "Warum soll uns nicht wieder so eine Überraschung wie in der letzten Saison gegen Würzburg gelingen." Enskat spricht allgemein von einer sehr ausgeglichenen Liga. "Wer nicht an sein Maximum geht, verliert eben seine Spiele wie wir zuletzt gegen Heidelberg." Seinen jungen Spielern fehlt noch die Konstanz. Zudem hat sich noch kein richtiger Führungsspieler herauskristallisiert, der das Spiel in die Hand nimmt und dann auch die richtigen Entscheidungen trifft. Im spielnahen Training arbeitet Enskat momentan intensiv an der Feinabstimmung. "Da klappt es schon ganz gut, aber in Drucksituationen müssen die Jungs noch dazulernen. Ich kann auch nicht erwarten, dass wir jedes Spiel dominieren", sieht er sein Team momentan in einer ähnlichen Rolle wie Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Ein paar Kleinigkeiten will der erfahrene Merlins-Trainer ändern, "aber wichtig ist vor allem der Kopf. Ich denke, in dieser Phase ist es gut, dass wir gegen den Tabellenführer spielen. Wir haben nichts zu verlieren und jeder weiß, um was es geht und gibt 100 Prozent." Dabei kann Enskat aus dem Vollen schöpfen. Gleich zweimal innerhalb von drei Tagen muss der MBC auswärts ran. Am Donnerstag stand die Auswärtspartie in Ehingen auf dem Programm. "Wir spielen auf Sieg und wollen mit einer aggressiven Teamverteidigung und einer mannschaftlichen Offensivleistung den Erfolg", gibt Weißenfels Trainer Silvano Poropat die Richtung vor.
Eine Verlängerung musste die Entscheidung bringen, die schließlich ganz den Crailsheimern gehörte. Lediglich vier gegnerische Punkte wurden von den Gästen zugelassen, im Gegenzug aber zwölf eingestreut. Am Ende jubelten acht kämpferisch auftretende Nachwuchszauberer in der Tübinger Uhlandhalle und feierten ihren ersten Saisonsieg (78:86). Angetreten mit nur acht Spielern waren die Jungs um Trainer Benjamin Schweigert krasser Außenseiter. Das konnte man den Crailsheimern, die zuvor noch kein Spiel für sich entscheiden konnten, in den ersten zehn Minuten anmerken. Beim Stand von 41:36 trennten sich die Teams zum Seitenwechsel. Im zweiten Durchgang kamen die jungen Nachwuchszauberer mit ordentlichem Selbstvertrauen aufs Parkett zurück und kämpften um jeden Zentimeter . Ein ernüchterndes 60:51 leuchtete auf der Anzeigetafel nach dem dritten Viertel. Doch noch waren zehn Minuten zu spielen und jeder wollte den Sieg. Punkt für Punkt schmolz der Tübinger Vorsprung im letzten Viertel, und so stand es 74:74 nach den regulären 40 Minuten. pm TSV Crailsheim: Moritz Heck, Leonard Jäschke, Alix Exler, Manuel Muoio, Cedric Gosse, Timo Großmann, Max Knödler und Nico Möbus.
Ein rascher Blick auf die statistische Zahlenarithmetik der Merlins bleibt bei einem Namen hängen: Billy Baptist - Dahinter steht die Zahl 40 zu lesen. Baptist hat also komplett durchgespielt, 15 Punkte erzielt und 16 (!) Rebounds geholt. "In der Tat geht ein dickes Kompliment an Billy, der sich von Kampfgeist und Engagement her super präsentiert hat", betont Merlins-Coach Ingo Enskat. "Dennoch hat er, wie wir auch als gesamte Mannschaft, quasi zwei Gesichter gezeigt, denn die Schussauswahl ließ zu wünschen übrig, und in entscheidenden Phasen haben wir zu kopflos agiert", legt der Crailsheimer Coach nach. Eigentlich nahm das Unheil von Beginn an seinen Lauf, denn die Merlins lagen kurzerhand mit 4:20 im Hintertreffen. "Uns fehlt ein erfahrener Spieler, der in kritischen Situationen auch die richtigen Entscheidungen trifft. Die Jungs haben sicherlich gekämpft, es hat aber an der nötigen Kontrolle gemangelt. Die hat auch Mark Hill nicht gewonnen. Als Aufbauspieler ist er der Chef auf dem Feld, wenn das aber nicht klappt und dann auch noch erzwungene Würfe dazukommen und 0:7-Dreier zu Buche stehen, wird es schwierig", macht Ingo Enskat deutlich. Zufrieden war der Coach neben dem Auftritt von Billy Baptist in erster Linie mit Sebi Klings Leistung. "Er wirft nicht oft, aber er bringt dafür wenigstens die Kollegen in aussichtsreiche Positionen." Nach schwachem erstem Viertel machten die Gäste allerdings wieder Boden gut, gewannen den zweiten Durchgang und verkürzten in der Folge bis auf sechs Punkte. "Wir waren wieder auf Schlagdistanz dran, haben uns doch dann erneut - im Fußball würde man vielleicht sagen durch Stockfehler - um den möglichen Lohn gebracht." Bei Heidelberg machte 2,13-Meter-Hüne Björn Schoo ein sehr gutes Spiel und warf seine Größenvorteile immer wieder erfolgreich in die Waagschale. "Der USC hat eine gute Mannschaft und vernünftig gespielt", zollte Enskat den Hausherren Respekt. "Wir sind keine Topmannschaft, nur weil wir mal auf dem zweiten Platz gestanden haben. Das hatte mit dem Spielplan und auch mit etwas Glück beim einen oder anderen Spiel zu tun. Gegen gleichwertige Teams können wir nur bestehen, wenn wir unser maximales Leistungsvermögen auch abrufen. Wir spielen jetzt gegen den Tabellenführer. Sollten wir da verlieren, hätten wir eine 8/6-Bilanz nach der Vorrunde und würden mit anderen zusammen um den letzten Play-off-Platz spielen. Viertel: 24:11 / 12:17 / 24:18 / 15:16 Statistik Heidelberg: Björn Schoo 21, Jerrell Williams 12, Paul Zipser, Janis Heindel je 10 Merlins: Billy Baptist 15 Punkte (16 Rebounds), Darryl Webb 12, Joe Buck 10, Jared Stohl 9 (3 Dreier), Jeremy Dunbar 6 (2), Antonis Sivorotka 5, Blanchard Obiango 4, Sebi Kling 1, Hill, Tetzner.
Die knappe und durchaus unglückliche Heimniederlage aus der Vorwoche gegen Chemnitz ist schon wieder Geschichte. "Wir haben in der Folge normal trainiert", beantwortet Coach Ingo Enskat die Frage nach einem möglichen Folge-Donnerwetter. "Denn Basketball ist ja ein Mannschaftssport, und in der Regel handelt es sich nicht um die Schuld eines Einzelnen, sondern es sind mehrere beteiligt, wenn die Partie so knapp verloren geht." In der Woche haben sich die Korbjäger aus Crailsheim wie gewohnt vorbereitet. Der eine oder andere hat ein wenig gekränkelt, verletzungsbedingte Ausfälle gab es im Vorfeld nicht zu beklagen. Und auch der Tatbestand, dass am Sonntag gespielt wird, trieb Ingo Enskat nicht weiter um. "Wir nehmen es, wie es kommt. Der Gegner hat die Halle eben zu diesem Zeitpunkt, und wir können daher am Samstag noch eine zusätzliche Trainingseinheit vorsehen. Dabei werden wir die taktischen Vorgaben noch einmal durchgehen und am Vormittag des Spieltages wiederholen." In der Tabelle liegen beide Mannschaften drei Plätze (Crailsheim Vierter und Heidelberg Siebter) auseinander. Mit vier Punkten mehr ist das Konto der Korb-Zauberer aus Crailsheim ausgestattet. "Heidelberg hat ein starkes Team und ist besonders auf den großen Positionen sehr gut besetzt. Man denke nur an Björn Schoo mit seinen 2,13 Metern und Oliver Komarek, der es auf 2,10 Meter bringt. Dazu haben sie mit Watts noch einen kleineren, aber an den Brettern auch durchsetzungsfähigen Spieler, wie wir früher mit Sean Brooks", betont der Crailsheimer Coach. "Außerdem verfügt der USC mit Charles Burgess und Clint Sargant über gute Scorer und kann auch auf solide deutsche Spieler wie Kai Barth bauen." Grundsätzlich erwartet Enskat ein ausgeglichenes Spiel mit einer Chancenvorgabe von 50:50. "Ich denke die Tagesform wird, wie so oft in dieser Saison, den Ausschlag geben und die Frage, wie einem eine Mannschaft liegt", legt Ingo Enskat nach. "Heidelberg zeigt sich auswärts ähnlich stark wie zu Hause. Dort ist die Atmosphäre nicht so enthusiastisch, so dass sich die Mannschaft auch selber pushen muss." Beim USC Heidelberg, dem Team von Coach Uwe Sauer, sieht man nach dem letzten Wochenende ein wenig entspannter in die Zukunft. Eine konstante Leistung mit einer überzeugenden Teamarbeit gerade im letzten Viertel der Partie gegen die Saar-Pfalz Braves verschaffte den Kurpfälzern den ersehnten Auswärtssieg und erstmals seit dem 6. November wieder zwei Punkte. Paul Zipser (USC, Youngster des Monats) gibt einen Ausblick: "Natürlich ist das Spiel sehr wichtig für uns, gerade weil Crailsheim vor uns in der Tabelle steht. Genau dort wollen wir hin. Platz vier wäre super. Die Merlins sind ein Gegner, der uns liegt. Wir haben richtig gute Matchups." Weiter spielen: Cuxhaven - Kirchheim, Chemnitz - Ehingen, Paderborn Baskets - Düsseldorf, ETB Wohnbau Essen - BG Karlsruhe, Mitteldeutscher BC - Saar-Pfalz Braves, Leitershofen - Nürnberg.
Diskussionen: Sieg oder Verlängerung lautete die entscheidende Frage. Mit anderen Worten: Gab Izhizaki Takumi, japanischer Nationalspieler in Diensten des BV Chemnitz 99 seinen finalen Dreipunkte-Wurf noch im Rahmen der laufenden Spielzeit ab - oder war die bereits vorüber? Im allgemeinen Trubel ganz schwer zu beurteilen und selbst das Schiedsrichter-Trio benötigte eine Beratungs-Zeit, ehe die Entscheidung erging, die da lautete: Korb zählt! Unentschieden 80:80! Verlängerung nötig!
Crailsheims Coach Ingo Enskat brachte freilich eine ganz andere Sequenz, kurz davor, gehörig auf die Palme: "Zwölf Sekunden vor dem Ende lagen wir mit drei Punkten in Führung und waren nicht dazu in der Lage zu foulen. Das ist jetzt schon das zweite Mal, nach dem Nürnberg-Spiel, dass ein Spieler, das was in der Auszeit besprochen wurde nicht umsetzen kann - darüber wird am Montag noch intensiv zu reden sein!" Recht hat der Coach, wobei die Merlins auch unabhängig von der strittigen Dreiersituation am Ende der regulären Spielzeit, sowohl vorher, als auch dann in der späteren Verlängerung genügend Möglichkeiten hatten, die Partie für sich zu entscheiden. Unter anderem in der Schlussphase der fünfminütigen Overtime, als sie mit einem Punkt zurück lagen (90:91), und es in 19 Sekunden Restzeit bei eigenem Ballbesitz nicht schafften, den womöglich entscheidenden Korb zu erzielen.
"Ich war im Vorfeld eigentlich ganz positiv gestimmt, denn wir haben in der Woche sehr gut gearbeitet", betonte Ingo Enskat nach der Partie. "Und wir schienen auf dem richtigen Weg. Schade, dass jetzt eine individuelle Situation die Entscheidung gegen uns bewirkt hat. Sonst hätten wir die nächsten Spiele noch mit mehr Energie angehen können. Aber jetzt wird jeder erst mal den Kopf hängen lassen", erklärte der Coach unmittelbar nach der Partie, doch inzwischen wird die Welt sicherlich schon wieder anders aussehen.
Dabei verlief der Auftakt für die heimischen Korbjäger nach Maß. Mit 18:6 drückten sie mächtig auf die Tube und legten eine respektable Distanz zwischen sich und den eher abwartend beginnenden Gegner. "Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon ein bisschen schwarz gesehen", räumte Felix Schreier, junger Trainer bei den Gästen, im Nachhinein freimütig ein. "Doch danach haben wir uns wieder zurück ins Spiel gekämpft, um dann im zweiten Viertel doch wieder ins Hintertreffen zu geraten. In der Folge war es dann ein enges Match, das der gewinnt, der mehr Glück hat oder eben weniger Fehler macht". Wobei die Gäste zunehmend selbstbewusster auftraten, sicherlich im Gefühl, an diesem Abend in Crailsheim etwas reißen zu können. Und es hat tatsächlich viel geklappt im Spiel der Sachsen. So erzielte Gary Johnson (Nummern 5), der übrigens die Partie komplett durchspielte, einen unglaublichen Dreier aus einer Distanz zwischen Dreier- und Mittellinie zum 43:40, unmittelbar vor der Halbzeit. Zum Ende des dritten Viertel legte er eine weitere ähnliche Situation, nicht ganz so weit vom Korb entfernt, nach. Und auch Jorge Schmidt versenkte fünf von acht Dreiern. Mit 55:36 Prozent spricht diese Statistik eindeutig für Chemnitz, bei dem knappen Verlauf sicherlich spielentscheidend. Kurioserweise - oder auch nicht - weil die Konzentration der Hausherren nachließ - streute Chemnitz - fast unmerklich in den Schlussphasen der jeweiligen Viertel mehrere, zum Teil einfache Korberfolge ein und brachte sich damit stets wieder in eine respektable Ausgangsposition.
Bei den Merlins war der Faden nach dem forschen Beginn gerissen, sie bemühten sich zwar redlich, doch ein rechter Spielrhythmus wollte sich nicht mehr entwickeln. In der Offensive tat sich bei den Hausherren zunächst Mark Hill (erstes und drittes Viertel) hervor. Billy Baptist brachte mit einem Dreier und einem weiteren Korb nach steal in der Defense im zweiten Viertel viel Energie in die Partie, ehe Darryl Webb, besonders in Durchgang vier und Verlängerung zu großer Form auflief. Neben seinen stattlichen 32 Punkten brachte er es zudem auch noch auf 15 Rebounds (Joe Buck steuerte zehn mit bei).
Ingo Enskat ging nach der Partie dann doch recht rasch wieder zur Tagesordnung über. "Chemnitz hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Und wir nehmen es immer als so selbstverständlich an, Mannschaften wie Chemnitz zu schlagen. Dabei sind die nicht besser und nicht schlechter, als wir auch". Gästecoach Felix Schreier sparte nicht mit lobenden Worten für die Merlins. "Crailsheim spielt eine tiefe Rotation, was es möglich macht, auf konstant hohem Level zu agieren. Und die Merlins stehen, bis jetzt zu Recht auf dem zweiten Tabellenplatz". Schreier erwartet die Zauberer aus Crailsheim in den Play-offs und hofft auch für seine Mannschaft auf einen Platz im Bereich zwischen fünf und acht. "Vielleicht sehen wir uns ja dann in den Play-offs wieder"! Unter dem Strich eine ärgerliche Niederlage. Insbesondere, wenn man das Zustandekommen berücksichtigt. Doch betrachtet man den bisherigen Saisonverlauf - sicherlich keine Beinbruch!
Viertel: 26:18, 17:22, 17:22, 20:18, 10:12 Stände: 26:18 / 43:40 / 60:62 / 80:80 / 90:92
Spielfilm: 9:4 / 16:4 / 19:8 / 22:13 / 26:18 (1.V.) 31:23 / 33:26 / 39:34 / 43:37 / 43:40 (Halbzeit) 44:41 / 45:44 / 47:47 / 52:53 / 60:56 / 60:62 (3.V.) 64:66 / 67:71 / 72:75 / 77:77 / 80:77 / 80:80 (4.V.) 82:82 / 84:85 / 86:91 / 90:91 / 90:92 (VL)
Punkte Merlins: Webb 32 (2 Dreier; 15 Rebounds), Hill 18 (3 Dreier), Baptist 15 (2), Buck 12 (10 Rebounds), Obiango 4, Dunbar 3 (1), Stohl 2, Kieser 2, Tetzner 2, Kling, Sivorotka Chemnitz: Johnson 27 (3 Dreier, 14 Rebounds), Schmidt 17 (5) , Shaw 17 (1)
Doch Romig, kurz Präse genannt, engagiert sich zudem auch seit Jahren in der Vorstandschaft der Arbeitsgemeinschaft (AG) Zweite Liga. Hauptamtlicher Geschäftsführer der übergeordneten Jungen Liga (DJL GmbH) ist Nicolas Grundmann, ihr Mehrheitsgesellschafter die Arbeitsgemeinschaft (AG) Zweite Bundesliga. Deren Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Erst vor Kurzem verabschiedete sich der langjährige Vorstandvorsitzende Martin Hornberger, nach 22 Jahren in dieser Funktion, von den Vertretern der insgesamt 40 Zweitligisten. Er wird sich künftig in erster Linie als Geschäftsführer um die Belange des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn 07 kümmern. In Anerkennung seines Engagements wurde er einstimmig zum Ehrenvorsitzenden der AG gewählt. Sein Nachfolger heißt Hansjörg Tamoj (Bad Honnef) und war früher Vorsitzender des Rhöndorfer TV. Als Stellvertreter fungieren Johannes Kopkow (Nürnberg) und Carsten Bierwirth (Bremen). Die Vorstandschaft komplettieren Sabine Kaminski (Hagen; Finanzen), sowie Martin Romig (Crailsheim) als Vertreter der Pro-A-Mannschaften und Stefan Schwope (Braunschweig), der diese Aufgabe für die Pro-B-Ligisten wahrnimmt. Auf einen griffigen Nenner gebracht, kümmert sich das Gremium darum, partnerschaftlichen Umgang mit der ersten Liga und dem Deutschen Basketball Bund (DBB) zu pflegen und interne Entwicklungen voranzutreiben, wie Martin Romig betont.
Karten für das traditionelle Weihnachtsspiel jetzt sichern.
Bereits seit mehreren Wochen laufen im Jubiläumsjahr der Crailsheim MERLINS die Vorbereitungen für das legendäre Weihnachtsspiel 2011 in der Arena Hohenlohe. Das Weihnachtsspiel findet in diesem Jahr wieder traditionell einen Tag vor Heiligabend, am 23.Dezember, gegen Aufsteiger BG Topstar Augsburg-Leitershofen statt.
Die Vorbereitungen für das größte Sportevent in der Region laufen auf Hochtouren. Gespielt wird auf dem „heiligen“ Parkettboden, auf dem bereits NBA-Champion Dirk Nowitzki mit der deutschen Nationalmannschaft schon spielte. In den vergangenen Wochen und Monaten zerbrachen sich die Organisatoren sowie alle Beteiligten Akteure und Gruppen, wie man das letztjährige geniale Weihnachtsspiel, mit dem Auftritt von „Supertalent-Akteur“ Sebastian Stamm, noch toppen kann.
„Ich freu mich schon riesig,“ äußert sich Pimp, der berühmteste Hallensprecher der Liga. "da wird die Hütte wieder brennen, im positiven Sinne!“
Auch Manager Martin Romig ist gespannt, welche Überraschungseier dieses Mal im Showteil ausgepackt werden. „Wie in den vergangenen 20 Jahren bin ich nicht eingeweiht, was das Rahmenprogramm angeht. Ich bin jedoch überzeugt, dass alle Zuschauer neben einem guten Basketballspiel ein kurzweiliges und attraktives Rahmenprogramm serviert bekommen.“
Abgesehen von den neuen Ideen, mit denen man die Zuschauer jedes Jahr aufs Neue überrascht, bleibt manch Gutes doch beim Alten: Das Kombiticket.
Wer eine Karte fürs Weihnachtsspiel kauft, kann ein Zusatzticket für eines von drei weiteren Heimspielen auswählen. Und das Ganze für gerade mal 2 Euro mehr! Man muss sich beim Kauf der Weihnachtsspielkarte nur entscheiden, für welches Spiel die Karte gewünscht wird und kriegt sie gleich mit dazu! Aufgrund der Kapazitätsgrenzen in der Sportarena stehen für jedes dieser drei Spiele 600 Tickets zur Verfügung. Diese zusätzliche Karte ist selbstverständlich übertragbar.
"Das soll zum einen ein Dankeschön an unsere treuen Fans sein und für die reinen Weihnachtsspielgucker den Anreiz schaffen, ein weiteres Spiel in der neu umgebauten „HAKRO-Arena“ sehen zu können" , freut sich Abteilungsleiter Sebastian Klunker über diese Art des Rabatts.
Neben dem Kombiticket gibt es selbstverständlich auch ein ganz reguläres XMas-Game-Ticket einschließlich Party.
Zum Kombiticket, stehen folgende Partien zur Auswahl: • Das Revanche-Spiel gegen Cuxhaven am 14.11.2011 • Das Lokalderby am 11.2.2011 gegen die BG Karlsruhe • Sowie im Vorfeld der Playoffs das Aufeinandertreffen mit den Saar-Pfalz Braves am 25.2.2011.
Karten können ab sofort, an den bekannten Vorverkaufsstellen TC Buckenmaier und Optik Extrascharf-dieLounge oder im Internet über www.reservix.de bezogen werden und als Print@home-ticket gleich ausdruckbar. Für Erwachsene kostet das Kombiticket 22 Euro, für Jugendliche 20 Euro, die Einzelkarte einschließlich XMAS-Party beträgt: 20,-- €/Erwachsene, 18,-- € Ermäßigte sowie für Kinder bis 12 Jahre 12,-- € (nur in Begleitung eines Erwachsenen) zzgl VVK-Gebühren im Online-Verkauf.
Wobei Gästecoach Ralph Junge besonders die mageren sieben Punkte, darunter ganze zwei Körbe aus dem Feld, zu denken geben, die der Aufsteiger in den finalen zehn Minuten zustande brachte. Darüber hinaus verwies Junge auf die einschlägigen Statistiken, die am Samstag den Unterschied ausgemacht haben. Bei den Dreiern lagen die Merlins mit 39:17% ("Junge: "Wir haben nur zwei Dreier getroffen") ebenso vorne, wie von der Freiwurflinie (87:53%). "Das waren ganz wichtige Faktoren, zumal Crailsheim wesentlich konstanter aufgetreten ist und auch entsprechend gescort hat", waren sich Ralph Junge und sein Pendant auf Merlins Seite, Ingo Enskat, unter dem Strich einig.
In einem in sehr freundschaftlicher Atmosphäre (der Ehinger Hallensprecher war, wie auch weitere rund 150 Fans, selber vor Ort und stellte seine Mannschaft vor) ausgetragenen Derby brauchte es eine ganze Weile, bis die Einheimischen in die Gänge kamen. In Durchgang eins wollte der Motor der Merlins noch nicht rund laufen. Es dauerte lange, bis sie einigermaßen zu ihrem Rhythmus fanden. Ingo Enskat nahm bereits nach zweieinhalb Minuten seine erste Auszeit. Eine nachhaltige Wirkung sollte sie freilich nicht haben, und die Hausherren mussten bis zum Viertelende stets einem knappen Rückstand hinterherlaufen. Chris Tetzner war es dann, der die Merlins erstmals in Führung brachte. Ehingen präsentierte sich als eine athletische und laufstarke Mannschaft, die als Team auftrat (nur Kevin Bright scorte zweistellig), aus der aber auch kein Spieler individuell besonders herausragte.
Eine Art Initialzündung leitete dann der inzwischen eingewechselte und gewohnt kämpferische Sebi Kling im zweiten Viertel ein. Zunächst eroberte er in der Defense einen Ball, schaltete rasch um in die Vorwärtsbewegung und bemerkte den in der gegnerischen Zone frei stehenden Jeremy Dunbar. Der legte gleich auf Joe Buck ab, dem dann der erfolgreiche Abschluss vorbehalten blieb. Eine gekonnte Dreierstafette, die mit spontanem Szenenapplaus belohnt wurde und in der weiteren Spielentwicklung zu einem kleinen Sieben-Punkte-Vorsprung führte. Ganz wichtig in dieser Sequenz für die Merlins: Joe Buck, der in der ersten Halbzeit mit 100%-Bilanzen sowohl bei Zweipunktewürfen, als auch bei Dreiern und Freiwürfen aufwarten konnte!
Gar nicht ins Konzept passten Ehingens Coach Ralph Junge die zwei Crailsheimer Dreier, unmittelbar vor der Halbzeit. Zunächst Joe Buck und gleich drauf Darryl Webb trafen für die Merlins von jenseits der magischen Linie und schraubten den Vorsprung in kurzer Zeit von 29:26 auf 35:26 in die Höhe. Nach der Pause bauten die Gastgeber ihren Punktebonus gar auf zwölf Punkte aus. Ein engagierter Billy Baptist und Chris Tetzner (4/4 von der Linie) stachen dabei auf Crailsheimer Seite heraus. Ehingen legte fünf Punkte in Folge nach. Die Merlins gaben ihrerseits mit vier Zählern (je zwei Freiwürfe von Baptist und Tetzner) die passende Antwort, bevor Ehingen dem wieder sieben Punkte in Folge entgegenhielt. Am Ende des Viertel wies die Statistik ein Nullsummenspiel aus -19:19 in Durchgang drei, und die Merlins lagen vor dem letzten Abschnitt mit neun Punkten im Plus
Der Rest ist schnell erzählt, weil sehr einseitig. Ehingen traf im letzten Viertel nicht mehr, blieb auch in Sachen Rebound immer wieder nur zweiter Sieger. Bei den Merlins funktionierten nun Dinge, die vorher nicht geklappt hatten (vier Dreier in dieser Phase) - Hill und Webb drehten auf, auch Jeremy Dunbar setzte einen wichtigen Distanzschuss - der Widerstand der Gäste war gebrochen, und das Endergebnis fiel noch relativ deutlich aus. Darryl Webb (11) und Joe Buck (9) steuerten zudem wertvolle Rebounds zum Gesamterfolg mit bei.
"Wir haben ein paar schöne Einzelaktionen gesehen, tolle Würfe, die ihr Ziel gefunden haben und verdient gewonnen, weil wir konstanter gepunktet haben", betonte Ingo Enskat abschließend für die Merlins. "Wir gratulieren Crailsheim zum verdienten Sieg und müssen wohl noch etwas dafür arbeiten, um auf das Niveau der Top 3 oder 4 Mannschaften in der Liga zu kommen - vor allem auswärts", bilanzierte Ralph Junge. Die Merlins bleiben nach wie vor in der Spitzengruppe der Tabelle und haben nächste Woche spielfrei. Nachdem dann die übrigen Mannschaften auf die gleiche Anzahl an Partien kommen, lässt sich auch eine realistische Einordnung im Klassement vornehmen. Im Übrigen gilt auch für diesen Spieltag: Wochenende für Wochenende hat die Liga sportliche Überraschungen im Angebot - und die Teams liegen dicht an dicht!
Statistik: 1200 Zuschauer Viertel: 15:14 / 20:12 / 19:19 / 22:7 Viertelstände: 15:14 / 35:26 / 54:45 / 76:52 Spielfilm: 0:5 / 4:8 / 8:11 / 13:14 / 15:14 (1. Viertel) 17:16 / 20:18 / 27:20 / 29:26 / 35:26 (Halbzeit) 42:30 / 42:34 / 46:34 / 46:41 / 48:42 / 54:45 (3.V.) 59: 47 / 62:49 / 67:50 / 74:50 / 76:52 (Ende) Merlins: Hill 18 (4 Dreier), Webb 18 (2), Buck 14 (1), Baptist 10, Tetzner 8, Dunbar 6 (2), Sivorotka 2, Kling, Obiango, Stohl, Kieser, Ivanov. Ehingen: Bright 12 (2), Matthews 9 und Creekmore 8.
Sieg im Derby
Merlins besiegen mit einer deutlichen Leistungssteigerung Ehingen mit 76:52.
1200 Zuschauer sehen ein stimmungsvolles Derby mit zwei stimmungsvollen Fanlager.
Bericht folgt
Oft sind es die harten Aufgaben im Leben, die einen stark machen. So erging es auch Lucian Kieser in seiner Rookie-Saison in Gießen. Sein erfahrener Mitspieler Arne Alig, später Trainer in Crailsheim, haute ihm damals Training für Training die Ellbogen um die Ohren und vermöbelte ihn regelrecht, wie Kieser anmerkt. Der Jungspund ließ die Schikane über sich ergehen, bis ihm eines Tages der Kragen platzte und er sich handfest wehrte. „Und plötzlich hat Arne gesagt: ,Jetzt weiß ich, dass Du ein echter Basketballer bist’“, erzählt Kieser, der für Gießen und Oberelchingen 32 Erstligaspiele absolvierte, schmunzelnd. Diese Szene habe sein weiteres basketballerisches Wirken entscheidend beeinflusst, glaubt der 32-Jährige, der sich selbst als „Kampfsau“ bezeichnet. „Ich war nie ein überragender Athlet, aber spielintelligent, und habe immer hart an meiner Technik und mir gearbeitet.“
Zu Gast bei den Zauberern um Mark Hill und Joe Buck wird der Aufsteiger aus Ehingen sein. Die Gäste rangieren mit acht Punkten derzeit auf dem elften Tabellenplatz und sind für ihre hervorragende Jugendarbeit bekannt, die unter anderem Nationalspieler wie Lucca Staiger, mittlerweile bei Alba Berlin aktiv, zutage gebracht hat. Die Merlins - übrigens nächste Woche spielfrei - tauchen auf Platz drei des Klassements auf. "Ehingen ist als Aufsteiger gut in der Liga angekommen, verfügt über eine ausgeglichene Mannschaft und wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben", urteilt Merlins-Coach Ingo Enskat. "Für uns sicherlich schon seit Pro B-Zeiten ein spannendes Derby!"
Klaus HelmstetterRund 900 Zuschauer verzichteten auf das sonntägliche Fernsehprogramm mit Sportreportage und Lindenstraße und hofften auf einen vorgezogenen, spannenden Basketball-Krimi in derHAKRO-Arena. Nimmt man nur die letzten drei Spielabschnitte (25:20; 13:13; 20:19) so könnte man von einem Thriller der Extraklasse ausgehen.Das erste Viertel aber war alles andere als ein Krimi, eher ein Lehrfilm über Basketball. In der Hauptrolle die Spieler aus Jena, die Statistenrolle wurde komplett den Crailsheim Merlins zugeteilt. Es waren noch keine 33 Sekunden gespielt, da führte Science City Jena bereits mit 5:0 und die Merlins hatten in der Statistik schon zwei Ballverluste und ein Foul zu verzeichnen.Kopflos, ideenlos, einfache Ballverluste und schlecht umgesetzte Angriffe mit leicht vergebenen Körben sollten symptomatisch bleiben für das gesamte Spiel. "Jena hat sehr gut gespielt, ist bereit gewesen zu kämpfen und physisch aggressiv aufgetreten - eben das komplette Gegenteil von uns", fasste Ingo Enskat das erste Viertel zusammen.Ein erstes Viertel, wie es wohl nur die wenigsten Fans bisher erlebt haben. Mit 9 (in Worten: neun) zu 29 legten die Jenenser den Grundstein für den Sieg und die erste Heimniederlage der Crailsheimer. "Klar, das erste Viertel war der Schlüssel zum Erfolg", freute sich Gästecoach Georg Eichler. "Aber wir hatten das Ziel, die Offensiv-Rebounds zu kontrollieren und die Merlins nicht von außen werfen zu lassen".Das Konzept ging auf, wenngleich die Merlins es zwar schafften, im zweiten Viertel den Abstand bis zur Halbzeit auf 15 Punkte zu verringern (34:49). Richtig Respekt hatte Georg Eichler vor dem dritten Viertel. "Mir war klar, wenn wir die ersten fünf Minuten unseren Vorsprung verwalten, könnten wir es schaffen." Ingo Enskat gab seiner Startaufstellung eine zweite Chance das Spiel zu drehen. Doch immer, wenn kurzzeitig das Gefühl aufkam, die Merlins könnten sich noch etwas näher heranpirschen, die Zuschauer das Momentum spürten und lautstark das Team puschten, streuten die Crailsheimer einen unnötigen Ballverlust ein und Jena stellte den alten Abstand wieder her."Wir haben heute Lehrgeld bezahlt" so Ingo Enskat, der Jena am Ende der Saison deutlich vor seinem Team einschätzt. "Uns fehlt einfach noch die Konstanz und der Flügelspieler, der in so einem Spiel die Verantwortung übernimmt, wenn es drauf ankommt. Aber daran arbeiten wir." Sein Augenmerk gilt jetzt schon dem Lokalderby am kommenden Wochenende daheim gegen Ehingen. "Auch hier werden wir versuchen, unser bestmögliches Spiel abzuliefern und die notwendige Kampfbereitschaft aufs Parkett zu bringen." Und wie jeder Sonntag, so endete auch der Basketball-Sonntag mit dem Wort zum selbigen: "Basketball ist wie das Leben", philosophierte Teammanager Martin Romig, "es gibt Auf und Abs."Statistik:Viertel: 9:29 / 25:20 / 13:13 / 20:19Werfer Jena: Barker 17, Roquette 14, Schwartz 13, Black 12Merlins: Webb (20), Buck (14), Dunbar (11), Hill (5), Obiango (5), Kieser (3), Stohl (3), Baptist (2), KlIng (2), Sivorotka (1), Tetzner (1)2. LIGA, Pro AJena ETB Essen 77:87 (35:42)Homburg Crailsheim 82:84 (51:45)Nürnberg Ehingen/Urspring. 76:66 (34:30)Paderborn Mitteldeutscher BC 94:98 (40:48)VfL Kirchheim Chemnitz 74:54 (36:32)ETB Essen Cuxhaven 88:56 (34:25)BG Leitershofen/S. Paderborn 71:97 (31:37)USC Heidelberg VfL Kirchheim 88:92 (43:47)Ehingen/Urspring. Homburg 76:72 (34:31)Crailsheim Jena 67:81 (34:49)Chemnitz BG Karlsruhe 88:71
Basketball - Pro A. Große Freude im Lager der Crailsheims Merlins, denn der knappe 84:82-Auswärtserfolg vor 400 Zuschauern gestern in Homburg bedeutet den ersten Sieg der Crailsheimer Ballzauberer bei den Braves. Klaus Helmstetter . Eine Schrecksekunde hatten die Gäste im dritten Viertel zu verdauen, als sich ihr Spielmacher Mark Hill nach einer Kollision an der Bande eine Knieverletzung zuzog und zunächst die weitere Partie von der Bank verfolgen musste. Für ihn kam Sebi Kling und machte seinen Job hervorragend, wie Teammanager Martin Romig betonte. In der Schlussphase konnte Hill, der mittlerweile intensiv behandelt wurde, wieder in die Partie eingreifen. Martin Romig hofft, dass er auch am Sonntag beim Heimspiel gegen Jena (18 Uhr) mit von der Partie sein wird. "Er wird wohl spielen können, wenn auch womöglich mit Schmerzen". Die Begegnung begann mit offenem Visier, einem munteren Run and Gun, wobei auch die Merlins zu wenig Wert auf ihre Verteidigung legten und damit dem Gegner zu viele Offensiv-Optionen gewährten. Logische Folge: die Gäste gerieten prompt ins Hintertreffen und Coach Ingo Enskat war entsprechend sauer. Bei den Braves setzte sich Mc Kiver erfolgreich ins Szene, während die Gäste ihre Aufmerksamkeit zu sehr auf Spielmacher Lee Jeka focussierten, der aber in erster Linie als Passgeber für die Kollegen imponierte. Nach der Halbzeit "sind die Jungs deutlich verbessert rausgekommen" (Romig) und spielten ihr erfolgreichstes Viertel. "Die aufsteigende Tendenz war klar erkennbar. Passwege des Gegners wurden zugestellt. Auch in puncto Rebounds legten die Merlins nach schwachem Beginn eine kräftige Schippe drauf, um mit zunehmendem Spielverlauf auch diese Statistik für sich zu entscheiden. Darryl Webb taute in der zweiten Halbzeit mächtig auf und "hat richtig gut gespielt (Romig). Zusammen mit Kapitän Joe Buck avancierte er schließlich zum Topscorer. Für willkommene Entlastung sorgten zudem die Außenspieler wie Billy Baptist oder Jared Stohl. "Die Mannschaft hat auf jeden Fall gefightet", musste zudem relativ wenige Turnovers beklagen und erspielte sich im weiteren Verlauf einen kleinen Vorsprung, den sie zuguterletzt auch erfolgreich ins Ziel brachte. Die mitgereisten Fans hatten also Grund genug, ihre Jubelgesänge anzustimmen. Wenn auch nicht allzu intensiv gefeiert werden dürfte, denn schon morgen wartet mit dem Heimspiel gegen Jena ja bereits die nächste Aufgabe auf die Crailsheimer Ballzauberer. Die sonntäglichen Gäste aus Jena mussten sich gestern übrigens den Wohnbau Baskets aus Essen mit 77:87 geschlagen geben. Statistik: Viertel: 31:22 / 20:23 / 13:26 / 18:13 Werfer Braves: Read 18, Mc Kiver 16, Damjanovic 12, Cheremnykh 12 Merlins: Webb, Buck (je 19), Baptist 15, Stohl 12 (4/8 Dreier), Hill 9 (1/11 Dreier), Obiango, Dunbar (je 3), Sivorotka, Tetzner (je 2), Kling,
Heute geht es zu den Saar-Pfalz Braves, am Sonntag kommt Jena.
In der Tabelle haben die Korbzauberer aus Crailsheim derzeit ein Plus von zwei Siegen gegenüber den Gegnern vom Wochenende aufzuweisen. Das Tabellen-Tableau führt die Merlins mit zwölf Punkten derzeit auf Rang zwei, während sowohl die Saar-Pfalz-Braves aus Homburg (Anpfiff: heute, 19.30 Uhr) als auch das Team aus Jena mit ausgeglichener Bilanz von je vier Siegen und Niederlagen daherkommen (je acht Punkte; Platz acht und neun).
Doch mittlerweile wissen nicht nur Ligainsider, wie eng die einzelnen Teams qualitativ beieinanderliegen und wie ausschlaggebend die Tagesform im Einzelfall sein kann. Kurioserweise standen sich beide Gegner der Merlins am vergangenen Spieltag erst gegenüber. Knapp das bessere Ende hatten da die Braves im Heimspiel gegen Jena für sich (82:80). Das enge Resultat ist nicht zuletzt auch ein Beleg für die Ausgeglichenheit der Liga. "Wir dürfen uns nicht von den aktuellen Tabellenständen täuschen lassen, denn wir sind nicht die zweitstärkste Mannschaft der Liga, nur weil wir derzeit Zweiter sind", meint Ingo Enskat für die Merlins. "Wir dürfen keinen der beiden Gegner unterschätzen.
Keine Partie wird sich einfach so runterspielen lassen. Dafür haben die Gegner einfach zu viel Erfahrung", betont der Coach weiter. Sowohl die "Braves" aus Homburg als auch Jena können sich auf eine "Top erste Fünf" verlassen. Bei den "Braves" imponierte Spielmacher Lee Jeka, letzte Saison noch in Diensten von Erstliga-Aufsteiger Würzburg Baskets. Aber auch auf Damjanovic, Karamatskos oder Mc Kiver ("ein sehr guter und zuverlässiger Scorer") müssen die Gäste heute Abend ein wachsames Auge haben. "Immerhin haben wir in der dortigen Halle noch nie gewonnen", zeigt Manager Romig auf.Topscorer in der Partie zwischen den "Braves" und Jena (Sonntag, 18 Uhr, in der Hakro-Arena zu Gast) war letzte Woche Jeremy Black. "Ein solider, großer Spieler, der sehr stabil auftritt", weiß Ingo Enskat. Aber auch die Kollegen Tyler Kepkay, Kenny Barker, Tim Schwartz oder Adams Chase stehen für entsprechende Qualität. "Jena spielt sehr schnell und strukturiert", glaubt Enskat. Ein kleiner Vorteil für die Zauberer könnte in der Tiefe ihrer Bank liegen. "Allerdings", gibt Manager Martin Romig zu bedenken, "hatte Jena ein schweres Auftaktprogramm und wird am Ende sicher nicht auf dem neunten Platz zu finden sein, auf dem sie jetzt stehen." Außerdem können die Thüringer für sich in Anspruch nehmen, bislang als einzige Mannschaft Tabellenführer Mitteldeutscher BC geschlagen zu haben. Bei den Merlins sind - bis auf Benny Lischka - soweit alle Mann an Bord!
Der Spieltag: Cuxhaven - Leitershofen/Stadtbergen, Jena - Essen, Saar-Pfalz Braves - Crailsheim Merlins, Nürnberger BC - Ehingen, Paderborn - Mitteldeutscher BC, Kirchheim - BV Chemnitz
Es steht 68:68. Unentschieden. Bleibt es dabei, müssen beide Teams in die Verlängerung. Die Merlins haben den Ball. Ein letzter Angriff. Die Dramaturgie hätte der Feder eines Krimischreibers entstammen können: Neun Sekunden Restspielzeit in der Crailsheimer Hakro-Arena. Es steht 68:68. Unentschieden. Bleibt es dabei, müssen beide Teams in die Verlängerung. Die Merlins haben den Ball. Ein letzter Angriff. Mark Hill dribbelt das Spielgerät nach vorn, steigt hoch - drückt selbstbewusst von jenseits der Dreierlinie ab - die letzte Aktion der regulären Spielzeit. Gebanntes Schweigen in der Halle. Nahtlos zischt der Ball durch die Reuse. Arme schnellen in die Höhe. Menschen umarmen sich, tanzen. Der Schiri pfeift ab. Die Merlins-Spieler rennen auf ihren Kollegen zu, drücken und herzen ihn, laufen eine Ehrenrunde, frenetisch beklatscht vom Crailsheimer Publikum. Hochspannung zur Prime Time am Samstag. "Das sind die Spiele, für die man das Ganze macht", freut sich Manager Martin Romig nach dem Herzschlagfinale.
Soweit so gut, die Serie der Merlins wird weiter fortgeschrieben! Auch im vierten Heimspiel bleiben die Korbzauberer aus Crailsheim ungeschlagen. Und in wenigen Wochen fragt keiner mehr danach, wie der Sieg zustande gekommen ist. Einen etwas anderen Blick auf die Dinge hat da freilich der Coach, und entsprechend redete Ingo Enskat nach der Partie auch Klartext. "Wir haben nicht viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Zu viele unserer Profis waren heute nicht bereit, an ihr Maximum zu gehen. Es ist traurig, wenn man die ganze Woche trainiert und ein gestandener Spieler dann bei der ersten Aktion gleich einen eklatanten Fehler begeht. Das hat Nürnberg acht bis zehn Punkte eingebracht." In positiver Hinsicht freute sich der Crailsheimer Coach über "Kampfgeist und viel Energie", mit denen die Hausherren die Partie letztlich für sich verbuchen konnten. Größtes Lob hatte er für seine beiden Aufbauspieler parat.Neben Mark Hill, der zuletzt stets zu den auffälligsten Erscheinungen im Crailsheimer Spiel zählte, hob er zudem auch Sebi Kling explizit hervor. "
Sensationell, wie gut er die Partie in den rund acht Minuten, die er am Stück auf dem Parkett war, geleitet hat." Insgesamt sahen die Zuschauer vier relativ ausgeglichene Viertel, wobei es den Gastgebern nicht gelang, von Beginn an ihr erfolgreiches Tempospiel zu inszenieren. Ob das an der eigenen Indisponiertheit lag oder Gästecoach Derrick Taylor seine Jungs entsprechend gut eingestellt hatte, sei dahingestellt. "Wir haben nicht so gut verteidigt wie sonst, uns aber noch einmal zurückgekämpft ins Spiel", meinte Taylor im Anschluss. "Die Mannschaft trainiert sehr gut, und wir wollen die Play-offs erreichen. Momentan sieht es dafür nicht sehr gut aus - aber das bleibt unser Ziel. Crailsheim hat eine sehr starke Mannschaft und ist für mich sicher ein Kandidat für die Play-offs."
Zunächst mussten die Merlins - eher ungewöhnlich in eigener Halle - einem Rückstand hinterherlaufen und erst zum ersten Viertelende gelang es, das Blatt (Dreier Hill) zu wenden und sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Mitte des zweiten Abschnitts war Nürnberg aber zurück auf Augenhöhe (35:35), ehe die Merlins (fünf Punkte Baptist) die entsprechende Antwort parat hatten. Den erneut kleinen Bonus bauten die Zauberer in Durchgang drei zunächst aus, wobei sie auch davon profitierten, dass das Team von der Noris in der Offense einfachste Chancen liegen ließ. Mit einem Stohl-Dreier ging es in den finalen Abschnitt. Bei zum Teil einem oder zwei Punkten Differenz war die Partie jetzt wieder völlig offen. Nach Buck verschafften Tetzner und Hill den Merlins von der Linie wieder etwas Luft, ehe Nürnbergs Spielmacher Will Chavis, Sekunden vor dem Ende, mit einem Dreier ausgleichen konnte. Im Gegenzug nahm Mark Hill die Dinge in die Hand - mit bekanntem Ausgang.
Auffällig bei den Gästen eine "Dreierbande", die für das zweistellige Scoring verantwortlich zeichnete. Topwerfer Jaivon Harris (23 Punkte) spielte fast durch und stellte die Merlins vor einige Probleme. Und auch Abercrombie und de Michael (je 15) setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche für das Team aus Mittelfranken. Auf Crailsheimer Seite imponierte neben Mark Hill einmal mehr Christoph Tetzner, der den schweren Job hatte, gegen Harris zu verteidigen und eine maximale Dreier- und Freiwurfbilanz ablieferte. Billy Baptist streute neben seinen elf Punkten einen spektakulären Block in der Defense mit ein, sollte aber noch Luft nach oben haben.
Zuschauer: 1300 Viertel: 28:22 - 14:17 - 16:12 - 13:17 Viertelstände: 28:22 - 42:39 - 58:51 - 71:68 Spielfilm: 3:9 / 8:13 / 12:16 / 20:20 ( 28:22 (1.V.) 31:26 / 34:30 / 35:35 / 42:35 / 42:39 (HZ) 47:41 / 49:43/ 51:44 / 55:49 / 58:51 (3.V.) 58:57 / 62:59 / 64:61 / 67:65 / 68:68 /71:68 (4.V.) Punkte Merlins: Hill 21 (4 Dreier/7), Tetzner 17 (3/3), Baptist 11 (1), Webb 7 (9 Rebounds), Stohl 6(2/3), Buck 5 (1/1), Obiango 4, Kling, Sivorotka, Dunbar, Kieser, Szewczyk Beste Nürnberg: Harris 23 (3/7), Abercrombie und de Michael 15 (2/4)
In den letzten Spielen der Merlins geriet ein Name zunehmend in den Fokus, der zu Saisonbeginn noch nicht so häufig genannt wurde. Doch Antonis Sivorotka scheint es gar nicht so geheuer zu sein, wenn man ihn auf seine individuell guten Auftritte anspricht. „Unter dem Strich zählt die Mannschaftsleistung und es freut mich natürlich, wenn ich dem Team helfen kann“, betont der 26 Jahre alte und 2,01 Meter lange Forward. „Was nützt es mir aber, wenn ich ein ganz entscheidender Spieler war, wir aber nicht gewonnen haben?“, fragt sich der Teamplayer nicht zu Unrecht.
Sport hat im Leben des jungen Mannes, der in der Ukraine (Vater) geboren und aufgewachsen ist (bis zum zwölften Lebensjahr) und eine griechische Mutter hat, stets eine ganz wichtige Rolle gespielt. „Ich habe alles Mögliche ausprobiert“, erinnert er sich zurück. „War Torwart im Fußball, habe geboxt, gefochten, war beim Schwimmen und Karate – und bin erst relativ spät, mit 15 Jahren, zum Basketball gekommen.“ Dort ist er bis jetzt auch hängen geblieben. „Basketball ist wie eine Krankheit, ein Bazillus – wenn man mal infiziert ist, kommt man nicht mehr davon los! Eine Art Lebensstil. Wenn es draußen regnet, oder man sonst wie nicht spielen kann, geht man halt kurz mal an die Playstation.“ Zwischen 2001 und 2007 hat Antonis Sivorotka in Deutschland gelebt, nach Realschul-Abschluss in Griechenland hierzulande in Günzburg eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann begonnen. Der Neu-Crailsheimer spricht fließend deutsch – spielte hier in diversen Clubs. „Mein erster Verein war der VfL Herrenberg“, weiß er noch haargenau. Weiter ging es nach Tübingen in die Regionalliga („dort in der ersten Mannschaft mittrainiert“) und über die Stationen Ludwigsburg und Ulm schließlich zu den Kirchheim Knights.
Die letzten vier Jahre spielte Sivorotka in Griechenland, zwei davon in Thessaloniki, und je eines in Athen und Katerini – allesamt Zweitligisten. Einmal bekam er dabei auch einen hautnahen Eindruck von den griechischen Hooligans. „Wir sind nach einem gewonnenen Auswärtsspiel auf Kreta zunächst eineinhalb bis zwei Stunden lang nicht aus der Kabine gekommen, das kann schon sehr gefährlich werden“, berichtet der Merlin-Aktivposten. Besonders die Derbys in Athen oder Thessaloniki finden dort, wegen Ausschreitungen und Schlägereien in der Vergangenheit, zum Teil unter Ausschluss der Gästefans statt. „Deshalb sieht man bei derlei Spielen auch selten Familien mit Kindern in der Halle – das ist aber natürlich nicht überall so“, wiegelt Antonis Sivorotka dann doch ein wenig ab. Von der Popularität her, meint er, rangiere Fußball auch in Griechenland an erster Stelle, dann komme aber gleich der Basketball, der auch im Schulsport seinen festen Platz habe.
Seine Rolle im Team hat der Neu-Crailsheimer mittlerweile gefunden und akzeptiert. Welche ist das? „Ich bin kein Starter, kann also in Ruhe von der Bank aus ein wenig analysieren, wie das Spiel läuft, was der Gegner gut oder schlecht macht. Wenn ich aufs Feld komme, versuche ich mit frischer Energie dem Team neue Impulse zu geben. Das Scoren ist mir dabei gar nicht so wichtig. Entscheidend ist vielmehr, dass man seine Minuten im Spiel bekommt und die eigene Mannschaft am Schluss gewinnt.“
Griechenland ist derzeit ein Dauerbrenner in der politischen Diskussion, liefert quasi permanent Stoff für Schlagzeilen. „Jeden Tag muss ich mir irgendwelche Kommentare oder Witze dazu anhören. Politik ist zwar eigentlich nicht so mein Ding, und am Anfang war es auch irgendwie komisch. Aber inzwischen tut es mir schon weh, dass die Lage im Land so tragisch ist“, erzählt Antonis Sivorotka. „Es ist nicht schön, wenn man den Fernseher anschaltet und sieht, dass sein Land untergeht.“ Persönlich wünscht sich der 26-Jährige, „mit den Merlins etwas zu erreichen, natürlich die Play-offs“, und ganz privat, seine Ausbildung zu beenden, weiter Basketball zu spielen und irgendwann mal eine Familie zu gründen“.
Apropos Basketball – da bekommen es die Merlins heute mit dem fränkischen Aufsteiger aus Nürnberg zu tun. „Momentan läuft es super, wir stehen auf dem dritten Platz und für heute hoffe ich natürlich auf einen Sieg gegen Nürnberg“.
Samstag Abend 20 Uhr (18:45 Uhr Einlass)
Nach den zwei siegreichen Baden-Württembergischen Derbys daheim gegen die Kirchheim Knights und auswärts gegen Karlsruhe, empfangen die Merlins in der heimischen HAKRO Arena den Nürnberger Basketball Club zum fränkischen Derby.
Während die Gäste sehr behäbig in die Saison mit einem Sieg und vier Niederlagen in die Saison starteten, gelang ihnen gegen große Konkurrenz gleich 2 Siege in Folge gegen die Saar-Pfalz Braves sowie den Hightowers von Science City Jena.
Mit Will Chavis, dem tschechischen Riesen Martin Ides und Jaivon Harris haben die Nürnberger gleich drei ehemalige PRO-A Meister in ihrem Kader, hinzu kommt mit Ryan de Michael, ein naturalisierter Amerikaner, der den Merlins in den vergangenen Jahren als Top-Spieler der Kirchheim Knights mehrmals als Gegner den Merlins gegenüberstand.
Die Hohenloher Franken haben aus den letzten zwei Spielen die gleiche Bilanz vorzuweisen und möchten natürlich mit einem Sieg ihren Platz, im oberen Tabellendrittel, sichern. Aktuell befinden sich die Crailsheimer Zauberer auf den 3. Tabellenplatz. Es ist sehr motivierend wenn, wie im vergangenen Spiel, die Bankspieler ihr Potenzial verdeutlichen. Im Spiel gegen Karlsruhe steuerten diese über 50 Punkte bei.
Eine volle Hütte wünschen sich die Verantwortlichen des Crailsheimer Bundesligisten. O-Ton Romig: „Wir wollen natürlich daheim unsere weiße Weste behalten. Die Unterstützung des besten Publikums der gesamten Liga ist für uns ein großer Vorteil und motiviert ungemein.“
Dass man die Unterstützung benötigt erläutert Headcoach Ingo Enskat folgendermaßen: „Nürnberg hat mit den erfahrensten und teuersten Kader der Liga, sind unheimlich tief besetzt und haben zuletzt drei Top-Teams geschlagen, es wird wieder wichtig sein unsere Qualitäten zu aktivieren und kompakt als Mannschaft aufzutreten. Unsere Fans haben uns in den bisherigen Spielen durch schwächere Phasen hindurch unheimlich gepusht!“
Spielbeginn ist um 20 Uhr in der HAKRO-Arena, es sind noch vereinzelt Sitzplatzkarten erhältlich, den Stehplatzbesuchern wird empfohlen sich Karten im Vorverkauf (www.reservix.de sowie TC Buckenmaier, Optik Extrascharf_dieLounge) zu sichern um unnötige Wartezeiten an der Abendkasse zu vermeiden.
In der Regionalliga Südwest-Süd empfängt die bis dato ungeschlagene zweite Mannschaft der Merlins die SG Mannheim. Spielbeginn ist am Sonntag 6.10.2011 um 14:30 Uhr
Zu einem weiteren süddeutschen Derby kam es am Samstag im Badischen, wo die Merlins auf die Gastgeber der einheimischen BG Karlsruhe trafen. Dabei ging es für die angereisten Hohenloher alles andere als vielversprechend los. Nach zuletzt meist guten Startphasen verschlief die Startformation der Merlins den Beginn komplett, wirkte unkonzentriert und konnte dem frühen Feuerwerk der Gastgeber wenig entgegen setzen. 7:16 und 9:19 hieß es somit bald folgerichtig aus Sicht der Merlins und erst eine Auszeit von Coach Enskat konnte das Spiel seiner Mannen ordnen und die Merlins so zumindest den Rückstand noch bis zur Viertelpause auf ein erträgliches 20:25 verkürzen lassen.
So schlecht das erste Viertel, so gut dann der nächste Spielabschnitt. Wie verwandelt kamen die Merlins aus der kurzen Pause und konnten die folgenden zehn Minuten mit 31:12 für sich entscheiden. Eingeschlossen eines 18:0 Laufes, der auch bis kurz nach der Halbzeit noch Bestand hatte, zu dem vor allem Antonis Sivorotka (16 Punkte) und Jared Stohl (21) von der Bank großen Beitrag leisteten. Zuletzt eher unauffällig und mit Rollenspieleraufgaben, traten nun beide Spieler auch als erfolgreiche Punktesammler auf und erzielten zusammen 37 Punkte.
Angetrieben von der nun auch stabileren Teamverteidigung bauten die Merlins so den Vorsprung bis zu einem Maximum von 20 Punkten aus, bevor dann in der Schlussphase Rouven Roessler für Karlsruhe seinen großen Auftritt hatte, aus allen Lagen traf und so die Führung der Crailsheimer Punkt um Punkt schmelzen ließ. In den entscheidenden Momenten hatten die Merlins dann jedoch wieder die passenden Antworten parat. Dazu ein erneut von der Linie treffsicherer Mark Hill (15/19) und so nahmen die Merlins schließlich vor ihrer Hundertschaft mitgereister Fans den 104:94 Auswärtssieg mit nach Hause.
Dementsprechend waren sich Coach Enskat und Teammanager Martin Romig am Ende auch einig, dass an diesem Tag die Spieler von der Bank den Sieg für die Merlins eingefahren hatten. „Die Tiefe unseres Kaders hat heute gegen Karlsruhe den Ausschlag gegeben. Allen voran Sivorotka und Stohl, aber auch die gute Verteidigungsleistung von Obiango haben einen wichtigen Beitrag geleistet.", war somit auch Enskat am Ende zufrieden.
Basketball - Regionalliga II. Zu einem spannenden Lokalderby kommt es heute (19.30 Uhr, Schulzentrum West, Halle I) zwischen den Haller Flyers und den noch ungeschlagenen Merlins II. "Wir haben eine sehr kompakte erste Fünf, wollen natürlich unsere gute Bilanz weiter ausbauen und dort nicht verlieren", erklärt Teammanager Martin Romig für die Gäste. Mit Tomasz Szewczyk haben die Crailsheimer den Topwerfer der Liga in ihren Reihen. Schade findet Romig, dass die Partie zeitgleich mit dem Spiel der Merlins I in Karlsruhe angesetzt ist. Deshalb kann er nicht vor Ort sein, und es dürften sich wohl auch weniger Crailsheimer Fans als sonst auf den Weg dorthin machen. Die Gastgeber haben bislang eine Niederlage in ihrer Bilanz stehen. Mit Jakub Mikulec taucht im Team um Spielertrainer Radovan Cavlin zudem ein tschechischer Ex-Jugendnationalspieler auf. hel
Basketball - Pro A. In Karlsruhe kam das Personalkarussell mächtig auf Touren. Beim heutigen Gegner der Merlins BG Karlsruhe wurde Coach Tino Stumpf beurlaubt . Für ihn steht Thorsten Daume heute (Anpfiff: 19 Uhr) an der Linie.
. Die reine Tabellen-Arithmetik stellt den Badenern bislang kein gutes Zeugnis aus. Erst ein Sieg steht nach sechs Spielen zu Buche, gleichbedeutend mit dem vorletzten Platz. Doch wie hatte Merlins Coach Ingo Enskat nach dem Derbysieg gegen Kirchheim noch gesagt. "Man darf in der Liga kein Team unterschätzen." Und Martin Romig stößt in dasselbe Horn. "An einem guten Tag kann fast jeder jeden schlagen, an einem schlechten aber auch gegen fast jeden deutlich verlieren", formuliert der Crailsheimer Teammanager.
Mit Thorsten Daume übernimmt nun der sportliche Leiter erstmal in Karlsruhe. Bekannt ist er den Crailsheimer Basketball-Freunden noch als Coach des USC Heidelberg, mit dem er letzte Saison zum Weihnachtsspiel bei den Merlins zu Gast war. "Wir treffen jetzt natürlich auf eine sehr interessante Konstellation und müssen sehen, welche Reaktion die Mannschaft der BG nach dem Wechsel zeigt", betont Romig weiter. "Thorsten Daume wird sich schon einiges zurechtgelegt haben, um das Team zu verändern. Und die Akteure spielen natürlich um ihre Jobs." Die Gäste aus Hohenlohe wollen sich auf ihre "Stärken konzentrieren und Fehler eliminieren". Mit Alex Rüeck läuft ein Crailsheimer Eigengewächs seit Jahren im Trikot der BG auf, war zuletzt allerdings verletzt. Ein beinahe ausgeheilter Muskelfaserriss ist, dem Vernehmen nach, wohl wieder aufgebrochen und zwang den Ex-Merlin zur Verlängerung seiner Zwangspause.
Ein Synonym für den Karlsruher Basketball ist auch Routinier Rouven Roessler, ein Eigengewächs der Badener, das auch viermal im Trikot des DBB aufgelaufen ist. Einen weiteren sehr interessanten Mann haben die BGler mit Michael Stockton heuer neu an Bord genommen. Der 22-jährige US-Amerikaner fungiert als Aufbauspieler in Karlsruhe und trägt einen in Basketballerkreisen sehr bekannten Namen. Sein Vater John galt über 19 Spielzeiten lang als einer der beständigsten und zuverlässigsten Aufbauspieler und Passgeber in der Geschichte der NBA.
Gegen Kirchheim im Derby verhalf den Zauberern vor Wochenfrist eine Energieleistung zum erhofften Heimsieg und sorgte dafür, dass die Bilanz in vertrauter Umgebung bislang keinen schwarzen Fleck aufzuweisen hat.
Außer dem Verletzten Benjamin Lischka dürften in Karlsruhe heute sämtliche Spieler im Crailsheimer Team von Ingo Enskat mit am Start sein.
Aktueller Spieltag: Cuxhaven BasCats - USC Heidelberg, Science City Jena - BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen, BG Karlsruhe - Crailsheim Merlins, webmoebel Baskets - BV Chemnitz 99, ETB Wohnbau Baskets - Mitteldeutscher BC, Nürnberger BC - Saar-Pfalz Braves, VfL Kirchheim Knights - Erdgas Ehingen/Urspringschule
Antonis Sivorotka, wie haben Sie die Partie gesehen?
SIVOROTKA: Das Spiel war für uns sehr wichtig. Wir haben sehr gut angefangen, später ein paar Fehler gemacht, leichte Ballverluste gehabt. Kirchheim lag deutlich hinten, hat aber in einem Auswärtsspiel nichts zu verlieren und dann mehr Druck gemacht. Damit sind wir nicht so gut umgegangen, doch am Schluss haben sie Nerven gezeigt und wir das Spiel noch gewonnen.
Wie sind Sie mit Ihrer eigenen Leistung zufrieden?
Mit meiner Leistung kann ich nicht zufrieden sein. Mit der Leistung der Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Ich wünsche mir, dass wir daran anknüpfen und auch das nächste Spiel gewinnen, damit dieser Sieg noch einen größeren Wert bekommt. Zwei Siege hintereinander - das wäre nicht schlecht.
Was denken Sie, wo die Reise für die Merlins heuer hingehen könnte?
Wir haben sehr gute Spieler, die schon Erfahrung in Europa gesammelt haben. Aber auch sehr junge, die in der Liga etwas beweisen wollen. Die geben viel Gas. Wir haben zusammengefunden, aber ich glaube, wir brauchen noch ein paar Wochen. Wir werden von Spiel zu Spiel besser. Wichtig ist, dass wir aus unseren Fehlern lernen. Die Play-offs können wir schaffen.
Roland Geggus führte den Deutschen Basketball Bund von 1994 bis 2006 als Präsident. Geggus wurde 2006 zum DBB-Ehrenpräsident gewählt und stand dem Präsidium des Deutschen Basketball Bundes stets mit seiner Expertise und seinem Rat zur Verfügung. Zudem begleitete Geggus die deutsche Damen-Nationalmannschaft über viele Jahre als Delegationsleiter – eine Herzensangelegenheit für Geggus, in dessen Präsidentschaft die Damen-Weltmeisterschaft 1998 in Deutschland fiel.
Neben dem Damen-Basketball lag Geggus, der sich in seinen ersten Jahren im Präsidium des Deutschen Basketball Bundes als Vizepräsident für Breiten- und Freizeitsport engagierte, besonders der Beach- und Streetbasketball am Herzen. Ohne Roland Geggus wären die erfreulichen Entwicklungen dieser Sportarten nicht möglich gewesen. Sowohl Streetbasketball als auch Beachbasketball hielten erst auf Initiative von Geggus Einzug in die Satzung des Deutschen Basketball Bundes. Von Roland Geggus initiierte Aktionen wie die wichtige gesellschaftliche Variante Mitternachtsbasketball sowie diverse Projekte zur Förderung des Mädchenbasketballs zeugen ebenfalls von der Bedeutung seiner diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten. In Geggus‘ Präsidentschaft errangen die DBB-Herren mit der Bronze-Medaille bei der Weltmeisterschaft 2002 und der Silber-Medaille 2005 zwei der wichtigsten Erfolge für den Deutschen Basketball Bund. 2006 wurde Roland Geggus auf Grund seines immensen Engagements für den deutschen Basketball mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Den Aufstieg der Crailsheim Merlins begleitete Geggus mit großer Sympathie und war gern gesehener Gast bei diversen Spielen und Veranstaltungen der Crailsheimer Basketballer. Geggus überreichte der Mannschaft im Herbst 2009 als damaliger PRO-B Meister die Champions-Fahne in der ausverkauften HAKRO Arena. 2011 war Geggus letztmals Gast bei einer Sponsorenveranstaltung der Crailsheim Merlins in der VR-Bank Zentrale im Haller Kocherquartier. In einer damals sehr emotionalen Rede verwies der Ehrenpräsident auf den Vorzeigecharakter des Crailsheimer Basketballvereins in einer Zeit der immer stärker werdenden Zentralisisierung im deutschen Sport, seine Aussage: „Wir brauchen nicht nur ein Crailsheim sondern 200 Vereine der gleichen Sorte“, steht unwidersprochen!
Seine letzte Prophezeihung zum Crailsheimer Standort wird noch zu diskutieren sein: „Sie können davon ausgehen, die Erweiterung der HAKRO-Arena wird nicht das letzte Bauprojekt der Crailsheim MERLINS sein!“ „Ein echtes Urgestein des deutschen Basketballs hat uns verlassen!“ zeigte sich die Abteilungsleitung der Crailsheim Merlins um die Führungsmannschaft Sebastian Klunker, Joachim Wieler und Martin Romig bestürzt. „Wir trauern mit seinen engsten Angehörigen!“
Doch bis es so weit war und die kollektiven Jubelarien ihren Lauf nahmen, hatten die Korbjäger aus Crailsheim ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Crailsheim gegen Kirchheim, das sind in aller Regel nicht nur Derbys, zumeist gut besucht, sondern vielfach auch Basketball-Krimis der besonderen Art. Dass es in der Schlussphase am Samstag nicht mehr hochdramatisch wurde, haben die Hausherren in erster Linie ihrer formidablen Freiwurfquote zu verdanken. 89 gegenüber 60 Prozent geben davon ein beredtes Zeugnis. Allen voran Mark Hill, der mit zwölf von zwölf optimale Beute machte, dabei traumwandlerisch sicher wirkte - und das gerade im finalen Abschnitt (acht von acht), als es besonders wichtig war, die Gäste auf Distanz zu halten. In den ersten beiden Vierteln hingegen wirbelten die Korbjäger aus Crailsheim die immerhin als Tabellenführer angereisten Knights gehörig durcheinander. "Meine Mannschaft hat in dieser Phase alle guten Dinge, die sie in den ersten fünf Saisonspielen gezeigt hat, vermissen lassen - damit war ich gar nicht einverstanden", räumte Knights-Coach Frankie Ignjatovic dazu ein. "Crailsheim ist sehr aggressiv zu den Offensivrebounds gegangen - der Rückstand hätte für uns sogar noch höher ausfallen können. . ." Den Einheimischen merkte man deutlich an, dass Coach Ingo Enskat während der Trainingswoche viel Wert auf Defensivarbeit gelegt hatte. Der Abwehrverband stand wie eine Eins, nötigte auch dem einen oder anderen Zuschauer großen Respekt ab ("das war fantastisch"). In Sachen Rebounds (26:13) blieben die Merlins ebenfalls eindeutig Herr im eigenen Haus. Billy Baptist pflückte sich allein neun davon. Darryl Webb, unauffällig aber effektiv, und Mark Hill, der vom Coach die längste Spielzeit bekam, setzten die ersten erfolgreichen Offensivaktionen. Mit einem 12:0-Lauf (erstes Viertel) und einem anschließenden 9:0-Run (Durchgang zwei) verschafften sich die Gastgeber rasch den nötigen Respekt. Auch die Wechselspieler, wie Jeremy Dunbar, führten sich gleich (zwei Dreier) wirkungsvoll ein. Zusätzliche Dreier von Stohl und Sivorotka taten sowohl dem Selbstbewusstsein als auch dem Punktekonto der Gastgeber gut. Kirchheim schien deutlich beeindruckt. In der Offense blieb bei den Gästen vieles Stückwerk. "Aber ich kenne meine Mannschaft und habe gewusst, dass wir noch mal zurückkommen würden", betonte Gästecoach Ignjatovic nach der Partie. Und in der Tat legten die Kirchheimer im dritten Viertel mehr als einen Zahn zu. Besonders Smith und Brooks bekamen zu viele freie Würfe und brachten die Gäste damit umgehend wieder ins Spiel. Je mehr Kirchheim zu seinem Rhythmus fand, desto mehr büßten die Merlins ihren ein. Mit einem Plus von sechs Zählern gingen die Zauberer in das finale Viertel - die Partie war wieder völlig offen. "Doch in der entscheidenden Phase traten wir zu hektisch auf, wollten mit der Brechstange etwas erreichen und gerade die erfahrenen Leute bei uns haben da Fehler gemacht" (Ignjatovic). Das gilt freilich nicht für Routinier Radi Tomasevic, von dem bis dahin kaum etwas zu sehen war, der es aber allein im Schlussabschnitt auf 14 seiner 20 Punkte brachte und nicht wirkungsvoll zu stoppen war. "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, denn im entscheidenden vierten Viertel sind wir unter Druck viel abgeklärter aufgetreten, als etwa letzte Woche in Düsseldorf in ähnlicher Situation. Wir haben gute Spots gesetzt und dazu auch mal die eine oder andere Penetration zum Korb mit eingestreut", gab Ingo Enskat auf Crailsheimer Seite seinen Jungs noch ein dickes Lob mit auf den Weg. "Das war gut, auch wenn wir uns kurz vor Schluss das Leben noch einmal selber schwer gemacht haben." Damit spielte der Crailsheimer Coach auf eine Sequenz in der letzten Minute an. Nach einem Foulpfiff gegen Joe Buck regte der sich so auf, dass die Referees noch ein "Technisches" nachlegten. Die Folge waren vier Freiwürfe und Ballbesitz für Kirchheim. Radi Tomasevic versenkte alle vier und verkürzte den Abstand, 13 Sekunden vor Schluss, von neun auf fünf Punkte, doch Jeremy Dunbar gab seinerseits mit einem erfolgreichen Freiwurf die passende Antwort für die Merlins. Am Ende freute sich Ingo Enskat über den Erfolg - die Merlins bleiben in dieser Saison daheim weiterhin ungeschlagen, und Kollege Ignjatovic gratulierte freundlich: "Ein verdienter Crailsheimer Sieg - meinen Glückwunsch!"
Viertelergebnisse: 23:12, 21:17, 14:23, 25:25. Viertelstände: 23:12, 44:29, 58:52, 83:77 Spielfilm: 0:4 / 4:6 / 9:9 / 11:12 / 23:12 (1. V.) 26:17 / 28:20 / 37:22 / 39:26 / 44:29 (HZ) 46:34 / 49:43 / 52:46 / 56:49 / 58:52 (3. V.) 60:54 / 69:64 / 74:69 / 79:71 / 83:77 (4. V.) Werfer Merlins: Hill 22 Punkte (2 Dreier, 12 Freiwürfe), Webb 16 (1 Dreier), Dunbar 11 (2), Buck 9, Sivorotka 8 (2), Tetzner 7 (1), Baptist 7, Stohl 3 (1), Kling, Obiango, Kieser, Ivanov. Kirchheim: Tomasevic 20 (3), Brooks 16 (3), Smith 14 (2). Zuschauer: 1500
“Alles in Allem ist es ein verdienter Sieg für Crailsheim”, betonte Knights-Coach Branislav Ignjatovic im Anschluss an die spannende und zuweilen hitzige Partie. Zwölf Sekunden vor Spielende schien alles entschieden. Die Merlins führten mit 82:73 als Joe Buck sein fünftes persönliche Foul kassierte, jedoch mit der Entscheidung nicht einverstanden war und sich lautstark an den Schiedsrichter wandte. Dieser verhängte daraufhin gegen die Merlins ein technisches Foul. Die Folge: vier Freiwürfe für Kirchheim, die Radivoj Tomasevic alle verwandelte sowie Ballbesitz für die Knights. Der Dreierversuch der Gäste gelang anschließend jedoch nicht, sodass die Merlins den Sieg sicher hatten. “So kurz vor Ende eines Spiels müssen wir cleverer agieren und dürfen es nicht noch einmal spannend machen”, erklärte Merlins-Coach Ingo Enskat.
Bereits nach dem ersten Viertel führten die Merlins, nach einem ausgeglichenem Beginn, mit 23:12. Während die “Horaffen” weiter konzentriert und vor allem engagiert zu Werke gingen, fand Kirchheim auch im zweiten Viertel keine Mittel gegen die starke Defense der Heimmannschaft (19 Defensiv-Rebounds in der 1. Halbzeit) und vergab zudem zu viele Würfe von außen, sodass die Merlins zur Pause mit 44:29 vorn lagen. “Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit nicht das gespielt was sie kann. Alles was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat, haben wir in dieser Phase vermissen lassen”, zog Ignjatovic Bilanz der ersten 20 Minuten.
Nach der Pause zeigten sich die Gäste in der ausverkauften und stimmungsvollen Hakro-Arena wacher und deutlich engagierter. Während die Merlins im dritten Abschnitt die letzte Konsequenz im Angriff vermissen ließen. So verkürzten die Knights auf 58:52 und die Partie war wieder offen. Enskat: “In dieser Phase hätte die Begegnung kippen können. Wir sind einfach noch nicht in der Lage, ein Spiel kontrolliert zu Ende zu bringen.” Das die Partie im vierten Viertel nicht gänzlich kippte, lag neben den euphorisch anfeuernden Crailsheimer Fans, auch an den Leistungen beider Teams an der Freiwurflinie. “Am Ende haben die Freiwürfe und die Rebounds den Unterschied ausgemacht”, so Ignjatovic.
Während Kirchheim lediglich zwölf von 20 Freiwürfen versenkte (60 Prozent), trafen die Merlins 24 von 27 (89 Prozent). Besonders treffsicher auf Merlinsseite zeigte sich Mark Hill, der alle seine zwölf Versuche verwertete und mit insgesamt 22 Punkten (Topscorer der Partie) überzeugte. Auch bei den Rebounds holten die Crailsheimer Korbjäger mit 42 deutlich mehr als die Gäste (31). “Für das letzte Viertel muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat trotz des Kirchheimer Drucks konzentriert weitergespielt”, so Enskat. Unter dem Strich ein verdienter Derbysieg für die Crailsheim Merlins, der zwölf Sekunden vor Schluss nochmals in Gefahr geriet. “Für mich war das Spiel ein emotionaler Saisonhöhepunkt und ich bin einfach nur glücklich, dass wir es gewonnen haben”, freute sich auch Hallensprecher Danny ‘Pimp, Jüngling. Crailsheim Merlins: Mark Hill (22 Punkte/ 2 Dreier), Billy Baptist (7), Jared Stohl (3/1), Darryl Webb (16/1), Joe Buck (9), Antonis Sivorotka (8), Jeremy Dunbar, (11/1), Christoph Tetzner (7/1), Daniel Ivanov, Blanchard Obiango, Sebastian Kling, Lucian Kieser. Kirchheim Knights: Smith (14/2), Tomasevic (20/3), Bekteshi (2), Adeberg (5), Thomas (6), Uskoski (9), Menck (5/1), Brooks (16/3)
Manuel Endress
Im Bereich rund um die 6,75 Meter vom Korb entfernte Markierung – in Basketballerkreisen kurz Dreierlinie genannt – fühlt er sich pudelwohl. Der Wurf von jenseits dieser Linie, stets mit drei Punkten auf dem Konto gutgeschrieben, – sein bevorzugtes Geschäft. „Meine Rolle ist, mit Power und Energie von der Bank zu kommen und die Dreier zu treffen!“, heißt das mit den Worten von Jared Stohl ausgedrückt, der im Sommer neu bei den Merlins angeheuert hat. Und bislang löste er diese Aufgabe mit Bravour, ganz im Sinne der Vorgabe, die er im Fragebogen vor Rundenbeginn als persönliche Zielsetzung skizziert hatte. „Wenigstens drei Dreier pro Spiel“, lautete seinerzeit der Plan. Und bis zum Spiel letzte Woche in Düsseldorf lag er mit bislang zwölf Dreiern in vier Partien exakt auf Kurs. In der Liga-Statistik taucht Stohl nach wie vor an ganz prominenter Stelle auf – als Fünfter der Dreierwertung in Tuchfühlung zum Zweiten. Das Klassement führt Justin Stommes an, der zuletzt mit Paderborn erst in der Hakro-Arena gastierte.
Einen Sieg haben die Knights den an Position fünf im Klassement geführten Merlins derzeit voraus. Kein Wunder also, dass Ingo Enskat die Gäste morgen im Vorteil sieht. "Kirchheim ist mit Sicherheit der Favorit", erklärt der Crailsheimer Coach und weist darauf hin, dass sich die Knights derzeit im Aufwind befinden. Ihre einzige Niederlage datiert vom ersten Spieltag und fiel dabei in Düsseldorf auch ganz knapp aus, während sich die Merlins dort vor Wochenfrist dem Erstliga-Absteiger deutlich beugen mussten. "Wir haben das Video vom Spiel lange analysiert und intensiv darüber gesprochen, aber wie heißt es immer so schön - was zählt ist auf dem Platz!"
Die Kirchheimer, die zuletzt in heimischer Umgebung die Saar-Pfalz Braves in die Schranken gewiesen haben (88:69), werden morgen eine Reihe alter Bekannter und erfahrener Spieler mit nach Crailsheim bringen. Zuvorderst sind dort die Flügel Radi Tomasevic, Cedric Brooks und Ahmad Smith zu nennen. Hinzu kam mit Devin Uskoski aus Augsburg, "einer der stabilsten Pro-B-Spieler aus der letzten Saison, der sehr gut unter dem Brett agiert, letztlich aber ein Allrounder ist". Komplettiert wird die Starting Line in der Truppe von Coach Frenkie Ignjatovic durch Nils Menk. "Kirchheim hat eine sehr gute erste Fünf.
Ich denke aber, dass wir dahinter tiefer besetzt sind. Das gilt es für uns natürlich in die Waagschale zu werfen", glaubt Ingo Enskat. "Wir müssen auf Kampfgeist und Engagement setzen - die Tugenden, die uns auch in Düsseldorf im dritten Viertel wieder zurück ins Spiel gebracht haben." Hauptmanko, meint der Trainer, seien bei den Crailsheimern bislang die Schwankungen. "Wir müssen sehen, dass wir über einen möglichst langen Zeitraum stabil auftreten und nicht im Zweifelsfall den Kopf zu schnell hängen lassen."
Nicht mit von der Partie sein kann der verletzte Benjamin Lischka, der vor der Runde aus Kirchheim zu den Korbjägern aus Crailsheim gewechselt ist. Auch wenn er nicht aktiv ins Geschehen eingreift, wird er die neuen Kollegen sicherlich zumindest moralisch unterstützen.
Seit dem Saisonbeginn ist viel passiert im Unterhaus des Basketball-Pro-A-Ligisten der Crailsheim Merlins. Simultan zu der neuformierten Herrenmannschaft starteten fast alle Mannschaften runderneuert, bestehend hauptsächlich aus dem jüngeren Jahrgang der entsprechenden Altersklasse, in ihre neue Saison.
Den phänomenalsten Saisonstart legte die zweite Herrenmannschaft in der 2. Regionalliga hin. Nachdem Überraschungssieg gegen die starke KuSG Leimen (92:81) folgten noch mal 3 Siege gegen den VfR Gaggenau (101:90), den Aufsteiger ESV RW Stuttgart (102:90) und letztes Wochenende gegen den TSV Berghausen (88:80). Somit steht der zweite Anzug der Crailsheimer Zauberer punktgleich mit dem Absteiger aus der Regionalliga, der BSG Ludwigsburg, an der Tabellenspitze. Nächstes Wochenende, 29.10.2011 um 19:30 Uhr, steht schon der nächste Saisonkracher vor der Tür, wenn die jungen Zauberer zum Lokalderby nach Schwäbisch Hall aufbrechen.
Die U18m erwischte in der Oberliga ein schwieriges Los im ersten Saisonspiel. Sie mussten gegen die BA Ulm ran und unterlagen deutlich mit 54:79. Im Gegenzug konnte die U16m eine ordentliche Klatsche gegen den Dauerrivalen BSG Ludwigsburg verteilen und gewann ihr Saisondebut mit 80:49. Leider konnte die U14m ihren Kontrahenten weniger entgegensetzen. Auch sie mussten gegen die BSG Ludwigsburg antreten, verloren das Spiel jedoch mehr als deutlich mit 55:100 in eigener Halle.
Ähnlich wie die zweite Herrenmannschaft starteten auch die U15w angeführt von den Trainern Zoran Banozic und Benjamin Schweigert. Zwei deutliche Siege konnten gegen die Sportvg. Feuerbach (68:53) und gegen die TSG Schwäbisch Hall (66:38) gefeiert werden.
"Wir sind eigentlich vernünftig gestartet, haben in den ersten Minuten auch in der Defense das umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen hatten und waren damit zunächst in unserem Plan-Soll", betonte der Crailsheimer Coach. Doch in der Folge hielt ein gewisser Schlendrian Einzug. Gute Möglichkeiten wurden zu selten genutzt, bereits eroberte Bälle unnötigerweise wieder preisgegeben. Die Hausherren aus Düsseldorf präsentierten die entsprechende Rechnung und bestraften das umgehend, indem sie bis auf 17 Punkte davonzogen. "Letztlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass wir nicht mit mehr Courage und Selbstvertrauen aufgetreten sind." In der Folge hielten die Merlins dann doch energischer dagegen, spielten druckvoller, drehten auf und schafften es, den Rückstand zwischenzeitlich auf neun Punkte zu reduzieren (43:34). Auch in der Offensive gab es nun klarere Aktionen und erfolgreiche Abschlüsse, sodass die Gäste zwischenzeitlich sogar knapp mit einem Punkt in Führung gingen (50:49). Doch zur Verwunderung des Coaches machte seine Mannschaft im weiteren Spielverlauf wieder ähnliche Fehler wie vor der Halbzeit und fand als Team unter Druck nicht die passenden Antworten. Mögliche Ballgewinne wurden ausgelassen, zu viele teilweise überhastete Einzelaktionen störten den Spielfluss, statt die nötige Ruhe walten zu lassen. "Wir waren im dritten Viertel nicht in der Lage, vernünftig mitzuspielen, haben zwei Gesichter gezeigt, ein kämpferisches und ein unsicheres", wog Ingo Enskat nach der Partie ab. "Die Jungs am Brett haben ihre Arbeit gut gemacht, aber die Außenspieler waren letztlich zu unorganisiert und müssen physischer auftreten, um ihren Gegenspielern energischer Paroli zu bieten", verdeutlichte der Coach. "Ich möchte nicht schon wieder die mangelnde Erfahrung ins Feld führen, aber wir müssen in den entscheidenden Phasen mit mehr Selbstbewusstsein agieren, abgeklärter und nicht so kopflos, wie in einigen Situationen, zu Werke gehen." Eine solide Leistung attestierte der Coach seinem Mannschaftskapitän Joe Buck gegen dessen ehemaligen Verein. Trotz zweier früher Fouls hat er "von Anfang bis Ende gekämpft", zudem 9/11 Freiwürfe getroffen - aber wie gesagt: Auf den großen Positionen lagen unsere Probleme nicht". In der Tabelle rangieren die Korbjäger aus Crailsheim derzeit mit sechs Punkten auf dem achten Rang. Nächster Gegner am kommenden Samstag in der Hakroarena sind die Kirchheim Knights, die zum Derby in Crailsheim erwartet werden und nach diesem Spieltag das Klassement in der Pro A anführen. Gloria Giants Düsseldorf - Crailsheim Merlins 83:61 (43:34) Viertel: 20:12; 23:22; 13:16; 27:11 Werfer Crailsheim: Joe Buck 17 Punkte, Billy Baptiste 13, Antonis Sivorotka 9, Darryl Webb 9, Mark Hill 7, Jeremy Dunbar 6, Sebi Kling, Blanchard Obiango, Jared Stohl, Chris Tetzner 0.
Nach dem hart umkämpften Heimsieg gegen die webmoebel Baskets Paderborn wartet auf die “Zauberer” am Sonntag bei den Gloria Giants Düsseldorf ein schweres Auswärtsspiel
“Die Giants sind zweifelsohne ein echter Aufstiegsfavorit und verfügen über sehr gute Spieler”, weiß Merlins-Manager Martin Romig. Herausgeragt hat bei den Gastgebern bislang Aubrey Reese, der für die Skyliners Frankfurt bereits in der ersten Liga auf dem Parkett stand. Reese erzielte am vergangenen Spieltag in der Partie gegen die Saar-Pfalz Braves 34 Punkte für sein Team. “Ihn gilt es natürlich in erster Linie zu stoppen”, erklärt Romig. Aber auch auf den anderen Positionen ist Düsseldorf stark besetzt. Mit Patrick Flomo verfügen die Giants auf der Center-Position über einen weiteren erstligaerfahrenen Spieler (Telekom Baskets Bonn). Romig: “Auf der deutschen Position ist Phillip Friedel nicht zu vergessen, der in ihrem Team eine wichtige Stütze ist.” Auch auf Marin Petric muss die Merlins-Defensive achten. “Er ist seit vielen Jahren in der zweiten Liga aktiv und ein sehr erfahrener Spieler”, so der Manager.
Trotz der stark besetzten Mannschaft, sind auch die Giants in dieser Saison bereits zweimal als Verlierer vom Parkett gegangen. Romig: “Natürlich sind sie nicht unschlagbar, aber wenn wir gewinnen wollen müssen wir eine sehr starke Defense-Leistung zeigen und uns von Beginn an die Rebound-Hoheit sichern.” Um in Düsseldorf einen Sieg feiern zu können benötigen die Merlins eine geschlossenen Mannschaftsleistung. “Es wird enorm wichtig sein, dass wir über die gesamte Spielzeit in der Defense kompakt stehen und zudem noch eine gute Quote aus dem Feld erzielen”, weiß Martin Romig. Überzeugt hat bei den Merlins zuletzt Christoph Tetzner, der in der Partie gegen Paderborn 23 Punkte und 9 Rebounds erzielte und somit nur knapp an einem “double-double” vorbeischrammte. Romig: “In dieser Saison haben wir ein stark besetzte Bank. Diese Tiefe im Kader ist sehr wichtig.” Auch Spieler wie Darryl Webb (25 Punkte gegen Paderborn) oder Joe Buck sind am Sonntag gefordert, um gegen den Erstligaabsteiger zwei weitere Punkte einzufahren. “Wir werden selbstbewusst auftreten und natürlich versuchen das Spiel zu gewinnen”, verspricht der Manager.
Besonders für Merlins-Center Joe Buck wird es ein ganz besonderes Spiel werden. Buck ist vor der Saison von Düsseldorf nach Crailsheim gewechselt und trifft nun auf seine alten Kollegen. ”Joe Buck ist in unserem Team ein absoluter Leistungsträger und am Sonntag vielleicht noch ein wenig mehr motiviert als üblich”, freut sich der Manager.
Crailsheim Merlins: Joe Buck, Billy Baptist, Jeremy Dunbar, Mark Hill, Lucian Kieser, Sebastian Kling, Blanchard Obiango, Sivorotka Antonis, Jared Stohl, Thomas Szewczyk, Christoph Tetzner, Darryl Webb, Daniel Ivanov
Es fehlt: Benjamin Lischka (verletzt)
Derzeit sind bei den Crailsheimer Korbjägern sechs Juniorenmannschaften in allen Altersklassen aktiv. Diese werden alle von Basketballfachleuten betreut. „Neben unserem Pro-A-Trainer Ingo Enskat, der die U 12 trainiert, kümmern sich beispielsweise mit unserem langjährigen Spieler Michael Heck (U 16) und Benjamin Schweigert (U 14) noch zwei weitere Experten um unsere Nachwuchsmannschaften", weiß Merlins-Manager Martin „Präse" Romig. Vor allem Benjamin Schweigert hat sein Engagement in der Jugendarbeit in dieser Saison nochmals gesteigert. Der 24-Jährige hat vor Kurzem seine Arbeit auf einen Halbtagsjob reduziert und kann sich so als Jugendkoordinator noch besser um die Belange der Nachwuchsbasketballer kümmern. „Ich bin derzeit neben der U 14 auch noch der Trainer des Damenteams. Außerdem betreue ich die U 16, die U 18 und die U-15-Mädchenmannschaft als Assistent", sagt Schweigert. Neben den herkömmlichen Trainingseinheiten für die Kinder und Jugendlichen gibt es seit diesem Schuljahr ein spezielles Angebot von den Merlins. „Wir machen in Kooperation mit sechs Crailsheimer Schulen an den Nachmittagen eine Basketball-Schul-AG", weiß Benjamin Schweigert. Dafür ist der Merlins-Jugendkoordinator an allen Wochentagen in den verschiedenen Hallen der Stadt unterwegs. Schweigert: „Insgesamt habe ich sechs AG-Gruppen in der Woche." Vorrangig ist für ihn bei den Schul-AGs nicht, die Kinder zu „Profis" zu machen, sondern ihnen während den Nachmittagsstunden eine sinnvolle und abwechslungsreiche Beschäftigung zu ermöglichen. „Mich fasziniert dieses Spiel. Diese Begeisterung für Basketball und Sport allgemein möchte ich den Kindern in diesem Projekt weitergeben. Sich regelmäßig zu bewegen und einen geregelten Tagesablauf zu haben, ist einfach sehr wichtig", ist Schweigert überzeugt. Anmelden können sich die Kinder bereits ab einem Alter von fünf Jahren in ihren Schulen. „Derzeit habe ich ,Kids' von der ersten bis zur vierten Klasse in den Nachmittags- AGs", betont der Jugendkoordinator. Kurzfristig ist es Schweigert wichtig, die Kinder für Basketball zu begeistern. „Mittel- und langfristig wäre es schön, wenn einige von den Kindern auch nach diesem Schulprojekt in unseren Jugendmannschaften weiter Basketball spielen. Denn in einigen Kindern stecken echte Talente", hofft der 24-Jährige. Dieses Können zu fördern, wird bei den Merlins schon seit vielen Jahren großgeschrieben: „Das Geld für unsere Juniorenmannschaften ist in unserem Gesamtjahresetat fest mit einkalkuliert. Denn die Förderung von eigenen jungen Nachwuchstalenten ist außerordentlich wichtig und muss deshalb auch immer gesichert sein", weiß „Präse" Romig. Mit Benjamin Schweigert haben die Merlins nun einen Jugendkoordinator, der den Kindern die Freudeam Basketball mit Begeisterung und einem großen Engagement vermittelt.
Tabellenführer vom Thron gestoßen
Tetzner wird zum X-Faktor
Basketball - Pro A. In einem durchweg knappen, sehr temporeichen und spannenden Spiel besiegten die Crailsheim Merlins am Samstagabend Tabellenführer Paderborn in eigener Halle mit 91:87 Punkten.
Dass der Coach der unterlegenen Gästemannschaft einen einzelnen Spieler des Gewinnerteams über den grünen Klee lobt, kommt gewiss nicht alle Tage vor. Doch Thomas Glasauer griff tief in die Kiste der Komplimente, um die Leistung von Christoph Tetzner am Samstag zu beschreiben. "Er war der X-Faktor, hat den Unterschied ausgemacht, großes Kompliment von meiner Seite."
Und in der Tat präsentierte sich der solchermaßen Gelobte in der entscheidenden Schlussphase als Tausendsassa auf dem Feld, hielt den Ball, wenn nötig, behauptete ihn mitsamt seiner ganzen physischen Präsenz und fand immer wieder die entscheidende Lücke, die zum Korbleger mit erfolgreichem Abschluss nötig war."Wir haben ihn geholt, um mehr Tiefe auf der Flügelposition zu bekommen. Er hat das Heft in die Hand genommen und die Entscheidung gesucht", legte Ingo Enskat auf Crailsheimer Seite eins drauf und untermauerte das nochmal mit Zahlen: "80 Prozent Trefferquote, dazu noch neun Rebounds - da ist man als Coach sehr, sehr zufrieden!"
Doch zu Beginn sah es für die Merlins gar nicht so rosig aus. Thomas Glasauer hatte seine Hausaufgaben gemacht, die Gäste unterbanden das schnelle Spiel der Merlins und zwangen sie ins Set Play. Folge war ein rascher 4:10-Rückstand, der Ingo Enskat zu einer ersten Auszeit veranlasste. Danach wechselte Enskat Tetzner ein, der traf in kurzem Abstand gleich dreimal und brachte die Korbjäger aus Crailsheim damit wieder in die Spur. Ein 11:0-Zwischenspur sorgte für veränderte Vorzeichen (18:16) zur ersten Viertelpause. "Wir haben heute zum ersten Mal nicht zu unserem Spiel gefunden. Dafür muss man auch der Crailsheimer Abwehr ein Lob zollen", betonte Gästecoach Glasauer. "Bisher haben wir immer wieder den freien Mitspieler gesucht und konnten unsere guten Werfer in Szene setzen. Heute ging viel über 1:1 - das wollen wir gar nicht spielen." Justin Stommes, Paderborns Topwerfer (30 Punkte), der nach der Halbzeit gewaltig aufdrehte, blieb in den ersten beiden Vierteln ungewohnt unauffällig.
Durchgang zwei nutzten die Merlins zunächst, um ihren Vorsprung auszubauen, wobei neben Tetzner, besonders Webb und Hill trafen. Jared Stohl kam auf das Feld und zündete seinen Dreierturbo (Gesamtbilanz 4/7). Doch der zwischenzeitliche Elf-Punkte-Vorsprung rann den Merlins wieder aus den Händen, sodass die Partie bis zur Pause erneut offen war (41:38).
Im dritten Viertel hatte Paderborn den besseren Start, die Merlins machten einfache Fehler, was Ingo Enskat auf die Palme brachte. Doch sie kämpften sich wieder heran und erarbeiteten sich erneut ein kleines Plus, wobei Darryl Webb, mit 25 Punkten Crailsheimer Topscorer an diesem Abend (77 Prozent Treffer), zum Teil etwas unauffällig, aber kontinuierlich für die Einheimischen traf. Die Gäste ließen sich jedoch nicht abschütteln und hielten sich mit wichtigen Dreiern (Stommes, Fleischmann, Freer - gesamt 13/29) immer wieder im Spiel.
Mit vier Punkten Vorsprung gingen die Crailsheimer in den Schlussabschnitt, und da hieß es eigentlich Merlins gegen Justin Stommes (elf Punkte für Paderborn in Viertel vier). Für die Hausherren steuerten Obiango und Buck wichtige Zähler bei. Doch Paderborn gab nicht auf und war in der letzten Minute wieder bis auf einen Punkt dran. Stand in der Hakro-Arena wieder mal ein Krimi ins Haus? Nein - nicht wenn man einen Christoph Tetzner in der Form vom Samstag in seinen Reihen hat. Beherzt übernahm er Verantwortung, schnappte sich den Ball und sorgte für den vorentscheidenden Korbleger. Schließlich trat Darryl Webb an die Linie, verwarf den zweiten Freiwurf (91:87) und den Rebound angelte sich - na wer schon: Christoph Tetzner.
"Die bessere Mannschaft hat gewonnen", erwies sich Thomas Glasauer als fairer Verlierer. "Wir hätten es heute nicht verdient gehabt - der eine oder andere bei uns hat wohl schon gedacht, dass wir einen Schritt weiter wären. Das sind wir aber noch nicht."
"Paderborn ist sicher der stärkste Gegner, gegen den wir bislang in dieser Saison gespielt haben. Dennoch besagt es gar nichts, wer derzeit vorne liegt. Ich erwarte eine sehr, sehr ausgeglichene Saison mit vielen Teams, die um die Play-off-Plätze kämpfen", entgegnete Ingo Enskat auf Crailsheimer Seite. "Unsere Mannschaft entwickelt sich, hat sehr viel Potenzial. Wie wir das ausschöpfen, liegt ganz in unserer Hand!"
Viertel: 18:16 / 41:38 / 66:62 / 91:87
Viertelstände: 18:16 / 23:22 / 25:24 / 25:25
Spielfilm: 4:10 / 8:11 / 14:11 / 18:16 (1. V.)
23:18 / 30:19 / 34:26 / 36:32 / 37:37 / 41:38 (2.V.)
42:40 / 43:46 / 48:49 / 58:55 / 66:57 / 66:62 (HZ)
74:65 / 77:69 / 84:73 / 87:83 / 91:87 (Ende)
Merlins: Webb 25, Tetzner 23, Hill 15 (1 Dreier), Stohl 12 (4), Buck 7, Obiango 6, Baptist 2, Kling 1 , Sivorotka, Dunbar, Kieser
Paderborn: Stommes 30 (6), Freer 16 (3), Diggs 13 (1).
Hochdekoriert kam Neuzugang Darryl Webb zu den Crailsheim Merlins. Der 23-jährige US-Amerikaner wurde von der nationalen Vereinigung der Basketball-Trainer zum NCAA- II-Spieler des Jahres gekürt. Heißt, nicht im Feld der ganz großen Colleges, aber schon eine ordentliche Hausnummer, die da unter den Körben aufräumen wird. “Zuerst dachte ich, dass mich ein Teamkamerad veräppeln will, als ich davon hörte”, sagt der Power Forward. An der Indiana University of Pennsylvania, im Team der Crimson Hawks, erreichte er vergangene Saison 17,4 Punkte und 10,1 Rebounds im Schnitt pro Partie, bei einer Trefferquote von 49,6 Prozent aus dem Feld.
Webb beendete seine College-Karriere als erfolgreichster Spieler in der Geschichte der IUP in gleich mehreren Statistiken: Er absolvierte die meisten Spiele (126), und ist auch in den Kategorien Punkte (1949), Rebounds (1214), erzielte Punkte aus dem Feld (708) und Wurfversuche (1418) sowie bei den Blocks (162) führend. 2010 zog er mit seinem Team zum ersten Mal in der Geschichte ins nationale Endspiel ein.
Vor allzu großer Erwartungshaltung warnte Merlins-Coach Ingo Enskat aber im Vorfeld: “In den Vorbereitungsspielen war bei ihm noch ein ständiges Auf und Ab zu erkennen.” Zwei Partien habe er gut gespielt, in zwei anderen eher unauffällig agiert. In der Verteidigung und auch im Angriff sei er teilweise noch zu unerfahren. Seine große Stärke,das physische Spiel unter dem Korb und die Rebounds, seien allerdings schon erkennbar gewesen, so Enskat. In Sachen Trefferquote und Wurfkonstanz müsse er sich hingegen noch entscheidend verbessern, erklärt auch Darryl Webb einsichtig. “Die Leistungen in den ersten Spielen waren okay. Immerhin ist er ein Spieler, der auch mit entsprechendem Potenzial angekündigt wurde”, betont Manager Martin Romig.
Momentan zählt Webb zu den effektivsten Spieler der Liga, wurde jetzt von “Eurobasket.com” zum “Spieler der Woche” gewählt. Auf seiner ersten Station im Ausland will sich Derryl Webb möglichst schnell an das europäische Niveau anpassen und zum Führungsspieler werden - wenn auch nicht durch große Worte. Eine Plaudertasche sei er nicht, gesteht der US-Ami, der sich außerhalb des Platzes als eher scheu bezeichnet. Auf dem Feld werde er aber zu einer anderen und sehr emotionalen Person, die alles für das Team gibt. Dass ihm ein gutes Miteinander mit seinen Teamkollegen wichtig ist, zeigt sich auch daran, dass er Mitspieler Mark Hill des öfteren bekocht: Hähnchen und Eier brutzeln dann in der Pfanne vor sich hin. Und anschließend schauen die beiden gemeinsam Filme, wenn sie nicht trainieren müssen. Am liebsten Komödien, geht es nach Darryl Webb.
Dabei stünden dem 23-Jährigen aus Baltimore auch Actionfilme gut zu Gesicht, schließlich hat er mit einem Abschluss in “Communal Justice” (in etwa öffentliches Recht), Webb bezeichnet sich selbst als “Police Officer” (Polizist), Erfahrung mit Verbrechern. Und auch als Superheld würde er sich nicht schlecht machen: Darryl Webbs Spitzname lautet nämlich ”Spiderwebb” (Wortspiel mit Spinnennetz). ”Wahrscheinlich, weil ich die Bälle mit meinen Händen wie Fliegen anziehe”, sagt der Amerikaner. Zieht man dann noch seinen Lieblingsspieler Shawn Marion (Dallas Mavericks) alias “Die Matrix” hinzu, dann ist ein spannungsgeladener Film-Cocktail beisammen. Ob Darryl Webb sein “Happy End” in dieser Saison in Crailsheim erleben wird, wird sich zeigen.
“In Cuxhaven hatten wir den Sieg praktisch schon in der Hand und haben die Partie dann durch Konzentrationsfehler noch völlig aus der Hand gegeben”, blendet Martin Romig zurück zum letzten Auftritt der Korbjäger am Feiertag an der Nordseeküste. “Wir lagen schon deutlich vorne, haben mit 18 Punkten geführt und dann durch eigene Fehler und Turnovers den Gegner wieder stark gemacht”, fährt der Manager weiter aus. Ein gutes Spiel machte Lucian Kieser, der den früh mit zwei Fouls belasteten Joe Buck effektiv vertrat. “Jetzt haben wir mit Paderborn, Düsseldorf und Kirchheim drei starke Gegner in Folge vor der Brust - womöglich wegweisende Partien!” Tabellenführer Paderborn, das Team von Coach Thomas Glasauer, hat “mit Justin Stommes (Dreierquote über 40 Prozent), Jefferson Mason oder Jamar Diggs ganz heiße Schützen mit an Bord, dazu in Person von Michael Fleischmann einen 2,09 Meter langen Center, der auch Dreier schießen kann. Ich hoffe, dass wir dagegen gewappnet sein werden”.
Bislang gewann der Ex-Erstligist daheim gegen Karlsruhe und die Saar-Pfalz Braves, und legte in Nürnberg noch einen drauf. Schwerer verletzt scheint Benjamin Lischka bei den Merlins zu sein. Mittlerweile wurde sein Knie nochmal in einer Spezialklinik in Tübingen untersucht. Martin Romig geht davon aus, dass Lischka den Crailsheimer Korbjägern in diesem Kalenderjahr wohl nicht mehr zur Verfügung stehen wird. hel
Einen durchaus guten Saisonstart erwischten die Crailsheimer Korbjäger. Nach drei absolvierten Partien rangieren die Merlins nach zwei Siegen und einer unglücklichen 85:88 Niederlage am vergangenen Spieltag in Cuxhaven auf Platz vier. "Eine echte Tendenz lässt sich jedoch erst nach acht bis zehn Spieltagen erkennen. Der derzeitige Tabellenplatz sagt noch nichts über die wahren Stärken der einzelnen Mannschaften aus", weiß Merlins-Coach Ingo Enskat.
Und dennoch kommt es bereits am 4.Spieltag zu einem Topspiel in der Hakro-Arena. In Crailsheim gastiert der derzeitige Ligaprimus und ehemalige Erstligist webmoebel Baskets Paderborn. Das Team von Headcoach Thomas Glasauer hat seine ersten drei Partien in dieser Saison allesamt gewonnen und dabei vor allem durch eine sensationelle Dreierquote von fast 50 Prozent überzeugt. Besonders Justin Stommes versenkte über 60 Prozent (14 von 23) seiner Dreierversuche und ist damit eine wichtige Stütze seines Teams.
Aber auch auf Center Michael Fleischmann muss die Merlins-Defensive achten. Er erzielte bislang 11,3 Punkte pro Spiel. "Ihr Kader ist wirklich gut besetzt. Vor allem die Amerikaner auf den Außenpositionen sind stark und sehr gute Schützen", erklärt Enskat. Um die Dreier der Gäste zu verhindern gilt es für die "Zauberer" in der Defense eine über die gesamte Spielzeit konzentrierte Leistung abzurufen. "Wir müssen eng an unseren Gegenspielern sein und gut im eins gegen eins Verteidigen, um so ihr Passspiel zu unterbinden. Denn freie Würfe dürfen diese excellenten Schützen nicht bekommen", so der Crailsheimer Trainer.
Mit einer engagierten und konzentrierten Teamleistung ist auch im Spitzenspiel des vierten Spieltages ein Sieg im Bereich des machbaren. Enskat: "Wir haben in den ersten drei Spielen gesehen, dass wir wirklich gut mithalten können. Wir sind endgültig in dieser Liga angekommen. Jetzt gilt es den nächsten Schritt zu machen und mit unseren Fans im Rücken ist auch ein Erfolg gegen Paderborn durchaus möglich." Allerdings dürfen und werden die Merlins die webmoebel Baskets nicht unterschätzen, gab es doch in der abgelaufenen Saison zwei Niederlagen gegen die Mannschaft aus Ostwestfalen. Enskat: "Wir haben eine starke Mannschaft und es wird sicher ein ausgeglichenes Spiel."
Erfreulich für die Fans ist die Tatsache, dass bis auf Benjamin Lischka alle Spieler mit an Bord sind. " Lischka hat sich im Heimspiel gegen Essen einen Innenbandanriss zugezogen und wird uns daher einige Wochen fehlen", erklärt der Trainer.
Die Crailsheimer Basketballfans dürfen sich an diesem Wochenende also auf ein echtes Spitzenspiel freuen, dessen Ausgang absolut offen ist. Denn keiner der Mannschaften geht als Favorit ins Rennen.
Crailsheim Merlins: Joe Buck, Billy Baptist, Jeremy Dunbar, Mark Hill, Daniel Ivanov, Lucian Kieser, Sebastian Kling, Blanchard Obiango, Sivorotka Antonis, Jared Stohl, Thomas Szewczyk, Christoph Tetzner, Darryl Webb.
Christoph Tetzner hält sich erst wenige Tage in Crailsheim auf. Gegen Essen absolvierte er sein erstes Spiel für die Merlins. Nach der Partie sprach das HT mit dem Neuzugang der Crailsheimer Korbjäger.
HT: Christoph Tetzner, Ihr erstes Spiel im Crailsheimer Trikot. Wie sind Sie mit Ihrer und der Leistung des Teams zufrieden?
CHRISTOPH TETZNER: Wir haben gewonnen. Das ist, was zählt. Phasenweise hatten wir Probleme mit der Konstanz. Wir müssen noch lernen, wenn wir eine hohe Führung haben, die nicht nur zu verwalten, sondern möglichst auszubauen und dem Gegner nicht zu ermöglichen, wieder zurück ins Spiel zu finden. Wir haben noch eine relativ junge Mannschaft. Aber ich denke, da kann ich dem Team mit meiner Erfahrung ein bisschen helfen. Im Endeffekt kann man zufrieden sein mit dem Saisonbeginn.
Mit Joe Buck zusammen gehören Sie zu den ältesten Spielern. Das heißt, die anderen Kollegen dürften von Ihrer Erfahrung und Routine profitieren. . .
Ja, ich war in den letzten drei Jahren immer einer der ältesten Spieler in meinen Teams, und von daher rutscht man so ein bisschen in diese Rolle rein. Ich denke, das möchte und kann ich auch übernehmen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich die jungen Leute ein wenig an die Hand nehmen kann und die das auch annehmen. Dann werden wir auch als Team besser - das ist das Ziel.
Sie haben in Göttingen zuletzt in der ersten Liga gespielt, sind von daher größere Hallen und Kulissen gewöhnt. Aber in Crailsheim ist bei den Heimspielen auch immer mächtig was los. Wie haben Sie die Atmosphäre beim Auftaktspiel gegen Essen erlebt?
Ich habe hier in Crailsheim ja schon oft gespielt, mit Chemnitz, Bayreuth - insgesamt schon über zehnmal. Und ich freue mich, das jetzt mal als Heimhalle zu haben. Es war eine tolle Stimmung, Wahnsinn! Ich freue mich auf eine tolle Saison mit vielen schönen Heimspielen.
Wie würden Sie Ihre persönliche Spielweise beschreiben?
Ich bin relativ vielseitig, kann auf Position drei oder vier spielen, innen oder außen. Ich spiele verteidigungsorientiert. Wenn vorne was reinfällt, umso besser. In bin Feuerwehrmann und als solcher da, wo es brennt.
Sie haben Ihr Studium (Sportökonomie) inzwischen abgeschlossen!
Ja, auf jeden Fall. Studium ist jetzt abgehakt. Damit habe ich zwei Optionen, einmal Sportmanagement und dann Sportmedizin, wofür die Abschlussarbeit, glaube ich, eine gute Tiefe hat, um einen relativ guten Job zu bekommen. Der Körper will und braucht es aber noch, und ich bin einfach viel zu geil auf diesen Sport und freue mich jetzt, ohne in irgendwelche Vorlesungen gehen zu müssen, und mich mit klarem Kopf voll und ganz auf Basketball konzentrieren zu können.
Knappe 85-88 Niederlage am Feiertag in Cuxhaven. Bereits 12 Stunden nach dem furiosen Auftaktsieg ging es für den Merlins-Troß Richtung Norden nach Cuxhaven.
Das zweite Spiel am verlängerten Wochenende begannen die Merlins konzentriert und boten dem bis dato auch ungeschlagenen Heimmannschaft einen echten Kampf. Im dritten Viertel führten die Merlins bereits mit 15 Punkten, Cuxhaven kämpfte sich nochmals heran und hatten im Schlußabschnitt vor einem frenetischen Publikum die besseren Karten.
Die Merlins hatten beim Stand von 85:86 den Ball 15 Sekunden vor Schluß in eigenen Händen, konnten in dem nervenzerreibenden Spiel jedoch kein Kapital mehr daraus schlagen.
Ausführlicher Bericht folgt.
Am kommenden Samstag bestreiten die Merlins ihr nächstes Heimspiel, kein geringerer als der aktuelle Tabellenführer und ehemaliger Erstligist Paderborn wird seine Visitenkarte in Crailsheimer HAKRO Arena abgeben, Karten sind im Vorverkauf erhältlich.
Ein furioses erstes Viertel (27:12) war Grundlage für einen unter dem Strich verdienten 79:67-Sieg der Crailsheimer Korbjäger bei der Heimpremiere am Samstag gegen die Gäste aus Essen.
Die Merlins legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr, zeigten eine beeindruckende Spielfreude und ließen den Gästen zunächst keinen Stich. "Das macht richtig Spaß", war zwischenzeitlich von den Rängen zu hören.
Angeführt von Spielmacher Mark Hill, der zudem eine exzellente Defense-Arbeit an den Tag legte, über die erfolgreichen Punktesammler Joe Buck und Darryl Webb marschierten die Einheimischen davon. Igor Krizanovic half auch eine frühe Auszeit nicht wirklich weiter. "Wir kommen jetzt schon das dritte Jahr hierher und erleben immer wieder dasselbe", klagte der Essener Coach später auf der Pressekonferenz. Seine Mannschaft fand einfach nicht zu ihrem Rhythmus und bekam dabei auch Jared Stohl nicht in den Griff, der kam, warf - und traf nahtlos seine ersten drei Dreier. Später sollte er noch einen vierten nachlegen und übertraf dabei seine eigene im HT-Fragebogen vorgegebene Marche (Ziel: wenigstens drei Dreier pro Spiel) um einen solchen. Von Essen war im ersten Viertel überhaupt nichts zu sehen. Allenfalls Einzelaktionen brachten den Gästen aus dem Westen den einen oder anderen Punkt ein.
Doch im zweiten Viertel kam schon etwas Sand ins Getriebe. Ingo Enskat wechselte durch, und das Gästeteam machte Boden gut. "Essen war letzte Saison eine der besten Rückrundenmannschaften, ist als Team zusammengeblieben und hat sich dazu noch punktuell verstärkt - da ist klar, dass wir als junge Mannschaft die nicht permanent dominieren können", kommentierte Coach Ingo Enskat diese Entwicklung.
Nach der Pause setzte sich dieses Bild weiter fort. Die Gäste legten ihren Anfangsrespekt inzwischen gänzlich ab, und das dritte Viertel sollte das schlechteste der Merlins an diesem Abend werden. In der Defense taten sich immer wieder Lücken auf, und bei den Gästen traten jetzt zwei Spieler ins Rampenlicht, denen die Hausherren nicht energisch genug Einhalt gebieten konnten. Chris Alexander (Nummer 1) und der sehr lauffreudige Marco Buljevic (5) mit fünf und vier Punkten bis zur Pause zu Buche stehend, setzten sich immer wieder durch und brachten ihre Mannschaft mit insgesamt 18 Punkten auf Schlagdistanz.
Doch im finalen Viertel brachten sich die Gäste durch zwei Eigenfehler im Spielaufbau "um die kleine Chance, die wir uns noch erarbeitet haben" (Krizanovic). Letztlich ließen die Hausherren dann doch nichts mehr wirklich anbrennen und hielten sich den
Gegner energisch vom Leib. Auf Crailsheimer Seite präsentierte sich Joe Buck auch als sicherer Könner von der Linie (75 Prozent Freiwurfquote; davon fünf in der wichtigen Schlussphase). Ein erneuter Stohl-Dreier zur rechten Zeit half den Merlins ebenso weiter. Darryl Webb imponierte mit insgesamt 13 Rebounds.
"Unbestritten ist, dass wir ein Team sind, das sich mit seiner Unerfahrenheit manchmal noch selber in größere Probleme bringt als der Gegner. Wir müssen aggressiv und schnell spielen, denn wenn wir uns herunterbremsen lassen, sind wir nicht in der Lage, unsere eigenen Stärken zu nutzen. Und daran arbeiten wir weiter", bilanzierte Ingo Enskat auf Crailsheimer Seite.
Wenige Minuten vor Schluss verletzte sich Benny Lischka (Knie verdreht). Das Publikum spendete ihm aufmunternden Applaus, bevor er zur genaueren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Fazit: Der Sieg geht absolut in Ordnung, die neue Mannschaft hat phasenweise schon sehr gute Ansätze gezeigt, ist als Team aufgetreten und auch die Tiefe der Bank ist im Vergleich zu früher, größer geworden.
Statistik:
Viertel: 27:12 / 43:26 / 60:49 / 79:67
Viertelstände: 27:12 / 16: 14 / 17: 23 / 19:18
Spielfilm: 6:2 / 9:4 / 18:9 / 24:10 / 27:12 (1.V.)
31:16 / 33:24 / 37:26 / 41:26 / 43:26 (Halbzeit)
45:33 / 49:36 / 54:40 / 58:42 / 60:49 (3.V.)
67:54 / 69:59 / 71:62 / 73:64 / 77:67 79:67
Beste Werfer, Merlins: Joe Buck 21, Darryl Webb 16 (1), Jared Stohl 14 (4 Dreier), Mark Hill 10, Billy Baptiste 7, Chris Tetzner 6, Benny Lischka 5, Sebi Kling, Blanchard Obiango, Antonis Sivorotka, Lucian Kieser.
Beste Essen: Alexander, Buljevic 18, Schröter 12.
Locker kommt ein schlaksiger junger Mann des Weges. Eine Hand steckt in der Hosentasche, und er schnieft ein wenig. "Bin etwas erkältet, hab mich wohl beim Kollegen angesteckt", erzählt Jeremy Dunbar in deutscher Sprache, denn seine Mutter hat in Gelnhausen bei Frankfurt gelebt, und dabei hat der junge Mann auch Deutsch gelernt. Er versteht sehr viel, ist freilich noch etwas zurückhaltend, wenn es darum geht, auch selber Deutsch zu sprechen.
Überhaupt hat er zu dem Land, in dem er jetzt selber Basketball spielt, eine enge Verbindung, denn auch sein Dad war hierzulande einst als Basketballer an verschiedenen Stationen aktiv. "Sieben Jahre lang, unter anderem in Nürnberg und später dann auch noch für ein Jahr in Island", erzählt der 23 Jahre alte Neu-Crailsheimer weiter. Und damit ist eins auch schnell ganz klar. Das Spiel mit dem und um den Basketball wurde dem jungen Mann aus Florida quasi in die Wiege gelegt. "Ich hab damit begonnen, sobald ich laufen konnte", erinnert sich Jeremy Dunbar mit einem Lachen an seine ersten Versuche mit der orangefarbenen Kugel.
Der 23-Jährige ist eher ein Mann der leisen Töne, doch dass er Interviews eigentlich nicht sehr mag, wie er später bekennen sollte, wird im Gespräch gar nicht deutlich. Zuletzt hat er in den Staaten jahrelang am College gespielt, dabei auch seinen Abschluss in Finanzwesen gemacht. Dieser Bereich, die Börse, unter Umständen eine Tätigkeit als Broker, kann er sich womöglich auch für später als berufliche Tätigkeit vorstellen.
Jeremy Dunbars erste Erfahrungen in Crailsheim hören sich recht positiv an - eine kleine Stadt, wo jeder jeden kennt, das mag er. Schade nur, dass es bislang noch nicht mit dem Internet-Anschluss in seiner Wohnung geklappt hat und er deshalb auch nicht sehr viel von der EM in Litauen mitbekam. Das Engagement bei den Merlins in Crailsheim bedeutet ein neues Kapitel im Leben des jungen Mannes: Selbstständig werden und das fern der Heimat heiflt es nun, wobei Jeremy durchaus etwas mit seiner Zeit anzufangen weifl. Er kocht gerne. "Pasta in allen möglichen Variationen", greift dann und wann schon mal zur Gitarre, hat sich daheim immer wieder mit Freunden zum Musikmachen getroffen. "Wir hatten keine Band im eigentlichen Sinn, haben aber trotzdem miteinander Musik gespielt."
Im Fokus steht derzeit bei ihm freilich der Basketball. "Wir haben zweimal am Tag Training und finden uns als Mannschaft immer besser zusammen." Zu Beginn war der Neuling noch recht nervös, sammelt nun aber von Spiel zu Spiel mehr Selbstvertrauen. Eigentlich ist seine Stärke ein sicherer Wurf, aber er kann auch variabler auftreten, seine Gegner umspielen und zum Korb ziehen. Wie auch immer - eins ist klar, meint Jeremy: "Ich will immer gewinnen! Dazu will ich mein Bestes geben und versuchen, der Mannschaft zu helfen." Mit dazu beitragen soll auch die physische Präsenz, denn "ich mag es nicht, auf dem Feld herumgeschubst zu werden!" Die Premiere im Trikot der Merlins geriet durchaus schon mal zu einer Erfolgsgeschichte, denn in Augsburg gehörte Jeremy Dunbar sowohl zu den Startern auf dem Feld als auch am Ende zu den Spielern im Crailsheimer Trikot, die zweistellig gepunktet haben.
Managers Meinung:
Martin Romig: "In Augsburg feierte die Mannschaft einen positiven Einstand, wobei wir trotzdem noch immer nicht so recht wissen, wo wir stehen. Am Wochenende steht nun ein Doppelspieltag ins Haus, daheim gegen Essen und dann in Cuxhaven. Essen ist ein Team, bei dem Krizanovic schon lange als Coach am Ruder ist. Das Gerüst der Mannschaft wurde gehalten, wobei die Gäste jetzt mit vier, statt wie letztes Jahr drei Amerikanern spielen. Natürlich ist unser Ziel, daheim mit einem Erfolgserlebnis zu starten.
Basketball - Pro A. Mit dem Heimspiel gegen Essen eröffnen die Crailsheimer Basketballer morgen (20 Uhr, Hakroarena) die neue Serie in heimischer Umgebung. Am Montag geht es in Cuxhaven schon wieder um Punkte.
Kaum hat die neue Saison begonnen, da nimmt sie auch schon kräftig Fahrt auf. Nach der Ouvertüre vor Wochenfrist stehen Spieltag zwei (Samstag) und drei (Montag) am Wochenende quasi en bloc auf dem Programm.
Die Merlins starteten in Augsburg beim bayerischen Aufsteiger BG Leitershofen/Stadtbergen in die neue Spielzeit. Der Sieg dort fiel sehr komfortabel aus, doch was er letztlich wert ist, wissen Coach Ingo Enskat und Teammanager Martin Romig nicht recht zu sagen, muss die Zukunft zeigen. "Man wird sehen. Gefühlsmäßig dürfte Augsburg wohl eher zu den schwächeren Mannschaften in der Liga zu rechnen sein", glaubt Martin Romig. Während man es bei der Premiere mit einem kompletten Neuling zu tun hatte, sind die samstäglichen Gäste aus Essen so etwas wie gute alte Bekannte in der Liga. Deren Coach, Igor Krizanovic, gehört mit Ingo Enskat zusammen zu den Übungsleitern, die mit am längsten in der Klasse zu finden sind. "Zuletzt hatten die Essener ein schweres Jahr und konnten erst spät den Ligaerhalt sichern", blickt der Crailsheimer Basketballchef zurück.
Bei der Saisonpremiere gab es daheim, allerdings gegen die recht hoch gehandelten Saar-Pfalz Braves, eine 80:88-Niederlage. "Also wird der Gegner hungrig sein und bei uns diese Scharte ausmerzen wollen", glaubt Martin Romig auf Crailsheimer Seite. Essen hat das Gerüst seines Teams zusammengehalten. Cendall Jones, Chris Alexander, Sebastian Schröder sind mit Marco Buljevic die Leistungsträger im Team aus Nordrhein-Westfalen.
Neu an Bord bei den Merlins kommt mit Christoph Tetzner ein erfahrener und routinierter Spieler, der in der letzten Saison noch in Göttingen (erste Liga) seine Körbe erzielt hat. Er dürfte gegen Essen seine Feuertaufe im Crailsheimer Team erleben.
Das wird dann eine relativ kurze Erholungszeit vor sich haben, denn bereits am Sonntag geht es ab in den hohen Norden, wo die Jungs dann übernachten, um am Montag fit in die Partie in Cuxhaven zu gehen. Die dort beheimateten Bas Cats, die Mannschaft um Head-Coach Vilmantas Matkevicius, machte sich, wie die Merlins, mit einem Erfolgserlebnis auf in die Saison. Gegen Nürnberg, einen weiteren Aufsteiger, stand am Ende ein 68:56-Erfolg zu Buche. Dorian Mc Daniel und Dwuan Rice punkteten für das Team von der Nordsee dabei zweistellig.
Der Kader: Billy Baptist, Sebastian Kling, Antonis Sivorotka, Blanchard Obiango, Thomas Szewczyk, Daniel Ivanov, Mark Hill, Lucian Kieser, Darryl Webb, Benjamin Lischka, Christoph Tetzner, Jared Stohl, Jeremy Dunbar, Joe Buck
Basketball - Pro A. Mit einem deutlichen Auswärtssieg (105:68) bei Aufsteiger BG Leitershofen (Augsburg) startete das neu formierte Merlins-Team in die Saison.
Die Gäste aus Crailsheim sind sehr konzentriert gestartet und spielten sich peu à peu einen kleinen Vorsprung heraus. Den Augsburger Gastgebern merkte man den Druck an, im ersten Heimspiel in der neuen Liga möglichst viel richtig machen zu wollen. Entsprechend verkrampft präsentierte sich das Team aus Leitershofen/Stadtbergen. Einen Umstand, den sich die Merlins zunutze machten, indem sie mit der Startformation ihren Vorsprung gleich auf 15:7 Punkte ausbauten. "Wir haben sehr druckvoll und schnell gespielt und sind als Mannschaft aufgetreten", kommentierte Coach Ingo Enskat. Bis zur Pause konnten die Gäste aus Crailsheim ihren Vorsprung Zug um Zug erhöhen, sodass beim Zwischenstand von 62:32 die Fronten schon weitgehend geklärt waren.
Angesichts dieser Tatsache wechselte Ingo Enskat im dritten Viertel munter durch, was natürlich für Spielfluss und Konzentration nicht immer förderlich ist, doch die Zauberer aus Crailsheim schafften es, den Druck weiter hochzuhalten und somit rasch für klare Verhältnisse zu sorgen.
Die Dominanz der Gäste belegt ein Plus in sämtlichen Statistiken, von den Rebounds bis hin zu den Assists. Fünf Spieler punkteten zweistellig, wobei Coach Ingo Enskat das mannschaftliche Auftreten seinen neuen Teams besonders hervorhob. Aus einer geschlossen stark auftretenden Formation ragten besonders Routinier Joe Buck (21) sowie Darryl Webb (20) und Jeremy Dunbar (19) heraus. Billy Baptist (11) und Mark Hill (10) standen dem kaum nach.
Wie ist der deutliche Auftaktsieg nun einzuordnen? "Schwer zu sagen", meinte Ingo Enskat. "Augsburg ist sicher keine der Topmannschaften aus der Liga und muss sich selber noch finden. Der Sieg ist aber kein Grund, jetzt in höchsten Tönen zu jubeln, aber für die Stimmung natürlich wichtig und als Start in die Saison sehr erfreulich. Aber am nächsten Wochenende geht es wieder bei null los, und wir haben dann gleich zwei Spiele vor der Brust. Überhaupt bin ich der Meinung, dass man erst so nach acht Spielen eine Tendenz dafür benennen kann, wo man denn steht", schloss der Crailsheimer Coach.
Basketball - Pro A. Mit der Partie beim Neuling BG Leitershofen/Stadtbergen starten die Crailsheim Merlins am Sonntag (16 Uhr) in Augsburg in die neue Spielzeit der Pro A. Premiere haben heuer die Play-offs zum Saisonfinale.
. "Als Aufsteiger lebt man in aller Regel zu Rundenbeginn von der Euphorie, versucht den Schwung des Aufstiegs noch mitzunehmen", erklärt Merlins-Teammanager Martin Romig. So gesehen ist die BG sicherlich kein optimaler Premierengegner. "Doch man muss es nehmen, wie es kommt." Romig erinnert sich noch lebhaft an den Aufstieg der Merlins, als es bei der Ouvertüre gegen die favorisierte Truppe der BG Bayreuth mit Schorsch Kämpf als Trainer ging und die Merlins quasi auf den letzten Drücker hauchdünn mit einem Punkt verloren haben.
"Es wird kein Schönheitspreis vergeben. Unsere Jungs müssen sich darauf einstellen, dass der Gegner um jeden Zentimeter kämpfen wird. Jeder sollte auf das Spiel fokussiert sein und das bringen, was er kann", führt Crailsheims Basketball-Chef weiter aus. "Stadtbergen hat nicht zu verlieren und so wird das Team auch auftreten. Sicherlich sind zu diesem frühen Zeitpunkt beide Mannschaften noch nicht auf ihrem Topniveau und es wird wohl darauf ankommen, wer über die bessere Tagesform verfügt."
Im Kader der Gäste steht übrigens mit Felix Förster ein ehemaliger Merlins-Spieler, der, seit er in der Fuggerstadt studiert, beim Neuling aufläuft und inzwischen sogar Kapitän der Truppe von Trainer Stefan Goschenhofer geworden ist. "Ein guter Typ - wenn man an ihn denkt, tut es weh, dass Crailsheim keine Uni hat und man solche Jungs ziehen lassen muss."
Die Merlins hatten vor Wochenfrist reichlich Gelegenheit bei einem Turnier in Finnland nochmal Selbstvertrauen zu tanken und sich intensiv einzuspielen. Andererseits handelten sie sich aber auch die eine oder andere Blessur ein. Benny Lischka machte den Trip gen Norden gar nicht erst mit. Seinem Knöchel geht es dem Vernehmen nach aber inzwischen wieder besser. Dafür holte sich Blanchard Obiango eine Fußprellung, Antonis Sivorotka klagte über Rippenprobleme, und Sebi Kling machte sein Knie zu schaffen. "Ich hoffe, dass möglichst alle Mann an Bord sind, denn wir können auf niemanden verzichten, der auf der Höhe ist", schließt Martin Romig vor der Fahrt nach Augsburg.
Erster Spieltag: Cuxhaven Bas-Cats - Nürnberger Basketball-Club; ETB Wohnbau Baskets - Saar-Pfalz Braves, Mitteldeutscher BC - Erdgas Ehingen/Urspringschule; BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen - Crailsheim Merlins; Gloria Gigants Düsseldorf - VfL Kirchheim Knights; Webmoebel Baskets - BG Karlsruhe.
Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte traten die Crailsheim Merlins zum Abschluss ihrer Vorbereitungsphase nicht nur auswärts, sondern im nordischen Finnland beim internationalen Einladungsturnier von Kouvot Kouvola an.
Neben den Gastgebern (6ter der finnischen ersten Liga), traten mit dem finnischen Vizemeister Kataja und dem estnischischen Erstligisten TTU/Kalev drei hochkarätige Gegner zum Kräftemessen mit den Merlins an.
Dabei hatten die Crailsheimer mit den Esten von TTU/Kalev im Halbfinale gleich einen echten Gradmesser zugelost bekommen. Doch die Merlins zeigten sich von Anfang an gleich mehr als bereit und legten mit einem wahren Blitzstart (16:4) gleich den Grundstein zu einem guten Spielauftakt. Dass jedoch auch der Gegner über genügend Wurfkraft verfügte, mussten die Merlins in den kommenden Minuten bis zur Viertelpause erfahren, in denen die Esten bis auf 22:19 verkürzen konnten. Doch mit ausgeglichener Teamleistung (fünf Spieler punkteten zweistellig) wurde das Spiel wieder in die eigene Richtung gekippt. Die Hohenloher konnten sich über ein 50:39 zur Halbzeit, 76:59 (3tes Viertel) bist zum Endstand von 98:78 absetzen.
Das Finale war somit überraschend erreicht, wo mit dem finnischen Vizemeister Kataja der Bezwinger der Gastgeber aus Kouvola auf die Crailsheimer wartete. Bei zunächst ausgeglichenem Spielverlauf (7:8 ; 15:17) lagen die Merlins zumeist knapp hinten, konnten jedoch immer in Schlagdistanz bleiben. Ein kurzer Bruch im zweiten Viertel ließ die Finnen ihre Führung dann erstmalig bis auf acht Punkte (25:33) ausbauen. Doch wieder war es die Ausgeglichenheit der Merlins, die den Rückstand schmelzen ließ und sogar bis zur Pause in eine 41:36 Führung umwandelte. Nach der Halbzeit konnten die Crailsheimer dann das letzte Aufbäumen von Kataja wiederholt kontern und sich gar bis auf 64:48 absetzen. Erneut waren es bis zum Spielende dabei neun Spieler, die sich in die Punkteliste eingetragen hatten; vier von ihnen sogar zweistellig. Bis zum Endstand von 89:76 erhielten so noch alle Spieler von Trainer Ingo Enskat die Möglichkeit, sich auf dem internationalen Parkett zu beweisen und Spielpraxis zu sammeln.
Der unerwartete Turniersieg war somit das I-Tüpfelchen auf dem gelungenen Finnland-Trip. „Wichtig war,“ so Teammanager Romig „dass wir dabei als Team weiter zusammengewachsen sind.“ Nicht unerheblich für die junge Merlins Truppe. Dazu wurde an der spielerischen Abstimmung geschraubt. Coach Enskat: „Wir sind zwar noch nicht da, wo wir sein wollen und müssen, doch waren die beiden Spiele auf unserem Weg ein guter Schritt nach vorne.“
Somit ist die Vorbereitung bald auch schon wieder abgeschlossen. Bereits am nächsten Wochenende geht es zum Saisonauftakt zum starken Aufsteiger aus Augsburg, bevor die Crailsheimer Basketballer am 1.10.2011 erstmals in neuer Formation in der heimischen HAKRO-Arena auflaufen werden.
Statt der Maß im Bierzelt bzw. dem guten Kaffee und dem leckeren Kuchen in der HAKRO Arena zu frönen, sind die Mannen um Trainer Ingo Enskat zu einem dreitägigen Trip gen Norden nach Finnland aufgebrochen. Bereits heute Abend um 20:30 Uhr messen sich die Hohenloher Basketballer mit dem Erstligisten Namika Lahti. Danach wird die Reise noch nachts fortgesetzt bis zur Ankunft in der zehntgrößten Stadt Finnlands Kouvola. Am Samstag bestreiten die Merlins das erste Halbfinale des Einladungsturniers gegen den estnischen Erstligisten TTU/Kalev Talinn. Im zweiten Halbfinale trifft der Gastgeber Kouvot Kouvola auf den finnischen Vizemeister Kataja. Finale und das Spiel um den dritten Platz werden am Sonntag mittag bestritten. Danach geht es dann schon wieder nach Hause. Coach Enskat kann bis auf den Verletzten Benjamin Lischka (Achillessehne) auf alle Mann zugreifen.
Basketball. Mit einer 65:77-Niederlage gegen USK Prag und einem deutlichen 76:59-Sieg gegen den finnischen Erstligisten Kouvot beendeten die Crailsheim Merlins ihr internationales Vorbereitungswochenende.
Das HOHENLOHER TAGBLATT sprach nach den Spielen mit Headcoach Ingo Enskat über sein Team 2011/2012.
HT: Eine Niederlage, ein Sieg. Wie wichtig waren die ersten Spiele nach rund dreiwöchigem Training?
Ingo Enskat: Ich denke, für die Spieler genauso wichtig wie für mich. Alle haben darauf gewartet, dass es losgeht und sie mal zeigen können, was in ihnen steckt. Auch ich bekomme in einem Testspiel ganz andere Eindrücke als im Training. Teils bestätigen sich die Eindrücke, teils fällt einem als Trainer was Neues auf. Ich sag mal so: Im Training kann doch vieles kaschiert werden, man geht seinen eigenen Mitspieler nicht so hart an, wie es jetzt ein Gegenspieler im Testspiel tut.
Und welche Eindrücke haben Sie nun konkret mitgenommen?
In den beiden Spielen hat man gesehen, dass wir Phasen haben, in denen es sehr gut läuft, aber eben auch Situationen, in denen es uns schwerfällt, das Spiel zu organisieren. Wir brauchen unter dem Korb noch mehr Stabilität und insgesamt noch mehr Abgeklärtheit. Aber für den aktuellen Stand der Vorbereitung sind wir im Soll.
Mangel an Abgeklärtheit?
Ja, wir sind manchmal noch zu chaotisch und unorganisiert. Das liegt aber einfach an der fehlenden Erfahrung der Jungs. Viele sind zum ersten Mal in Europa, hier wird körperlich härter gespielt als auf den Colleges, und wenn es hektisch auf dem Feld wird, der Gegenspieler Druck ausübt, dann reagiert mancher eben noch falsch und nicht so, wie ich es mir vorstelle. Aber es wäre auch unrealistisch, schon jetzt ein eingespieltes Team zusammen zu habenaber das wird schon (lacht).
Was zeichnet das Merlins-Team 2011/2012 aus?
Wir haben Power, bringen viel Energie aufs Feld, die wir eben stellenweise noch in die richtigen Bahnen lenken müssen. Wir sind athletischer, aber eben noch unerfahrener als letzte Saison. Die Teamchemie stimmt, menschlich passt das alles, die Spieler unternehmen oft viel zusammen. Und was für mich als Trainer einfach Spaß macht: Die Jungs wollen jeden Tag dazu lernen und ziehen bisher toll mit - die Mannschaft hat Potenzial.
Wie geht es in der Vorbereitung weiter?
Montag war frei. Heute wird besprochen, was mir in den Spielen aufgefallen ist und im Training korrigiert, und am Mittwoch sowie Samstag stehen schon die nächsten Vorbereitungsspiele auf dem Programm.
Am Mittwochabend, Spielbeginn 18:30 Uhr, empfangen die Crailsheim MERLINS den ambitionierten PRO-B-Neuling Hanau White Wings zu einem Testspiel. Nach dem harten Turnierwochenende nutzte Trainer Enskat die beiden spielfreien Tage, um an den Stellschrauben im Zusammenspiel zu drehen. Mit Hanau präsentiert sich eine attraktive Pro-B Mannschaft mit einer ambitionierten Organisation im Hintergrund. Erfahrene und auch in Crailsheim bekannte Akteure stellen das Gerüst der Mannschaft. Die Leitwölfe sind der US-amerikanischer Aufbau Anish Sharda (Mainz, Freiburg) und der zweimetergroße Flügelspieler Ilja Ickert (Langen, Mainz). Unterstützung aus dem Ausland haben die Hanauer mit dem Power Forward Chris Miles (Decin, Tschechien 2,00 m/120 Kg) und Flügelspiel Logan Magnussen (Brigham Young University) bekommen. Am Samstag werden die Merlins letztmals in der Region testen. Zur Halleneinweihung in Wolpertshausen werden die Merlins den Finanzstarken PRO-A Neuling zum Vorbereitungsspiel empfangen. Der PRO-A Nachrücker verpasste letztes Jahr den sportlichen Aufstieg und durfte aufgrund des Lizenzentzuges vom USC Freiburg den vakanten Platz einnehmen. Bekannte Namen wie Ryan de Michael (Kirchheim Knights) konnte den Verlockungen nicht standhalten und wechselten an die Pegnitz. Mit dem altinternationalen Martin Ides, stellen die Nürnberger auch den größten Spieler der PRO A; 2,18m ist der Veteran groß. Gecoacht werden die Nürnberger vom langjährigen Bundesligaspieler Derrick Taylor, der mit Bamberg in der Saison 2004/2005 deutscher Meister wurde. Spielbeginn ist 20:30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse. Adresse der Halle:
Sporthalle Wolpertshausen Sälich 1 74549 Wolpertshausen
Der erste International Cup in Crailsheim brachte keinen eindeutigen Gewinner hervor.
Im ersten Spiel setzte sich der finnische Erstligist Kouvot Kouvola gegen den Pro A- Aufsteiger Ehingen durch. Die Ehinger konnten lange Zeit mithalten, rieben sich dann aber an der starken Defense der Finnen auf, die sich ihrerseits durch eine gute Quote von außen schließlich deutlich absetzen und mit
Michael Wiedmann
78:61 gewinnen. Am Samstagabend dann der erste Auftritt der Gastgeber. Drei Viertel lang sahen die runderneuerten Crailsheim Merlins gut aus gegen den USK Prag, doch im letzten Abschnitt gelang den Merlins nur noch ein einziger Feldkorb und so missglückte die Auftaktvorstellung vor dem heimischen Publikum mit einer 65:77-Niederlage.
Zum Frühschoppenspiel am Sonntag gingen die Mannen von Ingo Enskat dann wieder engagiert zur Sache. Gegen die am Vortag stark verteidigenden Finnen aus Kouvola ließen die Merlins in der ersten Halbzeit keinen Zweifel daran, dass man heute zeitig den Sieg sichern wollte. Beim Spielstand von 42:25 wurden die Seiten gewechselt, dieser Vorsprung wurde gehalten und am Ende gab es einen ungefährdeten 76:59-Erfolg zu feiern.
Zum Ausklang des Turnieres holten sich auch die Steeples aus Ehingen noch einen Sieg, als sie in einem weitgehend zerfahrenen Spiel mit 66:56 gegen den USK Prag gewinnen konnten.
Die Ergebnisse im Überblick: Kouvot Kouvola – Ehingen 78:61 Crailsheim Merlins – USK Prag 65:77 Crailsheim Merlins – Kouvot Kouvola 76:59 Ehingen – USK Prag 66:56
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72 Kinder zwischen 10 und 14 Jahren aus der ganzen Bundesrepublik trafen sich am Freitag, 19. August 2011, in der Sporthalle Aurachtal in Stegaurach zum ING-DiBa Junior-Camp. Mit dabei waren Timo Großmann, Nico Möbus und Moritz Heck von der U14 (männlich) Mannschaft der Crailsheim Merlins.
Angereist mit ihren Trainern Benjamin Schweigert und Michael Heck, wollten die Nachwuchsbasketballer gemeinsam mit dem Ehren-Bundestrainer Bernd Röder und den restlichen Campteilnehmern im Vorfeld des Supercups der Herren Nationalmannschaft ihre Basketballfähigkeiten schulen und verbessern.
Das Camp startete mit dem gemeinsamen Warm-Up aller Teilnehmer. Anschließend ging es für die Kids an drei Stationen um die Basketballgrundfertigkeiten Dribbeln, Passen und Werfen.
Das erste Highlight des Tages folgte dann direkt im Anschluss. Die beiden Nationalspieler Per Günther und Lucca Staiger schauten im Camp vorbei und standen den Camp-Teilnehmern Rede und Antwort. Beide erzählten einige interessante Dinge über ihren Aufstieg zum Nationalspieler und die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie man an sein Ziel kommen kann. Im Anschluss an die kleine Fragerunde gaben die beiden Nationalspieler jedem Camp-Teilnehmer ein Autogramm auf sein Camp-Shirt, außerdem konnten noch einige Fotos gemacht werden.
Nach dem Besuch der Nationalspieler ging es dann direkt weiter mit einigen Spielen im 5-gegen-5 Modus. Zum Abschluss des ING-DiBa Junior Camp bekamen alle Kinder am Ende des Trainings das Basketballspielabzeichen in Silber und einen eigenen Basketball vom Hauptsponsor ING-DiBa. Als Höhepunkt eines unvergesslichen Basketballtages lud die ING-DiBa alle Kids mit einer Begleitperson zum Spiel der deutschen Basketball-Nationalmannschaft gegen Belgien in die Stechert Arena ein.
Für Nico, Timo, Moritz sowie für 21 weitere Kinder wurde dieser Besuch in der Stechert Arena zu einem besonderen Ereignis. Vor dem Beginn beider Partien, Griechenland gegen Türkei und anschließend Deutschland gegen Belgien, durften sie gemeinsam mit den Spielern der Nationalmannschaften auflaufen. Im Anschluss sahen alle Camp-Teilnehmer/innen und ihre Begleitungen zwei abwechslungsreiche Spiele, in denen Griechenland deutlich die Oberhand über die Türkei behielt und die deutsche Mannschaft mit 71:65 gegen Belgien gewann. Die deutsche Mannschaft bedankte und verabschiedete sich bei den Fans, so dass die Kinder ihre Vorbilder tatsächlich hautnah erleben konnten. Dieses Erlebnis werden die Nachwuchsbasketballer so schnell wohl nicht vergessen.
Die Crailsheim Merlins haben die Vorbereitungsphase zur kommenden 2.Basketball Bundesliga PRO A Saison 2011/2012 bereits am vergangenen Montag eingeläutet.
„Alle Mann an Bord“ freuten sich die Verantwortlichen und konnten mit Billy Baptiste, Darryl Webb, Mark Hill, Benjamin Lischka, Jeremy Dunbar, Jared Stohl, Joe Buck und Antonis Sivorotka gleich acht neue Spieler begrüßen. Headcoach Ingo Enskat absolvierte in der vergangenen Woche zehn intensive Einheiten mit seinen neuen Spielern und forderte bereits bei den Einzelgesprächen mit den Neuzugängen sich nicht abwartend zu verhalten.
Dementsprechend ging es gleich richtig zur Sache. Verletzungsbedingt gab es keine Ausfälle, jedoch erkrankte der deutsch-amerikanische Neuzugang Jeremy Dunbar an einer Virusinfektion und muss ein paar Tage pausieren.
Nach Konditionstraining und Systemschulung findet der Feinschliff in den Vorbereitungsspiele statt. Und hierbei können sich alle Merlins Fans auf zwei Leckerbissen daheim freuen.
Erstmals wird das Vorbereitungsturnier am 3. und 4. September international geprägt sein. Mit dem tschechischen Erstligisten USK Prag sowie Kouvot Kouvola, dem sechstplazierten der 1. Finnischen Liga und dem Pro A-Aufsteiger Ehingen, sorgten die Verantwortlichen für ein ansehnliches Niveau für die ersten zwei Auftritte der neuformierten MerlinsMannschaft. Am Samstag, den 3. September werden die Merlins um 19:30 Uhr gegen Prag antreten, sowie am Sonntagmorgen (4.Sept.) beim Frühschoppenspiel um 10:00 Uhr mit den Gäste aus Finnland die Klingen kreuzen.
Das zweite Highlight findet am 10.September in der neuen Sporthalle der Gemeinde Wolpertshausen statt. Um 20.30 Uhr messen sich die Merlins im einzigen internen PRO A-Duell mit PRO-A Nachrücker Nürnberger BC, der aufgrund seiner spektakulären Neuverpflichtungen gleich Akzente setzen will.
Am Volksfestwochenende folgt ein Gegenbesuch zum finnischen Erstligisten Kouvot. Von Volksfestfreitag bis Volksfestsonntag sind die MERLINS international unterwegs und absolvieren die letzten drei Vorbereitungsspiele in Lahti, sowie beim internationalen Turnier in Kouvola, u.a. gegen den finnischen Vizemeister JOENSUUN KATAJA sowie dem letztjährigen Halbfinalisten der lettischen Meisterschaft, den BARONS aus der Hauptstadt Riga.
Am darauffolgenden Sonntag beginnt die PRO A-Saison mit einem Auswärtsspiel beim ambitionierten Aufsteiger der BG TOPSTAR Augsburg/Leitershofen, Spielbeginn ist um 16:00 Uhr in der Augsburger Sporthalle.
Das erste Heimspiel findet am 1.10.2011 um 20 Uhr in der HAKRO Arena Crailsheim statt. Gegner ist die ETB WOHNBAU BASKETS Essen.
Vorbereitungspiele Crailsheim MERLINS Saison 2011/2012 2.Basketball Bundesliga PRO A: 03.09.11 17:00 Kouvot EHINGEN Hakro-Arena Merlins International Invitational Cup 03.09.11 19:30 Crailsheim Merlins USK Prag Hakro-Arena Merlins International Invitational Cup 04.09.11 10:00 Crailsheim Merlins Kouvot Hakro-Arena Merlins International Invitational Cup 04.09.11 12:30 USK Prag Ehingen Hakro-Arena Merlins International Invitational Cup 07.09.11 18:30 Crailsheim Merlins White Wings Hanau Hakro-Arena 10.09.11 20:30 Crailsheim Merlins Nürnberger BC Wolpertshausen Sporthalle 14.09.11 19:30 ENBW Ludwigsburg Crailsheim Merlins Rundsporthalle Ludwigsburg 16.09.11 20:30 Namika Lahti Crailsheim Merlins Lahti, Finnland 17.09.11 Semi-Finale TBA Crailsheim Merlins Kouvola, Finnland Kouvot International Invitational Cup 18.09.11 Final Games TBA Crailsheim Merlins Kouvola, Finnland Kouvot International Invitational Cup Heimspiele Crailsheim MERLINS Saison 2011/2012 2.Basketball Bundesliga PRO A: 01.10.11 20:00 Crailsheim Merlins Essen Hakro-Arena 08.10.11 20:00 Crailsheim Merlins Paderborn Hakro-Arena 22.10.11 20:00 Crailsheim Merlins Kirchheim Hakro-Arena 05.11.11 20:00 Crailsheim Merlins Nürnberg Hakro-Arena 13.11.11 18:00 Crailsheim Merlins Jena Hakro-Arena 19.11.11 20:00 Crailsheim Merlins Ehingen Hakro-Arena 03.12.11 20:00 Crailsheim Merlins Chemnitz Hakro-Arena 17.12.11 20:00 Crailsheim Merlins M B C Hakro-Arena 23.12.11 20:00 Crailsheim Merlins Augsburg/Leitershofen Arena Hohenlohe 14.01.12 20:00 Crailsheim Merlins Cuxhaven Hakro-Arena 28.01.12 20:00 Crailsheim Merlins Düsseldorf Hakro-Arena 11.02.12 20:00 Crailsheim Merlins Karlsruhe Hakro-Arena 25.02.12 20:00 Crailsheim Merlins Saar-Pfalz Hakro-Arena 25.03.12 18:00 Crailsheim Merlins Heidelberg Hakro-Arena
Basketball. "Sehr familiär, freundliche Leute, jeder kennt jeden - eine angenehme Atmosphäre", so umreißt Mark Hill seine ersten Eindrücke, die er in wenigen Tagen in Crailsheim von Land und Leuten gewonnen hat. "Er war auf Jobsuche, hat bei uns vorbeigeschaut.
Wir kümmern uns derzeit um die entsprechenden Papiere. Arbeitsbeginn ist dann Montag, 15. August", erklärt Merlins Teammanager Martin Romig. Dann nämlich, Mitte des Monats, wird Coach Ingo Enskat seine Jungs zur ersten Trainingseinheit bitten und damit die Vorbereitung auf die neue Saison einläuten.
Mark Hill kommt aus Los Angeles, hat dort in seinem Collegeteam gespielt, ein Point Guard, um die 1,80 Meter groß. Natürlich freut er sich auf den neuen Wirkungskreis und will versuchen, bis zum Start in gute Form zu kommen. hel
„Joe kann sicher eine feste Größe in unserem Team werden“, weiß Merlins-Trainer Ingo Enskat. Der 30-jährige US-Amerikaner, der auch einen deutschen Pass besitzt, kommt vom BBL-Absteiger Gloria Giants Düsseldorf nach
Crailsheim. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe bei den Merlins. Es ist einfach ein super Club mit tollen Fans. Wir haben in dieser Saison viel vor“, erklärt Buck. Erfahrungen mit dem Basketball in Deutschland hat der 2,02 Meter große und 110 Kilo schwere Centerspieler inzwischen einige gesammelt. Buck: „Ich war zuerst in Vechta in der Pro B, anschließend bin ich dann nach Düsseldorf in die BBL gewechselt.“
Bei den Giants kam Buck in der letzten Saison durchschnittlich auf 13 Minuten Spielzeit und erzielte dabei 3,6 Punkte und 2,8 Rebounds pro Spiel. „Bislang hat Joe zwei verschiedene Rollen ausgefüllt. In Vechta war er der reine Scoring-Player und in Düsseldorf eher der Assistgeber. Bei uns sehe ich für ihn eine Rolle aus beiden. So kann er der Mannschaft viel Stabilität geben“, erklärt Enskat.
Und auch der Center freut sich auf eine weitere Saison in Deutschland und in einer starken Liga: „Meine Großeltern kommen aus Kiel und Flensburg. Deshalb liebe ich es hier zu spielen in diesem tollen Land. Die Pro A ist eine sehr ausgeglichene Liga mit vielen Talenten. Ich denke mein Wechsel nach Crailsheim war der richtige Schritt für meine Karriere.“
„Publikumsliebling Joe Buck“. So könnte es am Ende der Saison in Crailsheim heißen. Der auffällig tattoowierte Center hat jedenfalls das Zeug dazu und weiß, wie begeistert in Crailsheim der Basketball gelebt wird. Buck: „Die Halle ist bei jedem Heimspiel ein Hexenkessel. Darauf freue ich mich schon riesig.
Mit der Unterstützung der Zuschauer werden wir in dieser Saison unsere Ziele erreichen.“ Welche Ziele der US-Boy hat ist für ihn klar. „Die Play-Offs sind auf jeden Fall möglich. Ich denke, dass wir sicher zu den besten acht Teams der Liga gehören werden“, ist Joe Buck überzeugt.
Umringt von einer Schar zumeist jugendlicher Fans schreibt Blanchard Obiango nach Spielende jede Mende Autogramme. Mit seiner Premiere vor eigenem Publikum im Nationaltrikot ist der Crailsheimer Lokalmatador durchaus zufrieden. In den ihm von Coach Sven Jeglitza zugestandenen 14.22 Minuten Spielzeit versenkt der Merlins-Akteur zwei Dreier und einen Freiwurf in "seinen" vertrauten Körben. Dennoch, betont "Obi", wie ihn seine Mitspieler rufen, sei er im Vorfeld der Partie zwischen der deutschen und der englischen A-2-Nationalmannschaft vor rund 600 Zuschauern in der Crailsheimer Hakroarena gar nicht über Gebühr nervös gewesen. "Ich schalte ab, nehme auch die Zuschauer gar nicht mehr wahr" - eine Art Tunnelblick, bestätigt Obiango. "Über unsere gute Mannschaftsleistung freue ich mich sehr. Tags zuvor lief es bei einem Test gegen dasselbe Team nicht so gut. Aber heute waren wir gut eingestellt und sind bei den Rebounds und beim Ausboxen konzentrierter zu Werke gegangen. Die Wurfauswahl war beim ersten Testspiel schon ganz gut, heute sind die Bälle auch reingefallen", führt der zwei Meter lange Forward weiter aus. "Natürlich ist es besonders toll, vor heimischem Publikum zu spielen. Ich habe meine Rolle gut gefunden und auch ein paarmal getroffen. Was zählt, ist aber die Mannschaft, und der konnte ich helfen." Auswahl-Coach Jeglitza lobt die "tolle Entwicklung, die Obiango in der Vorbereitung genommen hat. ,Obi trainiert sehr fleißig und mit hoher Intensität. Er setzt seine Stärken, vornehmlich in der Verteidigung und beim Rebound für die Mannschaft ein und hat sich von Lehrgang zu Lehrgang weiter empfohlen".
Natürlich freut sich auch Merlins-Coach Ingo Enskat darüber, dass Blanchard Obiango den Sprung in den 14er Kader der A-2-Auswahl geschafft hat. "Er ist sicherlich nicht schlechter als die anderen in der Mannschaft, braucht freilich noch Zeit, um weitere Erfahrungen zu sammeln."
Der Teamspirit scheint beim deutschen A-2 (U-23)-Team, das sich zum Großteil aus Spielern von Erstliga-Clubs zusammensetzt, eine wichtige Rolle zu spielen. Schon beim Aufwärmen war festzustellen, dass sich die Spieler immer wieder abgeklatscht haben. Auch während des Spieles behielten sie das, sowohl bei guten, als auch bei weniger glücklichen Aktionen bei.
"Eine tolle Truppe, deren Stärke der Zusammenhalt der Mannschaft ist und wo jeder jeden respektiert", bläst Coach Sven Jeglitza in dasselbe Horn. "Deshalb macht es auch viel Spaß, mit ihr zu arbeiten. Die Mannschaft machte jetzt erst ihr sechstes Turnierspiel miteinander, aber ich glaube doch, dass die Strukturen schon gut erkennbar sind".
Die Zuschauer sahen in Crailsheim drei sehr enge Viertel, in denen es munter hin- und herging (19:20 / 28:30 / 47:47). Die konsequente Verteidigungsarbeit, die im vierten Viertel dann auch den Ausschlag für den 69:55-Sieg geben sollte, war der Schlüssel zum Erfolg. "England hat eine sehr athletische Mannschaft, die nicht einfach zu kontrollieren ist", führt der Coach weiter aus. Einen ersten Test hatten die deutschen Youngsters gegen England deutlich verloren, weil sie sich gegen deren körperliche Robustheit schwertaten. "Darauf wollten wir uns besser einstellen, und das hat die Mannschaft konsequent umgesetzt", freut sich Sven Jeglitza, der Frank Menz als Coach des Teams vertrat. "Die Rebounds haben wir mit 46:30 für uns entschieden und waren in allen relevanten Statistiken besser!"
Auch wenn der Coach die Mannschaft zu Recht in den Blickpunkt stellt, sind doch einige Akteure besonders aufgefallen. So der Spielmacher und unermüdliche Ankurbler Bastian Doreth (Bayern München). Karsten Tadda vom Meister aus Bamberg, bekam die meiste Spielzeit, aber im Abschluss (drei Punkte) agierte er am Samstag recht unglücklich. Dafür sicherte er sich sieben Rebounds. Der Tübinger Akeem Vargas erzielte als Topscorer neun seiner zwölf Punkte im Schlussviertel. Johannes Lischka (Ludwigsburg) brachte es als zweiter Spieler mit zweistelligem Score im deutschen Team auf elf Punkte. Mit Kyle (16), Lawrence (12) und Propser (11) hatten die Gäste von der Insel drei Werfer mit zweistelliger Ausbeute im Kader.
Die deutsche Mannschaft geht jetzt nach Münster, wo sie in einem Turnier unter anderem auf Brasilien und Japan trifft. Danach wird der Kader, der momentan noch aus 14 Spielern (Nicolai Simon ist verletzt; Oskar Faßler hat ausgesetzt) besteht, auf zwölf reduziert. Blanchard Obiango hofft natürlich, dann weiter dabei zu sein!
Statistik: Vargas (Tübingen) 12 Punkte; Lischka (Ludwigsburg) 11, Doreth (Bayern München) 9, Seiferth (Trier) 8, Obiango (Crailsheim) 7, Wohlfarth-Bottermann (Bonn) 5, Tom Spöler (Bayreuth) 4, Tadda (Bamberg) 3, Barth (Heidelberg) 2, Schmidt (Bayreuth), Heyden (Mitteldeutscher BC) je 4, di Leo (Temple University).
Seit Donnerstag bereiten sich die A2-Nationalteams aus Deutschland und Großbritannien in Crailsheim intensiv auf das Länderspiel heute Abend um 18 Uhr in der "Hakro-Arena" vor.
Blanchard Obiango freut sich schon ganz besonders auf den Auftritt im deutschen Nationaltrikot vor heimischem Publikum. "Obi hat eine ganz tolle Entwicklung genommen. Zudem, wenn man bedenkt, dass er erst seit fünf Jahren Basketball spielt", so A2-Trainer Sven Jeglitza. "Gegen Griechenland hat er zuletzt einen ganz wichtigen Dreier gemacht", ist er voll des Lobes für den "Merlin".
Allgemein sieht der gebürtige Hamburger die Jugendarbeit in Deutschland auf einem sehr guten Weg. Er vertritt Headcoach Frank Menz, der mit der U 20 gerade Geschichte geschrieben hat und als erstes Team nach der Nowitzki-Generation 1998 wieder unten den "Top acht" in Europa steht.
Nach der Griechenlandreise stand ein Testspiel gegen eben diese U 20 auf dem Vorbereitungsplan für die Universade in China am 6. August. Morgen geht es in Nürnberg noch einmal gegen Großbritannien, darauf folgt dann noch ein Turnier in Münster, und schon geht es für die Nachwuchsbasketballer auch schon los ins Land der aufgehenden Sonne.
"Das ist für die Spieler natürlich nicht nur sportlich ein Riesenerlebnis", betont Jeglitza. Durch seine Arbeit als Honorartrainer beim Basketballverband kommt er viel in der Welt herum. "Das macht mir richtig Spaß. Während die Spieler regenerieren, habe ich immer ein bisschen Zeit, um Land und Leute kennenzulernen." Von seinem Perspektivteam spielt insbesondere Karsten Tadda beim BBL-Club Brose Baskets Bamberg schon eine gute Rolle. "Wichtig ist, dass die jungen Athleten Spielzeit bekommen, egal ob in der BBL, Pro A oder Pro B. Für die Perspektivspieler ist die A2-Nationalmannschaft eine gute Gelegenheit, in einer anderen Rolle Verantwortung zu übernehmen."
Gegner England weiß er nicht wirklich einzuschätzen. "Viele spielen in den USA auf dem College Basketball." Auch auf der Gegenseite weiß Englands Coach Nick Nurse nicht besonders viel über die Deutschen. Nurse trainiert neben seinem Job beim Verband ein Nachwuchsprofiteam in den USA. Hauptsächlich über Videos und Scouts bekommt er deshalb Informationen über seine Spieler. Und einige spielen ja auch in Amerika.
"Die erste Liga in England ist schwächer als in Deutschland. Aber wir haben dennoch viele gute Spieler in Spanien und Amerika", prophezeit Nurse eine spannende Partie heute in der Crailsheimer Arena.
Ein Hauch von Euroleague wird in der kommenden Saison durch die Hakro Arena wehen. Der 23-jährige Flügelspieler Billy Baptist spielte im Dezember vergangenen Jahres für den spanischen Spitzenclub Unicaja Malaga und bestritt dabei auch Spiele im höchsten europäischen Wettbewerb, der Euroleague. Danach wechselte er innerhalb der renommierten ersten Liga Spaniens (ACB) nach Manresa. In der kommenden Saison wird der US-Boy nun für die Crailsheim Merlins auf Korbjagd gehen. Seine Collegezeit verbrachte Baptist am Illinois Central College (NJCAA), wo er als Mannschaftskapitän unter anderem zum Spieler des Jahres in seiner Conference gekürt wurde (Saison 2006/2007) und die zweitbeste Wurfquote der Liga aufweisen konnte. Anschließend wechselte er für zwei Jahre an die Quincy University (NCAA II) und schloss seine letzte Saison als bester Scorer (15.5ppg) und zweitbester Rebounder (7.6rpg) seines Teams ab. Merlins-Coach Ingo Enskat erhofft sich von Baptist „ein variableres Spiel auf der Position des Small Forward, als wir es in der vergangenen Saison aufweisen konnten. Er kann sowohl im Wurf, als auch im Zug zum Korb Gefahr ausstrahlen.“
In einem kleinen Interview stellt sich der 1,98m große Athlet nun seinem neuen Zuhause vor:
Herzlich Willkommen in Crailsheim, Billy! Letzten Dezember noch hast du für Unicaja Malaga in der Euroleague gespielt, nun kommst du zu einem deutschen Zweitligisten. Welche Gründe waren für dich ausschlaggebend, nach Crailsheim zu kommen?
Es war eine tolle Erfahrung in der ACB und der Euroleague zu spielen, aber es war schwierig für mich als Spieler, von mehr als 25 Minuten pro Spiel auf nur eine halbe Minute pro Spiel gedrückt zu werden. Ich hoffe also, in Crailsheim die mir zustehenden Minuten spielen zu können.
Was weißt du bisher über die Stadt Crailsheim und die Merlins?
Ich weiß nicht viel über die Stadt, die einzigen Informationen bekomme ich momentan aus dem Internet, ich besuche die Website der Merlins regelmäßig, um zu sehen, ob es Neuigkeiten gibt, die für mich wichtig sind – wie etwa neue Mannschaftskameraden etc.
Welche Erwartungen hast du in deinen zukünftigen Wohnort und dein neues Team?
Ich werde das erste Mal in Deutschland sein, aber ich freue mich in ein Land zu kommen, wo für gewöhnlich auch Englisch gesprochen wird. In Spanien war alles spanisch oder spanische Dialekte. Da meine letzte Schule in einer kleineren Stadt war, bin ich es gewohnt in einer solch weniger großen Stadt zu leben und habe die Erfahrung gemacht, dass gerade dort die lokalen Sportmannschaften großartig unterstützt werden – und vor tollen Fans zu spielen macht die ohnehin gute Erfahrung, Basketball zu spielen, noch viel besser.
Wie sehen deine persönlichen Saisonziele für dich und das Team aus?
In der kommenden Saison hoffe ich, dass wir mehr Siege als Niederlagen einfahren und in der oberen Tabellenhälfte landen. Ich freue mich, neue Leute kennen zu lernen, mich an die Spielweise meiner neuen Mannschaftskameraden anzupassen und dabei Spaß zu haben.
Vielen Dank und bis bald in der Hakro Arena!
Ich freue mich, bald für die Crailsheim Merlins zu spielen!
Die „zweite Garde“ der deutschen Basketball-Nationalmannschaft tritt am Samstag, den 23.Juli in der Hakro Arena zu einem Testländerspiel gegen Großbritannien an.
Viele der jungen Talente der von Frank Menz und Achim Kuczmann betreuten A2-Mannschaft kennen die Hakro Arena Crailsheim bereits aus Gastspielen mit ihren früheren oder aktuellen Vereinen, darunter auch ein gewisser Johannes Lischka.
Früher mit Lich zu Gast beim Weihnachtsspiel, weiß er, „wie verrückt, im positiven Sinne, die Fans hier sind, deswegen freue ich mich sehr auf Samstag.“ Dann nämlich „testet“ er als Nationalspieler die zukünftige Heimspielstätte seines Bruders Benjamin, der ja bekanntlich nach Crailsheim wechselt. „Ich freue mich auch für Benni, dass er jetzt bei einer der Topadressen in der ProA unterschrieben hat, und hoffe dass er den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen wird“, erzählt Johannes Lischka, der auf die familiäre Unterstützung seines Bruders am kommenden Samstag aber leider verzichten muss: „Ich hätte mich gefreut, wenn er sich das Spiel hätte anschauen können, aber er hat sich seinen Urlaub redlich verdient.“
Auch für die übrigen Teammitglieder der A2-Nationalmannschaft ist der Auftritt in Crailsheim meist nicht der erste. Neben dem „Local Hero“ Blanchard Obiango, der als erster Merlin überhaupt ein Länderspiel vor dem Crailsheimer Publikum bestreitet, sind hier zu nennen: Philip Heyden (MBC/früher Kirchheim), Bastian Doreth (FC Bayern München), Jonas Wohlfahrt-Bottermann (Telekom Baskets Bonn/Rhöndorf), Karsten Tadda, Maurice Stuckey (beide Brose Baskets Bamberg/Breitengüßbach), Stefan Schmidt (BBC Bayreuth/Nürnberg), Tom Spöler (BBC Bayreuth/Osnabrück), Nicolai Simon (Walter Tigers Tübingen/Ehingen) – allesamt waren bereits mit ihren aktuellen oder früheren Vereinen in der jungen Liga zu Gast bei den Merlins. Den derzeitigen Kader komplettieren Antony di Leo (Temple University/USA), Oskar Faßler, Andreas Seiferth (beide TBB Trier) und Akeem Vargas (Walter Tigers Tübingen), der jüngst mit den Ehinger Steeples ProB-Meister wurde.
Das in Deutschland schon lange laufende Modell des Perspektivteams, das als Sprungbrett vom Juniorenbereich zur A-Nationalmannschaft dient, wurde in Großbritannien erst im vergangenen Jahr ins Leben gerufen.
Das Programm trägt den Titel „Towards 16“ in Aussicht auf die olympischen Sommerspiele 2016 in London, und ist wie die deutsche Mannschaft mit jungen Talenten ab der U20 gespickt. Bis auf zwei Ausnahmen, Flügelspieler Tyrone Treasure (Bristol Academy Flyers, 2.Liga England) und Center Liam Potter (Leicester Riders, 1.Liga England) spielen die Jungs von Headcoach Nick Nurse alle in US-College-Mannschaften. Erwähnenswert ist dabei auch die Nummer 4, Point Guard Devan Bailey, der bereits für die A-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation nominiert war. Für derlei Einsätze wollen sich des Weiteren empfehlen: Andrew Lawrence, Kyle Johnson (beide Guard), Paul Guede (Flügel), Ben Allison, Will Neighbour, Shane Walker (alle Forward) und Lester Prosper (Forward/Center).
Die Gastgebermannschaft bereitet sich dagegen mit diesem und zwei weiteren Tests gegen den gleichen Gegner an diesem Wochenende auf die Universiade in China vor, die am 12.August beginnt. Wer dem Team dabei noch einmal eine tolle Heimspielatmosphäre bieten will, sollte sich schnell seine Karte an den bekannten Vorverkaufsstellen oder bei reservix.de sichern. Einlass am Samstag, den 23.Juli ist ab 16:45Uhr, Tip-Off um 18Uhr in der Hakro Arena Crailsheim!
Für Berufseinsteiger veranstaltet die Schenker Deutschland AG in Crailsheim einen Tag der offenen Tür: am Samstag, 16. Juli, von 10 bis 16 Uhr.
Wenn es um Fach- und Führungskräfte von morgen geht, setzt Schenker konsequent auf Nachwuchs aus eigenen Reihen. Die Logistikexperten bieten sowohl in Crailsheim als auch deutschlandweit als Ausbildungsunternehmen mit ausgezeichnetem Ruf überdurchschnittlich viele Lehrstellen an. "Zielstrebige junge Menschen haben bei uns große Chancen auf eine Beschäftigung mit Zukunft", betont Marcel Vogler, Leiter der Geschäftsstelle in Crailsheim "Schließlich wollen wir unsere Geschäfte in der Region weiter ausbauen und benötigen dazu qualifizierte Mitarbeiter, die mit uns gemeinsam am Standort wachsen wollen." Darum informiert Schenker am 16. Juli ab 10 Uhr in der Geschäftsstelle Crailsheim, Ludwig-Erhard-Straße 100, unter dem Motto "Ausbilden. Fortbilden. Durchstarten." über die Themen "Logistik" und "Ausbildung".
Mehr als 1300 junge Menschen absolvieren zurzeit ihre Ausbildung bei der Schenker Deutschland AG. Jahr für Jahr zählten Auszubildende des Unternehmens zu den Jahrgangsbesten bei den Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammern. Die Logistikexperten investieren kontinuierlich in die Schulung und Weiterbildung ihrer Azubis. So gibt etwa das "International Qualifying Program" Nachwuchslogistikern die Chance, ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten in interkulturellen Teams weiterzuentwickeln. pm